Das erfreuliche Feuerwerk

YouTube-Direktlink

Advertisements

Wetter

Schönes Wetter - Miese Umsätze -- Ein weiterer Grund, warum es für den Einzelhandel trotz positiver Verbraucherstimmung zuletzt nicht ganz so gut lief, ist die Witterung: Die Temperaturen verführten bislang nicht gerade zum Kauf dicker Stiefel und warmer Jacken. 'Der Handel musste relativ früh mit großen Rabatten arbeiten, um die Winterware loszuwerden', schilderte Bürkl.

Wenn sich die von Bullshit-Instituten ermittelten Bullshit-Zahlen über irgendwelche Konsumfreuden und Verbraucherstimmungen am Ende nicht in den Kassen derer niederschlagen, die davon leben, dass aus Menschen Verbraucher werden, dann ist immer das Wetter daran schuld. Mal ist das Wetter zu gut, mal ist es zu schlecht, mal ist es zu warm, mal ist es zu kalt. Niemals, aber auch wirklich niemals sind die Bullshit-Erklärungen irgendwelcher Wirtschaftsforschungsinstitute und die Bullshitologie irgendwelcher forschen Marktforscher die Ursache für die mangelhafte Vorhersagekraft des Bullshits. Und übrigens: Die Menschen kaufen oder sie lassen es, nur, weil sie eine Stimmung haben. Das wird immer so „erklärt“. Dass sie weniger Geld ausgeben, hat nichts mit der seit Jahren in der BRD zunehmenden Armut zu tun, die sich übrigens vor allem auf die Städte konzentriert, in denen es noch größeren Einzelhandel gibt.

Und jetzt schön weiter vertrauen!

Quelle des Screenshots: Internet

Technischer Aberglaube: Nazidatei

Screenshot ZDFtext: Neues Neonazi-Zentralregister in Betrieb - Opposition zweifelt

Aus einem schwer nachzuvollziehenden Grund glauben P’litiker, dass sich Probleme durch das Anlegen einer Datei lösen lassen, in der gesammelte Daten zusammenfließen. Dass die offenbar zahlreichen braunen Sympathisanten und Sympathisantinnen aus Polizeien, Verfassungsschutz und MAD in dieser Datei auftauchen werden, ist allerdings eher unwahrscheinlich — sie geben ja selbst die Daten ein…

Früher…

Früher sprachen die Profiteure der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung davon, dass „der Zorn Gottes“ ausgelöst würde, wenn poltische Entscheidungen getroffen würden, die ihnen nicht gefallen konnten. Heute ist es der gleiche Mechanismus, aber die Worte sind andere geworden. Die Profiteure der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung sagen heute stattdessen: „Die Märkte werden beunruhigt“ — und werden mit diesem parareligiösen Dummfug auch noch ernstgenommen und nicht einfach geteert und gefedert.

Richtig gedichtet: Das Papstwort zum Sonntag

In wenigen Tagen werde ich zu meiner Reise nach Deutschland aufbrechen, und ich freue mich schon darauf. Ich freue mich besonders auf Berlin, wo es viele Begegnungen geben wird, und freue mich besonders natürlich auf die Rede im Bundestag und auf den großen Gottesdienst, den wir im Olympiastadion feiern dürfen.

Ich komme jetzt nach Deutschland, und ich freue mich darauf. Ich freue mich besonders darauf, dass mir so viel staatsreligiöser Wert eingeräumt wird, dass ich wie ein richtiges Staatsoberhaupt im Parlament sprechen darf, obwohl der heilige Stuhlgang ein nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt ist. Ich freue mich darauf, dass Parlament und Gottesdienst ein Stück mehr zusammenwachsen, dass niemand mehr von Aufklärung und Trennung zwischen Staat und Kirche redet. Das ist schon wie die „gute“ alte Zeit, der wir im Vatikan bis heute nachtrauern. Danach gehts ins Olympiastadion. Das hat ja auch ein anderer frommer Katholik gern als Bühne benutzt. Und das war auch der, der mit uns dieses bis heute gültige Reichskonkordat gemacht hat, dass der Kirche und ihren Pfaffen bis heute in Deutschland die Pfründe aus Steuergeldern und jede Menge Sonderrechte sichert.

Ein Höhepunkt der Reise wird Erfurt sein: Im Augustinerkloster, in der Augustinerkirche, in der Luther seinen Weg begonnen hat, darf ich mich mit Vertretern der Evangelischen Kirche Deutschlands treffen. Wir werden dort miteinander beten, auf das Wort Gottes hören, miteinander denken und noch sprechen. Wir erwarten keine Sensationen.

Danach fahre ich auch mal durch Erfurt. Mit meinem kugelsicheren Papamobil, damit auch jeder sieht, wie groß mein Gottvertrauen ist. Da treffe ich mich mit den Abtrünnigen, die wegen dieses blöden Mönches Luther einfach eine eigene Kirche gegründet haben, die so tut, als wäre ich nicht Stellvertreter Gottes auf Erden. Da werden wir laut und mit viel Feiergetümel und Firlefanz zusammen beten, und ich werde währenddessen im Stillen beten, dass sich das noch einmal ändert und dass wieder alles Geld und alle Macht in meinem Verein zusammenfließt. Aber ganz ehrlich: Eine solche Sensation erwarte ich noch nicht.

Das eigentlich Große daran ist eben dies, dass wir miteinander an diesem Ort denken, das Wort Gottes hören und beten, und so inwendig beieinander sind und sich wahrhaft Ökumene ereignet.

Das eigentlich Große daran ist, dass wir trotzdem Friede, Freude, Eierkuchen spielen können, und dass die Evangelen sogar mitspielen. Der Jesusmarkt in Deutschland hat sich als groß genug erwiesen, um zwei große Jesusverkäufer fett zu mästen. Da können wir ruhig von Ökomene sprechen. Mein großes Vorbild Judas Iskariot war doch ein Idiot, sich mit dreißig Silberlingen zu begnügen.

Etwas Besonderes ist für mich die Begegnung mit dem Eichsfeld, diesem kleinen Landstrich, der durch alle Verwirrungen der Geschichte hindurch katholisch geblieben ist; und dann der Südwesten Deutschlands, mit Freiburg, der großen Stadt, mit vielen Begegnungen, die dort sein werden, besonders mit einer Vigil für die Jugend, mit dem großen Gottesdienst, der die Reise abschließt.

Etwas Besonders ist es für mich, durch die Regionen Deutschlands gefahren werden zu können, in denen mir die Menschen meine Lügen und meinen Hokuspokus immer noch abkaufen. Danke, liebe Bundesrepublik, für ein Schulsystem, dass die Menschen auch in größeren Städten so dumm hält, dass es immer wieder Nachwuchs gibt.

All dies ist nicht religiöser Tourismus, und noch weniger eine Show. Worum es geht, sagt das Leitwort dieser Tage: ‚Wo Gott ist, da ist Zukunft‘. Es soll darum gehen, dass Gott wieder in unser Blickfeld tritt, der so oft ganz abwesende Gott, dessen wir doch so sehr bedürfen. Sie werden mich vielleicht fragen: Gibt es Gott überhaupt? Und wenn es ihn gibt, befasst er sich überhaupt mit uns? Können wir bis zu ihm vordringen?‘.

Natürlich nenne ich meine große, in den Medien breit ausgetretene Show nicht eine Show. Sonst würde noch jemand bemerken, was der ganze hl. Firlefanz in letzten 16 Jahrhunderten in Wirklichkeit war, und die innere Verwandtschaft von liturgischer Kleidung zu einem Karnevalskostüm würde den Menschen den ganzen hl. Ernst austreiben. Stattdessen sage ich, dass der von mir vertretene mittelalterliche Aberglaube voller Kälte und Unmenschlichkeit „Zukunft“ ist. Es soll darum gehen, dass dieser mittelalterliche Aberglaube wieder in der Gegenwart geglaubt und wirksam wird. Damit das niemand so richtig bemerkt, nenne ich den von mir verkauften Aberglauben „Gott“ und stelle dafür einen Absolutheitsanspruch auf. Während ich für euch die eher nutzlose Frage stelle, ob wir bis zu Gott vordringen, dringen meine Bediensteten in viele Leibespforten junger Menschen ein, was wir gern wohlorganisiert und systematisch vertuschen.

Nun, es ist wahr: Wir können Gott nicht auf den Tisch legen, wir können nicht wie ein Gerät ihn anrühren oder wie irgendeine Sache in die Hand nehmen.

Ich muss aber leider zugeben, dass ich euch diesen „Gott“, von dem ich rede, nicht zeigen kann. Und dass er sich auch nicht in meinem Leben oder in den Taten der hl. röm.-kath. Kirche manifestiert.

Wir müssen die Wahrnehmungsfähigkeit für Gott, die in uns da ist, wieder neu entwickeln. In der Größe des Kosmos können wir etwas ahnen von der Größe Gottes.

Deshalb sage ich euch: Ihr müsst euch mit manipulativen, hypnotischen Psychotechniken so lange selbst bearbeiten, bis ihr glaubt, meinen „Gott“ wahrzunehmen. Und nachdem ich aus dem Weihrauchfass meines Schädels so viel schwer und geheimnisvoll duftenden rhetorischen Nebel in die Welt gepustet habe, ist es an der Zeit, die idiotische Idee…

Wir können die Welt technisch nützen, weil sie rational gebaut ist. In dieser großen Rationalität der Welt ahnen wir etwas von dem Schöpfergeist, von dem sie kommt, und wir können in der Schönheit der Schöpfung doch etwas von der Schönheit, Größe und auch von der Güte Gottes sehen.

…vom „Intelligent Design“ mehr als nur subtil herauszulassen, auf dass sie die benebelte Aufmerksamkeit überfalle. Und natürlich stelle ich das in einem unmitelbaren Zusammenhang…

Wir können im Wort der Heiligen Schrift Worte ewigen Lebens hören, die nicht einfach nur von Menschen kommen, sondern die von Ihm herkommen, in denen wir Seine Stimme hören.

…zu der antiken Legendensammlung, die ich die „Heilige Schrift“ nenne, um besser darüber hinwegtäuschen zu können, dass der Bullshit der von mir vertretenen Religion darin an keiner einzigen Stelle vorkommt. Und jetzt kann ich auch noch den totalen Hammer bringen:

Und endlich, in der Begegnung mit Menschen, die von Gott angerührt worden sind, sehen wir gleichsam Gott.

Ihr seht Gott in Menschen! Versteht ihr endlich?! Was meint ihr wohl, warum ihr mich mit dem Titel „Heiliger Vater“ ansprechen sollt; eine Formulierung übrigens, die in der gesamten Bibel nur ein einziges Mal vorkommt.

Ich denke nicht nur an die Großen: von Paulus über Franz von Assisi bis zu Mutter Theresa; sondern an die vielen einfachen Menschen, von denen niemand spricht.

Ich denke dabei aber nicht nur an diejenigen, die ich zusammen mit meinen pfäffischen Komplizen heiligspreche und zur Verehrung freigebe, damit ihnen auch ja keiner nacheifere, sondern an die vielen, die angesichts meines reaktionären geistigen Dünnpfiffs am liebsten aus meinem Jesusverkauf austreten würden, weil sie noch so etwas wie ein Gefühl von Wärme und Liebe in sich tragen. Diese sollen sich…

Und doch, wenn wir ihnen begegnen, geht von ihnen etwas von Güte, von Lauterkeit, von Freude aus, dass wir wissen, da ist Gott, und dass er uns anrührt.

…an dieser Stelle von mir angesprochen fühlen und sich sagen lassen, dass sie mein „Gott“ sind, der euch anrühren soll. Jetzt ist alles durcheinander genug, so dass ich endlich wieder das tun kann, was ich immer noch am besten beherrsche: Wörter so aneinander reihen, dass sie so lange Sätze zu formen scheinen, bis jemand darin einen Sinngehalt und eine Aussage sucht:

Darum wollen wir uns in diesen Tagen mühen, dass wir Gott wieder zu Gesicht bekommen, dass wir selber Menschen werden, von denen ein Licht der Hoffnung in die Welt herein tritt, das Licht von Gott her ist und uns leben hilft.

Kriegt Gott zu Gesicht! Bemüht euch darum! Egal wo! Und wenn ihr schließlich irgendetwas seht, glaubt gefälligst, dass das etwas mit meinem Jesusverkauf zu tun hat! Damit ihr zu Menschen werdet, die der von mir geleiteten kriminellen Organisation wieder Hoffnung auf bessere Zeiten machen. Diese Dunkelheit nenne ich Licht, und ich sage, dass es von Gott kommt. Denn Gott kann sich nicht dagegen wehren. Vom Ergebnis dieses Blendwerks erwarte ich, auch fernerhin gut leben zu können.

Bitte bleiben sie doof und gefügig und schauen sie niemals auf das Offensichtliche!

Prost… ähm… Amen!

Das Manifest von Democracia Real Ya!

Wir sind normale Menschen. Wir sind wie du: Menschen, die jeden Morgen aufstehen, um studieren zu gehen, zur Arbeit zu gehen oder einen Job zu finden, Menschen mit Familien und Freunden. Menschen, die jeden Tag hart arbeiten, um denjenigen die uns umgeben eine bessere Zukunft zu bieten.

Einige von uns bezeichnen sich als aufklärerisch, andere als konservativ. Manche von uns sind gläubig, andere wiederum nicht. Einige von uns folgen klar definierten Ideologien, manche unter uns sind unpolitisch, aber wir sind alle besorgt und wütend angesichts der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektive, die sich uns um uns herum präsentiert: die Korruption unter Politikern, Geschäftsleuten und Bankern macht uns hilf- als auch sprachlos.

Und diese Situation ist mittlerweile zur Normalität geworden — tägliches Leid, ohne jegliche Hoffnung. Doch wenn wir uns zusammentun, können wir das ändern. Es ist an der Zeit, Dinge zu verändern. Zeit, miteinander eine bessere Gesellschaft aufzubauen. Deswegen treten wir eindringlich hierfür ein:

  • Gleichheit, Fortschritt, Solidarität, kulturelle Freiheit, Nachhaltigkeit und Entwicklung, sowie das Wohl und Glück der Menschen müssen als Prioritäten einer jeden modernen Gesellschaft gelten.
  • Das Recht auf Behausung, Arbeit, Kultur, Gesundheit, Bildung, politische Teilhabe, freie persönliche Entwicklung und Verbraucherrechte im Sinne einer gesunden und glücklichen Existenz sind unverzichtbare Wahrheiten, die unsere Gesellschaft zu befolgen hat.
  • In ihrem momentanen Zustand sorgen unsere Regierung und das Wirtschaftssystem nicht dafür, sondern stellen sogar auf vielerlei Weise ein Hindernis für menschlichen Fortschritt dar.
  • Die Demokratie gehört den Menschen (demos = Menschen, krátos = Regierung), wobei die Regierung aus jedem Einzelnen von uns besteht. Dennoch hört uns in Spanien der Großteil der Politiker überhaupt nicht zu. Politiker sollten unsere Stimmen in die Institutionen bringen, die politische Teilhabe von Bürgern mit Hilfe direkter Kommunikationskanäle erleichtern, um der gesamten Gesellschaft den größten Nutzen zu erbringen, sie sollten sich nicht auf unsere Kosten bereichern und deswegen vorankommen, sie sollten sich nicht nur um die Herrschaft der Wirtschaftsgroßmächte kümmern und diese durch ein Zweiparteiensystem erhalten, welches vom unerschütterlichen Akronym PP & PSOE angeführt wird.
  • Die Gier nach Macht und deren Beschränkung auf einige wenige Menschen bringt Ungleichheit, Spannung und Ungerechtigkeit mit sich, was wiederum zu Gewalt führt, die wir jedoch ablehnen. Das veraltete und unnatürliche Wirtschaftsmodell treibt die gesellschaftliche Maschinerie an, einer immerfort wachsenden Spirale gleich, die sich selbst vernichtet indem sie nur wenigen Menschen Reichtum bringt und den Rest in Armut stürzt. Bis zum völligen Kollaps.
  • Ziel und Absicht des derzeitigen Systems sind die Anhäufung von Geld, ohne dabei auf Wirtschaftlichkeit oder den Wohlstand der Gesellschaft zu achten. Ressourcen werden verschwendet, der Planet wird zerstört und Arbeitslosigkeit sowie Unzufriedenheit unter den Verbrauchern entsteht.
  • Die Bürger bilden das Getriebe dieser Maschinerie, welche nur dazu entwickelt wurde, um einer Minderheit zu Reichtum zu verhelfen, die sich nicht um unsere Bedürfnisse kümmert. Wir sind anonym, doch ohne uns würde dergleichen nicht existieren können, denn am Ende bewegen wir die Welt.
  • Wenn wir es als Gesellschaft lernen, unsere Zukunft nicht mehr einem abstrakten Wirtschaftssystem anzuvertrauen, das den meisten ohnehin keine Vorteile erbringt, können wir den Missbrauch abschaffen, unter dem wir alle leiden.
  • Wir brauchen eine ethische Revolution. Anstatt das Geld über Menschen zu stellen, sollten wir es wieder in unsere Dienste stellen. Wir sind Menschen, keine Produkte. Ich bin kein Produkt dessen, was ich kaufe, weshalb ich es kaufe oder von wem.

Im Sinne all dieser Punkte, empöre ich mich.
Ich glaube, dass ich etwas ändern kann.
Ich glaube, dass ich helfen kann.
Ich weiß, dass wir es gemeinsam schaffen können.
Geh mit uns auf die Straße. Es ist dein Recht.

Zitiert nach den NachDenkSeiten

Wachstum schafft Arbeitsplätze

Nur, um einmal kurz darauf hinzuweisen, wie es jenseits dieser seit Jahren in die Hirne gebeizten Propaganda aussieht, mit der man die Menschen in der BRD Kröten schlucken macht.

Der Gewinn der DAX-Unternehmen ist um 66 Prozent gestiegen und fiel auch höher aus als im Jahr 2008 (bevor die Finanzkrise auch in Bilanzen spürbar wurde), die Anzahl der Mitarbeiter dieser Unternehmen hat sich dabei um ein einziges Prozent erhöht. Dass die Mitarbeiter dabei für meist etwas mehr Arbeit deutlich weniger Lohn als vor ein paar Jahren bekommen, verschweigt die hier verlinkte springersche Welt natürlich.

Wer Lust darauf hat, zum Taschenrechner zu greifen und mal hochzurechnen, welche Gewinnwunder passieren müssten, damit die „Vollbeschäftigung“ herrscht, der rechne! Unterdessen wird weiter über alle stinkenden Kanäle der Massenmedien die Lüge von Wachstum = Arbeit für alle = allgemeines Wohlergehen verbreitet, während man seine Fortschritte bei der Einführung der Sieben-Tage-Woche bei vollem Lohnverzicht macht und für immer mehr Menschen ein Leben auf Armutsniveau bei einer 40-Stunden-Woche Wirklichkeit wird.

Übrigens ist absehbar, wie auf solche Zahlen — wenn sie überhaupt öffentlich genug wahrgenommen werden — von den Propagandaarschlöchern reagiert werden wird. Sie werden nach dem Vorbild der Religion in die immer ferner rückende Zukunft vertrösten, sie werden davon sprechen, dass die Gewinne von heute die Investitionen von morgen und damit die Arbeitsplätze von übermorgen sind. Dabei wird der Großteil der Investionen von morgen in Wirklichkeit darin bestehen, mehr technische Infrastruktur zu schaffen, die es ermöglicht, dass immer mehr Arbeit von immer weniger Menschen bewältigt werden kann — und wenn das „Jobwunder“ erwartungsgemäß ausbleibt, wird man weitere Steuersenkungen für jene fordern, die schon so vermögend sind, dass es auf ein paar Millionen Euro mehr oder weniger gar nicht ankommt. Es ist nicht einmal einfallsreich, es ist seit anderthalb Jahrzehnten die gleiche idiotische Liturgie, die von allen Mietmäulern und sonstigen Hackfressen in den p’litischen Talkshows des BRD-Staatsfernsehens runtergesungen wird, während eigens dafür ausgesuchte, dekorativ im Studio platzierte hirnlose Jubelperser zu dieser unerträglichen Schmalspur-Rhetorik johlen und klatschen, auf dass die Zuschauer sich auch so richtig fremdbestimmt ihre Empörung machen lassen. Die als besonderes Milliardärsprivleg auf tote Bäume gestempelte Journaille besorgt dann den Rest mit dem pseudosachlichen Ton ihren zum Hohn „Journalisten“ gerufenen Schreibtischtäter, indem sie diesen Lügen in allerlei Kommentaren, Leitartikeln und fröhlichen Zahlenspielereien den Anstrich der Seriosität gibt.

Vampire werden eben nicht satt.