Die Rürup-Abzocke

Dass die so genannten „Rürup-Renten“ eigentlich nur ein staatlich subventionierter Beschiss sind, das haben Denkende ja immer schon geahnt, und das folgende Zitat aus dem Manager Magazin macht aus dieser Ahnung ein pochende Gewissheit:

Zwei wichtige Faktoren nagen an der Rendite dieser Verträge. Das sind zum einem die Kosten, die Lebensversicherer ihren Kunden in Rechnung stellen. Zum anderen kalkulieren die Anbieter ihre Produkte mit einer sehr hohen Lebenserwartung ihrer Kunden.

Was für eine Überraschung! Die wollen doch tatsächlich so richtig Profit schlürfen, diese Versicherer! Die machen das ja gar nicht aus irgendeiner gesellschaftlichen Verantwortung oder anderen hehren Motiven heraus. Und um diesen Profit so richtig saftig und fett zu machen, wird eben ein bisschen kreativ kalkuliert. Und die Menschen, die den Hochglanzprospekten der diversen Anbieter mit tiefer Gläubigkeit auf dem Leim gehen, sie haben eigentlich fast nichts davon, dass sie in diesen großen Abzock ihr Geld hineinwerfen. Wer hätte das für möglich gehalten?

Eigentlich nur jemand, der darüber nachgedacht hätte.

Tinnef (32)

Wo Engel wachen... ...geht der Traum von einem schönen Garten noch schneller in Erfüllung! Am besten, Sie überlegen gleich heute, wo der Gartenstecker Engel seine nachtleuchtende Wirkung am besten entfalten kann. Kugel (Durchmesser 20 cm) aus Glas, Stab aus Metall (Länge 115 cm) -- 9,95 Euro - ab 2 Stück je nur 8,95 Euro

Wo hässliche, nach infantilem Vorbilde gestaltete Flügelfressen an langem Stabe im wehrlosen Grase stecken, da geht der Albtraum von der Umgestaltung des Gartens oder Vorgartens in eine neubabylonisch dekorierte Tinnef-Hölle noch schneller in Erfüllung! Und das Beste daran: Selbst wenn sich die Sonne längst zum Kotzen unterm Horizont verkrochen hat und die gröbsten, industriell erstellten Geschmacklosigkeiten im Dämmerlichte unsichtbar und damit ein bisschen erträglicher geworden sind, leuchtet dieses Scheusal am Stabe grünlich glimmend vor sich hin. So wird rund um die Uhr sichtbar, dass der „Gestalter“ dieses Gartens jeden kitschigen Schrott kaufen und in den öffentlichen Blickraum stellen muss. Die „Würgung“ wird nicht lange auf sich warten lassen.

Jetzt Engelverramsch: Wer gleich mindestens zwei von diesen Dingern kauft, der kriegt sie pro Stück um einen Euro billiger.

Quelle des Scans: …na, ihr wisst schon. 😉

Ach was?

Der ARD-Videotext fasste am 25. Juli um 20:30 Uhr die Kritik des Bundesrechnungshofes an den so genannten „Jobcentern“ zusammen und schloss mit den Worten:

Auch sei Missbrauch bei den Ein-Euro-Jobs festgestellt worden: Bei zwei Dritteln der geprüften Maßnahmen war mindestens eine Voraussetzung für eine Förderung nicht erfüllt.

Was das Staatsfernsehen der BRD hier verschweigt, ist die Tatsache, dass dieser angebliche „Missbrauch“ der beabsichtigte Gebrauch der staatlich subventionierten Elendsarbeit in der BRD ist. Der einzige Zweck dieses von Schröder zusammen mit der SPD geschaffenen, aber nach dem Hurenhartz-Verbrecher benannten Instrumentes ist es, einen Elendsarbeitsstrich durch die Mittel des Staates, also letztlich durch die Steuergelder der von der Lebensverschlechterung betroffenen Menschen herzustellen. Diesen Zweck haben die unmenschlichen Ideen des Schröder-Regimes in vollem Umfang erreicht, und ein erklecklicher Teil der Wirtschaft profitiert recht gut von dem geschaffenen Fleischmarkt für maximal abhängige und rechtlose Fronarbeiter. Vom Lohndumping einmal ganz abgesehen.

Viel erstaunlicher ist es, dass ein Drittel der modernen Sklavenhalter noch nicht verstanden zu haben scheint, wozu diese Knechtung und Entrechtung von Menschen eigentlich gut sein soll.

SPD: Splitterpartei Populistischer Demagogen

Eine gute und eine schlechte Nachricht zur SPD.

Zunächst die gute Nachricht: Die SPD verliert, nachdem sie jahrelang ihre eigenen Basis und ihre eigentlichen Stammwähler verspottet und verarscht hat, kontinuierlich Mitglieder — da helfen auch keine Traditionsshows mit arbeitertümelnden Getue mehr. Und jetzt hat die SPD sogar noch weniger Mitglieder als die unheilige Partei mit dem großen „C“, den vielen Koffern und dem völlig ungebremsten Ausverkauf Deutschlands.

Und jetzt die schlechte Nachricht: Diese ganzen Hackfressen, die es geschafft haben, die SPD zu einer Splitterpartei mit FDP-Programm zu machen und die schamlos die Volksverarschung durchziehen, sie sind bis jetzt noch nicht ausgetreten.

Wer sich den Strom nicht leisten kann

Eben gerade habe ich in einem Forum für alte Menschen (die man im Neusprech „Senioren“ nennt) die folgende, sehr zielgruppengerechte Google-Werbung gesehen:

Dieses Angebot eines Fraßes, den man auch dann noch erwärmen kann, wenn man sich von seiner immer wertloser werdenden Rente die immens gestiegenen Energiekosten nicht mehr leisten kann, ist genau die „richtige“ wirtschaftliche Reaktion auf die zunehmende Verarmung der Menschen in der BRD. Ich bin mir gewiss, dass solche Geschäfte mit der Armut noch eine große Zukunft haben werden, wenn es nicht bald einen wirksamen Widerstand gegen den Ausverkauf des ganzen Landes gibt.

Ach ja: Die Jüngeren, auch wenn sie es nicht mögen und unentwegt verdrängen, sie werden auch einmal alt werden. Jetzt ist der Moment zum Widerstand. Denn in Zukunft könnte die Kraft dazu fehlen.

Nicolas hört die Signale

Eines muss man dem gegenwärtigen Präsidenten der französischen Republik ja lassen: Er hat das Signal gehört, dass bislang jeder Versuch gescheitert ist, die angstrebte Verfassung für die Europäische Union in irgendeiner Form demokratisch zu legitimieren. Gerade in Kernländern der EU, wie sie das Königreich der Sieben Vereinigten Niederlande und die Französische Republik nun einmal sind, ist das deutliche Scheitern des Versuches, in Westeuropa ein demokratisch nicht kontolliertes, zentralistisches Staatswesen mit faschistoiden Zügen zu errichten ein überdeutliches Signal — dieses zu überhören, wäre auch einem Schwerhörigen kaum möglich gewesen.

Und Nicolas Sarkozy hat darauf p’litisch so reagiert, wie man es von einem echten Dämonkraten der zerfallenden Moderne erwartet. Er hat einfach die Verfassung Frankreichs ändern lassen, und zwar ganz parlamentarisch und ohne jede Zustimmung der Menschen, die davon betroffen sind. Das hat für die p’litische Kaste der Französischen Republik den großen Vorteil, dass demnächst keine Volksabstimmungen in solchen Europaangelegenheiten mehr erforderlich sind. Das können die Parlament-Arier Frankreichs jetzt unter sich auskungeln. So wird es ganz gewiss voran gehen mit dem Eurofaschismus gegen die Menschen in Europa!

Dass die parlamentarische Entscheidung nicht knapper hätte sein können, nimmt der dreisten Entrechtung der Menschen in Frankreich leider nicht die formaljuristische Gültigkeit.

Tinnef (31)

Willkommen im Garten Eden - Da trollt sich der Gulli! - In Ihrem Vorgarten gibt es einen Gullideckel, der sich schon jahrelang wichtig macht? Hächste Zeit, dass Sie ihm mit dem Gulli-Troll eins auf dem Deckel geben! Dieses originelle Accessoire ist aus wetterfestem Kunststein, hat einen Durchmesser von 23 cm und eine Höhe von 13 cm. Wie breit das Grinsen ist, das er allen Betrachtern ins Gesicht zaubert, wird sie überraschen! - Gulli-Troll nur 12.80 Euro

Ein wunderbares Beispiel dafür, wie man selbst eine irdische Näherung an einen paradiesischen Garten in eine kuschelig kalte Vorhölle für Spießer und völlig geschmacklose Zeitgenossen verwandeln kann. Hat zuvor jahrelang ein nüchterner Gullideckel daran erinnert, wie nützlich die zivilisatorische Errungenschaft der Abwasserwirtschaft sein kann, so soll der kleingärtnernde oder seinen Vorgarten verunstaltende Idiot jetzt endlich seine Gelegenheit bekommen, diese technische Hässlichkeit durch eine glubschäugelnd grinsende Scheußlichkeit zu überdecken, damit auch ja kein Ort in seinem Gärtlein von ästhetischen Äquivalenten zu einem Brechmittel frei bleibe. Diese widerwärtige Nachbildung eines knollennasigen Trolls ist aus feinem Beton gegossen und damit leider wetterfest genug, um dem Fühlenden jegliche Hoffnung auf einen baldigen Zerfall der Deckelabdeckung zu nehmen. Wie groß der Ekel ist, der bei jedem Fühlenden angesichts solcher optischer Umweltverschmutzungen aufkommt, wird jeden Käufer des fehlgeleiteten Kulturgutes überraschen und leider auch entzücken.

Quelle des Scans ist der aktuelle Katalog „Die moderne Hausfrau“ — und ein besonderer Dank geht an M., die meine Tinnef-Würdigungen so gut und fortsetzendwert findet, dass sie sich nun extra für mich diese Kataloge voller fabrikneuen Unrats zusenden lässt. Das hier gewürdigte Scheusal gibt es übrigens schon auf der ersten Seite…