Oh, diese armen Bundestagsabgeordneten

Wenn es mal die Parlament-Arier trifft, dann sieht das mit der Überwachung und der Nutzung möglicherweise trojanifizierter Computer natürlich ganz anders aus, als wenn “nur” die menschliche Verfügungsmasse in der BRD betroffen wäre:

[…] fürchten viele Abgeordnete, dass sie von irgendjemandem belauscht werden und sind zutiefst verunsichert, ob und wie sie noch vertraulich arbeiten können

Moment, ich muss erstmal durchatmen…

Oh, dieser Puls! Oh, diese Galle! Nochmal durchatmen…

Und dann schreien:

Endlich geht es euch mal genau so, wie es allen anderen Menschen in der BRD unter den von euch, ihr stinkenden, widerwärtigen Arschlöcher, aktiv geschaffenen Zuständen auch geht. Verreckt siechend langsam unter unendlichen, unbehandelten Qualen, ihr Menschenfeinde!

Plonck! (So hätte Bismarck geplonkt.)

Max Brose

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Unser Kundenliebling

Gartenzwerg 'Angie'! -- Das Gesicht unserer etwas mürrischen Zwergin kommt Ihnen bekannt vor? Uns auch! Holen Sie sich die staatlich-stattliche Dame einfach ins eigene Beet, vielleicht bringt sie bei ihnen 'die Landschaften zum Blühen'! Ca. 28 cm hoch. Aus Terrakotta. -- Gartenzwerg 'Angie', Nr.5009.430.505, nur €9,95 -- + unser Kundenliebling

Nein, es handelt sich nicht um eine Satire. Dieses Angebot zur Gartendekoration befindet sich auf Seite 36 des aktuellen Kataloges “Die moderne Hausfrau“. (Angebot auf der Website.) Der im Angebote mittransportierten Einschätzung, was selbst im Auge des Spießers der beste Job für die derzeitige Frau Bundeskanzlerin — wir sollten sie alle nur noch “Unser Kundenliebling” nennen — sei, mag ich nicht widersprechen. :D

Geld ist Fantasie

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Die Rede eines ehrlichen P’litikers auf der zentralen Gedenkveranstaltung

Liebe Damen und Herren,
liebe Zuhörer und Zuhörerinnen an den Volksempfängern,

sie erwarten von mir, dass ich jetzt mit gut gespielter Betroffenheit wohlgesetzte, warme Worte voller Anteilnahme und Trost spreche. Sie erwarten meine gedämpfte Stimme, die langsam das dafür gesetzte Viertelstündchen füllt, einschließlich eines kurzen Satzes, der einen Ausblick für die immer noch Lebenden gibt, den sie später in jeder Nachrichtensendung noch einmal hören können, damit ihnen dieses zustimmende Nicken aufkommt.

Ich werde ihnen das ersparen.

Natürlich habe ich jemanden, der dafür bezahlt wird, dass er mir eine solche Rede schreibt, und der kann das auch sehr gut.

Aber es wäre widerlich. Ich würde mich vor mir selbst ekeln, wenn ich sie so offen belöge und dafür auch noch wehrlose Tote instrumentalisierte.

Die hundertfünfzig Toten sind mir gleichgültig. Sie interessieren mich genau so wenig wie die tausenden Toten aus Afrika, die jedes Jahr unter Mithilfe der FRONTEX-Truppen vom Mittelmeer verschlungen werden, wie die hunderttausenden Toten aus Afrika, die das Wirtschaften meiner Freunde aus der Lobby jeden verdammten Monat fordert und wie die vielen Namenlosen, die sich mit den Waffen meiner Freunde aus der Lobby jeden Tag gegenseitig abknallen — alles, ohne dass es zu einer Erzeugung künstlicher Gefühle durch Presse und Glotze kommt, diesem contentindustriellen Apparat, auf dessen menschenverachtenden Wogen ich groß geworden bin.

Ohne ihre medial geschaffenen, synthetischen Gefühle stünde ich jetzt gar nicht hier und müsste mich nicht der leidigen Pflicht entledigen, Worte zu finden, die ihren ebenfalls medial-synthetisch geschaffenen Erwartungen entsprechen — egal, wie sehr ich dafür lügen muss.

Ich beende an dieser Stelle meine Rede. Lassen sie uns einfach schweigen! Wenn sie ein wenig Lüge und Heuchelei wollen, dann belügen sie sich doch einfach in aller Stille selbst! Dass sie das können, weiß ich, denn sonst würden sie mir gar nicht erst zuhören.

Möge das Leben, das sie im Gegensatz zu den Verstorbenen noch haben, auch von Wert für sie sein!

Wer seine Kinder liebt, hält sie von der Kirche fern!

“Meine schlimmste Erinnerung ist die von dem Tag, als ich meine erste Menstruation bekam”, sagt Graf. “Da haben mich vier Ordensschwestern in das Zimmer vom Pfarrer gezerrt und mich aufs Bett geworfen. Jede hielt mich an einer Gliedmaße fest. Dann wurde mir ein Besenstiel eingeführt.” Als die damals Elfjährige vor Schmerzen schrie und weinte, habe ihr eine der Schwestern auf den Mund gespuckt und ihn danach mit einem Pflaster zugeklebt.

DerStandard.at — Opfer kirchlichen Missbrauchs: “Hölle kann nicht schlimmer sein”

Und nein, das sind keine Einzelfälle. Wirklich nicht. Und es ist auch nicht nur Vergangenheit. (Für die, die es ohne Suizid überlebt haben, ist es sowieso gegenwärtig genug.) Wirklich nicht. Und nein, das wird auch nicht anders, wenn jetzt mal ein halbwegs erträglicher Pope immerfort in die Kameras löchelt. Und nein, es ist auch in anderen christlichen Gemeinschaften oft ausgesprochen übel für Kinder, wenn es auch nicht überall zu offenem sexuellen Missbrauch kommt und sich die Folter auf systematische Angstmache, Einschüchterung und Prügel “beschränkt” — ganz nach biblischem Vorbild.

Je höher die Moral, desto widerlicher die Menschen.

Der Krieg, der jetzt in Wirklichkeit geführt wird

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