Deutsche sparen wieder mehr Geld…

Die Deutschen sparen wieder mehr Geld. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, wurden im 1.Halbjahr durchschnittlich 180 Euro im Monat zurückgelegt, rund zehn Euro mehr als 2007.

(Quelle der Meldung: ARD-Videotext, Seite 164, Stand 29. Oktober 2008 um 20.30 Uhr)

In so einer knappen Meldung zeigt sich der gesamte Mathematik- und Statistik-Missbrauch staatlicher Institutionen in der BRD.

Bevor ich zu diesem als Wissenschaft getarnten Bullshit, mit welchem der p’litischen Kaste etwas argumentative Schrotmunition zur Rechtfertigung der nächsten Grausamkeiten gegen die Menschen in Deutschland gegeben werden soll, ein paar sehr kurze Worte schreibe, nur eine einzige Frage an die Leser:

Ich persönlich kenne in meinem gesamten Umfeld keinen einzigen Menschen, der auch nur 10 Euro im Monat sparen könnte. Natürlich ist mein Umfeld nicht repräsentativ, aber es besteht auch nicht nur aus erwerbslosen und deshalb zum Vegetieren verdonnerten Menschen, es gehören auch Studenten, Rentner und einfache Malocher dazu. Und keiner von all diesen Menschen hat die Möglichkeit, Geld zurückzulegen, etliche kommen sogar trotz Lebensbedingungen, die Sehnsucht nach einer 50-Stunden-Woche wecken, nur mit Mühe über den Monat. Die permanente, oft schon über Jahre gehende Armut in Arbeit hat bei einigen dieser Menschen auch zu einer erheblichen Verschuldung geführt, und dieser Zustand macht die betroffenen Menschen beinahe beliebig ausbeutbar und erpressbar. (Ich habe hier durchweg die männlichen Formen gewählt, aber es sind natürlich auch Frauen darunter.)

Vielleicht lebe ich ja auf einem anderen Planeten als du. (Aber wieso wird so eine Frage denn auf deinem Planeten lesbar?) Wie viele Menschen kennst du, die jeden Monat auch nur die Hälfte von den hier postulierten 180 Euro sparen könnten?

In dieser Zahl, die von den BRD-Staatsmedien durch keine weitere Erläuterung relativiert wird, geht es um einen Durchschnittswert. Prächtig hat man sich der Aufgabe entledigt, eine „positiv“ klingende Meldung zu bringen; „die Deutschen“ (was für eine Zusammenfassung!) sparen wieder mehr. Aber dieser Durchschnittswert sagt gar nichts über die Verteilung der gesparten Beträge.

Nehmen wir mal ein ganz plumpes Beispiel. Wenn es in einer Stadt einen Milliardär gibt und zusätzlich noch 1000 Besitzlose, denn hat jeder von diesen Besitzlosen eine Million, wenn man so dreist mit dem Durchschnitt argumentiert. In dieser Situation würde die gleiche Meldung lauten: „Die Einwohner der Stadt verfügen im Durchschnitt pro Kopf über eine Million Euro.“ — ob die darbenden Armen wohl nur durch ihren leeren Bauch am Kotzen gehindert würden, wenn man ihnen mit Pseudowissenschaft und autoritären Zahlen so ins Gesicht spuckt?

Was hier einmal interessant wäre, das wäre zum Durchschnittswert die Standardabweichung. Und eine kleine Betrachtung, ein wie großer Anteil der Menschen in der BRD im Monat einen mindestens fünfstelligen Betrag sparen (man nennt das dann „anlegen“) kann, gegenübergestellt jenem Anteil der Menschen in der BRD, die von Monat auf Monat auf Pump leben müssen und sich dabei doch abplackern, dass das Unrecht zum Himmel schreit. Das Statistische Bundesamt hätte gewiss eine derartige Information zu bieten, sie eignet sich nur nicht dazu, die Menschen in Deutschland zu belügen.

Die einzige Aufgabe eines solchen Durchschnittswerts ist es, die Wirklichkeit in der BRD zu verbergen und den Menschen in das Gehirn zu ficken. Sonst merken die Opfer des laufenden gesellschaftlichen Prozesses noch, dass Beten allein nicht mehr hilft — und suchen hübsche Bäumchen aus, an denen der Strick keinen Ast ausreißt; der Strick für diese fettgefressenen und doch unersättlichen Arschlöcher, die auch noch unser aller Blut saufen würden, wenn es ihnen nur schmeckte. Frieden ist mit denen nämlich nicht mehr möglich, das beweisen sie jeden Tag aufs Neue.

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Ein guter Tag zum Kotzen

Denn Brutus ist ein ehrenwerter Mann,
Das sind sie alle, alle ehrenwert.

W. Shakespeare, Julius Caesar, 3. Aufzug, 2. Szene

Alle folgenden Zitate stammen aus dem Videotext des BRD-Staatsfernsehens ARD, mit Stand vom 28. Oktober, zwischen 20:30:01 Uhr und 20:30:10 Uhr. Die jeweilige Seitenzahl ist über dem Zitat angegeben…

Seite 121:

Kanzlerin Merkel und Finanzminister Steinbrück haben ihrem neuen Beraterkreis zur Finanzkrise den Auftrag erteilt, Vorschläge für eine „internationale Finanzarchitektur“ zu erarbeiten.

Was ist das denn für ein Bullshit-Wort? „Internationale Finanzarchitektur“? Das klingt ja fast, als würde man ein Haus bauen, aber in Wirklichkeit geht es da nicht um irgendetwas Materielles, sondern um ungedeckte Schuldverschreibungen. Und? Wozu machen die das?

weiter auf Seite 121:

Ziel des 6-köpfigen Gremiums unter Leitung des früheren EZB-Chefvolkswirts Issing sei es, das Risiko vergleichbarer Krisen künftig möglichst gering zu halten, hieß es nach dem ersten Treffen

Ziel des Treffens unter dem Vorsitz eines wachstumsbesoffenen Versagers und Landesverkäufers ist es, das Risiko vergleichbarer Zusammenbrüche des Lügengebäudes in Zukunft für die Besitzenden und Meudalisten möglichst gering zu halten. Hierzu werden die Steuergelder an die Besitzenden und Meudalisten gegeben, die dann auch noch die Zinsen für die Schulden der BRD bei den Banken kassieren werden. Ein tolles System!

Da rette sich doch, wer kann – Seite 122:

Die EU-Kommission hat das 480 Milliarden Euro schwere Rettungspaket der Bundesregierung für die Finanzbranche genehmigt.

Ein „Rettungspaket“ ist es, das klingt ja schon nach Care-Paketen, Rosinenbombern und humanitären Maßnahmen gegen das Verhungern! Wer könnte bei so toller Propsprache etwas dagegen haben? In Wirklichkeit schleudert man asozialen und auf ganzer Linie gescheiterten Zockern Geld in den Rachen, damit sie auch in Zukunft als asoziale Zocker auftreten können — und wo dieses Geld in Zukunft fehlen wird, sieht man auch schon heute.

Lieber mal etwas anderes, auf Seite 126:

Wirtschaftsminister Glos will mit einer Änderung der Kfz-Steuer Anreize zum Kauf neuer Autos schaffen. Als Basis soll demnach künftig nicht mehr der Hubraum, sondern der CO2-Ausstoß eines Fahrzeugs gelten.

So, jetzt erfahren wir doch endlich mal, wozu die ganze Paranoia gut ist, die wegen des Kohlendioxids geschürt wurde. Um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen natürlich. Es wurde ja auch Zeit, dass da mal eine Steuer drauf erhoben wird — ich warte immer noch auf den ersten Vorschlag einer Atemsteuer. Nach einer Kampange wie „Breathing kills Planet“ oder so ähnlich, mit knuffigen Logo eines unansehnlichen Typen, der Totenköpfe ausatmet.

Aber die Begründung von diesem Glos, die ist echt originell! Das soll jetzt alles für die Menschen teurer werden, weil das einen Anreiz zum Kauf neuer Autos schafft. Und was geschieht mit den alten Autos, du Glos, du? Werden die einfach so verschrottet, obwohl sie noch fahren und eigentlich völlig in Ordnung sind? Oder werden die in die ehemaligen Ostblockstaaten verschoben, wo hoffentlich so schnell kein von VW und BMW gekaufter P’litaffe auf dermaßen dumme Ideen kommt? Und dann setzen diese Autos dort fröhlich weiter CO2 frei, um unserem Polareis mal zu zeigen, wie sehr es zum Vorwand dient.

Obwohl, so ein bisschen sagst du es ja selbst, du volksverkaufendes Astloch, also brav weiter auf Seite 126:

Dies sei Teil eines „ersten Pakets zur Stärkung der Wirtschaft“, sagte Glos im ARD-Morgenmagazin. Die Neuregelung der Kfz-Steuer müsse angegangen werden. Das Kabinett soll kommende Woche über strittige Details der Reform beraten.

Der Verband der Automobilindustrie unterstützte die geplante Neuregelung.

Getarnt als Rettungspaket für die Pole gehen völlig intakte Autos nach Polen, weil die bescheuerten Deutschmänner solche Vollpfosten als ReGIERung über sich dulden. Da kauft man auch gern ein neues Auto, und das Geld wird schon irgendwo herkommen. Und die P’litikerkäufer aus den Autobauern freuen sich einen zweiten Analausgang. So deutlich, dass man sogar einem vierjährigen Kind die wirklichen Mechanismen der P’litik erklären kann.

Zum Glück bleibt dieser Glos nicht allein, es findet sich schnell ein anderes schleimiges Stück P’litfresse, was ein paar flankierende Worte auf Seite 127 absondert:

EU-Industriekommissar Verheugen hat „sehr konkrete Hilfe“ für die Autoindustrie gefordert, um die Nachfrage nach Neufahrzeugen wieder anzukurbeln.

Mein schneller Vorschlag: Autobomben unter jedes zweite Auto, schon entsteht Nachfrage nach neuen Autos. Bitte mit den Dienstwagen von EU-Kommissaren anfangen, und zwar mit den Typen drin. Damit man sich auch wieder freuen kann, wenn man die Nachrichten überfliegt.

(Wie sieht eigentlich die Klimabilanz des typischen EU-Dienstwagens auf der Ebene eines solchen Kommisares aus? Quod licet jovi, non licet bovi?)

Fast die Wahrheit steht auf Seite 160:

Junge Männer haben Lust auf Familie, verzichten aber oft aus beruflichen Gründen auf Kinder.

Es ist natürlich nur fast die Wahrheit. In Wirklichkeit verzichten sie wegen einer männerfeindlichen Justiz auf Kinder, die niemals das Sorgerecht einem Mann zuspricht, aber jeden Vater zum jahrelangen Zahlmeister macht. Wer hat unter diesen Umständen schon so viel Dummheit in seiner Rübe, dass er sich aufs Kindermachen einlässt? Eben nur die Dümmsten. Die meisten anderen haben inzwischen gelernt, wie man einen Präser über den Pimmel zieht und vermeiden eine Situation, in der sie nur psychisch und finanziell ausgebeutet werden.

Und denn gibt es da natürlich noch ein weiteres Problem mit den Kindern, nämlich die fortschreitende Verarmung der Menschen in BRDland, aber das wird sogar angedeutet:

Für 57 % seien Kinder zudem schon aus finanziellen Gründen unvorstellbar.

Wunderbar, so eine Zahl zu bringen, ohne von Armut zu sprechen! Das kann nur das Staatsfernsehen der BRD! Für mehr als die Hälfte der Männer ist die Armut (oder das Risiko, in Armut zu geraten) so groß, dass sie auf die triebhafte Lust am Reproduzieren verzichten! So werden wir wirtschaftsfördernd ausgestorben! So geht es abwärts!

Dazu mag vielleicht auch Seite 164 passen:

In Deutschland werden zunehmend mehr Babys und Kleinkinder gestillt. Während 76 % der Kinder des Jahrgangs 1994 gestillt wurden, waren es bei den 2005 geborenen Kindern 81,5 %, teilte der Bundestag in Berlin mit.

Ein Grund dafür könnte auch einfach darin liegen, dass Muttermilch nun einmal billiger als der ganze industrielle Pamp ist, der mit so viel Reklame als „das Beste für ihr Kind“ verramscht wird. Gut, dass es auch mal schöne Auswirkungen gibt.

Die Redaktion der Tagesschau ist ja wirklich sehr dienstbar und immer darin beflissen, trotz der schreienden Dummheit des p’litisch Geäußerten immer wieder einen noch einigermaßen passablen Eindruck der Berliner Hirntoiletten zu erwecken, aber ausgerechnet im Kulturteil, auf Seite 401, ist das mal gründlich gescheitert:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Kultur als „einigendes Band für unser Deutschland“ gewürdigt. „Wir sind stolz auf die Vielfalt kultureller Einrichtungen. … Aber das gemeinsame Band unserer Kultur eint die Deutschen“, sagte Merkel bei einem Festakt in Berlin zum zehnjährigen Bestehen des Amtes des Kulturstaatsministers.

Es war offensichtlich nicht möglich, hier durch eine bessere Textauswahl für das Zitat noch einen Anschein von Intelligenz oder gar inhaltlicher Aussage zu erwecken, und man hat sich wohl damit getröstet, dass im Kulturteil eh keiner so genau liest. Es reicht, im zitierten Text der allerwertesten Frau Kanzlerin das Wort „Kultur“ gegen ein beliebiges anderes Wort auszutauschen, um die ganze, dumpfe Hohlheit des gleichermaßen wortreichen wie inhaltsarmen Geschwafels zu erkennen „A. M. hat das Klopapier als einigendes Band für unser Deutschland gewürdigt. Wie sind stolz auf die Vielfalt verschiedener Klopapier-Marken … aber die gemeinsame Rolle Klopapier eint die Deutschen“ :mrgreen:

Ach, scheiß drauf! Das ist echt alles den Mageninhalt nicht wert, der unaufhaltsam beim Lesen nach draußen dringen will.

Versuchter Justizmord in der BRD

Unverändert sei hier die folgende Presseerklärung des Erwerbslosen-Forums Deutschland vom 24. Oktober 2008 wiedergegeben:

Fragen über den Tod des Vaters unerwünscht — Deshalb drei Wochen Haft

Gericht verhängt einen utopischen Tagessatz, den ein Hartz IV-Bezieher nicht bezahlen kann

Hartz IV-Bezieher und Mitglied des Erwerbslosen Forum Deutschland, Bruno S.* (Freiburg) stellte wiederholt unbequeme Fragen an den Ortsvorsteher eines Vorortes von Freiburg und Mitarbeiter der ARGE-Hochschwarzwald, XY. *. (CDU). Per einstweiliger Verfügung wehrte sich der und sorgte damit am vergangenen Samstag für die Verhaftung des schwer kranken S.. Wegen eines Formfehlers kam es jedoch nicht zur Inhaftierung. Polizei und Gerichtsvollzieher überließen den schwer kranken Menschen, der dringend Medikamente benötige und kein Geld dabei hatte, sich selbst. Mit Mühe und Not schleppte sich S. über 12 Kilometer nach Hause

* Namen von der Redaktion geändert (Hinweise am Ende des Textes)

Freiburg/March — „Wieso haben Sie nicht einmal die Familie informiert, als Sie meinen Vater ins Krankenhaus brachten und er dann drei Wochen später starb?“ Für diese Frage wurde Bruno S. am Samstag verhaftet. Das Amtsgericht Freiburg hatte ihm verboten diese Frage an einem Ortsvorsteher (CDU) in der Nähe von Freiburg und Beamten der Arbeitsagentur zu stellen. Damit sollte wohl ein Exempel statuiert werden. Hartz IV-Bezieher Bruno S. soll sich damit zufrieden geben, dass der Beamte einer Hartz IV-Behörde die Aussage zu seinen Aktivitäten um den Tod des Vaters (G. S. ) verweigert und sich ausdrücklich auf sein Schweigerecht beruft.

Das Drama begann mit dem Todesfall im September 2002 und findet den Höhepunkt am vergangenen Samstag. Bruno S. wurde am Morgen 18.Oktobers 2008 verhaftet und in die Freiburger JVA verbracht. Das Ziel, S. zum Schweigen zu bringen wurde über einem juristischen »Trick« erreicht. Der ALG-II Bezieher wurde einem utopischen Ordnungsgeld von 100,- €/Tag – i.W. einhundert, 2.000 Euro und 5.000 Euro Sicherheitsleistung oder 20 Tage Gefängnis verurteilt. In der JVA stellte sich jedoch heraus, dass der Gerichtsvollzieher keinen ordentlichen Haftbefehl beantragt hatte und S. musste sofort wieder frei gelassen werden. Weder Polizei, noch Gerichtsvollzieher sorgten für die Rückreise des schwer kranken Bruno S. und überließen ihn für sich selbst, obwohl bekannt war, dass er keine Medikamente gegen seine Diabetes eingenommen hatte. Die Polizei behauptete, dass sie ihn nicht mehr mitnehmen dürfe. S. wies mühselig darauf hin, dass er krank sei und keine Möglichkeit habe alleine nach Hause zu kommen. Doch die Polizei stellte selbst eine einfache Diagnose: „Auf mich machen Sie einen normalen Eindruck“ und ließ den Diabetiker einfach stehen. Der Feierabend schien wichtiger. Dabei war der Polizei die gesundheitlichen Probleme bekannt. Bruno S. hatte auf der Fahrt mehrere Erstickungsanfälle und ein Polizist saß ihm gegenüber. Ebenfalls lag dem Polizist eine seit August fortdauernde Krankmeldung vor. In einem sehr schlimmen Zustand wurde er dann von Bekannten zu Hause angetroffen, der ihn erstmal versorgte und für Hilfe sorgte.

Es war für das Gericht völlig klar, dass Bruno S. die verhängte Strafe von einem Tagessatz zu 100 Euro nicht aufzubringen konnte. „Allein die Festsetzung der Höhe halten wir für rechtswidrig, weil kein Sozialleistungsbezieher jemals einen so hohen Tagessatz aufbringen kann. So wird man unbequeme Frager los. Es entsteht der Eindruck, dass auf Beamtenkollegen untereinander Verlass ist“, sagte Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

Bruno S. ist auf dem Weg zur Wahrheit sehr weit vorangekommen. So konnte er beweisen, dass sowohl der Anwalt und Schwiegersohn des CDU Politikers, sowie XY., Finanzbetreuer des Vaters von Bruno S., die Hinterbliebenen jahrelang belogen hatte. Ebenso wie er zunächst das Landgericht belogen hatte, er jedoch mit seinen eigenen Unterlagen überführt wurde (Nov. 2004).

So wurde auch der Beamte überführt. Der Vater von Bruno S. war gar nicht so plötzlich verstorben, wie der Politiker dies verbreitet hatte. Der Vater kämpfte mindestens sechs lange Tage gegen den Krebstod. Der Politiker und Arbeitsagenturmitarbeiter XY. hatte jedoch angeblich keine Zeit die Familie zu informieren. Er gab vor, von alledem nichts gwußt zu haben.

Neue Unterlagen beweisen jedoch, dass er als Betreuer aktiv war, bereits vor dem Patienten über die tödliche Diagnose informiert war, sogar dem Pflegeheim zustimmte und seinen Aufgaben nur zum eigenen Nutzen nachging. Die Arbeit als Betreuer hatte er auch vorerst vor Gericht verschwiegen.

Darüberhinaus hatte er aber sehr wohl die Zeit, vom Konto des Sterbenden über €33.000,- in bar abzuheben und ihm, angeblich ein paar Tage vor dem Tod, im Krankenhaus zu übergeben. Wie sich später herausstellte war der Sterbende da schon nicht mehr klar ansprechbar. Der Verstorbene lag da bereits im Todeskampf und der CDU Politiker attestierte in der anschließenden Notariatsaufstellung, also an Eides statt »Bargeld 0,00 Euro«.

Kein Cent für Telefonate, Getränke, usw.? Nicht einmal pro forma wurde dies durch H. überprüft. All das wirkt sehr dubios.

Aber es kam noch schlimmer. XY. ließ den Verstorbenen gegen den Willen der Familie einfach einäschern. Dazu benutzte er eine fotokopierte Vollmachten aus der Vergangenheit. Tatsächlich hatte er nur noch eine gültige Vollmacht, die nicht über den Tod hinausging. »Doch was nicht passt, wird passend gemacht. So stückelte er alte Vollmachten zusammen und täuschte die Friedhofsverwaltung. Für mich ist das Leichenschändung«, so Bruno S. gegenüber dem Erwerbslosen Forum Deutschland. Doch den ermittelnden Oberstaatsanwalt, bei dem S. Strafanzeige gestellt hatte, schien das nicht zu interessieren. Ihm genügte, dass der Schwiegersohn (Rechtsanwalt) des CDU Politikers irgendwelche Vollmachten vorlegte, um alle Verfahren gegen H. einzustellen. Die Vorlage der Vollmachten wurde im Protokoll vermerkt um einen seriösen Anschein zu vermitteln – Kopien wurde aber keine gemacht.

Bruno S. kam der Wahrheit um die Umstände des Tods seines Vaters täglich näher, doch es schien so, als ob er mit allen Mitteln bekämpft wurde, je mehr er zusammen trug. Der arbeitslose S. hatte sich z.B. selbst um Stellen bemüht, die einen Umzug zwingend erforderlich gemacht hätten, doch seine Zuständige ARGE verschleppte etwaige Kostenzusagen solange, bis die Stelle hinfällig war. In anderen Fällen wurden Anträge von ihm verschleppt bzw. nicht bearbeitet oder völlig rechtswidrig abgelehnt. Auch für den Monat Oktober bekam Bruno S. seine Leistungen erst am 24.10. ausgezahlt, obwohl diese Anfang des Monats auf seinem Konto hätten gutgeschrieben werden müssen.

Wir erwarten, dass hier endlich Licht in das Dunkle kommt. Bruno S. hat berechtigte Fragen und je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, umso mehr Ungereimtheiten tauchen auf. Aber da wird einfach ein Maulkorb erlassen. Besonders skandalös ist es, dass unsere Bundeskanzlerin, an die sich Bruno S. um Hilfe gewandt hatte, ihm nur ein „Gott segne Sie“ antwortete. Als Parteivorsitzende hätte sie für eine faire Aufklärung sorgen können. Aber jetzt ist Bruno S. zu einem Tagessatz verurteilt, der so utopisch ist, dass zwingend nur Haft übrig bleibt. „Da hätte das Gericht ja auch direkt Haft anordnen können«, so Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

Sehr geehrte Damen und Herren,

dem Erwerbslosen Forum Deutschland liegen umfangreiche Dokumente als Beweise vor. Ebenso sind der Initiative die Namen der Beteiligten bekannt.

Weitere Informationen und Pressekontakt:

Erwerbslosen Forum Deutschland

Martin Behrsing
Schickgasse 3
53117 Bonn
Tel.: 0228 2495594
Mobil: 0160 99278357
Fax: 0228 180 19099

http://www.erwerbslosenforum.de
redaktion@erwerbslosenforum.de

Spendenkonto:
Trägerverein Erwerbslosen Forum Deutschland
Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00
Konto 1900 0573 06

via Deutschland-Debatte

Tinnef (38)

Den „Froschkönig“…

Froschkönig, Höhe 10 cm, je 2 Euro

…gibt es jetzt auch mit Blümchenmustern, damit sich endlich zwei Spielarten der kalten Geschmacklosigkeit in einem Objekte vereinen können. *würg!*

Der Kommentar dazu aus der gleichen „Publikation“:

Spardose Froschkönig - aus Terrakotta, versch. Motive, Höhe 12 cm - je 3,50 Euro

Das hätte man sich sparen können. Und uns ersparen.

Quelle des Scans: Aktuelle Postwurfsendung von Möbel Heinrich

Arbeitslosigkeit: 19,4 Prozent?

Zitat aus dem Videotext der ARD (Staatsfernsehen der BRD), Seite 120 mit Stand vom 21. Oktober 2008 um 20.30 Uhr:

OECD:Arm-Reich-Kluft wächst stark

Der Anteil armer Menschen an der Bevölkerung hat in Deutschland von 2000 bis 2005 so stark zugenommen wie in keinem anderen Industrieland. Das ist das Ergebnis einer OECD-Studie.

Wie, um so eine Offensichtlichkeit festzustellen, müssen extra welche hier hergeholt werden, um im Auftrag der OECD eine Studie zu machen? Es reicht, wenn man sieht, wie Studenten und Rentner zu den klassischen Pennern in Konkurrenz getreten sind und nun ebenfalls die Mülltonnen nach Essbarem durchwühlen. Aber nicht nur als Einzelfälle!

Auch die Schere zwischen Arm und Reich ist seit 2000 stärker auseinandergegangen als in den anderen OECD-Staaten.

Das war doch das Ziel der gesamten, von Wirtschaftsvertretern beratenen P’litik seit Bummskanzler Schröder. Ein Riesen-Erfolg!

Aber Achtung, jetzt kommt es dicke — die Hervorhebung ist von mir:

Die Gründe liegen laut OECD in einem starken Anstieg der höheren Einkommen und der Arbeitslosigkeit. So stieg der Anteil der Menschen ohne Erwerbseinkommen in Deutschland auf 19,4% — der höchste Wert aller OECD-Staaten.

Wie bitte? Habt ihr euch etwa nicht mit dem „Bundesministerium für Propaganda und Volksaufklärung“ zusammengesetzt, das hier immer die tollen Statistiken macht? Oder hat der Zensor gepennt, als ihr das so geschrieben habt? Die populistische p’litische Kaste der BRD feiert einen Erfolg nach dem anderen, wo es darum geht, die Leute in Arbeit zu bringen — selbst noch jene, deren Dienste wirklich keiner mehr so sehr braucht, dass er dafür etwas bezahlen will. Für die Statistik wird so viel Aufwand getrieben, diese Lügner nähern sich sogar schon den hütherschen drei Prozent. Und da kommt ihr mit euren fast 20 Prozent Menschen, die entweder keine Arbeit oder — was im Moment echt verdammt häufig ist — von ihrer ganzen Maloche nix zum Leben haben. Und ihr schafft es damit sogar noch als Meldung in den Nachrichtungen des BRD-Staatsfernsehens, bei dem man aber gewiss darauf baut, dass solche Meldungen im Jubelschwall der medialen Merkel-Müntefering-Arschkriecherei schnell wieder vergessen werden.

Ihr seid aber auch…
…schnell wieder vergessen. :mrgreen:

Der Messias ist gestorben

Wenn man nur in den von Google News aufbereiteten Meldungen sieht, was die Journaille der BRD, dieses Sprachrohr der Milliardäre und sonstigen gesellschaftlichen Krankheiten, zu einem rassistischen Arschloch schreibt, das alles in allem erfreulicherweise, wenn auch ein paar Jahre zu spät, besoffen aus der Rechtskurve getragen wurde, denn möchte man kotzen:

Hoffnung, Messias, Mozart - daran lässt Haider die deutsche Journaille denken!

Ein Messias, eine Hoffnung, so der „Focus“ in seiner Schlachtzeile, dass man fast an die Passionszeit und den gekreuzigten Verlierer Jesus aus Nazaret denken muss. Und auch die „Welt“ ergibt sich in blinder Verherrlichung einer mordredenden Führergestalt und sieht sogar Parallelen zwischen diesem Stammtisch-Brüllhals und einem Mozart, der als Musiker doch deutlich andere Töne getroffen hat. Das alles zur Bejubelung der Entsorgung einer Leiche, die als Mensch wohl kaum jemand vermisst hätte, wenn es sie nicht gegeben hätte.

Aber solche Töne im Zerrspiegel der beflissenen (und ziemlich beschissenen) Bejubelung eines derartigen Widerlings helfen hoffentlich jeden dabei, den Tenor der sonstigen „politischen“ Berichterstattung dieser Milliardärspresse richtig einzuordnen.

Kurz verlinkt (39)

Während überall in aller Kameras und Munde ist, wie den armen in Not geratenen Banken mit einem ordentlichen Geschenk ein bisschen geholfen wird, wollen wir doch nicht vergessen, wie in der BRD Menschen von angeblichen Sozialbehörden ermordert werden.