United Internet!

Statt eure Nutzer mit der Scareware-Methodik der organisierten Internet-Kriminalität zu belügen, freut euch lieber darüber, dass eure beschissene Website überhaupt noch von ein paar Leuten besucht wird, die nicht jedem blinkenden und plärrenden Werbebanner hinterherklicken!

Und wenn ihr keine andere Einnahmequelle als die Leute habt, deren Verstand so defizitär ist, dass sie jedem blinkenden und plärrenden Werbebanner hinterherklicken; wenn euch andere Leute so scheißegal sind, dass ihr ihnen mit lächerlichen Lügen und verachtenswerter Angstmacherei zeigt, dass sich ein funktionsfähiges Gehirn nicht mit euren tollen Angeboten verträgt, tja, dann grüßt einfach den Insolvenzverwalter von mir!

Je eher, desto besser.

(Nachdem das Geschäft der Marke „Meine E-Mail kostet Porto, dafür kann ich sie nicht überallhin versenden und sie bürdet mir Rechtspflichten auf“ mit dem Rohrkrepierer „DE-Mail“ nix wird, ist euch wohl jedes Mittel recht, um aus Idioten noch ein paar Cent rauszuquetschen. Ein tolles Menschenbild habt ihr da. Das ist wirklich eine Empfehlung dafür, mit euch ins Geschäft zu kommen. Geht einfach verrecken!)

Avira!

Hey, ihr Kaufleute bei Avira!

Ich finde, ihr habt da eine tolle Idee gehabt. Euer Antivirus-Schlangenöl zum serverseitigen Durchscannen von E-Mail benötigt eine Lizenzdatei, und wenn die abgelaufen ist, wird einfach jede Mail in einen Spamordner verschoben, aus dem sie nur durch die Handarbeit eines Administrators wieder befreit werden kann.

Ihr hättet diese Idee ruhig mutig gegenüber euren Anwendern kommunizieren sollen. Zum Beispiel mit den Worten: „Oh, sie haben da so viele interessante Mails. Das wäre doch schade, wenn denen etwas zustoßen würde“…

Ach, das wäre schlecht für euer Image gewesen, wenn ihr wie ein Schutzgelderpresser klingt? Na, euer Image scheint euch aber ziemlich wumpe zu sein, weil ihr einfach keine neue Lizenzdatei für eure zahlenden Kunden ausgeliefert habt. Und ohne gültige Lizenzdatei… siehe oben!

Und nein, ihr handhabt das nicht so, dass erst die wichtige Funktion ausgeübt wird, und dann die Lizenzdatei überprüft wird. Oder so, dass ohne Lizenzdatei eine jeden Tag eine E-Mail mit einer deutlichen Warnung an den postmaster rausgeht und alle Mails ungeprüft durchgestellt werden, weil eurer Schrottprogramm einfach gar nichts tut. Oder sonst irgendwie sinnvoll. Sondern ihr behandelt das so, dass eure Lizenzprüfung oberste Priorität hat, und dass beim Fehlschlagen dieser Prüfung der größtmögliche Schaden für eure Anwender angerichtet wird. Das ist ziemlich großes Kino, wenn ihr dazu noch selbst die Kleinigkeit mit der Lizenz verkackt, findet ihr nicht auch?!

Und wisst ihr, was das Beste daran ist? Gegen die pösen „Raubkopierer“, die ihr mit eurer hirnamputierten Lizenz-Kacke doch „bekämpfen“ wollt, hilft euch das kein bisschen. Die haben sich nämlich eine gepatchte Version aus der Piratenbucht gezogen, die auch im Jahr 2020 noch läuft, wenn euch hoffentlich längst der Insolvenzverwalter geholt hat. Ganz ohne den kundenverachtenden Scheiß mit irgendwelchen „erforderlichen“ Lizenzdateien, den sich irgendwelche hirnverrotteten Kaufleute bei euch ausgedacht haben.

Die einzigen, denen ihr mit eurer fehlgeschlagenen Lizenzierungs-Kacke schadet, sind die Menschen, die euch auch noch Geld für eurer Antivirus-Schlangenöl gegeben haben.

Was meint ihr wohl? Wie wird sich das auf die zukünftige Bereitschaft auswirken, eure Produkte zu kaufen?

Ratet mal?

Ich sags euch jedenfalls nicht… und ihr solltet besser nicht eure Kaufleute, sondern eure Kunden danach fragen. Ach, die gehen euch am Arsch vorbei. Na, das merkt man aber auch. :mrgreen:

Ihr BMW

Dieser Müll kommt mit dem Absender service (at) digital (strich) onlineworld (punkt) com, und er hat nichts mit irgendwelchen Teilnahmen an irgendwelchen Spielen zu tun, sondern geht auch an recht unbenutzte Adressen, die nur für die Registrierung in Webforen benutzt wurden.

In die Spam eingebettete Grafik mit drei Autos

Hallo

Wir haben keine verdammte Ahnung, wer du bist.

Herzlichen Glückwunsch – Sie sind unser möglicher Exklusiv-Gewinner!

Herzlichen Glückwunsch, du bist möglicher Lottomillionär. Aufrichtiges Beileid, dein Gehirn ist möglicherweise schon abgestorben. Wenn letzteres der Fall ist, haben wir gute Chancen, dass du auf so eine Müllformulierung, die einen falschen Eindruck erwecken soll, reinfällst.

Wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass Sie unter den Auserwählten für die Endauslosung von einem BMW Ihrer Wahl sind: BMW i3, X3 oder Z4!

Wir sind hocherfreut, dass wir deine Mailadresse zum Zuspammen ausgewählt haben. Deinen Namen…

1. Franziska Lange
2.
3. Sebastian Lippert

…kennen wir leider noch nicht, so dass wir den Platz in unserer tollen Liste frei lassen müssen. So stehen da halt nur zwei Namen aus dem Telefonbuch. Aber von solchen Schwächen unserer Story lässt du dich doch hoffentlich nicht davon abhalten, das zu tun, was ein Spammer von dir will, weil er dir ein mögliches Auto verspricht.

Nehmen Sie teil und sichern Sie sich jetzt die Chance auf ein BMW i3, X3 oder Z4: Hier klicken!

Also klick schon! Und wunder dich nicht darüber, dass es jetzt keine Glückwünsche mehr gibt, sondern nur noch eine Chance, die zu sichern ist! :mrgreen:

Der Link geht zu umfrageportal (punkt) emailnews (punkt) eu und enthält natürlich eine eindeutige ID, damit die Spammer auch mitbekommen, dass ihre überrumpelnde, vorsätzlich irreführend formulierte Drecksmail ankommt, gelesen und geklickt wird.

Viel Spaß und viel Erfolg!

Ihr Gewinner Team

Wie bei jeder derartigen Drecksmail-Belästigung sind vor allem die Absender die Gewinner — und die Empfänger die Verlierer. Entweder, weil sie drauf reinfallen, oder, weil solcher Müll sich wie eine stinkende Flut über ihre richtige Kommunikation ergießt.

Jetzt teilnehmen

Wer den erste Klickmöglichkeit übersehen hat, fällt vielleicht auf die zweite rein.

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Ich möchte keine weiteren Benachrichtigungen mehr beziehen.

Immer eine gute Idee, jemanden, der einem mit unerwünschter Drecksmail vollballert, auch noch zu sagen, dass die Drecksmail ankommt und gelesen wird. Vor allem, wenn er auch noch so dreist ist, bei unbestellten Belästigungen von „abbestellen“ zu blahfaseln.

Diese E-Mail wurde von Digital Onlineworld versendet.
Sollten Sie Fragen zu Ihrer Person bei uns gespeicherten Daten haben wenden Sie sich bitte an service (at) digital (strich) onlineworld (punkt) com, oder antworten Sie uns direkt auf diese E-Mail.

Immer eine gute Idee, jemanden… ach, ich wiederhole mich.

Impressum:
Digital Onlineworld Ltd., Caldervale Road 1, Wakefield, West Yorkshire, WF1 5PF, U.K

Ja, genau so habe ich mir die Betriebsgebäude einer Klitsche mit der tollen Firmierung „Digital Onlineworld“ auch vorgestellt… :mrgreen:

Worum geht es hier eigentlich?

Klar, dass der Gewinn ein Vorwand ist. In Wirklichkeit wollen diese unterbelichteten Gestalten Daten sammeln, mit denen sie Adresshandel betreiben können. Oder, um es mit den Worten auf ihrer wenig empfehlenswerten Website zu sagen:

Ich bin einverstanden, dass einige Sponsoren und Kooperationspartner mich postalisch oder telefonisch oder per E-Mail/SMS über Angebote aus ihrem jeweiligen Geschäftsbereich informieren. Diese kann ich hier selbst bestimmen, ansonsten erfolgt eine Auswahl durch den Veranstalter. Das Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Weitere Infos dazu hier.

Eine Teilnahme ohne diesen Selbstverkauf an eine ausgesprochen unseriös wirkenden Adresshändler wird verweigert.

Moment mal, die wollen Leute „telefonisch“ mit Reklame zuballern? Da soll man ja nur seinen Namen und seine Mailadresse angeben, um 100% kostenlos mitzumachen, und nicht nur 90% kostenlos…

Aber nach dem Klick auf „Ich will jetzt ganz ganz kostenlos mitmachen, um ein ganz ganz kostenloses Auto zu kriegen“ geht es noch ein bisschen weiter. Im nächsten Schritt müssen weitere Daten eingegeben werden:

Straße, Nr, PLZ, Ort, Telefon, Land, Geburtstag

Selbst, wenn jemand oder jefrud glaubt, dass die Angabe einer Anschrift zu weit in die Privatsphäre hineinragt, hat er oder sie bereits im ersten Schritt die Erlaubnis gegeben, Handel mit der Kombination aus E-Mail-Adresse und Realnamen zu betreiben, was eine persönliche Ansprache in unverlangt zugestellter E-Mail ermöglicht. Ob diese Daten nicht hin und wieder einmal (über nicht ganz so direkte Wege oder vielleicht auch völlig direkt) auch in die Hände von Kriminellen geraten, die damit dann sehr gefährliche personalisierte Phishing-Mails oder dergleichen schreiben, weiß niemand. Wie es mit dem Datenschutz bei großen Unternehmen ausschaut, die eine gewisse Reputation haben, kann man mit ermüdender Regelmäßigkeit alle paar Wochen in der Fachpresse lesen — der letzte größere Fall war das Mitnehmen einiger Millionen vollständiger Kundendaten bei Adobe. Das Vertrauen in die Datensicherheit solcher von Anfang an unseriös auftretender Klitschen sollte dementsprechend gering sein.

Ich habe mir den „Spaß“ gemacht, auf der wenig empfehlenswerten Website einige Phantasiedaten einzugeben und mit einer Wegwerfmailadresse zu verbinden. Nach Eingabe von Name, Mailadresse, Telefonnummer, Geburtsdatum und Anschrift — Angaben, die völlig hinreichen würden, um damit einen kriminellen Identitätsmissbrauch zu machen — bekam ich folgende Meldung:

Wichtig für Ihre gültige Teilnahme

Bitte schließen Sie Ihre Teilnahme ab: Wir haben Ihnen soeben an Ihre angegebene E-Mail-Adresse xxxx@xxxx.de eine E-Mail zugeschickt. Diese E-Mail unbedingt zur erfolgreichen Teilnahme bestätigen!

Diese Mail ist im Verlaufe von zwanig Minuten nicht angekommen, obwohl sie „soeben“ abgesendet wurde. Und ja, ich habe in die Spam geschaut.

Aus meiner Sicht der Dinge wirkt das ganze „Gewinnspiel“ nur als Vorwand für die Datensammelei durch ausgesprochen fragwürdige Gestalten. Selbst, wenn dieser sich mir schon nach kurzer Untersuchung aufdrängelnde Eindruck nicht zutreffen sollte und wenn wirklich Autos verlost werden sollten, ist von der Teilnahme abzuraten.

Aber das hat ja schon die unverlangt zugestellte Drecksspam klargemacht.

Der akkreditierte De-Mail-Anbieter GMX…

Der akkreditierte De-Mail-Anbieter GMX scheint ein… ähm… kleines Problem mit der Sicherheit der Nutzerdaten seines gewöhnlichen E-Mail-Dienstes zu haben, wenn man den folgenden Beobachtungen betroffener Nutzer glauben darf:

Ich frage mich, woher die persönliche Anrede kommt: ich habe solche Mails auf zwei GMX-Accounts bekommen, die ich derzeit nicht nutze, und deren Vornamen und Nachnamen nur abgekürzt bzw. gekürzt im GMX-System vorhanden sind.

Jetzt frage ich mich, wie die Versender an diese Daten, die eigentlich nur GMX kennt, kommen.

Quelle

bei mir dasselbe, hab die Mail im Wortlaut vor einer Woche bekommen. Ein Fakename den nur GMX kennt. Den ich mir bei der plötzlichen Aufforderung zur Eingabe persönlicher Daten vor gefühlten 10 Jahren nur für GMX ausgedacht und nie wieder benutzt habe

Quelle

Bekam eine dieser Mails mit realname Anrede auf einer gmx Adresse, die mit meinem Realnamen nichts zu tun hat (ist auch bei gmx nicht angegeben zu dieser Adresse)

Quelle

Natürlich ist „Christoph Arschleck“ nicht mein Name, aber so meldete ich mich einst NUR bei GMX an. […]

Bei den Daten, die die Spammer verwenden, um die Spamopfer mit vollen Namen anzusprechen, kann es sich als NUR um (nicht aktuelle) Daten handeln, die bei GMX abgefischt wurden.

Quelle

Ich bekomme glücklicherweise extrem wenig Spam auf meine privaten Mailadressen, vielleicht mal zwei bis drei pro Woche. Vor ein paar Tagen bekam ich eine, die mich allerdings schon verblüfft hat: sie kam von einer gmx-Adresse und ging an meine gmx-Adresse und hatte bereits meinen echten Nachnamen im Betreff. Die Mailadresse lässt allerdings überhaupt nicht auf meinen echten Namen schließen […]

Quelle

Ich habe in den letzten Wochen auf mehreren Wegwerfadressen von GMX „persönlichen“ Spam erhalten. Die Besonderheit sind in meinem Fall aber die bei GMX hinterlegten fiktiven (!) Namen, die in den Mails auftauchen. Diese Namen habe ich ich selbstredend nie extern verwendet, sondern nur deshalb bei GMX gespeichert, weil die Anmeldung einen Klarnamen verlangt

Quelle

Meine Freundin und ich geben eine Adresse von GMX.de nicht weiter heraus. Auf diese E-Mail Adresse bekommen wir in letzter Zeit gehaeuft persoenliche Spam. [das heißt hier: mit namentlicher Ansprache]

Die E-Mail Adressen haben wir nicht anderweitig verwendet (Wegwerfadresse) und sie beinhaltet unseren Klarnamen […]

Quelle

Aber immerhin, in all dieser Trübnis gibt es auch ein kleines, heitres Lichtelein, denn GMX scheint nicht nur (hoffentlich unfreiwillig) Daten an spammende Verbrecher, sondern auch an die ehemalige GEZ weitergegeben zu haben:

Vor etlichen Jahren hatte ich mal aus Jux einen GMX-Account für meinen alten Kater eingerichtet. Die E-Mail-Adresse wurde nie verwendet, die Daten waren also ausschließlich GMX und mir bekannt. Ich habe bei diesem Account ausschließlich das GMX-Mediacenter zum Speichern von Katzenbildern benutzt.

Nach einer gewissen Zeit bekam mein Kater Post von der GEZ, er möge doch bitte seinen Fernseher anmelden. Ich hatte meinen Kater nicht bei der GEZ angeschwärzt.

Miaau… ähm… Quelle

Zumindest ich sehe keinen Grund, alle diese Erfahrungsberichte mit bei GMX gespeicherten Daten für eine Lüge zu halten, und in einigen Fällen — am schrillsten sicherlich bei der Adressweitergabe an die GEZ — ist vollkommen klar, dass GMX selbst mit Nutzerdaten Handel treibt, wenn diese Geschichten nicht erlogen sind.

Der sich geradezu aufdrängende Schluss, der sich daraus ziehen lässt: Der E-Mail-Anbieter GMX, der von der 1&1 Mail & Media GmbH betrieben wird, ist ein Anbieter, den man vermeiden sollte, wenn einem die eigene Privatsphäre etwas bedeutet und wenn man keine gefährliche, überzeugend formulierte Spammail mit namentlicher Ansprache erhalten möchte. Eine Mail „von der Bank“, in der man mit Namen angesprochen wird, kann leider verheerend überzeugend sein und keineswegs nur unerfahrene Internetnutzer zu Opfern der organisierten Kriminalität machen.

Zum Glück gibt es Auswahl.

Nur noch 300 Stück: Kreditkarte mit Kreditrahmen – Schufa Frei!

Oh, wie schön, eine HTML-formatierte Spammail mit eingebettetem Zählpixel, der bei seiner Darstellung nach Hause funkt, dass die Spam auch gelesen wurde… wenn man so etwas denn in seiner Mailsoftware anzeigen lässt. Da weiß man schon beim Betrachten des HTML-Quelltextes, mit was für einem Pack man es mal wieder zu tun hat.

Sehr geehrte(r) , [sic!]

Natürlich hat der, die oder das Absender keine Ahnung, wie ich heiße. Macht aber nichts, denn das hält ihn, sie oder es nicht davon ab, mir das ganz leckere Angebot zu machen, über 5.000 Euro Kreditrahmen frei und ohne dieses lästige Schufazeugs verfügen zu können:

durch neue Partnerbanken [sic!] können wir Ihnen ein erfreuliches Angebot unterbreiten. Eine echte Mastercard Kreditkarte in Gold, mit einem Kreditrahmen von 5.000 EUR. Und das Beste: Völlig Schufa Frei! [sic!] Garantiert keine Ablehnung!

Wer kümmert sich schon um so einen Krämerkram wie Bonität, wenn er an irgendwelche Unbekannten „garantiert keine Ablehnung“ Darlehen rausgibt. Diese „neuen Partnerbanken“ haben wohl allesamt einen ordentlich Papier tragenden Geldbaum im Garten und wissen nicht, wohin mit den ganzen Banknoten!

Sie haben Interesse? Hier informieren

Der Link auf die Domain newsletteransicht (punkt) com [hier geht der Link aus naheliegenden Gründen ganz woanders hin, und der Klick ist wärmstens empfohlen] ist natürlich mit einer eindeutigen ID versehen, damit der Empfänger gleich beim Klicken mitteilt, dass die Spam auch ankommt. Wer darauf klickt (ich habe für meinen Test einfach eine andere ID verwendet und das Skript auf der Gegenseite hat diese ID akzeptiert), landet nach einer Weiterleitung auf einer tollen Website in der Domain goldmaster (strich) schufafrei (punkt) de, an deren URI eine Affiliate-ID als GET-Parameter angehängt wurde.

Damit hat sich zunächst einmal die Frage geklärt, wie dieser Spammer sein Geld verdienen will: Indem er Leute dazu treibt, einen Vertrag mit einem anderen Unternehmen abzuschließen. Das wird natürlich in der Spam… ähm… nicht ganz so transparent kommuniziert, sondern vielmehr wird im Wörtchen „wir“ ein völlig anderer Eindruck von den Verhältnissen erweckt. Ich bin mir sicher, dass die Betreiberin dieser Website, die Aachener Platinum Services GmbH, sich jederzeit von dieser Spam und von eventuellen ähnlichen Spams distanzieren wird. Schließlich ist Spam ja illegal.

Über das halbseiden wirkende „Geschäftsmodell“ der Platinum Services GmbH will ich gar nicht erst ein Wort verlieren und verweise für den Anfang einer weiteren Meinungsbildung auf eine einfache Google-Suche, in deren Ergebnissen sich einiges an Enttäuschung angesammelt hat, dem sicherlich einiges an Täuschung vorwegging. Oder, um es mit den zuweilen zu lesenden Worten zu sagen: an Abzocke und an Betrug. [Warnung für Allergiker: Der letzte Link enthält unter anderem judenfeindliche Ressentiments, was die sonstige Darlegung etwas beschädigt.] Zum Beispiel so eine Täuschung wie die hier zitierte Spam, die dann mit der beim schnellen Lesen nicht gerade klaren Beschreibung des Angebotes der Platinum Services GmbH zusammenkommt und einen völlig falschen Eindruck erweckt. Tatsache ist — soweit ich den „kleingedruckten“ und ermüdend zu lesenden Text auf der Bestellseite richtig verstehe — dass eine „premium prepaid Mastercard mit Gold-Design und Hochprägung“ für eine „Ausgabegebühr“ von 49,90 Euro vermittelt wird, und dass ferner (und davon getrennt) ein Darlehen ohne Einholung einer Schufa-Auskunft beantragt wird. Letzteres ist natürlich ohne jede Erfolgsgarantie, und ersteres… ach! Es kann ja niemand wissen, wie so einem Antrag beschieden wird. Die in deutlich größeren und leichter zu lesenden Lettern gegebenen Zusicherungen „[…] keine peinliche und billig wirkende Prepaid Kreditkarten […]“ und „bis zu 5000€ schufafrei“ klingen da zwar sehr anders, aber die vollmundige Darlehenszusage mit dem Psychostretch im Wörtchen „bis“ ist ja auch erfüllt, wenn es sich um null Euro schufafrei handeln sollte.

Ein Darlehen gibt es von einem Kreditinstitut eben nur dann, wenn für dieses Institut eine vernünftige Aussicht besteht, dass es auch zurückgezahlt werden kann und werden wird. Wer Probleme hat, diesen an sich sehr einfachen Zusammenhang zu verstehen, unterhalte sich bitte mit dem nächstbesten erwachsenen Menschen von gewöhnlicher Allgemeinbildung über dieses leidige Thema. Meine Zusammenfassung lautet da: Eine Bank leiht dir nur dann Geld, wenn du es eigentlich nicht brauchst.

Eine Prepaid-Kreditkarte kann man hingegen sicher preisgünstiger bekommen, wenn man nicht zusätzlich einem obskuren Aachener Unternehmen 50 Euro gibt. Natürlich entstehen bei der Nutzung der Karte weitere Kosten, die im Angebot nicht explizit genannt werden — oder, um die Platinum Services GmbH zu zitieren: „Bei der Nutzung Ihrer MasterCard® fallen branchenübliche Nutzungsgebühren an, die direkt vom Kartenemittenten erhoben werden“. Wer dieser „Kartenemittent“ ist? Tja, das erfährt man hinterher. Bei Katzen im Sack kommt ja immer ganz große Freude auf! Vor allem, wenn die Katzen auch noch Jahresgebühren, Monatsgebühren, Transaktionsgebühren etc. kosten können.

Noch einmal wiederholt sei, was ich weiter oben schon gesagt habe: Ich bin mir völlig sicher, dass die Platinum Services GmbH sich jederzeit von den Spamaktionen irgendwelcher unseriöser und in der Spam sogar zu illegalen Mitteln greifender Affiliate-Pfennigkaufleute distanzieren wird und sich selbst durch solche Spams in ihrer Reputation beschädigt fühlen wird — oder doch zumindest öffentlich den Standpunkt einnehmen wird, dass das so sei. Die im Fall meiner Spam bei der Weiterleitung angehängte Affiliate-ID ist übrigens 240:1:, so dass eine schnelle Abhilfe gegen diesen einen Spammer möglich sein sollte — wenn man von Seiten der Platinum Services GmbH überhaupt ein Interesse daran hat, wo doch der in der Spam so gezielt erweckte falsche Eindruck auch dem ziemlich windigen Geschäftchen der Platinum Services GmbH sehr förderlich ist.

Was ich allen Beteiligten, die naiven Menschen mit Geldproblemen das Geld aus der Tasche ziehen, an den Hals wünsche, ist leider nicht druckreif.

Natürlich erhalten Sie mit Ihrer Mastercard auch an jedem Geldautomaten Bargeld, so dass Sie unser Angebot auch als flexiblen Barkredit nutzen können.

Klar doch, das schreibt mir ein anonymer Spammer, der sich der Domain newsletteransicht (punkt) com bedient, die natürlich über einen Whois-Anonymisierer aus dem sonnigen Panama ebenfalls hübsch anonym gemacht wurde und zudem übrigens erst vor zwei Wochen eingerichtet wurde. Diesem Spammer reicht es, seine Affiliate-Judasgroschen dadurch zu verdienen, dass er Leuten einen Vertrag aufdrückt, die vermutlich vorher schon größere finanzielle Probleme hatten.

Mit freundlichen Grüßen
Doreen Grossmann

Mit feindlichen Grüßen
Ein ausgedachter Name.


Sie wünschen keine weiteren Angebote?
http://newsletteransicht.com/so.php [Endlose ID von mir entfernt]

Nein, das ist kein Newsletter, das ist eine Spam. Unbestellt zugestellt. Und ich werde den Teufel tun, dem Spammer auch noch zu sagen, dass diese Spam auch ankommt — das hat nämlich Folgen, und zwar mindestens dreißig am Tag, eine dümmer als die andere.

Offener Brief an Google

Werte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei Google,

ich muss eingangs eingestehen, dass ich die diversen Webdienste ihres Unternehmens nicht mehr so gern und häufig wie vor zehn Jahren nutze. Das liegt keineswegs an der Qualität, sondern mehr daran, dass Google nach weitgehenden Diversifizierungen eine Monopolstellung anstrebt, die mir nicht behagt.

Doch davon einmal abgesehen, erscheint mir auch die Qualität ihrer Dienste in immer größerem Maße fraglich — und es ist nur die Qualität, die ihren Diensten eine Nützlichkeit für die Anwender verschafft, ohne diese Qualität bleibt nur der Kadaver einer einst wertvollen Marke. Deshalb bin ich der Meinung, dass sie allein schon aus geschäftlichem Interesse alles daran setzen sollten, in Zukunft die größtmögliche Qualität aller Google-Dienste sicherzustellen.

Das ist der Grund für diesen offenen Brief. Sie haben im Moment ein Qualitätsproblem in ihrem Webdienst „Google News“. Es reduziert den Nutzen dieses Dienstes für die Menschen und hilft unseriösen Anbietern dabei, fragwürdige und in ihrer Hinterhältigkeit an betrügerische Machenschaften erinnernde Geschäftsmodelle zu betreiben — basierend auf der Irreführung der Nutzer ihres Dienstes „Google News“.

Der folgende Screenshot ist eine in „Google News“ dargestellte Meldung der Website des „Hamburger Abendblattes“ des Axel-Cäsar-Springer-Verlages:

Das Internet ist nicht schuld -- Nach Jahren der Euphorie hat das Internet dieser Tage einen ziemlich schlechten Ruf. Es gilt nun als das Medium der künstlichen Daueraufregung und als Instrument der Menschenjagd. Das Netz erzeuge eine oberflächliche, dümmliche Aggression, ...

Wie sie sehen können, befindet sich unterhalb der Überschrift ein von ihrem Bot eingelesener Teaser des Artikels. Es war übrigens genau dieser Teaser, der mich mit seinen vorsätzlich provozierenden und empörenden Behauptungen dazu brachte, einen Blick auf diesen Artikel werfen zu wollen.

Ihr Bot sieht allerdings beim „Hamburger Abendblatt“ einen anderen Inhalt als jeder menschliche Leser. Ein Klick bringt die folgende „Meldung“ des „Hamburger Abendblattes“ hevor:

Screenshot des angeblichen Artikels auf der Website des Hamburger Abendblattes

Sie können sicherlich erkennen, dass nicht einmal der Teaser der Meldung in der von ihren Bot indexierten Länge vorhanden ist. Dass ihren Bot gegenüber ein anderer Inhalt ausgeliefert wird als gegenüber jedem anderen Leser, ist evident.

Das allein ist übel genug. Übrigens haben sie selbst auf ihren Support-Seiten eine erfreulich eindeutige Haltung zu derartigen Machenschaften, an die ich sie gern einmal erinnern möchte, falls sie diese vergessen haben (Zitat Stand der soeben verlinkten Seite vom 8. Mai 2012, 16.40 Uhr):

Cloaking, irreführende JavaScript-Weiterleitungen und Brückenseiten

Cloaking

Cloaking bezeichnet den Versuch, Nutzer zu täuschen, indem Suchmaschinen und Besuchern unterschiedlicher Content oder unterschiedliche URLs bereitgestellt werden. Wenn Sie je nach User-Agent unterschiedliche Ergebnisse bereitstellen, wird Ihre Website möglicherweise als nicht vertrauenswürdig eingestuft und aus dem Google-Index entfernt.

Beispiele für Cloaking:

  • Für Suchmaschinen wird eine Seite mit HTML-Text bereitgestellt, während Nutzern eine Seite mit Bildern oder Flash-Elementen angezeigt wird.
  • Für Nutzer wird anderer Content bereitgestellt als für Suchmaschinen.

[…] Google ist bestrebt, seinen Nutzern wertvolle und relevante Suchergebnisse zu liefern. Daher lehnen wir Verhaltensweisen strikt ab, die darauf ausgelegt sind, Content lediglich für Suchmaschinen bereitzustellen oder Suchmaschinen zu manipulieren und Besucher zu täuschen, indem diese auf andere als die gewählten Websites geleitet werden. Google behält sich vor, gegen Brückenseiten und andere Websites vorzugehen, bei denen von irreführenden Praktiken Gebrauch gemacht wird – beispielsweise durch Entfernen dieser Websites aus dem Google-Index.

Das sind klare und eindeutige Worte, die so klingen, als wäre Google um den Schutz seiner Nutzer vor fragwürdigen manipulativen Praktiken bemüht. Wenn dieses Bemühen nicht nur eine unverbindliche Zusicherung einer Werbeagentur ist, sondern in der Gestaltung von Google-Webdiensten Wirksamkeit entfalten soll, wäre allein die hier an einem Beispiel belegte Vorgehensweise des „Hamburger Abendblattes“ Grund genug, das Webangebot dieser Zeitung umgehend aus den Google-Ergebnissen in der Newssuche und den Schlagzeilen bei Google News zu entfernen.

Damit ist es aber nicht genug, denn das „Hamburger Abendblatt“ betreibt die technische Manipulation zur Irreführung aller Google-Nutzer nur zu dem Zweck, damit ein auf Erwecken falscher Eindrücke basierendes Geschäftsmodell zu betreiben. Wer von der falschen Darstellung in der Newsübersicht angelockt wurde, steht folgendem Angebot gegenüber, wenn er den nicht einmal in Teaserlänger sichtbaren Text lesen möchte:

Screenshot vom Artikel des Hamburger Abendblattes

Um weiterzulesen, müssen mindestens 1,20 Euro bezahlt werden. Als Bezahlverfahren steht unter anderem ein in meinen Augen obskurer, von einer britischen Limited betriebener, anonymisierender Bezahldienst zur Verfügung, dessen Verfahren bei der Durchführung einer Bezahlung vermutlich auch den Vorschussbetrügern aus Nigeria und vergleichbarem Geschmeiß sehr entgegenkäme:

Screenshot Cash-Ticket

Da mein letzter Satz vielleicht etwas zu derb klingt, hier nur der Punkt 11.1 der Geschäftsbedingungen dieser obskuren britischen Limited:

11.1 Streitigkeiten betreffend Kaufgeschäfte, die Sie mit Ihrem Cash-Ticket durchgeführt haben, sind von Ihnen mit dem jeweiligen Webshop zu regeln. Wir sind nicht verantwortlich für die Qualität, Sicherheit, Gesetzesmäßigkeit oder irgendeinen anderen Aspekt der mit Ihrem Cash-Ticket bezahlten Produkte oder Dienstleistungen.

Das heißt, wenn ich es kurz in umgangsprachliches und somit leicht verständliches Deutsch übertrage: Wir bewegen das Geld und waschen ansonsten unsere Hände in Unschuld, ganz egal, wofür das Geld bewegt wird.

Natürlich, liebe Google-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, wissen auch die professionellen Suchmaschinen-Manipulateure beim Hamburger Abendblatt aus dem Axel-Cäsar-Springer-Verlag ganz genau, dass auf eine derartige Überrumpelung nur ein Bruchteil der von Google auf die Website gelockten Menschen so reagieren wird, dass Geld für die Ansicht eines Artikels, der nur wenig sagt, aber dafür aufdringlich nach einer Werbung für ein Buch schmeckt, bezahlt wird. [Link auf eine dauerhaft archivierte Version des Artikels in einer Ansicht für Mobilgeräte, in der er vollständig lesbar ist].

Deshalb haben sich die Macher der Website des Hamburger Abendblattes noch eine weitere Möglichkeit ausgedacht, wie sie die unter bewusster Vorspiegelung falscher Tatsachen herbeigelockten Besucherströme monetarisieren können. Sie blenden Werbebanner in eine Seite ein, die ansonsten im Wesentlichen aus Eigenwerbung und einer Aufforderung zum Bezahlen besteht:

Screenshot eines Werbebanners

Sicher, auf diese Weise kommen für die Macher des „Hamburger Abendblattes“ nicht die angestrebten 1,20 Euro für eine Artikelansicht zusammen, aber dafür läppern sich etliche Kleinbeträge zu einer mutmaßlich doch lohnenden Summe — die gezielte Manipulation der Google-Ansicht zur Irreführung der Leser zahlt sich also finanziell aus. Dass dabei Techniken angewendet werden, die sonst nur von halbseidenen Gestalten im Internet benutzt werden; dass Google-Nutzer offen hinters Licht geführt und in solcher Darbietung verachtet werden; all das kümmert die Macher des „Hamburger Abendblattes“ nicht weiter.

Werte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei Google,

ich komme nach dieser doch etwas lang geratenen Darlegung endlich zum Schluss und möchte noch einmal kurz das Wesentliche zusammenfassen, bevor ich eine Bitte an sie äußere, die auch im Interesse Googles liegt:

  • Die Website des deutschen Presseproduktes „Hamburger Abendblatt“ wendet gegenüber dem Google-Bot vorsätzlich manipulative Techniken an, um auf diese Weise Google-Nutzer über die dort angebotenen Inhalte irrezuführen.
  • Der Zweck dieser Irreführung ist der Versuch, Menschen für eine gegenüber dem Google-Bot als offen und kostenlos dargestellte Dienstleistung — die Veröffentlichung journalistisch erstellter Texte im Web — Geld abzunehmen.
  • Dass dieser Versuch nur bei einem Bruchteil der überrumpelten Leser zum Erfolg führt, wissen auch die Macher der Website des „Hamburger Abendblattes“, so dass sie sich zu einer zusätzlichen Monetarisierung der „Bezahl-oder-geh-weg-Seite“ durch eingeblendete Werbebanner entschlossen haben.
  • Die Auflistung derartiger „Inhalte“ in Ansichten bei „Google News“ bietet für keinen Nutzer einen Mehrwert, sondern ist im Gegenteil dazu geeignet, bei jedem Nutzer, der darauf stößt, einen bleibenden Eindruck von qualitativer Beliebigkeit und Gleichgültigkeit auf Seiten Googles zu erwecken. Dieser Eindruck beschädigt das Ansehen der Marke „Google“.

Bitte schauen sie sich das Vorgehen auf der Website des „Hamburger Abendblattes“ einmal genau an und nehmen sie, wenn sie zu ähnlichen Schlüssen gekommen sind, diese Website aus der Auflistung in „Google News“ heraus! Das Ergebnis dieser recht schäbig anmutenden Irreführung bietet dem Google-Nutzer keinen Mehrwert und ist zudem dazu geeignet, die Reputation Googles zu beschädigen. Das Entfernen derartiger Produkte führt jedoch auf der anderen Seite zu einer Verbesserung der Nützlichkeit von Google-Diensten für die Menschen.

Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass sie zu einem anderen Schluss kommen können.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Der Nachtwächter

Der erkennt aber viel, der Virenscanner…

…und so ein Test lügt doch nicht…

Und schließlich ist es so, daß die meisten Virenscanner einen Benchmarkmodus haben: Wenn sie auf einem System in einem Testlauf mehr als n Viren finden und eventuell eine von diesen Dateien sogar EICAR ist, dann schalten sie in einen speziellen Benchmark-Modus, der mit dem normalen operativen Betrieb nichts zu tun hat und der speziell dafür designed ist, das Programm in einem Vergleichstest gut aussehen zu lassen.

Auf diese Weise kommt man zu Ergebnissen, die mit dem realen Schutzwert des Programmes genau gar nichts zu tun haben.

Die wunderbare Welt von Isotopp: Alle vier Stunden – zum Nutzen von Antivirus und zum Nutzen von Testverfahren