Mehr als ein Viertel…

…der Steuerpflichtigen in der BRD hat weniger als zehntausend Euro im Jahr (brutto) zur Verfügung. Davon gehen zwar nicht mehr viele Steuern ab, aber immer noch die ständig steigenden Miet- und Energiepreise, und etwas essen will Mensch ja auch noch. Das ist die neue Armut unter dem Banner der rot-grünen Gesetze zur Massenverelendung auf einem staatlich subventionierten Elendsstrich für billige Arbeitskräfte.

28,8 Prozent aller Steuerpflichtigen hatten 2004 nur ein Jahreseinkommen von maximal 10.000 Euro. Damit lagen sie kaum über dem Grundfreibetrag und diese geringen Einkünfte waren daher zum größten Teil steuerfrei.

Den Rest bei Fefe lesen!

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Die ARD

Zitat aus der Selbstbeweihräucherung des BRD-Staatsfernsehens ARD anlässlich der IFA aus dem ARD-Videotext, Seite 431, Stand 27.8, 20.30 Uhr:

„Auf der IFA demonstriert die ARD ihr Programm-Profil: glaubwürdig, seriös, souverän, verlässlich, informativ, unterhaltend, innovativ, kompetent, weltoffen, unabhängig, kundennah“, sagte der ARD-Vorsitzende Fritz Raff.

Na, der Raff hats ja echt gerafft, wie man so etwas sagen muss. Und hat deshalb vieles lieber nicht gesagt. Gut, sage ich es eben. (Nach Bedarf ergänzen!)

Glaubwürdig — ungefähr so glaubwürdig wie die Tagess(ch)au, die auch dann noch brav und treudoof und ohne die Spur einer kritischen Relativierung die gefälschten Zahlen des gegenwärtigens Regimes in der BRD in die Hirne eines Millionenpublikums wirft, wenn andere, als journalistisches Feigenblatt mitlaufende ARD-Magazine den Schwindel längst entlarvt haben.

Seriös — ungefähr so seriös wie die zu ungefähr 10 Prozent mit der Quellenangabe „Bild“ in den Videotext gelangenen Lügen.

Souverän — ungefähr so souverän wie die Schleichwerbeskandale der letzten Zeit und der ganz besonders verschwiegene Umgang der ARD mit diesen kleinen Affären. Selbst die nach den Wünschen der Pharmaindustrie geschriebenen Trash-Geschichtchen in diesem flackernden Arztroman namens „In aller Freundschaft“ laufen einfach weiter, nur mit ein paar geänderten Worten, wenn man offenbar wird, was da wirklich läuft.

Verlässlich — vor allem die Profiteure der gegenwärtigen sozialen Verelendung können sich immer auf die ARD verlassen, denn dort erhalten sie eine wichtige und in viel zu hohem Ansehen stehende Plattform für ihre Propaganda.

Informativ — ungefähr so informativ wie Kakerlake, Ameisenigel und Co.

Unterhaltend — ungefähr so unterhaltend wie die viereinhalb Stunden täglicher Soapopera und die anderthalb Stunden Talkshow, in denen irgendwelche Arschgesichter ihre Filme und Bücher in die Kamera halten oder unwidersprochen für einen weiteren Ausverkauf Deutschlands plädieren können.

Innovativ — ungefähr so innovativ wie die Videotext-Seite der ARD im Internet, die nicht einmal über ein Archiv verfügt und von ihrem interessierten Nutzer verlangt, dass er sich selbst einen Archivdienst programmiert.

Kompetent — ungefähr so kompetent wie irgendwelche süddeutsch sprechenden Hackfressen, die studenlang bierdunstige Leichenreden im Rückblick auf irgendwelche Pseudoereignisse im Bereich Sport halten.

Weltoffen — gerade mal so weltoffen, dass die gesamte Propaganda des chinesisichen Staatsapparates im Zuge der gerade vergangenen Olympia-Berichterstattung mit widerlicher Penetranz in die deutschen Wohnzimmer gebracht wurde.

Unabhängig — *prust!*

Kundennah — vor allem für Kunden im Schleichwerbegeschäft.

Aber warum hat der Raff überhaupt so einen Strunz von sich gegeben? Das sagt der gleiche stumpfe Kürzsttext dem geneigten Leser auch noch:

[…] Teil der aktuellen Gemeinschaftskampagne von ARD und ZDF, mit der der öffentlich-rechtliche Rundfunk deutlich machen will, wie unverzichtbar seine Programme für die Gesellschaft sind.

Wer in der BRD-Gesellschaft an seinem Hirn hängt, verzichtet allerdings schon lange auf diese „unverzichtbare“ Schleuder für Verdummung, offene und verdeckte Reklame und menschenverachtende Propaganda.

Tinnef (34)

Deko-Figur Wächter - Dieser zauberhaft-mythische Mauersitzer - seine Vrbilder findet man noch heute in alten englischen Burgen, Schlössern oder Kirchen - bewacht höchst dekorativ Ihren Garten oder den Eingangsbereich. Er ist solide aus einem ganz natürlich wirkenden, leicht patinierten und wetterbeständigem Steinguss gefertigt. Ca. H 26 x B 40 x T 24 cm - 29,95 €

Dieser hexenhaft-gräßliche Augenbeleidiger — seine Vorbilder findet man noch heute in englischen Müllkippen und Irrenanstalten, um daselbst die Insassen erst so richtig meschugge zu machen — „schaut“ in einer leider kaum zu übersehenden Weise über Mauern in ihrem Garten oder den Eingangsbereich und verhindert damit wirksam, dass sie jemals Kontakt zu Menschen mit einem einigermaßen unbeschädigten ästhetischen Empfinden bekommen. Er ist solide und witterungsbeständig aus feinem Beton gegossen und verrät nur beim Hinschauen, dass er nicht aus richtigem Stein ist. Dokumentieren Sie ihre unheilbare Geschmacksverirrung mit diesem scheußlichen Stück Tinnef, das durch seine monströse Höhe von 26 Zentimentern selbst noch für mäßig Sehbehinderte ein deutliches Signal ist, dass man bei Ihnen über die Mauer kotzen kann und dabei noch einen Beitrag zur Verschönerung leistet. Jetzt zu einem Preis, bei dem die Verkäufer solchen Tandes richtig gute Laune kriegen.

Quelle des Scans: Der aktuelle Katalog von Brigitte Hachenburg.

Das Gewinnspiel in der Werbung

Es ist ja eigentlich ein ganz alter Hut, dass Werber bei den Menschen irgendwie eine Bereitschaft künstlich erzeugen müssen, dass sich diese auch mit der Werbung beschäftigen. Denn trotz aller Bemühungen der Werber um die Ausbreitung des tiefgläubigen und totalen Konsumdeppentums gibt es immer noch zu viele Menschen, die um ihre Bedürfnisse wissen und die Flut der Reklame so selektiv lesen, dass ihnen ein Großteil der Beglückungsideen der Werber einfach entgeht.

Ein alter und an sich recht billiger Trick der Werber ist das Gewinnspiel. Wo attraktive Preise an die Gier der Menschen appellieren und auch den Armen in seinem Elend noch erreichen, da kann sich der Werber einen gewissen Aufmerksamkeit sicher sein. Am besten geeignet sind richtige Geldgewinne. Auf diesen alten und billigen Trick haben auch die Werber beim Versandhaus Bader zurückgegriffen, als sie den aktuellen Katalog gestaltet haben und sich dabei entschlossen, schon auf der ersten Seite in farbenfrohem Hochglanz ganz große Preise anzubieten:

Viel Glück! BADER verlost 5x 5.000,- €

Aber um die Teilnahme an solchen scheinbaren Geschenken mit der Aufnahme einer Werbebotschaft zu verbinden, mussten sich die Werber noch ein kleines Spielchen ausdenken. Das haben sie auch getan. Nur darf ein solches „Spiel“ nicht so schwierig sein, dass es einen erheblichen Teil der — in diesem Fall meist weiblichen — Zielgruppe intellektuell so überfordert, dass es etwa doch nicht zur Aufnahme der werbenden Botschaft kommt. Deshalb haben die Werber das zu lösende Rätsel recht einfach gehalten. Nachdem der Zielgruppe ein hübsches, mit Photoshop retuschiertes Bild geliefert wurde, das die Anziehpuppen Frauen aus der Zielgruppe bei ihren narzisstischen Träumen vom makellosen Körper abholt, dokumentiert das Spiel, das diesen Frauen geboten wird, auch gleich, für wie „hoch“ diese Werber die möglichen Intelligenzleistungen von Bader-Kundinnen einschätzen — und damit dokumentiert es auch das ganze Maß der Verachtung, dass die Werber den zur Zielgruppe gemachten Menschen entgegen bringen:

Bei BADER spare ich bei jeder Bestellung, denn ich bezahle KEINE V?RSA?DKOS?EN!

Ich möchte dieses von Werbern ersonnene Rätsel mit einem Rätsel beantworten, dass ich an die Werber bei und für Bader richte. Einfach mitspielen und die fehlenden Buchstaben ergänzen, bis sie zu deinem Stil in der Werbung passen:

Bei BADER gebe ich mir keine Mühe, denn die Kunden sind
VÖLLIG G_H_RNAM_UTI_RT!

Ach ja, das dumme Rätsel der Werber kann fast verbergen, was in der dahinter dürftig versteckten Werbebotschaft dumm und falsch und erlogen ist.

  1. Man spart nichts bei irgendeiner Bestellung, sondern man gibt Geld aus.
  2. Bei fast keinen anderem Versandhaus bezahlt man Versandkosten. Das ist also wirklich kein „Alleinstellungsmerkmal“.
  3. Dass man keine Versandkosten bezahlt, hat aber nichts mit Sparen zu tun. Es bedeutet nur, dass diese Kosten in die Preise einkalkuliert sind, also verdeckt bezahlt werden. Denn kein Kaufmann hat etwas zu verschenken.

Aber wer so doof ist, wie es die Werber bei und für Bader von den Bader-Kunden annehmen, der bemerkt so etwas sicherlich gar nicht.

Anmerkung: Vergleichbare „Spiele“ begegnen einem in der Werbung öfter. Ich habe hier das Spiel von Bader herausgegriffen, weil ich gerade den Katalog vor der Nase habe, den mir jemand gab, damit ich mal wieder einen Artikel für die Tinnef-Reihe schreibe. Und beim Anblick dieses wenig rätselhaften „Rätsels“ fühlte ich einen unwiderstehlichen Juckreiz…

Vor achtzehn Monaten, …

…, nämlich am 19. Februar 2007, da sprachen Herr Hüther und Herr Jäckel in einer Durchhalterede davon, dass im Jahr 2009 die Arbeitslosenzahl in der BRD auf drei Millionen sinken werde.

Na, haben inzwischen genug Arbeitslose Selbstmord begangen?

(Dieser Beitrag wurde am 19. Februar 2007 geschrieben und achtzehn Monate in die Zukunft datiert. Beim verlinkten Posting kann man den Grund dafür nachlesen.)

Volkszertreter auf Dienstreise

Wer einmal wissen möchte, wie sich die Volkszertreter der BRD auf Dienstreise im Ausland zu verhalten pflegen, der muss unbedingt einen Blick in das ehemalige Nachrichtenmagazin werfen. Zunächst muss dafür gesorgt werden, dass beim Dienst der Spaß nicht zu kurz kommt, sonst artet eine derartige Reise noch in Arbeit aus:

Vor Reiseantritt habe Krüger „wiederholt“ darauf hingewiesen, „dass das Programm bitte nicht mit inhaltlichen Terminen zu überfrachten sei und genug Zeit zur freien Verfügung bleiben möge“ […] Für die Golden Gate Bridge, Fisherman’s Wharf oder eine Tour mit der Cable Car braucht man eben Zeit. […]

Und da eine der Abgeordneten dieser Delegation sich zuvor den Fuß gebrochen hatte, bedurfte die kleine Gruppe aus der p’litischen Kaste der BRD noch eines Rollstuhles. Dieser wurde zwar in wenigen Stunden von den US-Diplomaten vor Ort besorgt, erfüllte jedoch nicht die hohen Ansprüche einer herrischen Parlarment-Arierin, da er auf äußerst anstrengende Weise mit Muskelkraft von der Stelle bewegt werden musste. Nun hätten sich ja die parlament-arischen Kollegen schön im Rollstuhlschieben abwechseln können, wie es unter solchen Umständen unter zivilisierten Menschen wohl gang und gäbe wäre, aber so ein Volkszertreter, der von den Menschen in der BRD immer härteren und mörderischeren Einsatz in der Arbeit und in der Bettelei um Arbeit fordert, der fasst ja selbst nicht einmal die kleinste Mühe an. Das führte dann zu der folgenden, aus parlamentarischen SPD-Munde den US-amerikanischen Diplomaten mit lautem Ton entgegengebrachte Forderung:

Wir brauchen einen Neger, der den Rollstuhl schiebt.

Na, immerhin hat er nicht Nigger oder Bimbo gesagt. Sonst wäre es eine noch trefflichere Darstellung von Vertretern der deutschen Gosse gewesen.

Los! Legalisieren!

Der Videotext des BRD-Staatsfernsehens ARD gab heute um 20:30 Uhr einen tiefen Einblick in eine Zukunft, in der die Zustände der Gegenwart juristisch etwas wasserdichter gemacht werden sollen.

Auf Seite 122 fand sich die folgende Meldung:

Illegal Sturmgewehre exportiert

Georgische Spezialeinheiten sind illegal mit deutschen Sturmgewehren des Typs G36 ausgerüstet worden. […]

Offenbar fand unser aller Kanzlerin da auch gleich, dass es doch nicht angehen könnte, dass Georgien einfach so illegal mit Waffen aus Deutschland augestattet wird, scheiß auf das Kriegswaffenkontrollgesetz. Deshalb machte sie auch einen bemerkenswerten Vorschlag, wie sich auf Seite 121 nachlesen ließ:

Merkel für Georgien in der NATO

Kanzlerin Merkel ist in Tiflis mit dem georgischen Präsidenten Saakaschwili zusammengetroffen. […] Bei dem Treffen sprach sich Merkel erneut für den NATO-Beitritt Georgiens aus.

So kann man wenigstens legal Waffen liefern. :mrgreen:

Jetzt muss man nur noch dafür sorgen, dass sich bei den Rundfunkteilnehmern in der BRD auch die passende Meinung zu solchen Vorgängen breit macht.