Silvester

Wenn die Menschen nicht einfach nur ein paar harmlose Knaller anzündeten, weil sie sich einen anderen Kalender kaufen müssen, sondern auch einmal den einen oder anderen gezielten Schuss abgäben oder Bomben explodieren ließen, weil sie bemerken, dass sie ein Recht auf ein anderes Leben haben, denn gäbe es an diesem Tag vielleicht wirklich etwas zu feiern. Die mögliche Freiheit ertrinkt in einem Ozean des Suffes und der oberflächlichen Bespaßungen, mit gezwungener Fröhlichkeit trägt man die Ketten durch die Jahre.

Auch in China stinkt das Geld nicht

Firmen wie der Suchmaschinenbetreiber Google kleiden ihre Unterstützung der chinesischen Zensur in hübsche Phrasen […] In der Realität handelt es sich auch bei den „schweren Entscheidungen“, die Google, Yahoo oder MSN Search getroffen haben, lediglich um die Entscheidung, einer Blockade zu entgehen und vom chinesischen Kuchen ein Stück abzubekommen.

Doch damit dies nicht zu gierig und hässlich klingt, wird angegeben, jedes Engagement in China führe automatisch zu einer Öffnung und somit wäre die Unterstützung der Zensur eigentlich eher eine Ablehnung bzw. eine Methode, diese langfristig zu ändern oder abzuschaffen. Dabei sind sich sowohl Politik und Wirtschaft einig, dass man den Handelspartner China nicht verärgern möchte, weshalb die Menschenrechte, wie das auf Meinungsfreiheit, zurückstehen müssen.

Telepolis | Ein Finger gen China, der Rest…

Wie sich die Polizei im „Rechtsstaat“ BRD aufführen kann

Morgens kurz nach 8 Uhr wurden Frau Leibowitz und ich durch wüstes Sturmklingeln an der Haustür geweckt. Wie meistens war sie schneller aus dem Bett als ich und öffnete die Tür. Damit begann unser morgendlicher Albtraum. Während ich versuchte in eine Jeans zu kommen, stürmten drei Herren und eine Dame der Kriminalpolizei wie ein Rollkommando unsere Wohnung und trieben uns in die Küche. Von dem Lärm geweckt kam auch die Tochter von Frau Leibowitz aus ihrem Zimmer und wurde ebenfalls in der Küche festgehalten […] der Leiter der Aktion brüllte nur irgendwas von Durchsuchungsbefehl und dass wir uns viel Ärger ersparen könnten, wenn wir alles sofort zugeben […] keinen blassen Schimmer um was es überhaupt ging […] muss nach dem Aufstehen erstmal meine Blase erleichtern, weshalb ich das den Herren mitteilte und ins Badezimmer gehen wollte. Sofort versperrten sie mir zu zweit den Weg, und brüllten mich an, dass das jetzt nicht gehe, denn vorher müsste der Raum durchsucht werden. […] man könne mich schließlich auch einfach zu Boden werfen und mir Handschellen anlegen, wenn ich mich jetzt nicht ruhig verhalten würde. […] Frau Leibowitz […] Auch ihr verweigerte man den Toilettengang und untersagte ihr sogar sich etwas anderes anzuziehen. Schließlich hatte sie nur ihr Nachthemd an […] sollte mir als Verdächtigen auf richterliche Anordnung eine DNA-Probe entnommen werden […] Der Beamte der mir die Wattestäbchen in den Mund steckte, war nur sichtlich verärgert, dass ich mir alle schriftlichen Belehrungen über die Entnahme von DNA durchgelesen habe und die Speicherung meiner Probe zum Vergleich mit weiteren Straftaten verweigerte.

Bitte unbedingt die ganze Geschichte beim Orden des Leibowitz lesen — das hier soll nur ein ganz kurzer Einblick und eben der Link dorthin sein.

Die neue bodenständige Freiheit in Dresden

Jahrzehntelang lebten die Menschen in Dresden im Tal der Ahnungslosen. Denn im Gegensatz zu vielen anderen DDR-Regionen war dort weder West-Fernsehen noch West-Rundfunk zu empfangen. Eine ideale Basis für kommunistische Propagandapolitik. Inzwischen hat sich viel geändert. Sogar Messen und Ausstellungen unter Beteiligung westdeutscher Unternehmen sind möglich geworden. Bestes Beispiel: Lebendiges Dresden, eine Publikumsmesse, die in Dresden stattfand. Die Gauselmann-Gruppe stellte dort erstmals elektronische Spielgeräte vor. Absoluter Renner: der Super-Taifun. Auf großes Echo stießen aber auch die TV-Spielgeräte, die mit witzigen Spielen ausgestattet waren. Kommentar eines Dresdners am Rande der Ausstellung: Auch das gehört zu unserer neu gewonnenen Freiheit. Wer Lust hat, kann heute seine Freizeit auch spielerisch gestalten.

Spielhallen gibt es in der DDR bisher nur auf Rädern. Sie ziehen von Volksfest zu Volksfest. Aber die Vorbereitungen für die Eröffnung erster bodenständiger Betriebe laufen schon jetzt auf Hochtouren. Größtes Hindernis: Es fehlt an geeigneten Räumen.

Ohne weitere Worte. Quelle des Scans: Automatenmarkt, Jahrgang 1990 — die genaue Ausgabe ist leider in meinem Chaos untergegangen. Dank an S.

SPD: Schluss mit dem Gewürge!

„Schluss mit dem Gewürge“, fordert der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Olaf Scholz mit Blick auf die für ein Jahr ausgesetzten Internetsperren. […] „Netzsperren helfen nicht und lenken von den eigentlichen Problemen ab.“ Die Politik der ehemaligen Familienministerin Ursula von der Leyen sei „populistisch“ gewesen. Die Sperrverträge, die die Internet-Provider mit dem Bundeskriminalamt abschließen sollten, waren seiner heutigen Überzeugung nach „offensichtlich rechtswidrig“. Scholz weiter: „Wir müssen erkennen: Internetsperren sind ineffektiv, ungenau und ohne weiteres zu umgehen. Sie leisten keinen Beitrag zur Bekämpfung der Kinderpornographie und schaffen eine Infrastruktur, die von vielen — zu Recht — mit Sorge gesehen wird.“

Komplett bei Heise lesen

Nun, Herr Scholz, da reden Sie aber mit frohem Gruß aus Alzheim, sie völlig durchschaubares, widerliches Astloch! Darf ich sie daran erinnern, sie verrottetes kleines Stück hilfloser Demagoge und Volksverarscher, dass diese ineffektiven, ungenauen und ohne weiteres zu umgehenden Ideen einer an Joseph Goebbels erinnernden Populistin und p’litischen Kindesmissbraucherin in geltenden Vertrag und geltendes Recht geformt werden sollten, als ihre Scheißpartei regiert hat. In der Opposition ist gut Einsicht spielen, sie Canaille! Wo war die Einsicht, als ihre Scheiß-SPD diesen Dreck mitgezimmert hat, wo war der Widerstand gegen die Beglückungsideen eines Dr. Seltsam Schäuble und seiner massenkindwerfenden Gehilfin? Die Zustimmung zu diesem Gesetz in Ihrer Scheiß-SPD, Herr Scholz, sie geistiges Plumpsklo, sie war praktisch einstimmig.

Schluss mit dem Gewürge wird erst sein, wenn so ein Gesäuge wie sie endlich die Fresse hält und erstmal lernt, sich zu schämen — und wenn die entrechtungs- und verarmungsbesoffene Schröder-Riege in einer SPD, die so wenig sozial und demokratisch geworden ist, dass sie nur noch als Partei übrig bleibt, auf dem Müllhaufen der Parteigeschichte endgelagert wird und ein Prozess der Besinnung und Reinigung beginnt. Und dieser Prozess, sie stinkendes Stück Schleimschieter, der wird nicht in Alzheim beginnen können!

Falls Ihnen mein Ton nicht gefällt, er reflektiert ihren und ihresgleichen Ton und schier unersättlichen Zynismus: Plonk! 👿

Vierundzwanzig

Nein, hier ist jetzt nicht diese tolle Serie gemeint, mit der den Menschen Folter als ganz normales Mittel verkauft werden soll, damit sie sich auch ja daran gewöhnen… sondern die Frist.

Die Frist, die einem Blogger im gutsherrschaftlichen Web 3.0 von irgendeiner Fäkalmade gesetzt wird, wenn dieser Blogger ein kritisches Wort zu einem Schneeballsystem schreibt, das eigentlich nur beim Hinschauen zeigt, dass es nichts als eine kriminelle Bauernfängerei ist. Da wird dann eine äußerst großzügige Frist von 24 Stunden gesetzt, und innerhalb dieser Frist… ach, lest selbst:

Gleich vorneweg: Dieser Artikel bedeutet Ärger.

Der Grund dafür? Nun, alleine die Tatsache, daß ich diesen Artikel schreibe, soll bereits ausreichen, damit rechtliche Schritte gegen mich eingeleitet werden. Insbesondere darf ich weder den Namen Dennis Vorpahl oder gar die Firma AjaxSH hier erwähnen.

Warum? Dies wird mir aus der Mail, deren Existenz ich im Übrigen auch nicht erwähnen darf, und die mir Herr Vorpahl heute geschickt hat, nicht so richtig ersichtlich.

Auf jeden Fall soll ich diesen Artikel hier löschen, und ich soll auch sämtliche Suchmaschineneinträge [sic!] diesbezüglich tilgen.

Weiterlesen in den Memoiren des Josh K. Phisher — bei „ajaxsh.de gibt mir 24 Stunden Zeit“

Ich frage mich da nur eines: Wo wird dieser Text über ein offensichtlich betrügerisches Schneeballsystem unter der Internetadresse verdienstflatrate.de wohl wieder auftauchen, falls er dort wirklich verschwinden sollte? Also, nicht dass das jetzt jemand als Aufforderung versteht, aber es würde mich gar nicht wundern, wenn die Firma AjaxSH und dieser Dennis Vorpahl bei Erfolg ihres nach Gutsherrenart vorgebrachten und recht willkürlichen Ansinnens feststellen müssen, dass sich ein Inhalt nicht so leicht aus dem Internet entfernen lässt, sondern bei diesem Versuch erst so richtig die verdiente Aufmerksamkeit erhält — dass diese wenig erfreulichen Zeitgenossen dabei ganz nebenbei ihren Ruf ruinieren, ist ihnen ja angesichts des geringen Strebens nach einer respektablen Reputation in geschäftlichen Dingen ziemlich schnuppe. (Wie man an dem tollen Geschäft mit der Verdienstflatrate sieht. Und an der tollen Programmierung.)

Einmal ganz davon abgesehen, dass ich nicht an irgendein Verschwinden glauben mag. Aber ein paar Spiegel des gesamten Blogs werden gewiss gerade angelegt…

Nachtrag: Bitte auch mal beim Szene-Insider vorbeischauen

Geld-zurück-Garantie

Bei einem tollen Anbieter recht wertloser Dienste, die aber gut Geld kosten (hier bewusst nicht direkt, sondern über tinyurl.com verlinkt), habe ich einen hübschen Stempel auf der Website gefunden, dass es bei diesem Bauernfänger eine „Geld-zurück-Garantie“ gibt. Das hat natürlich meine Neugierde geweckt, und nach einem Klick auf dieses Stempelchen fand ich eine „Garantie“ vor, die tatsächlich noch wertloser als das eigentliche Angebot dieses Anbieters ist.

Geld-zurück-Garantie Wir garantieren Ihnen die automatische Anmeldung bei 200 der besten Gewinnspiele pro Monat. Sollten wir unser Versprechen einmal nicht einhalten können und Sie aus irgendwelchen Gründen bei weniger als 200 Gewinnspielen angemeldet haben, so erhalten Sie für den entsprechenden Monat anteilig Ihr Geld zurück

Es ist nicht nur so, dass man bei dieser tollen Firma nach seiner Anmeldung erstmal für ein Jahr im Voraus sechzig Euro für die tolle Dienstleistung legen soll, dass diese tolle Firma die eigene Mailadresse und die Adressdaten an mindestens 200 potenzielle Spammer und Adresshändler weitergibt, nein, die garantieren das sogar noch! Und das beste daran: Sollten die das einmal nicht mehr schaffen, kann man also sein Geld zurückbekommen. Da fragt sich nur, woran man eigentlich bemerken soll, dass die das nicht geschafft haben? Vielleicht daran, dass der virtuelle Briefkasten ein bisschen weniger unter der Spamseuche explodiert? Ob diese tolle Profiwin GmbH so ein Beobachtung wohl als Nachweis akzeptiert und einem ein bisschen Geld zurückgibt?

Das Geschäft dieser tollen Firma Profiwin GmbH scheint unter dem Motto zu stehen: „Und jeden Morgen steht ein neuer Idiot auf“. Wer kein Idiot ist, kann auf solche bauernfängerischen Angebote wohl gut verzichten.

Ach ja, wie findet man so eine Website? Ganz einfach, indem man dem Link in einer besonders kalten und dreisten Kommentarspam folgt. Nein, der ging nicht direkt auf die tolle Website dieser tollen Firma, da scheint jemand also zu wissen, dass Spam verboten ist. Sondern er ging auf ein „Blog“, dass Lottospieler anlocken soll. Und bei diesem Blog war die tolle Firma namens Profiwin GmbH ein so dicker Partner, dass er fast gar nicht zu verfehlen war — natürlich nicht ein einziges Mal als Anzeige oder Werbung gekennzeichnet. Die Idiotie eines Lottospieles, der brav zwei Mal in der Woche seine Deppensteuer abdrückt und von Millionen träumt, scheint ja recht gut zur Idiotie eines solchen bezahlten Spam-, Reklame- und sonstigen Belästigungsmagneten zu passen, für den die Opfer auch noch bezahlen müssen — und dabei so blöd sind, auf derart tolle „Garantien“ hereinzufallen.