Das Auto ist Frau Petry wichtiger als Menschen

E-M@IL AN FRAUKE PETRY – In der Nacht auf Samstag zündeten Unbekannte Ihr Auto an. 'Wo sind wir nur hingekommen?', twitterten Sie. Es gibt keine Entschuldigung für Brandstiftung, grundsätzlich nicht. Als vor Monaten in Deutschland von Unbekannten Flüchtlingsunterkünfte abgefackelt wurden, fragten viele: 'Wo sind wir nur hingekommen?' Sie nicht, Sie äußerten Verständnis für die Brandstifter. In derselben Nacht, in der Ihr Auto angezündet wurde, erfolgte in der Nähe von Ulm ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim, fünf Menschen erlitten leichte Verletzungen. Sie erwähnen nur Ihr Auto. Ja, Frau Petry, wo sind wir hingekommen? -- christian.weniger@kleinezeitung.at

Quelle des Fotos: Presseverlagsprodukt (leistungsschutzrechtgeschützt).

„Landesverrat“

Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf 'Landesverrat' genannt wird.

Hintergrund und eine dauerhaft archivierte Version der verlinkten Tagesschau-Meldung

Breivik-Ausstellung spaltet Norwegen…

Rd. vier Jahre nach dem Massenmordanschlag des rassistisch motivierten Mörders Anders Behring Breivik wurde eine Ausstellung eröffnet, die Dinge zeigt, die der Massenmörder bei seinen Morden benutzte.

Anlässlich dieses Ereignisses möchte ich es mir nicht entgehen lassen und eine andere, ganz kleine Ausstellung im Web zeigen: Wörter, die ein Qualitätsjournalist anlässlich eines solchen Massenmordanschlages benutzt hat, um von einem BRD-Verlagsmilliardär bezahlt die gewünschte p’litische Propaganda voranzutreiben. Ich halte den folgenden, meinem Archiv entnommenen, am Abend des 23. Juli 2011 in der Fuldaer Zeitung veröffentlichten Artikel des Qualitätsjornalisten Manfred Schermer für ein bedeutsames Dokument der Zeitgeschichte, weil es an einem „bedauerlichen Fehlschlag“ bei einem contentindustriellen „Schnellschuss“ überdeutlich macht, mit welchen psychischen Mechanismen die Menschen von Journalisten vorsätzlich manipuliert werden. Diese Kommunikationsmuster im zeitgenössischem Journalismus zu erkennen — zum Beispiel bei der Berichterstattung zur Ukraine, zu Griechenland, zum Nahen Osten, zur Sozialp’litik in der BRD, zu so genannten „Befreiungskriegen“ und „Friedensmissionen“ des ehemaligen Verteidigungsbündnisses NATO und zum Abbau der menschlichen Grundrechte im Zuge einer überwachungsesoterischen Sicherheitsp’litik — sei jedem Leser als tägliche Aufgabe und leidige Pflicht der Intelligenz gegen die dräuende Übermacht der Verdummung gegeben.

Ich bitte um die massenhafte Archivierung dieses entlarvenden Dokumentes — und darum, dass es so viele Menschen so oft wie möglich vor Augen bekommen!

Zunächst der Artikel in seinem Originallayout in der Website der Fuldaer Zeitung vom 23. Juli 2011, 17:59:20 UTC. Zum Vergrößern auf Originalgröße einfach das Vorschaubild klicken:

Screenshot der Website der Fuldaer Zeitung

Und nun der vollständige Text dieses Artikels, ohne Layout-Elemente:

Keine Entwarnung

Fulda
Kommentar zum Terroranschlag in Oslo und der Schießerei auf der Insel Utøya von Manfred Schermer.

Der Terror ist zurück in Europa. Auch wenn die Urheber des verheerenden Anschlags von Oslo und der Schießerei auf der Insel Utøya noch nicht feststehen — es deutet vieles auf einen islamistischen Hintergrund hin. Norwegische Medien hatten die dänischen Mohammed-Karikaturen nachgedruckt, vor rund einem Jahr erst war eine islamistische Terrorgruppe aufgeflogen, und Norwegen ist als Nato-Mitglied am Afghanistan-Einsatz beteiligt. Man war also gewarnt, vor allem auch nach den missglückten Anschlägen von Stockholm im Nachbarland Schweden vom Dezember des vergangenen Jahres.

Bislang waren die Norweger stolz auf ihre offene Gesellschaft. Die Mitte-Links-Regierung mit Regierungschef Jens Stoltenberg an der Spitze hat im Gegensatz zur Regierung im benachbarten Dänemark auf eine liberale Ausländerpolitik und einen Dialog mit muslimischen Zuwanderern gesetzt. Nun muss sie bitter erfahren, wie ihnen ihre Liberalität gedankt wird. So sympathisch eine offene Gesellschaft ist — sie lässt eben nicht nur ihren gesetzestreuen Mitgliedern, sondern auch Kriminellen und Terroristen Freiheiten, die in etlichen anderen Ländern seit den Anschlägen von New York, London und Madrid teils drastisch eingeschränkt worden sind. Offensichtlich nicht ohne Grund. Diesem feigen Terrorpack mit Großzügigkeit zu begegnen, hieße, ein Feuer mit Benzin löschen zu wollen. Wer diesen Fanatikern versöhnlich kommen will, muss damit rechnen, dass ihm dies als Schwäche ausgelegt und skrupellos ausgenutzt wird.

Der Anschlag auf das Herz des Osloer Regierungsviertels lässt nur einen Schluss zu: Es kann für Europa und auch für Deutschland keine Entwarnung geben. Die Gefahr weiterer Attacken bleibt bestehen — und damit leider auch das Paradoxon, dass wir unsere Freiheit offenbar nur schützen können, indem wir sie beschneiden.

Ich gratuliere den Presseverlegern, die solche Propaganda unter die Menschen bringen, dazu, dass sie von der p’litischen Klasse der BRD mit einem so genannten „Leistungsschutzrecht für Presseverleger“ belohnt wurden.

Die Frage, aus welchem Sumpf die übelriechenden Gase aufsteigen, die sich dann entzünden und plötzlich zu brennenden Flüchtlingsunterkünften in der BRD führen, sollte sich damit ebenso leicht beantworten lassen wie die Frage, warum die eine Form des Terrors als ständiges Schreckgespenst zur Rechtfertigung tiefgreifender und alldurchwaltender Überwachung aller Menschen immer und immer wieder vor jedes Auge gestellt wird, während andere mörderische Formen des Terrors, zum Beispiel solcher mit rassistischer Motivation und jahrelangem Gedeihen in einem mit Geheimdienstmitarbeitern durchsetzten Sumpf keine tiefgreifende Beachtung findet und während die dritte Form des Terrors, das BRD-staatliche Entziehen von Geld (zum Beispiel zum Kauf von lebensnotwendigen Medikamenten) (siehe auch „Wer kein Geld hat, der stirbt“ im Tagesspiegel), niemals medial als Terror bezeichnet, sondern als alternativlos, vernünftig, gerecht etc. bezeichnet wird.

Die so zu findende Antwort macht vieles klarer. Auch, wenn man nicht zur Verschwörungstheorie neigt.

Warum schweigen die Lämmer?

Die Zahl ändert sich, sonst ändert sich nichts

Es ist ja 2015, nicht mehr 2014; es ist ein frischer kalter Januar, der mit seiner Kälte in die Haut beißt, und dann ist da noch die innere Kälte irgendwelcher Arschlöcher, die mit immer wieder gleichen Schlagwörtern die immer wieder gleiche Propaganda machen:

Die Debatte um Fachkräftemangel hat an Fahrt gewonnen: Ein flexibler späterer Renteneintritt wird gefordert

Diese altmodische Idee, dass sich Unternehmen ihre Fachkräfte ganz altmodisch selbst ausbilden, ist im Zeitalter des Wegwerf-Menschenmateriales eben keine so schön aussehende Idee mehr… und im Moment werden von der Tagesschau-Redaktion sogar Fernfahrer zu Fachkräften gestempelt:

Ein Beispiel für solche „Engpassberufe“ sind Berufskraftfahrer. Hier muss in den nächsten Jahren für etwa 230.000 Beschäftigte Ersatz gefunden werden, so die KOFA-Studie

Ich möchte wirklich gern mal den Siebzigjährigen sehen, der einen LKW zu entladen hilft — immerhin wird der ziemlich sicher keine Belastung für die Rentenkasse mehr.

Aber Sigmar Gabriel von der NSSPD¹ hat ja jetzt eine ganz grandiose Idee ersonnen:

Sigmar Gabriel (SPD) setzt deshalb nicht allein auf mehr ältere Arbeitnehmer. „Wir müssen auch die Arbeitsmarktchancen für Frauen, An- und Ungelernte sowie Menschen mit Behinderung weiter verbessen“

Das Wort „Arbeitsmarktchancen“ meint im Hartz-IV-Staat BRD übrigens: Quasi-Zwangsarbeit unter der knallenden Peitsche existenzieller Ängste, die von den so genannten „Jobcentern“ — Orte, an denen es, anders als der Name vermuten lässt, keine „Jobs“ gibt, sondern vor allem staatliche Willkür — gezielt erzeugt und ausgebeutet werden. Und zwar in vielen verdammt vielen Fällen widerrechtlich und dabei ohne Konsequenzen für die so vorgehenden Büttel.

Statt jetzt mal wieder direkt in den Editor zu erbrechen, mit dem ich diesen Text schreibe: Hier mein Text zum „Fachkräftemangel“ vom 14. Januar 2014. Da es in wenigen Wochen wieder eine CeBIT gibt und dann wieder „Huch, die BRD hat keine Fachleute, wird international abgehängt und das geht ja gar nicht in diesem internationalen Wettrennen“ gestöhnt werden wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis nochmal die gleichen tollen Ideen ernsthaft vorgeschlagen werden, um ja billiges und williges Menschenmaterial (in Wirtschaftssprech: „human resources“) herbeizuholen. Schade nur für solche tollen Ideen, dass niemand mit wirklicher Qualifikation noch in dieses rassistische² Billiglohnland BRD will…

Mal schauen, ob demnächst mal wieder ein Jahr der Informatik ausgerufen wird.

¹NSSPD = Nach-Schröder-SPD

²Es gibt in der BRD keine „Ausländerfeindlichkeit“. Ja, es gibt in der BRD eine „Feindlichkeit“, aber die fragt nicht etwa danach, was in jemandes Pass als Nationalität drinsteht, und sie wendet sich deshalb auch nicht gegen solche Ausländer wie Schweden, Briten, Isländer oder Österreicher. Diese in der BRD so verbreitete Feindlichkeit fragt danach, wie jemand aussieht. Sie ist Rassismus. Sie ist nur Rassismus. Zu der Frage, ob das gefällt oder nicht, will ich gar nicht erst ein Wort verlieren, aber eines bleibt in der BRD immer und jeden verdammten Tag für jeden Menschen wichtig: Lasst euch vom allgegenwärtigen Neusprech aus P’litik, Presse und Glotze niemals das Denken verbiegen, sondern denkt in klaren Begriffen, die das damit benannte greifbar machen!

Dieser absehbare Moment…

Dieser absehbare Moment, den man in der CDU und in der gesamten Classe politique haben wird, wenn man dort einsehen muss, dass auch durch dieses jetzt wie die Weihnachtsbotschaft durch die Medien getragenes „Prämien- und Anreizsystem für Hartz-IV-Empfänger“ zusätzlich zum „Hartz Fear“ nach den Träumen der Sozialdemokratie keine einzige offene Stelle mit angemessener Bezahlung für die Arbeit entsteht.

Leider wird sich dieser Moment nicht mit einer Einsicht in das eigene Versagen, die eigene Unfähigkeit und die eigene Menschenverachtung paaren.

Was sich der Minister beim Amtseid gedacht hat…

Ich schwöre, […]

Das ist Mein Eid!

[…] daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, […]

Zum Glück muss ich meine Kraft nicht dafür einsetzen, sondern nur widmen. So ähnlich, wie ich meinen Namen in das von meinem Ghostwriter geschriebene Buch setze, um es jemanden zu widmen. Deshalb kann ich meine eigentliche Kraft für einträglichere Dinge verwenden.

[…] seinen Nutzen mehren, […]

Bankster, Vermieter, Ausbeuter, Auto- und Panzerbauer, Reiche, legalisierte Verbrecher und die Freunde dieses ehrenwerten Vereins bekommen von mir einen deutlich gemehrten Nutzen. Und die gehören nicht nur zum Volk, sie sind sogar der Teil des Volkes, der mit allerlei Dinge in die Hände drückt, in die Tasche schiebt und mir nach meinen Jahren auf der Regierungsbank hochdotierte Jobs gibt, in die ich ebenfalls nicht viel von meiner Kraft stecken muss. „Leistungsträger“ sozusagen. Und damit ganz besonders wichtig und in jeder Weise zu bevorzugen.

[…] Schaden von ihm wenden, […]

Was Schaden und was Nutzen ist, weiß Mutti noch am besten. Oder hat es jemanden geschadet, dass ich mitgeholfen habe, die BRD in einen alles überwachenden Polizeistaat zu verwandeln? Seht ihr!

[…] das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, […]

Schön, „wahren und verteidigen“ mache ich gern. Solange ich das Grunzgesetz und das geltende Recht nicht durchsetzen muss, ist ja alles in Ordnung.

[…] meine Pflichten gewissenhaft erfüllen […]

Ab und an gebe ich eine Rede zu Protokoll, so dass ich sie nicht selbst sprechen muss, so ist die Pflicht ohne allzuviel Kraftaufwand erfüllt. Ansonsten habe ich natürlich viele kleine Verpflichtungen gegenüber meinen Lieblingslobbyisten, die sich immer so gut um mich kümmern. Im Zweifelsfall, wenns zu Ermittlungen kommt, bin ich an mein Ehrenwort gebunden.

[…] und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.

Ein Glück, ich muss das nur üben! Übung soll ja den Meister machen.

So wahr mir Gott helfe!

So wahr ich Gott helfe!