Demokratur-Medallie

Die diesjährige kackbraune Medallie für besondere Verdienste um die Demokratur in der BRD geht an den bayerischen Landtagsabgeordneten Berthold Rüth, der durchaus bedenkenswerter CSU-interner Kritik am Parteivorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber mit Strafmaßnahmen gegen Kritiker begegnen will (zitiert aus der Netzeitung):

Dagegen sprach sich der CSU-Landtagsabgeordnete Berthold Rüth für ein Parteiausschlussverfahren gegen die fränkische Politikerin aus. Pauli schade mit ihrem Verhalten der Partei und betreibe das Geschäft des politischen Gegners. Somit sei Paragraf 50 der CSU-Satzung anzuwenden, wonach gegen Mitglieder, die die Grundsätze oder die Ordnung der Partei missachten, Ordnungsmaßnahmen ausgesprochen werden können, sagte der unterfränkische Politiker.

Was ist hier vorgefallen, dass gegen Grundsätze und Ordnung der Partei verstoßen wurde? Eigentlich nichts besonderes. Die in Franken wirkende P’litikerin Gabriele Pauli, Angehörige des Vorstandes der schwarz-braunen Partei und Landrätin in der Stadt Fürth, hat eine Absicht geäußert. Sie wollte doch tatsächlich auf dem Kleinen Parteitag im kommenden Frühjahr einen Antrag stellen, dass der Spitzenkandidat der Partei für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten zur Landtagswahl 2008 in einer Urwahl durch die Mitglieder der Partei gekürt werden solle.

Diese Initiative gegen die ganz normalen Machenschaften der p’litschen Kaste scheint nach Auffassung von Herrn Rüth die Ordnung der Partei zu missachten – oder gehören demokratische Prinzipien, die in jedem kleinen Verein zum Tragen kommen, etwa nicht zu den Grundsätzen der CSU? Wie es auch sei im Kopfe dieses Mannes, sein Urteil ist klar (zitiert aus der FAZ):

Sie hat immer dafür gesorgt, daß Unruhe ist. Es muß jetzt Ruhe einkehren

Jawoll, Ruhe! Das Maul halten soll sie, zumindest in der Partei! Wenn es ihr nicht passt, kann sie ja in eine richtige demokratische Partei eintreten, aber aus der CSU muss sie raus. Denn in der CSU ist kein Platz für irgendwelches demokratisches Gezicke, das schafft doch nur Unruhe. Und jetzt alle die Hymne des Stoiberismus singen:

Die Partei, die Partei,
die hat immer recht…

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Behavioral Targeting

Microsoft vebindet Surfgewohnheiten mit individuellen Verhalten, um die Menschen besser mit Werbung beeinflussen zu können. Mehr beim Inquirer.

Gut, dass trotz aller Bemühungen der Geldmächtigen aus Redmond ein Großteil des Internets immer noch ohne die Zusammenarbeit mit Microsoft-Diensten auskommt.  Noch besser wäre es, wann man sich sicher sein könnte, dass das auch so bleibt.

Lehrmeister

Wenn ich lese, dass Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble staatlichen Behörden der BRD das Recht einräumen will, Computer von Privatpersonen über das Internet zu kontrollieren und zu durchsuchen, denn fällt mir nur eines ein: Ich erinnere mich daran, wie nach der Wahlniederlage Helmut Kohls (damaliger Innenminister war Wolfgang Schäuble) im Kanzleramt die Festplatten von der dort beschäftigten P’litmafia flugs formatiert wurden, dass es nur so flutschte.

Da hat der damalige und heutige, überaus fragwürdige Herr Innenminister Schäuble gewiss vom damaligen Kofferkanzler gelernt, was sich so alles auf Festplatten befinden könnte. :mrgreen:

Verkohlt, verköhlert und verkauft!

Verkohlt wird man zum Weihnachtsfest ja immer. Gleich, ob man sich als Kind den Weihnachtsmann als Bären aufbinden lässt, ob man als ausgewachsenes Kind die ernste Komödie eines „Familienfestes“ mitspielen muss, um ein paar Geschenke abzusahnen oder ob man als noch weiter ausgewachsener Mensch die Beglückungslügen der Tinnefproduzenten über sich ergehen lassen muss.

Dieses Jahr werden die Menschen in Deutschland nicht nur verkohlt, sondern auch verköhlert und verkauft – wer es bewusst mitbekommt, hängt ambivalent irgendwo zwischen Wut und Lachen herum.

Bundespräsident KöhlerVerköhlern tut der Herr Köhler, seines Zeichens Bundespräsident der kleinen Bananenrepublik in der Mitte Europas. Dieser hochnotpeinliche und zum Glück weitgehend machtlose Ersatzkaiser einer Republik, deren Grundgesetz (eine Verfassung hat die BRD ja nicht) auf eine sinnlose und teure Repräsentationsfigur nicht verzichten wollte, er durfte schon lange vor seiner Erhebung in dieses Amt die Herzlosigkeit, Ausbeutung und Lüge als Banker von der Pike auf lernen. Und er hat diese Haltungen gut gelernt, der Mann mit dem großen schauspielerischen Talent beim Aufsetzen und schnellen Anpassen von Gesichtsausdrücken. Zu Weihnachten wird er den Leuten die freien Tage wieder mit einer Weihnachtsansprache versauen:

Köhler zählte Zeichen des Aufschwungs in Deutschland auf: Die Zahl der Arbeitslosen sinke, Investitionen stiegen. Die Reformen der letzten Jahre „beginnen zu greifen; die Mühe hat sich gelohnt“. Der Bundespräsident rief dazu auf, den „Rückenwind“ des Aufschwungs zu nutzen. Es bleibe das Wichtigste, Arbeit zu schaffen für die Menschen in Deutschland. Dies sei zugleich die entscheidende Antwort auf Armut und Ausgrenzung.

Da hat sich einer der Aufgabe entledigt, die obligatorische Ansprache zum „Fest der Liebe“ halten zu müssen. Die Art und Form, in der sich Herr Köhler, dieser Menschenfeindefreund und Volksverblender, einer solchen Aufgabe entledigt hat, lässt einen tiefen Blick in den verkommenen und verrotteten Charakter dieses Menschen zu, den man wegen seines Amtes und eines BRD-Sondergesetzes zu diesem Amt noch nicht einmal straflos als das bezeichnen darf, was er ist: Ein schamloser Lügner, widerlicher Volksverkäufer, abgefuckter Geldhaberfreund und kaltherziger Förderer der totalen Verwirtschaftung des gesamten menschlichen Lebens zu Gunsten neofeudalistischer Vampire – kurz: ein stinkendes Arschloch. Nicht diese Wahrheiten über die sich in solcher Durchhalterede mitteilende Person beschädigen das Amt des Bundespräsidenten, sondern die Person, die dieses Amt inne hat, fügt dem Amte Schaden zu. Und zwar nicht nur zu Weihnachten.

Es ist wirklich eine sehr kompakte Volksverarschung des Herrn Köhler, die übrigens von allen bundesdeutschen Massenmedien in gewohntem Gleichklang kritiklos wiedergegeben wird. Den Unfug richtig zu stellen, erfordert sehr viel Text. Wie wenig frei die so genannte „freie Presse“ in der BRD ist, zeigt sich immer wieder an der rückgratlosen Hofberichterstattung zu einem derartigen Unsinn. Schon in diesem einen Punkt zeigt sich die „Freiheit“ der gesamten Journallie: Wie sie dazu schweigt, dass ein P’litiker wie Köhler fordert, man solle den P’litikern vertrauen, wo angesichts der real existierenden Zustände in der BRD gar nicht genug misstraut und kontrolliert werden kann, sollte und müsste.

Es ist wirklich kein Zufall, dass ein Verbrecherfreund wie Köhler dazu aufruft, dass man in „Reformen“ vertraut, die zu Zeiten des Schröderregimes von (teilweise bereits einsitzenden) Verbrechern ausgeheckt wurden und die auch unter dem Merkel-Müntefering-Regime immer noch die Namen und die Handschrift dieser asozialen Kriminellen tragen.

Kein Wort ist in dieser wohl gesetzten und schamlosen Rede davon, dass inzwischen völlig klar und von höchst offizieller Seite belegt ist, dass die so genannten „Reformen“ die Bedingungen für die Menschen nicht verbessert, sondern zum Teil deutlich verschlechtert haben – darunter übrigens auch die Aussichten, in Arbeit zu kommen. Aber auch ohne diese parlamentarische Untersuchung war das jedem Menschen klar, der sich in seinem Umfeld umgeschaut hat. Wenn wirklich die „Anzahl der Arbeitslosen“ sinkt und das nicht auf einen der vielen möglichen Statistiktricks zurückzuführen ist, die immer wieder einmal angewendet werden, um den Menschen in der BRD Sand in die Augen zu streuen, denn sinken diese Zahlen nicht wegen der Reformen, sondern trotz der Reformen. Aber ein professioneller Lügenbold wie der Herr Bundespräsident erzählt da keck das Gegenteil dieser allgemein bekannten Tatsachen, und nichts und niemand widerspricht. Ich will nur noch kotzen!

Das Wichtigste ist es auch keineswegs, dass „Arbeit für die Menschen in Deutschland geschaffen“ wird, sondern dass der p’litische Prozess endlich der Tatsache Rechnung trägt, dass nach den riesigen technischen Fortschritten der jüngeren Zeit mit sehr viel weniger menschlichem Arbeitsaufwand sehr viel mehr Güter (die nicht alle „gut“ sind) produziert werden können. (Es ist übrigens noch gar nicht so lange her, dass man Arbeit als Last empfand und solche Fortschritte für einen Segen gehalten hätte. Aber damals hat man den Wert eines Menschen noch anders, und zwar weniger wirtschaftlich definiert.) Einer Gesellschaft, die sich seit Jahrhunderten über das lutherische Ideal entbehrungsreicher Arbeit definiert hat und die es damit weit gebracht hat (übrigens auch das nicht immer in eine „gute“ Richtung), geht langsam aber sicher die Arbeit aus. Dieser Prozess wird nicht durch größere Härte und Kälte gegen die Alten, Arbeitslosen, Jungen und Kranken zu stoppen sein. Er erfordert gleichermaßen gründliche wie kreative p’litische Maßnahmen (die ich mir im Detail noch nicht vorstellen kann). Aber das ist diesem Bundespräsidenten so etwas von scheißegal. Der gegenwärtige Zustand ist doch ein viel besseres Geschäft für die vampiristischen Geldhaber, die so kurzsichtig von der Tapete bis zur Wand denken, dass sie glauben, auf diese gegen die Menschen gerichtete Weise sei auch weiterhin ein exponentielles Wachstum von Gewinnen möglich. Immerhin verstehen sie inzwischen, dass sie bei Fortsetzung ihrer Gier langsam Angst vor der Bevölkerung kriegen müssen und tun deshalb alles für die Abschaffung jener Freiheiten, die in gewissen Sonntagsreden der Bevölkerung als Grundlage der Gesellschaft verkauft werden.

Das alles ist dem Herrn Bundespräsidenten aber gleichgültig, wenn er die Menschen in Deutschland verköhlert:

Das zu Ende gehende Jahr war aus Sicht von Bundespräsident Horst Köhler ein „gutes Jahr für Deutschland“

Es kann durchaus sein, dass es für den geldfixierten Deutschland-Begriff eines Bankers, der sein Herz schon lange gegen eine Addiermaschine getauscht hat, ein „gutes Jahr“ war. Für viele Menschen in der BRD war es ein verdammt beschissenes Jahr – für einige, die meine Freunde waren, war es sogar so beschissen, dass sie sich zum Freitod entschlossen haben. Auch so kann man die Zahlen in der Arbeitslosenstatistik schönen: Durch „sozialverträgliches Frühableben“. Davon sind übrigens nicht nur „Arbeitslose“ betroffen, sondern auch Rentner, die sich notwendige medizinische Behandlungen nicht mehr leisten können.

Da hilft auch die staatlich subventionierte FIFA-Geldmeisterschaft mit dem mediengeförderten Fahnengewinke nicht mehr, auch wenn Herr Köhler bei seiner lobbyistischen Volksverarschung gern an diesen besinnungslosen Taumen anknüpfen möchte, damit auch ja keiner zur Besinnung komme:

Zudem habe die Fußball-Weltmeisterschaft eine „fröhliche und tüchtige Nation“ offenbart. „Da bleibt etwas“, zeigte sich der Bundespräsident überzeugt.

Bischof HuberAber die gegenwärtige BRD-Gesellschaft wäre nicht die gegenwärtige BRD-Gesellschaft, wenn der emsige Betrieb der Contentindustrie nicht auch so ein Surrogat für eine „Gegenstimme“ hochspülen würde. Diese scheinbare „Gegenstimme“ hat der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber aus sich herausgelassen. Der hat sich doch tatsächlich „getraut“, etwas zu „kritisieren„:

Besonders in Großkonzernen drehe sich das Denken scheinbar oft nur um den Aktienkurs, sagte Huber der Berliner Zeitung. Zufriedenheit von Mitarbeitern oder Kunden stünden dahinter zurück.

Leider ging die „Analyse“ dieses professionellen Gottesverkäufers ebenfalls nur von der Tapete bis zur Wand. Eigentlich sollte es ja auch so einem schwuppig verkleideten „Gottesmann“ klar sein, was eine Aktiengesellschaft ist und wem eine Aktiengesellschaft verpflichtet ist. Eine AG ist in erster Linie den Aktionären verpflichtet, und sie hat in ihrer gesamten Geschäftsp’litik deren Interessen zu vertreten. Dafür ist sie den Aktionären denn auch rechenschaftspflichtig. Wer sich Aktien kauft, tut dies nicht, um der Gesellschaft einen Gefallen zu tun oder einen sozialen Auftrag zu erfüllen, sondern um aus der Arbeit anderer Menschen Gewinn zu schlürfen, und zwar so viel wie möglich.

Nun hätte unser contentträchtiges Huberchen ja genau diese völlige Verwirtschaftung allen menschlichen Schaffes unter dem gegenwärtigen gesellschaftlichen Prozess beim Namen nennen können. Vielleicht hätte es mir (und bestimmt auch anderen) denn beim Lesen der dreisten Worte weniger in der Maschinenpistole gejuckt. Aber eine fettgefressene Kirchenkrähe sägt nicht am Ast, auf dem sie sitzt, und sie hackt deshalb auch den fettgefressenen Wirtschaftskrähen kein Auge aus – und so fehlt es den Worten Hubers jeder wirklichen Kritik am momentanen Gefüge des Staates BRD. Da nimmt dieser beißende Spott für Jesus denn schon lieber die dreißig Silberlinge (siehe Mt. 26, 15) in Form der staatlich eingetriebenen Kirchensteuer und verzichtet im Gegenzug auf jegliche Systemkritik. Und weil diesen Worten denn ja doch noch irgend etwas folgen muss, wird an den leicht medial zu entwertenden und in Christiansen-Talkshows zu zerpflückenden Sozialneid appelliert:

Wer allein am Aktienkurs die Leistung von Managern misst, verliert an Glaubwürdigkeit. […] Es gibt Großkonzerne, in denen das Management Gehälter bezieht, deren Höhe jedes normale Maß übersteigt. […] Wenn ein Manager 20 Millionen Euro im Jahr verdient, sprengt das jede Vorstellung von Gerechtigkeit

Dieser Idiot von Huber ist so etwas von nützlich, dass man sich fast fragt, ob er für diesen Einwurf bezahlt wurde. Sicher, es kann sein, dass eine verantwortungslose und staatlich geförderte Religion ihre Vertreter so dumm macht, wie sich der Depperl-Huber hier gibt. Aber das will ich denn doch nicht annehmen. Ein gebildeter Bischof sollte doch die folgenden, sehr einfachen Tatsachen kennen:

  1. Die Manager einer AG sind der Aktionärsversammlung Rechenschaft schuldig, nicht dem aus vielen Mündern gepriesenen Jesus-Götzen der „christlichen“ Kirchen, der seit 16 Jahrhunderten erfolgreich verhindert, dass jemand Jesus nachfolgt.
  2. Unter „Leistung“ wird im Rahmen einer AG verstanden, wenn die Kapitalrendite möglichst hoch geschraubt wird.
  3. Für genau diese Form von „Leistung“ werden die Manager bezahlt, und zwar in einer Höhe, die sie der Aktionärsversammlung für ihre „Leistung“ als angemessen verkaufen können.

In der Tat, mit „Gerechtigkeit“ hat das Tun einer AG nichts zu tun. Aber der entscheidene gedankliche Schritt, dass nämlich folglich das p’litisch und wirtschaftlich geforderte und geförderte gesellschaftliche Ideal als ein „ungerechtes“, vielleicht sogar götzendienerisches und tief gottloses erkannt und für bekämpfenswert erachtet wird, der wird von Herrn Huber bewusst unterlassen. Dieses von der staatlichen und „freien“ Contentindustrie so aufgeblähte Interview, das ein ansonsten im Newsgeschäft eher unbeachteter Bischof der deutschen Provinzpresse (Hannoversche Allgemeine Zeitung) gegeben hat; es fügt sich in Wirklichkeit in seiner abgehungerten geistigen wie geistlichen Substanz und seiner sozialneidischen Neigung zum abgegriffensten Klischee hervorragend in den ganzen anderen goldlackierten Seelenkitsch zum weihevoll konsumierbaren Weihnachtsfest ein.

Jene sanften und zerschlagenen Seelen, die sich von Bischof Huber jetzt vorschnell nach flüchtiger Lektüre seiner salzlosen Worte (siehe Mt. 5, 13)vertreten fühlen, sind in Wirklichkeit von ihm verkauft worden. Das zeigt sich denn auch deutlich in Hubers Auffassung von gegenwärtigen „gesellschaftlichen Aufgaben“, die klar so staatstragend und menschenverkaufend ist, wie es die verklausulierte und dem menschenfressenden Moloch der Jetztzeit nützliche „Kritik“ auch schon war:

In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung rief der Bischof Staat und Wirtschaft zu einer aktiveren Arbeitsmarktpolitik auf. Der derzeitige Aufschwung müsse wesentlich stärker dafür genutzt werden, Arbeitsplätze zu schaffen.

Hier wird so deutlich in die gleiche Kerbe geschlagen, die schon die Köhlersche Weihnachtsansprache in die Hirne gehackt hat, so dass man sich fast fragt, ob diese beiden Teufel wohl miteinander befreundet sein könnten.

Die gierigen Zuckungen der Verbrecher, die gegenwärtig die Menschen in Deutschland verkaufen und ihrer sicherlich teilweise gut bezahlten Schergen, die das Verbrechen in Kirche, P’litik und Auswurf der Contentindustrie schön reden, sie werden erst enden, wenn sich würgend der Strick um den Hals schnürt.

Ich wünsche allen Lesern ein rohes Fest!

Soldaten

Soldaten sind keine Mörder.

So gern Pazifisten auch das Wort „Soldaten sind Mörder“ in der Mund nehmen, so schlecht und unwahr ist dieses Wort. Einen Soldaten als Mörder zu bezeichnen, wäre für jeden wirklichen Mörder eine Beleidigung.

Ein Mörder tötet – und es auch aus den niedersten und verachtenswertesten Motiven – immer aus eigenem Antrieb, etwa, um ein eigenes Ziel zu verwirklichen oder um einer eigenen Gefühlslage Ausfluss zu verschaffen. Der Mord ist somit eine selbstständige und verantwortungsvolle Tat, für die sich der Mörder übrigens mit gutem Recht zu verantworten hat.

Ganz anders sind die Tötungen, die von Soldaten vorgenommen werden. Der Zweck dieser Tötungen kommt nicht aus eigenen Antrieben des Soldaten, sondern entspricht den Zwecken und Erwägungen eines p’litisch-wirtschaftlichen Komplexes. Jede Tat, die ein Soldat bei seinen Einsätzen begeht (das Wort Einsatz gemahnt übrigens in sehr passender Weise an ein Glücksspiel), ist völlig verantwortungslos. Deshalb muss sich auch niemals ein Soldat für seine Gewalttaten verantworten.

Diese Betrachtung ist übrigens völlig losgelöst von jenen p’litischen Bedingungen, die in der offiziellen Propaganda des Soldatentums immer wieder als wesentlich bezeichnet werden. Soldaten gab es unter völlig verschieden verfassten p’litischen Systemen, aber ihre Aufgabe war unter diesen vielen verschiedenen Scheingründen ermüdend gleich: Sie hatten stumpf und verantwortungslos die Gewalt in ihrer rohesten und barbarischsten Form auszuüben.

Deshalb ist keine Bezeichnung für den Soldaten unpassender als die des „Mörders“. Wenn man einen Soldaten als etwas bezeichnen will, was der Wirklichkeit dieses Berufes gerechter wird, dann sollte man ihn als „verantwortungslose menschliche Tötungsmaschine“ benennen. Und sei es, weil man keine wirklichen Mörder mit dem Missbrauch des Wortes „Mörder“ beleidigen will.

Big Brother @ home

Die angeblich „demokratisch-bürgerliche“ CDU und die angeblich liberale „FDP“ haben im BRD-Bundesland Nordrhein-Westfalen ein beachtliches Gesetz erlassen und damit staatliches Unrecht und systematische Menschenrechtsverletzung (unkontrolliertes Eindringen in die persönliche Sphäre der Bürger) formal legalisiert: Das Verfassungsschutzgesetz für Nordrhein-Westfalen.

Dieses Gesetz erlaubt es den Behörden des Landes Nordrhein-Westfalen fortan, mit technischen Methoden auf Inhalte zuzugreifen, die auf Computern, also auch auf Ihrem Computer gespeichert sind. Was hier als staatliche Methodik legalisiert wurde, ist jene ansonsten kriminelle Tätigkeit, die der deutsche Volksmund unzutreffend als „Hacken“ bezeichnet. Beliebige auf der Festplatte eines Computers gespeicherte Daten dürfen und sollen von Behörden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgelesen werden, und zwar ohne, dass es hierfür eines besonderen richterlichen Beschlusses bedürfte. Die juristische Anforderung an das Hacken Ihres Computers ist geringer als an eine Hausdurchsuchung, die eines konkreten Verdachtes bedarf und daraufhin richterlich angeordnet wird. Die von staatlichen Behörden der BRD zum Einbruch in Ihren Rechner verwendeten Hilfsmittel entsprechen in Machart und Wirkungsweise genau jenen bösartigen und hinterhältigen Ausflüssen fehlgeleiteter Kreativität, die sonst von Kriminellen erstellt werden.

Das BRD-Bundesland Nordrhein-Westfalen wird in Kürze Kriminelle damit beschäftigen, Programme zu entwickeln, mit deren Hilfe Menschen in der BRD bespitzelt werden sollen. (Vielleicht wurde dies auch schon getan.) Dass mit öffentlichen Geldern kompetente Experten mit großer krimineller Energie bezahlt werden werden, ist noch eine bodenlose Frechheit am Rande, die aber gut in die gegenwärtige p’litische Landschaft passt.

Bespitzelt werden Sie natürlich auch denn, wenn Sie nicht in Nordrhein-Westfalen oder auch in der BRD leben. Die beschlossene Fassung dieses Gesetzes sieht den formell legalisierten Zugriff auf jeden am Internet angeschlossenen Rechner durch eine Polizeistaatsbehörde der BRD vor.

Wer sich ins Internet begibt und damit seinen Rechner zum Bestandteil des Netzes der Netze macht, muss also fortan damit leben, dass staatliche Behörden der BRD für sich das Recht beanspruchen, auf dem Rechner beliebig herumschnüffeln zu dürfen. Angesichts der Tatsache, dass damit wichtige persönliche Daten (Geschäftsgeheimnisse, persönliche Beziehungen, politische Pläne, Mailadressen des Bekanntenkreises, besuchte Websites) freigelegt werden können, sollte sich jeder Mensch überlegen, ob jetzt nicht endlich der Zeitpunkt gekommen sei, besondere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Diese kleine Liste von Anregungen und Empfehlungen ist nicht vollständig und schnell geschrieben, jeder steht in der Verantwortung, sich eigene Gedanken zu machen:

  • Ab heute ist Verschlüsselung Pflicht. Alle Dateien auf der Festplatte, die niemanden etwas angehen, sollten verschlüsselt werden. Für jedes Betriebssystem gibt es geeignete Software zu diesem Zweck. Natürlich muss überprüft werden, dass nicht in diese Software eingegriffen wurde, und natürlich sollte es sich um „gute“ Software handeln. Verschlüsselung ist nur sinnvoll, wenn sich der Schlüssel nicht auf dem Computer befindet.
  • Wer den Verdacht hat, dass sein Rechner bereits „gehackt“ wurde, sollte sich den Spaß machen und jede Menge sinnloser, aber verschlüsselter Daten auf seiner Platte vorzuhalten. Einige tausend Dateien mit unsinnigem oder unwichtigem Inhalt sind schnell erzeugt, im Zweifelsfall spiegele man die Website der Bundesregierung. Diese Dateien umbenennen und verschlüsseln. Wenn sich diese Köder für den Datendieb auch noch in entsprechend benannten Ordnern befinden (meine schnellen Vorschläge: „explosives“, „contacts“, „administrativa“, „fellows“ und „planned_actions“), wird das Bullenherz schon höher schlagen. Je mehr der Polizeistaat BRD zu verdauen habt, desto weniger bringt dieses legalisierte Unrecht.
  • Mailverkehr gehört sowieso verschlüsselt, wenn er niemanden sonst etwas angeht. Aber ab heute sollte auch mehr unwichtiger Mailverkehr verschlüsselt werden.
  • Die Speicherung von Mails im Mailclient ist gefährlich. Die meisten Mailclients sind große und damit anfällige Programme, die auch als erstes Einfallstor für Schnüffelsoftware dienen können, das erste Ziel der staatlichen Attacke werden immer die Mailkontakte sein, um Netzwerke von Menschen verstehen und angreifen zu können. Die empfangenen Mails müssen entweder ausgedruckt oder als stark verschlüsselte Dateien archiviert werden, auch das Adressbuch des Mailclients sollte vollkommen leer sein.
  • Nicht mit dem Arbeitsrechner ins Internet gehen! Wer es sich leisten kann, setzt sich einen zweiten Rechner als „Opferrechner“ auf, mit dem er seine Internet-Arbeit erledigt, dieser Opferrechner sollte mit keinem anderen Rechner vernetzt sein. Der Transport von Daten ist dank der handlichen USB-Sticks eine Kleinigkeit, der Gewinn an Sicherheit für die eigene Privatheit ist aber groß. Wer sich keinen zweiten Rechner leisten kann, kann sich immer noch einen Bootmanager und eine zweite Installation seines Betriebssystemes aufsetzen, dabei sind die Partitionen mit den Arbeitsdaten geeignet zu verstecken.
  • Wichtige Daten nicht auf dem Rechner verfügbar halten. Es ist heute kein Problem, Festplatten nach Bedarf über die USB-Schnittstelle anzuschließen. Die einfache Maßnahme, dass wirklich private (oder geschäftlich wichtige) Daten nur bei Ihrem Bedarf für den möglicherweise vom Staat „gehackten“ Computer verfügbar sind, gibt ein zusätzliches Stück Sicherheit.
  • Immer die aktuellste Internet-Software benutzen. Das Eindringen in den Rechner ist am leichtesten über Schwachstellen in der Internet-Software möglich. Browser und Mailclient sollten regelmäßig aktualisiert werden, ferner sollten nur Programme verwendet werden, für die Sicherheits-Updates regelmäßig zur Verfügung stehen und bei denen die bekannten und behobenen Schwachstellen gut dokumentiert sind. Die Verwendung von Microsoft-Programmen verbietet sich von selbst.
  • Kein Standard-Betriebssystem verwenden. Ein anderes Einfallstor für die Angriffe auf dem Rechner werden Schwächen des verwendeten Betriebssystemes sein. Dabei wird man sich auf besonders verbreitete Systeme konzentrieren. Wenn es irgend möglich ist, immer ein anderes Betriebssystem verwenden.
  • Aufmerksam die Analysen der eingesetzten Programme verfolgen und Gegenmaßnahmen ergreifen! So bald die Malware der bundesdeutschen Geheimdienste im Umlauf kommt, wird sie auch durch technisch versierte Menschen entdeckt und analysiert werden. Dabei werden auch Gegenmaßnahmen erarbeitet werden, die jeder Mensch auf seinem Computer anwenden sollte, wenn er zu denen gehört, die auch ihre Haustür zumachen. Es gibt Dinge, die niemanden etwas angehen, selbst wenn ein solches Verhalten in Zukunft durch Unrechts-Gesetze kriminalisiert werden sollte. Wenn zu diesen Gegenmaßnahmen die Störung der geheimdienstlichen Tätigkeit gegen die Bevölkerung der BRD zählen sollte, haben sie auch keine Hemmungen, das zu tun.

Seien Sie willkommen in der Volksrepublik China Bundesrepublik Deutschland, wo jeder Mensch unter Generalverdacht steht und fortan mit polizeistaatlichen Willkürmaßnahmen behandelt werden darf. Wenn Sie Wahrrecht haben, denken Sie bei der nächsten Wahl einmal darüber nach. Verantwortlich für diesen Wahnsinn sind die Parteien CDU und FDP.

Schon jetzt muss man sagen, dass das Stasi-System der DDR harmloser war als die gegenwärtig p’litsch geforderten und geförderten Machenschaften in der totalen Bespitzelung. Das lag übrigens nicht an besseren Absichten der Stasi, vielmehr sind die technischen Möglichkeiten der bundesdeutschen Geheimdienste besser. Der Denkende und Fühlende fragt sich, was für ein sonderbares Personal wohl bei der so geannten „Wiedervereinigung“ übernommen wurde.

Nichts hinzuzufügen (1)

Der BILDblog über die Bildzeitung, den Arbeitslosen Henrico Frank und die Hetzpropaganda gegen die Marginalisierten der Globalisierung:

Zudem zielen die „Faulheitsvorwürfe“ darauf, das sozialpsychologische Klima zu schaffen, um Leistungseinschränkungen oder auch Zumutbarkeits- oder Sanktionsverschärfungen den Boden zu bereiten. (…) Durch die Skandalisierung des Leistungsmissbrauchs wird ein Klima erzeugt, in dem Kürzungen von Sozialleistungen leichter durchsetzbar sind.