Gold-Ramsch

Na, das wurde aber auch mal Zeit! Endlich ist mal jemand auf die Idee gekommen, aus dem abnehmenden Vertrauen vieler Menschen in das Geldsystem und aus der Flucht in das Gold klingende Münze zu machen:

Vorsicht bei Goldmünzen von Plus

Irgendwie empfinde ich angesichts dieser tollen Idee des Billigramschers „Plus“, den Leuten überteuerte Goldmünzen anzudrehen, den Hinweis auf die Folgeseite im Vidioten-Text der ARD sehr lustig: „Gewehre: Rückruf wegen Todesgefahr“ — unwillkürlich muss ich an Geprellte denken, die zur nächsten Plus-Filiale mit einem Gewehr kommen, um negatives soziales Feedback für die dreiste Abzocke zu geben. 👿

Aber so etwas wird in der BRD immer ein Traum bleiben. Hier wird jede Scheiße gefressen.

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Ein offener Brief an Clement (ex-SPD)…

…kann im Hackblog nachgelesen werden.

Herr Clement,

Sie lassen das Volk heute wissen, dass Sie sich ob der öffentlich ausgesprochenen Rüge drangsaliert fühlen und verlassen deshalb die SPD.

Mit Verlaub: Sie haben nicht die leiseste Spur einer Ahnung, was es heißt, drangsaliert zu werden. Sollte der unwahrscheinliche Wunsch Sie treiben, dies zu ändern, dann setzen Sie sich auf den Fluren eines Arbeitsamtes Ihrer Wahl neben einen dort wartenden Menschen und fragen Sie ihn nach seinen Erfahrungen mit diesem Moloch, mit den Formularen und Bestimmungen, mit der Suche nach Informationen und Ansprechpartnern. Vielleicht lässt man Sie sogar einen Blick auf die Kontoauszüge werfen, die diese Leute vorzeigen müssen, um ihr Arbeitslosengeld 2 zu bekommen, das für das Frühstück eines Kindes 88 Cent und für Bildung 0 Euro vorsieht.

Was glauben Sie wohl, Herr Clement, wie viele dieser Drangsalierten gerne dieses System verlassen möchten, an dem Sie mit Hilfe der Agenda 2010 maßgeblich mitgebastelt haben?

[…]

Den ganzen Brief liest man besser dort, wo er veröffentlicht wurde. Schade, dass solchen schamlosen Arschlöchern wie Clement und seinen zahlreichen unheimlichen Sympathisanten in der ehemals sozialdemokratischen Partei so etwas scheißegal ist. Auch, wenn Clement rausgeekelt wurde und sich mit einem knallenden Furz verabschiedet hat, der Rest dieser Partei, die nach dem Entfernen der Attribute „sozial“ und „demokratisch“ übrig blieb, macht mit der Entrechtung und Massenverarmung der Menschen in der BRD weiter und trägt auch in Zukunft jede Unmenschlichkeit und jede Entrechtung mit. Deshalb sollte sich niemand von so einem medialen Ereignis wie Clement verblenden lassen, der fällt eh weich.

Wenn ein Großlügner wie Müntefering gegangen wäre, dann wäre ich froher gewesen…

Tinnef (40)

Stecker in die Steckdose stecken, Einschalter betätigen und dann zuschauen, wie sich die bedruckte Folie im Kreise dreht, schön beleuchtet von der integrierten Aqariumlampe. Aus Kunststoff, ca. 23 x 30 cm groß. 200 V / 12 W, 150 cm Kabel. - Rundum-Aquarium, 19.80 Euro

Anknipsen und stumpf bleiben!

Wenn sie sich irgendwelche Lebenwesen in ihre mit wertlosem Tand überfrachtete, klinische reine Bude holen, denn hört ihre Freude genau dann auf, wenn sich um diese Lebewesen herum ein bisschen dreckiges Leben entfaltet? Das kennen wir — die Versender wertlosen Tandes — nur zu gut, denn wir wissen, wie kalt es ihrer Seele ist. Deshalb waren wir auch spontan begeistert, als wir diesen Ausfluss der gnadenlosen Geschmacklosigkeit gesehen haben. Einfach den Stecker in die Steckdose stecken, das hässliche Ding anschalten und begaffen, wie sich eine Folie mit kitschigen Fischmotiven immerfort im Kreise dreht. Das kennen unsere Kunden ja auch aus ihrem längst zum Abziehbild gewordenen Leben. Und genau wie dieses öde Leben mit allerlei Blinke- und Leuchtekram umgeben wird, so leuchtet auch eine Lampe in dieses scheußliche Plastikprodukt hinein, das so ins Licht gesetzt sofort die Auffassung erweckt, dass man den aus der Erde gepumpten, schwarzen Schlamm, aus dem so ein Tinnef hergestellt wird, doch einfach so lassen könnte, wie er ist. Es wäre nämlich schöner.

Quelle des Scans: Na, was wohl…

Die alltägliche Diskriminierung

Sie ist über 70 Jahre alt. Und. Sie erzählte viel. (Nach so viel Leben hat ein Mensch auch vieles zum Erzählen.)

Unter anderem erzählte sie, wie sie gestern in die Stadt gefahren ist, um etwas einzukaufen. Sie fuhr beide Wege, hin und zurück, mit der Straßenbahn. Dabei erlebte sie eine Kontrolle der Fahrkarten. Sie hatte nun zwei Fahrkarten in der Tasche, eine, die für die aktuelle Fahrt gültig war, und eine, die eben schon längst „verbraucht“ war. Etwas hektisch, um „den Betrieb nicht aufzuhalten“, griff sie in die Tasche und holte die nächstbeste Fahrkarte heraus. Der Kontrolleur warf nur einen sehr oberflächlichen Blick darauf, bedankte sich mechanisch und ging weiter.

Sie sieht „gutbürgerlich“ aus, nicht wie der Mensch, von dem ein Kontrolleur seine Provision für einen erwischten Schwarzfahrer erwartet. Der Kontrolleur ging weiter und kontrollierte andere Fahrgäste, vor allem ausländisch aussehende Menschen und jene Jugendlichen, denen man ihre soziale Benachteiligung auf dem ersten Blick ansieht, sehr viel gründlicher und konnte auf diese Weise auch ein paar „Schwarzfahrer“ erwischen, die er auch mit recht grimmen Ton anfuhr, als sie zum Scheine nach ihren Fahrkarten suchten. Ein ganz normaler Vorgang in vermutlich jedem Nahverkehrsmittel in der BRD, etwas, was niemand weiter beachtet.

Als sie ihre Fahrkarte wieder wegsteckte, warf sie einen Blick darauf. Dabei stellte sie fest, dass sie die falsche, die ungültige Fahrkarte vorgezeigt hat, ohne dass es dem Kontrolleur mit seinem Blick für ganz bestimmte Personengruppen auch nur interessierte. Sie hätte ohne Konsequenzen schwarzfahren können und wäre in dieser Kontrolle gar nicht aufgefallen. Was sie da zum ersten Mal in ihrem Leben mitbekam und jetzt gar nicht mehr vergessen will, das ist die ganz normale und meist gar nicht beachtete, die alltägliche Diskriminierung bestimmter Personengruppen im Alltag der BRD.

Sie fand das entsetzlich und bat mich, darüber zu schreiben. Auch, damit „diesmal niemand sagen kann, dass er niemals etwas mitbekommen hätte“. Gern geschehen!

Ein Gruß an Frau W. und danke für die Einladung zum Tee

Lasset die Dummen zu mir kommen

Ich weiß es ja, dass es ermüdet, über die herzkalten und verkalkten Vertreter der röm.-kath. Kirche herzuziehen. Ja, es ist auch unsportlich, weil man einfach nicht mehr auf Leuten rumtrampeln sollte, die schon am Boden und in der Scheiße liegen.

Aber auf dieser tollen Insel, die mit gutem Grund durch den Ärmelkanal von Europa getrennt ist, da hat jetzt einer seinen Arm aus der hl. Scheiße erhoben und winkt so heftig damit, dass ich einfach nicht mehr widerstehen kann. Der Bischof Patrick O’Donoghue vertritt allen Ernstes, laut und öffentlich die Meinung, dass Bildung schlecht sei, weil sie Menschen von der Kirche forttreibt und die Krise der Gesellschaft verursacht.

Ja, das meint der ernst. Und der ist nur Bischof; wenn er ein Kardinal wäre, denn würde ich ja noch glauben, dass er damit um die Nachfolge auf dem Papstthron buhlt. Da passt so eine Seelenfinsternis nämlich gut hin, wie sich auch trefflich an der aktuellen Besetzung des hl. Stuhl(gange)s zeigt. Aber das ist hier nicht der Fall. Und was dieser unheilige Vorredner der totalen Verblödung mit seinen wirren Worten herbeisehnt, das ist nichts weiter als ungebildete, vielleicht sogar wieder analphabetische Massen, die treudoof in die Kirchen rennen und fügsam lauschen, wenn sie sich vom ganzen pfäffischen Geschmeiß die Welt erklären lassen — so kann auch viel leichter Kreuzzüge machen, die Politik beeinflussen oder vielleicht auch mal wieder ein paar Scheiterhaufen anzünden.

Ich wusste ja schon immer, dass die christlichen Kirchen ganz genau so ticken, aber dass sich mal ein einigermaßen ranghohes Mitglied einer solchen Kirche dazu entblödet, so etwas dermaßen offen von sich zu geben, das hätte ich nicht mehr erwartet.

Wer immer noch keinen guten Grund für den Austritt aus diesem Verein hat, der solche Hirnfeinde, Blendredner, Brschlöcher und Menschverknechter in Rang und Würde bringt, sollte vielleicht jetzt mal ein bisschen nachdenklich werden.

Glaubhaften Gerüchten aus der Antike zufolge ist dieser Jesus aus Nazaret, um den die immer so ein Gewese machen, noch nicht einmal in den Laden eingetreten und hat es vorgezogen, Jude zu sein — vielleicht auch, weil in der mosaischen Religion die Bildung als Voraussetzung zum Glauben und nicht als Hindernis erachtet wird.

Ein Kirchenaustritt ist wirklich schnell erledigt. Und wenn einem hinterher doch etwas fehlt, kann man ja wieder eintreten…

Damit es nicht völlig untergeht…

Damit es nicht völlig untergeht, bitte ich um die Beachtung des Kommentares von „max mustermann“, der über seine Erfahrungen mit der Willkür der Elendsverwaltung in der BRD berichtet.

Allerdings habe ich im Gegensatz zum Kommentator nicht den geringsten Optimismus, dass sich durch eine Wahl in der BRD etwas ändern könnte.

Keine Musik mehr…

Es gibt hier bis auf Weiteres keine Seite mehr, die Links auf meine Musik enthält. Näheres zum Hintergrund dieses Verschwindens kann man dem Forums-Thread bei Jamendo zur dort seit kurzem eingeblendeten LayerAd-Werbung für McDonald’s entnehmen.

Diesen Thread sollte sich auch jeder zu Gemüte führen, der Jamendo noch für eine tolle Plattform hält. Falls dieser Thread bei Jamendo einmal verschwinden sollte, gibt es hier auch eine Kopie für jeden, der gerade kein Brechmittel zur Hand hat. Nur so für den Fall, dass die demnächst wieder auf Community, Kunst, Musik und unwiderstehliche Gemeinschaft für jeden freien und unabhängigen Musiker machen. Wenns um Geld geht, hat man dort im Zweifelsfall eine ganz eigene, wertneutrale Beflissenheit.