Kurz verlinkt

Gegen das Vergessen in der Bananenrepublik Alzheim!

trueten.de:
Warum sterben – rund um den NSU – so viele (potenzielle) Zeugen in Baden-Württemberg?

Nötigung mit Morddrohung = Freispruch

Ein Vorfall, der in der Statistik beispielsweise bislang nicht auftaucht, betrifft Mücheln in Sachsen-Anhalt. Dort griffen laut Augenzeugen drei Männer einen türkischen Imbissbesitzer an und drohten ihm, dass er das nächste NSU-Opfer werde, wenn er nicht aus dem Ort verschwinde. Eine halbe Stunde lang mussten die verängstigten Imbissbetreiber nach eigenen Angaben verbarrikadiert in ihrem Laden warten bis die Polizei eintraf. Aus Angst vor weiteren Angriffen verließ die Familie Mücheln, die mutmaßlichen Angreifer wurden im November 2013 in erster Instanz freigesprochen.

Quelle tagesschau.de — Straftaten von Neonazis: Der NSU-Terror als Vorbild

Und jetzt hier weiterlesen: Die Polizei sieht keinen Grund zur Besorgnis

Stellt euch mal vor…

Stellt euch mal vor, ihr lebt in einer Scheindemokratie, in einem Staat, der sich zwar ein Parlament hält, dessen Organe praktisch uninformiert über das Treiben dieses Staates sind und auch keinen weiteren Einfluss darauf haben. In so einem Staat halten die Parlament-Arier schöne Sonntagsreden (und freuen sich über ihre leicht erworbenen Privilegien), während die Ausübung der Staatsgewalt völlig unkontrolliert durch einen verselbstständigten Beamten-, Geheimdienst- und Polizei-Apparat geschieht, dem die so genannten „Grundrechte“ scheißegal sind. Und nur ganz selten einmal kommt es dazu, dass das gewählte und doch machtlose Parlament etwas davon erfährt. Zum Beispiel, wenn im Dunstkreis und unter Beobachtung der Polizeien und Geheimdienste eine Mörderbande über ein Jahrzehnt lang morden kann und dabei vermutlich sogar von Polizeien und Geheimdiensten gedeckt wird, und wenn diese Mörder dann endlich erwischt werden, dann werden sehr zeitnah alle Akten in den Schredder geschoben, damit auch niemals mehr eine richtige Aufklärung möglich ist.

In so einer Scheindemokratie betreibt das Scheinparlament dann natürlich ein bisschen „Aufklärung“. Es setzt einen Untersuchungsausschuss ein, dem von den Untersuchten bei Polizeien und Geheimdiensten niemals freiwillig zugearbeitet wird und dem wesentliche Informationen vorenthalten werden. Der kommt dann, wenn der im Kalender dafür markierte Tag erreicht ist, zu einem Abschlussbericht als Untersuchungsergebnis, der auf geduldiges Papier gedruckt wird, um schnell vergessen zu werden. Und wer diesem Papier widerspricht, ist ein verrückter Verschwörungstheoretiker, den man nicht weiter beachten soll…

Und wenn in einer solchen Scheindemokratie dann mal ein Mitglied dieses Scheinunterschungs-Theaters deutlich und ehrlich spricht, dann bleibt ihm nichts anderes übrig, als einzugestehen, dass der „Abschlussbericht“ eines solchen Untersuchungsausschusses nicht das Papier wert ist, auf dem er gedruckt wurde. Da sieht dann zum Beispiel in so einem Unrechtsstaat mit Scheindemokratie und verselbstständigten Polizei- und Geheimdienstapparat so aus:

Screenshot tagesschau.de -- Neue Erkenntnisse zum NSU: U-Ausschuss zweifelt eigenen Bericht an -- Bestand der NSU nur aus drei Mitgliedern? Wurde die Polizistin Kiesewetter zufällig Opfer der Rechtsterorristen? Obleute des ehemaligen U-Ausschusses zum NSU glauben mittlerweile nicht mehr daran -- und stellen somit ihren eigenen Abschlussbericht in Frage

Oh!

Die Meldung des BRD-Staatsfernsehens ist hier, und falls sie demnächst „depubliziert“ werden sollte, ist hier ein Screenshot.

Da nenne mich nochmal jemand Verschwörungstheoretiker

Da sage noch einmal jemand, ich sei ein Verschwörungs­theoretiker (also: nicht ganz dicht in der Rübe), wenn ein ehemaliger Innenminister des BRD-Bundeslandes Niedersachsen so etwas von sich geben kann:

„Das sind bisher Verdächtigungen, die aus meiner Sicht keinerlei Grundlagen haben“, sagte Niedersachsens früherer Innenminister Heiner Bartling gegenüber NDR.de. Er vertraue nun auf die Ermittlungen des Landeskriminalamtes. Er hält es durchaus für möglich, dass Edathy angesichts seines Vorsitzes im NSU-Untersuchungsausschuss „Opfer einer Retourkutsche“ geworden ist. Edathy habe sich bei seiner Arbeit sowohl Feinde aufseiten der rechten Szene als auch aufseiten der Ermittlungsbehörden gemacht.

Ich wiederhole noch einmal das Wichtigste, damit es auch wirke: Ein ehemaliger niedersächsischer Innenminister, der ja ein bisschen was über die Zustände bei Polizeien und Landesgeheimdiensten wissen muss, spekuliert offen in das Mikrofon eines Journalisten hinein, dass ein Bundestagsabgeordneter gezielt mit Kompromat belastet worden sein könnte, weil Polizeien und Geheimdienste als Rache für die Arbeit des NSU-Untersuchungsausschusses eine kleine, böse Intrige durchziehen.

Keine weiteren Fragen!

Willkommen im Polizeistaat BRD.

Und Otto Schily so…

Und Otto Schily (NSSPD¹) so: Schuld an den von Polizeien und Inlandsgeheimdiensten der BRD klandestin aufgebauten und jahrelang unterstützten Mördern aus der NSU-Bande ist die Antifa.

Ohne Worte.

¹NSSPD: Nach-Schröder-SPD

Staatliche Beweisvernichtung? Das muss doch nicht vor Gericht!

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch (26.06.2013) erklärt, dass sie nicht gegen Mitarbeiter des Bundesamts für Verfassungsschutz vorgehen wird. Sie hatten Akten im Zusammenhang mit dem NSU vernichtet

Das ist schließlich nur ein „sehr ungeschicktes Verhalten“ eines einzelnen Mitarbeiters eines Inlandsgeheimdiestes ohne jegliche strafrechtliche Signifikanz. Alles nur bedauerliche Einzelfälle, wenn zehn Jahre lang bei einer Mordserie mit Tätern aus einem von V-Leuten durchtränkten Umfeld nie etwas ermittelt wird. Nein, die sind nicht auf einem Auge blind. Weiterlesen im Dokumentationsarchiv

NSU-Mordopfer sind doch selbst schuld…

Extremismus und Terror gehören zu den Gründen, warum eine Minderheit der Muslime nicht integrationswillig ist; das wiederum ist einer der Gründe für islamfeindlichen Extremismus und Terror.

Genau, ihr Qualitätsjournalisten von der Frankfurter Allgemeinen [Link auf eine dauerhaft archivierte Version des Artikels], die Mordopfer sind doch selbst schuld an ihrer (scheinbar recht wahllos ausgeführten) Ermordung! Mit einer derartigen „Argumentation“ kann man auch besser vergessen machen, in welchem polizeilichen und geheimdienstlichen Sumpf eine braungefärbte Mörderbande ein Jahrzehnt lang unbehelligt metzeln konnte, während Polizei und Journaille selbst dann noch von „Döner-Morden“ sprachen, als auch Griechen ermordet wurden.