Der falsche Rücktritt

Als der ehemalige Banker Horst Köhler heute vom Amt des Bundespräsidenten zurücktrat

„Ich erkläre meinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten“, sagte Horst Köhler am Montag in Berlin. Der Bundespräsident begründete seine Entscheidung mit der Kritik an seinen Äußerungen im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. […] Beim Verlesen der Erklärung zeigte er sich tief bewegt. Dem Staatsoberhaupt standen Tränen in den Augen. Streckenweise versagte ihm die Stimme.

…war dieser Mensch mit den sonst so gefügigen Gesichtsmuskeln in erster Linie deshalb so erschüttert, dass ihm die Tränen in die Augen schossen und seine Stimme ihren Klang verlor, weil seiner Auffassung nach ganz jemand anders hätte zurücktreten müssen, nämlich die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland.

Kurz verlinkt

Ich erwarte von unserer Regierung, die israelische Regierung in ihre Schranken zu verweisen, die sie permanent überschreitet. Die „uneingeschränkte Solidarität“, und damit das Absegnen aller Verletzungen von UN-Resolutionen und Völkerrecht seitens der Bundesregierungen aller Coleur, bisher lediglich von einigen Lippenbekenntnissen wie „wir verurteilen diesen Angriff“ abgemildert, darf einfach nicht weiter bestehen bleiben.

Der Dwarslöper: Uneingeschränkte Solidarität mit Israel? Nicht in meinem Namen

Gratis Download / Schufa Löschen

Und heute mal wieder ein Beispiel für den rottigen Dreck, der jeden Tag über Kommentarspam transportiert werden soll. Vorgestern kam ausgerechnet hier beim Spamblog der folgende Pingback an:

Negativer Schufaeintrag? Schufa Löschen.

„Erstaunlicherweise“ existierte der Blogbeitrag auf der Website schufa (punkt) 24h (strich) tipp (punkt) de gar nicht, stattdessen gab es dort nur eine leere Seite. Der Pingback war also sehr fragwürdig. Leer? Na ja, die Seite war vorhanden und nur fast leer, denn nach kurzer Zeit wurde die leere Seite javascriptgesteuert vom folgenden Layer überlagert:

Gratis-Download -- Ihr kostenloser Musterbrief, mit dem Sie Schufa-Auskunft bekommen. -- Name [Eingabefeld] E-Mail [Eingabefeld] Jetzt downloaden [Schaltfläche]

Warum zum schwefelkackenden Höllenhund jemand für einen Gratis-Download seinen Namen und seine Mailadresse hinterlegen sollte, wenn es ein einfacher Download-Link auch täte, habe ich jetzt nicht weiter ausprobiert — sicher ist nur dieses: Diese Mailadresse landet bei Leuten, die Websites betreiben, für welche mit massenhafter Kommenarspam in Blogs Werbung gemacht wird. Angesichts eines solchen Hintergrundes wird dort hoffentlich niemand seine Mailadresse hinterlassen, wenn er noch ganz bei Troste ist.

Auch die Frage, wie ich bei einem Gratis-Angebot Geld sparen kann, bleibt etwas rätselhaft. Es ist kein besonders Problem, von der Schufa Auskunft über die gespeicherten Daten zu bekommen. Eines besonderen Formbriefes bedarf es dafür nicht, es besteht eine gesetzliche Auskunftspflicht, wie übrigens bei jeder Datenspeicherung. Und wenn die bei der Schufa gespeicherten Daten fehlerhaft sind, werden sie natürlich auch korrigiert. Das liegt übrigens auch im Interesse der Schufa. Da ist nichts zu sparen. Da bedarf es keines Downloads. Allein diese Kleinigkeit weckt den Verdacht, dass es sich beim durch Spam beworbenen „Angebot“ um eine „Bauernfängerei“ handeln könnte, und dass in diesem Kontext weitere Daten für den „Download“ eingefordert werden, sollte alle Alarmglocken klingeln lassen.

Dies gilt umso mehr, als dass die durch Spam beworbene Website ein Potemkinsches Dorf ist. Alle Seiten — das gilt auch für das angebliche Impressung — sind vollkommen leer und lassen diesen Layer erscheinen, der den „Download“ anbietet. Eine höchst zweifelhafte Angelegenheit, die ebenfalls nicht dazu geeignet ist, den Eindruck eines seriösen und nicht auf Beschiss ausgelegten Internet-Angebotes zu erwecken.

Der gefälschte Pingback ging übrigens von einem Server bei demjenigen Unternehmen aus, dass auch die Domain 24h (strich) tipp (punkt) de hostet. (Es handelt sich um den Server mit der IP-Adresse 87.118.72.3.) Das rechtfertigt den starken Verdacht, dass die Spam vom Betreiber der fragwürdigen Website ausgeht und nicht etwa von jemanden anders, der damit anderer Menschen Geschäftstätigkeit sabotieren möchte.

Ich hoffe, dass sich auf diesem Hintergrund jeder ein Bild davon machen kann, was von diesem Anbieter zu halten ist. Irgendwelche persönlichen Daten sind das Letzte, was meiner bescheidenen Meinung nach solchen Anbietern gegeben werden sollte — und schon gar nicht die Mailadresse. Man möchte die Mail ja doch ganz gern zum Kommunizieren verwenden, nicht… 😉

Ach ja, nicht vergessen: Vom „Schufa Löschen“ aus der Kommentarspam ist die ganze Zeit schon nicht mehr die Rede, das wird hier nicht zugesagt. Es dient nur als Köder, um verzweifelte Menschen in ihrer Not auf solche Seiten zu locken. Über die Seriosität eines solchen Vorgehens enthalte ich mich jeden weiteren Kommentares, aber ich glaube, dass sich jeder denken kann, was ich darüber denke. :mrgreen:

Und generell ist niemals etwas von Angeboten zu halten, die durch den Missbrauch der Kommentarfunktion von Blogs, durch Einträge in Gästebucher oder durch Spam in Foren beworben werden. Niemals.

Hartz IV macht krank

Wie „überraschend“, dass die rot-grünen und schwarz-gelb fortgesetzten Verarmungs- und Entrechtungsgesetze, die dummerweise unter dem Namen „Hartz IV“ bekannt geworden sind (Herr Hartz konnte keine Gesetze beschließen, das taten die Volkszertreter im Bundestage), krank machen:

Die neue Hartz IV-Gesetzgebung ist für viele Erwerbslose offenbar extrem belastend. Einer Studie der Techniker Krankenkasse zufolge melden sich immer mehr Arbeitslose krank. Besonders psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen haben deutlich zugenommen.

Durch das Inkrafttreten der Hartz-Gesetze stehen viele erwerbslose Bundesbürger und ihre Familien unter enormen Druck. Bereits nach einem Jahr in der Arbeitslosigkeit droht ein Abstieg in die Armut. Diese Anspannung spiegelt sich auch immer häufiger auch in der Gesundheit der Betroffenen wider. Eine Studie der Techniker Krankenkasse hat nun gezeigt, dass die Krankmeldungen von Empfängern von Arbeitslosengeld I stark angestiegen sind. So erhöhten sich die Fehltage seit 2006 um 28 Prozent auf durchschnittlich 22,5 Tage. Besonders in den Mittelpunkt rückten dabei psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen. Krankschreibungen aufgrund solcher Beschwerden stiegen sogar um 44 Prozent an.

Wohlfahrtsverbände und Kritiker der Hartz IV-Gesetzgebung sind sich einig, dass vor allem die Angst vor der Armut und der damit verbundene soziale Abstieg eine große Rolle für dieses Ergebnis spielen. Der Weg aus diesen kritischen Lebensumständen ist meist nicht mehr so einfach. Für zahlreiche Menschen rücken Hartz-IV-Empfänger unbewusst an den Rand der Gesellschaft. Die schlechteren finanziellen Bedingungen sind ein entscheidender Faktor, weshalb die Betroffenen häufig immer tiefer in die Schuldenfalle rutschen.

Hartz-IV-Empfänger auch zu niederer Arbeit verpflichten -- CDUDas ist doch genau die gewünschte Entwicklung! Deshalb werden die Menschen, die in der BRD nur deshalb verarmt sind, weil der „Leistungsgesellschaft“ die Arbeit ausgegangen ist und weil niemand mehr bereit ist, für die Arbeit dieser Menschen zu bezahlen, von der gesamten p’litischen Kaste und ihrem speichelleckerischen Medienapparat immer wieder in einer Weise beschimpft, bei der einem ganz braun vor Augen werden kann. Sie sind schließlich „selbst schuld“ an ihrer Situation und müssen sich nur ein bisschen mehr anstrengen, so fließt die braune Gülle durch alle stinkenden Kanäle unseres Medienbetriebes — und von der einfachen Tatsache, dass den (von Statistiktricks bereinigten) ca. sechs Millionen von der neuen Armut betroffenen Menschen mal gerade ein paar hunderttausend offene Stellen gegenüberstehen, wird nichts weiter gesagt. Eben so wenig erwähnt diese Jo-Hur-Naille die Tatsache, dass der staatlich subventionierte Zwangs- und Elendsarbeitsstrich nach den feuchten Träumen von Bild-Schröder und Nutten-Hartz zu einem absinkenden Lohnniveau führt, weil eben immer mehr Tätigkeiten durch ausgelieferte Ein-Euro-Sklaven verrichtet werden, die sich zum besonderen Dank für ihr von der BRD-P’litik gewolltes Scheißleben auch noch aus den Massenmedien und aus den Mündern der populistischen P’litdarsteller anhören „dürfen“, dass sie asozial und „selbst schuld“ sind. Kein Wunder, dass das keine Psyche wegsteckt, dass schon der Gedanke an so ein Elendsdasein krank macht. Das ist für die Arschlöcher, die von diesem p’litsch gewollten Elend profitieren, aber kein Problem, denn es ist ja genügend „Menschenmaterial“ da. Und wer da auf der Strecke bleibt… nun, das ist eben die gewünschte neue Form des Sozialdarwinismus.

Ach, was rege ich mich auf. Es ist längst nicht mehr nötig, diese asoziale Umwandlung der Gesellschaft auf einem Schlachtfeld voller Überfluss in den sozialen Krieg eines jedes Menschen gegen jeden Menschen nummerisch zu erfassen. Es ist nötig, die ganze skrupellose Bande, die so etwas kollektiv und bewusst vorantreibt, zu entsorgen und für ihre Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen.

Und wer jetzt mit dem zynischen Wort kommt, es seien ja „nur psychische“ Krankheiten — die Psyche ist der Kern des Menschen. Wer so redet, dokumentiert damit nur seine kalte Menschenverachtung und seinen Selbsthass. Ich empfehle so redenden Menschen nur, sich einmal in einer entsprechenden Einrichtung anzuschauen, wie ein Mensch sogar schwere körperliche Behinderungen wegstecken kann, wenn er psychisch gesund ist. Wer aber psychisch krank ist, der kann mit den Möglichkeiten des gesundesten und kraftstrotzendsten Körpers nichts mehr anfangen, ist nur noch ein Schatten seiner selbst, ein Leben in aussichtslosem Elend, notdürftig aufrecht erhalten. Wer bei solchem Anblick immer noch das Wort „nur psychisch“ im Munde führt, hat offensichtlich ein Problem in der Wahrnehmung der Wirklichkeit.

Wir zahlen nicht für eure Krise

Eine Aufforderung des Erwerbslosen-Forums Deutschland, die ich hier unverändert wiedergebe:

Liebe Freundinnen und Freunde,

Griechenland war erst der Anfang. In der gesamten EU wollen Regierungen und Unternehmerverbände eine radikale Kürzungspolitik durchsetzen, schon werden auch in Italien und Spanien verheerende Kürzungspläne verabschiedet. Und bereits einen Tag nach der Wahl in NRW hat die Bundesregierung einen drastischen Sparkurs angekündigt: Die durch Krise und Bankenrettung gestiegene Staatsverschuldung soll auf Kosten der Beschäftigten und Erwerbslosen, der Gesundheitsversorgung, der Bildung und der Kommunen abgebaut werden! Aber in Griechenland, Italien und an anderen Orten in der EU gehen Menschen auf die Straße, protestieren gegen diese Umverteilung von unten nach oben, organisieren Streiks und Demonstrationen. Ihr Widerstand kann uns ein Vorbild sein. Die Politik zu Gunsten von Banken und Konzernen können wir nur durch europaweiten Widerstand und Solidarität stoppen!

Deswegen heißt es auch hier: Heraus auf die Straße am 12. Juni in Berlin und Stuttgart — Von Athen bis Berlin — Banken und Konzerne sollen für die Krise zahlen! Für soziale und ökologische Alternativen zum Kapitalismus!

Kommt alle am 12. Juni nach Stuttgart und Berlin! Beteiligt euch am Endspurt an der bundesweiten Mobilisierung, schließt euch den Bündnissen in Stuttgart und Berlin an, bildet eigene regionalen Bündnisse, organisiert Busse, macht Infoveranstaltungen, sammelt Spenden und sucht nach weiteren Unterstützer/innen.

1. Ab jetzt gibt es neues Mobilisierungsmaterial für die bundesweiten Demos. Dort findet ihr Druckvorlagen des aktuellen Aufrufs, den ihr kopieren, drucken und verbreiten könnt!

2. Schon jetzt rufen über 100 Organisationen und Initiativen zu den Demonstrationen auf, u.a. Attac, Verdi, NGG, DGB – Gliederungen, DIE LINKE, lokale Krisenbündnisse, DIDF; Aktionsbündnis Sozialproteste, Erwerbslosenforum,antikapitalistische Spektren (alle Unterstützer/innen hier). Und es werden immer noch weitere Unterstützer/innen von Demo und Aufruf gesucht. Bitte schreibt uns eine E-Mail an info@kapitalismuskrise.org

3. Verlinkt eure Homepages, tauscht Banner aus, macht auf den 12. Juni an allen Orten, an die ihr denken könnt, aufmerksam. Es gibt Banner in unterschiedlichen Größen, bitte helft mit, die Ankündigung im Internet zu streuen!

4. Auf der Website zur Aktion finden sich die ersten Busse, dort gibt es auch einen Link zu einer selbstorganisierten Mitfahrbörse. Wenn ihr von weiteren Bussen wisst, die am 12.6. nach Berlin oder Stuttgart fahren, sendet uns die Informationen bitte an busse (at) kapitalismuskrise (punkt) org (Abfahrtzeit & -ort, zu welcher Demo?, Kontakt und Anmeldung, Kosten etc.)

5. Das Bündnis „Wir zahlen nicht für eure Krise“ braucht dringend Spenden für die Demonstrationen am 12. Juni, bitte überweisen an:
Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V.; Konto-Nummer 200 081 390, Frankfurter Sparkasse (BLZ 500 502 01); Stichwort: 12. Juni

Wir sehen uns am 12. Juni um 12:00 in Berlin zur Auftaktkundgebung am Alexanderplatz oder in Stuttgart, wo um 11:00 Uhr am Hauptbahnhof die Demo zum Schlossplatz beginnt und dort mit einer Abschlusskundgebung endet.

Eure „BuKO Krisenproteste“

Kurz verlinkt

Die Grenze der Erniedrigungen ist nicht nur erreicht, sie ist überschritten.

Und nach dem Klick bitte noch einmal über diese ganzen Arschlöcher aus der politischen Kaste und ihre Schergen bei der Scheißjournaille nachdenken, die unentwegt davon schwärmen, was für ein fettes, reiches Leben man in der BRD als „Hartzer“ so hat.

Αλληλεγγύη με τους εξεγερμένους στην Ελλάδα!

Solidarität mit den Aufständischen in Griechenland

Staatsbankrott in Griechenland deutsche Steuern für griechische Frührentner? Mit solcherart Hetze werden seit Wochen rassistische Ressentiments in der deutschen Bevölkerung geschürt. Prophylaktisch stellen die Herrschenden schon jetzt klar, dass nicht sie die Verantwortlichen für die zu erwartenden weiteren sozialen Einschnitte in Deutschland sind.

Schuld seien „die Griechen“. Die nämlich, so das in den bürgerlichen Medien der BRD vermittelte Bild, sind korrupt und faul, haben jahrzehntelang über ihre Verhältnisse gelebt, um danach ausgeruht mit 50 in Frührente zu gehen. Und nun, in Erwartung rettender deutscher Steuergelder, besäßen sie auch noch die Frechheit, gegen dringend gebotene Lohnkürzungen zu streiken. […]

Wir sind solidarisch mit den streikenden Arbeiterinnen und Arbeitern, den Rentnern und Rentnerinnen, den Angestellten, der aufständischen Jugend und wünschen ihnen Erfolg.

Hier den ganzen Text lesen…