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Andreas L. — Ein spekulativer Kommentar

Ich frage mich jetzt schon seit mehreren Tagen, wie bei Andreas L. — der mutmaßlich¹ vor einigen Tagen bei seinem Suizid ein mit 150 Menschen besetztes Flugzeug zum Absturz brachte — wohl die Depressionen behandelt wurden? In der Regel geschieht dies heute, weil es schön billig und oft wirksam ist, rein medikamentös, und Fluoxetin ist ein hierfür sehr häufig eingesetztes, modernes Antidepressivum. Es hat für ein Psychopharmakon bemerkenswert erträgliche Nebenwirkungen, was auch eine langfristige Behandlung depressiver Menschen mit Fluoxetin ermöglicht, aber dafür vor allem zu Anfang einer Behandlung zuweilen eine bei Depressiven ganz besonders unerwünschte Nebenwirkung:

In den USA laufen Schadenersatzklagen gegen die Firma Lilly mit einem Gesamtstreitwert von mehreren 100 Millionen DM. Ihr wird vorgeworfen, Fluoxetin vor der Markteinführung nicht genügend geprüft und nicht deutlich genug darauf hingewiesen zu haben, daß Fluoxetin aggressives, gewalttätiges Handeln bis zum Amoklauf mit Totschlag oder suizidales Verhalten auslösen kann […] Gefordert wird eine auffällige Warnung auf der Arzneipackung vor intensiven Suizidgedanken, die auch auftreten können, wenn entsprechende Hinweise in der Anamnese fehlen. Hierüber sollten auch die Angehörigen Bescheid wissen.

Quelle des Zitats: Arznei-Telegramm 6/1991², Hervorhebung von mir.

Und, habt ihr in der ganzen medialen Berichterstattung mit ganz vielen Laberexperten für jeden nur erdenklichen Bullshit auch nur ein einziges Mal diese eine Frage gehört, die man übrigens relativ leicht durch eine Frage an den Arzt klären könnte? Nein? Ich übrigens auch nicht. Die scheinen ja alle in Alzheim zu leben, diese Journalisten. Wie kann das nur kommen? An Recherche kann es jedenfalls nicht liegen.

Aber depressive Menschen in ihrer existenziellen Not zusätzlich verteufeln und als ganz große Gefahr darstellen, das können diese verkackten, menschenhassenden, asozialen Schreibtischtäter!

Ich weiß nicht, wie es Andreas L. mit seiner Depression ergangen ist, aber ich weiß, dass seine Lebensumstände es aus seiner Sicht erfordert haben, sich trotz einer ausgestellten Krankschreibung — na, wurde vielleicht vom Herrn Doktor die Medikamentierung auf Fluoxetin umgestellt? — zur Arbeit zu schleppen. Vermutlich musste er den Verlust seines Arbeitsplatzes befürchten, wenn er sich krankgemeldet hätte, und danach wäre für den als „psychisch krank“ abgestempelten Menschen nur noch Hartz IV, Jobcenter-Willkürherrschaft, Aussichtlosigkeit und Elend bis zu Tod gekommen. Dies zusammen mit einem Medikament, das zumindest in einigen Fällen suizidal und aggressiv macht, erklärt das, was Scheißjournalisten in ihren Texten und Reportagen regelmäßig als „unfassbar“ bezeichnen, ziemlich gut.

Aber wie klänge das auch in den Staats- und Wirtschaftsmedien der BRD: 150 Menschen sind möglicherweise an den Nebenwirkungen eines Medikamentes kombiniert mit dem von CDUSPDCSUFDPGRÜNETC geforderten und geförderten Hartz-IV-Staat gestorben. Da spricht Mitmensch Arschloch als Journalist lieber vom ominösen „Unfassbaren“ und heizt schön ablenkende Gefühle und allerlei nichtssagende Bullshit-Themen an, um den Content zu produzieren, mit dem Menschen zum eigentlichen Geschäft von Presse und Glotze gelockt werden: Zur Reklame.

Übrigens auch zur Reklame der Pharmaunternehmen, die ganz sicher gut zahlen, denn sie machen ein Mordsgeschäft.

Macht die verdammte Glotze aus, lasst nicht mehr Journalisten auf eurer leicht aufheizbaren Psyche Klavier spielen und informiert euch!

¹So, wie es im Moment aussieht, ist das eine beinahe gesicherte Tatsache.

²Es gibt auch aktuelle Quellen für den Zusammenhang einer Behandlung mit Fluoxetin und erhöhter Suizidneigung, zudem steht dies auch auf dem ziemlich erschröcklichen Beipackzettel von Flouxetin-Medikamenten. Ich habe das Arznei-Telegramm zitiert, weil es sich dabei um eine anerkannte und seriöse Fachpublikation handelt, in der — im Gegensatz zum gewöhnlichen Journalismus in den Staatsmedien und in den Medien der Contentindustrie — keine haltlosen Spekulationen weitergegeben werden.

Voller Dankbarkeit

Danke für Euren Aufruf, liebe Verlage! Unsere Bilanz gestern: Installationen +129%, Spenden +167%

Manchmal freue ich mich, wenn ich zuschauen darf, wie sich die Arschlöcher in ihrer dummen dummen Gier selbst ins Knie schießen.

Werber…

Werber… das sind die für ihre Herzenskälte hochbezahlten Unmenschen, die den Enteigneten von Zypern weißlächelnd, himmelblau und mit echter Photoshop-Sonne erzählen würden, dass sie ja erfolgreich ihr Geld mit lukrativer Negativverzinsung angelegt hätten.

Und jene, die das gleiche Lügenhandwerk zu mieserer Bezahlung in scheinbar objektivem Ton verrichten, die nennt man Journalisten.

Tag des Deutschen Butterbrotes

Heute ist einer dieser ganz „wichtigen“ Tage im Jahr, meinen die Reklamefritzen vom CMS, denn heute, am 28. September 2012, ist der vierzehnte Tag des Deutschen Butterbrotes.

Ein von Reklameheinis (also: professionellen Lügnern) ersonnenes „Ereignis“ von so bestürzender und erschütternder Unwichtigkeit sieht man nur selten. Ist es für jeden unwichtig? Aber nein, nicht für jeden. Die Tagesschau des BRD-Staatsfernsehens ARD, die ja in knochentrockenen Abwägungen ihre Relevanzkriterien für Meldungen sicherstellt, hat gestern vor zehn Jahren die folgende Meldung im Programm gehabt:

2002-09-27 09:22:36

Vierter Tag des Deutsches Butterbrotes

Gutes Brot und gute Butter sollen in Deutschland neben Bagel und Croissant nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb wird heute der Tag des Deutschen Butterbrotes zelebriert – eine Intiative der Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft, die bundesweit 150.000 Butterbrote verteilt.

Die Einen sagen Bemme, die Anderen Stulle und alle meinen das Butterbrot, dessen Ehrentag die Deutschen heute begehen. Mit 150.000 Butterbroten will die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) ganz offiziell auf die traditionelle deutsche Köstlichkeit aufmerksam machen. In 15 Städten verteilen die Mitarbeiter deshalb auf den Bahnhöfen an hungrige und weniger hungrige Reisende Stullenpakete. Denn: „In Maßen genossen, ist auch Butter zusammen mit Brot gesund“, meint CMA-Projektleiterin Kirstin Jagusch.

Werbung für das Butterbrot

Brötchen, Bagel und Croissant machen dem alten Butterbrot immer mehr Konkurrenz. Doch es geht den Veranstaltern auch darum, für ein Frühstück zu Hause zu werben, denn immer mehr Deutsche verlassen ohne die erste Mahlzeit ihre Wohnung. Noch bringen es die Bundesbürger im Pro-Kopf-Verbrauch auf 6,5 Kilogramm Butter im Jahr, aber die Menge nimmt ab.

Im Vorjahr gab es in der Hauptstadt einen Versuch für das Guinnessbuch der Rekorde. Helfer hatten eine 18 Quadratmeter große Brotscheibe mit 54 Kilogramm Butter bestrichen. Das angeblich größte Butterbrot sei aber noch nicht ins Rekord-Buch eingetragen, sagte Jagusch.

Die Butter kam in Deutschland erstmals im Spätmittelalter aufs Brot. Handelsschiffe brachten Fässer mit dem Fett aus Norwegen, Schweden, Dänemark und den Niederlanden in deutsche Städte.

Ich würde diese Tagesschau-Meldung gern verlinken, aber wegen der von den Verlegern in der BRD erzwungenen Depublizierung steht sie auf der Tagesschau-Website nicht mehr zur Verfügung. Ich habe im Land des erzwungenen Vergessens deshalb diese Meldung aus einem internen Export, der von einem Unbekannten veröffentlicht wurde zitiert — und zwar nur, um auf diese Weise kurz daran zu erinnern, wie es mit dem Relevanzkriterien für eine Tagesschau-Meldung aussieht: Irgendeine Bullshit-Reklameidee der geldmächtigen Großindustrie ist im Zweifelsfall immer mal eine Meldung wert. Wenn hingegen mitten in der reichen EU Menschen massenhaft verarmen und für bloßes Existenzrecht friedlich auf die Straße gehen, um sich von den Knüppelbullen der Besitzenden und Bankverbrecher niederprügeln zu lassen, während den Bankverbrechern der Reichtum der Menschen von einer korrupten Bande von P’litikern geschenkt wird — ja, dann ist das für die gleiche Tagesschau eher irrelevant. Und wer an solchen unmenschlichen Maßstäben als Mensch Zweifel äußert, ist nur Bestandteil eines kleinen Shitstürmchen, das die Tagesschau-Macher einfach ignorieren.

Das sollte nicht vergessen werden. Sonst fängt man womöglich noch an, die propagandistische Meldungsauswahl einer Redaktion des BRD-Staatsfernsehens mit der Wirklichkeit zu verwechseln…

Tinnef (61)

So klingt die Vorfreude! Gute Nachricht: Das Ende der Durststrecke ist erreicht, wo der Flaschenöffner Champion das Bier mit einem gut hörbarem ole öffnet! Origineller Flaschenöffner aus Kunststoff, Durchmesser 6 cm. Lieferung mit Batterien. 7,50 Euro

Gute Nachricht: Das Ende der Durststrecke ist erreicht, wenn Mitmensch Bierspießer nicht nur die üblichen sieben Gründe hat, sich volllaufen zu lassen (der erste heißt übrigens „Montag“), sondern wenn zudem alle noch so fernliegenden Produkte von den Werbern befußballert werden und er deshalb weiß, dass er bald wieder aufgeregt und brüllend nach der Kanne greifen kann, wenn seine verkümmerten Waden erzittern, weil der Flimmerball an die Latte scheppert. Passend zum Gebrüll des Idioten, in dessen Oberstübchen es dermaßen finster ist, dass die Überflutung des ganzen Alltags mit allgegenwärtigem Tretball wie das Licht am Ende des Tunnels wirkt, ist der tretballförmige Flaschenöffner mit Batterie, der sogar stellvertretend für das hirnlose Gesäuge Bierschlürf rumbrüllen kann, damit sich der Evolutionsverweigerer mit seinem Brachland im Kopfe ganz und gar aufs Besoffenwerden konzentrieren kann.

Quelle des Scans: Katalog „Die moderne Hausfrau“

Offener Brief an Google

Werte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei Google,

ich muss eingangs eingestehen, dass ich die diversen Webdienste ihres Unternehmens nicht mehr so gern und häufig wie vor zehn Jahren nutze. Das liegt keineswegs an der Qualität, sondern mehr daran, dass Google nach weitgehenden Diversifizierungen eine Monopolstellung anstrebt, die mir nicht behagt.

Doch davon einmal abgesehen, erscheint mir auch die Qualität ihrer Dienste in immer größerem Maße fraglich — und es ist nur die Qualität, die ihren Diensten eine Nützlichkeit für die Anwender verschafft, ohne diese Qualität bleibt nur der Kadaver einer einst wertvollen Marke. Deshalb bin ich der Meinung, dass sie allein schon aus geschäftlichem Interesse alles daran setzen sollten, in Zukunft die größtmögliche Qualität aller Google-Dienste sicherzustellen.

Das ist der Grund für diesen offenen Brief. Sie haben im Moment ein Qualitätsproblem in ihrem Webdienst „Google News“. Es reduziert den Nutzen dieses Dienstes für die Menschen und hilft unseriösen Anbietern dabei, fragwürdige und in ihrer Hinterhältigkeit an betrügerische Machenschaften erinnernde Geschäftsmodelle zu betreiben — basierend auf der Irreführung der Nutzer ihres Dienstes „Google News“.

Der folgende Screenshot ist eine in „Google News“ dargestellte Meldung der Website des „Hamburger Abendblattes“ des Axel-Cäsar-Springer-Verlages:

Das Internet ist nicht schuld -- Nach Jahren der Euphorie hat das Internet dieser Tage einen ziemlich schlechten Ruf. Es gilt nun als das Medium der künstlichen Daueraufregung und als Instrument der Menschenjagd. Das Netz erzeuge eine oberflächliche, dümmliche Aggression, ...

Wie sie sehen können, befindet sich unterhalb der Überschrift ein von ihrem Bot eingelesener Teaser des Artikels. Es war übrigens genau dieser Teaser, der mich mit seinen vorsätzlich provozierenden und empörenden Behauptungen dazu brachte, einen Blick auf diesen Artikel werfen zu wollen.

Ihr Bot sieht allerdings beim „Hamburger Abendblatt“ einen anderen Inhalt als jeder menschliche Leser. Ein Klick bringt die folgende „Meldung“ des „Hamburger Abendblattes“ hevor:

Screenshot des angeblichen Artikels auf der Website des Hamburger Abendblattes

Sie können sicherlich erkennen, dass nicht einmal der Teaser der Meldung in der von ihren Bot indexierten Länge vorhanden ist. Dass ihren Bot gegenüber ein anderer Inhalt ausgeliefert wird als gegenüber jedem anderen Leser, ist evident.

Das allein ist übel genug. Übrigens haben sie selbst auf ihren Support-Seiten eine erfreulich eindeutige Haltung zu derartigen Machenschaften, an die ich sie gern einmal erinnern möchte, falls sie diese vergessen haben (Zitat Stand der soeben verlinkten Seite vom 8. Mai 2012, 16.40 Uhr):

Cloaking, irreführende JavaScript-Weiterleitungen und Brückenseiten

Cloaking

Cloaking bezeichnet den Versuch, Nutzer zu täuschen, indem Suchmaschinen und Besuchern unterschiedlicher Content oder unterschiedliche URLs bereitgestellt werden. Wenn Sie je nach User-Agent unterschiedliche Ergebnisse bereitstellen, wird Ihre Website möglicherweise als nicht vertrauenswürdig eingestuft und aus dem Google-Index entfernt.

Beispiele für Cloaking:

  • Für Suchmaschinen wird eine Seite mit HTML-Text bereitgestellt, während Nutzern eine Seite mit Bildern oder Flash-Elementen angezeigt wird.
  • Für Nutzer wird anderer Content bereitgestellt als für Suchmaschinen.

[…] Google ist bestrebt, seinen Nutzern wertvolle und relevante Suchergebnisse zu liefern. Daher lehnen wir Verhaltensweisen strikt ab, die darauf ausgelegt sind, Content lediglich für Suchmaschinen bereitzustellen oder Suchmaschinen zu manipulieren und Besucher zu täuschen, indem diese auf andere als die gewählten Websites geleitet werden. Google behält sich vor, gegen Brückenseiten und andere Websites vorzugehen, bei denen von irreführenden Praktiken Gebrauch gemacht wird – beispielsweise durch Entfernen dieser Websites aus dem Google-Index.

Das sind klare und eindeutige Worte, die so klingen, als wäre Google um den Schutz seiner Nutzer vor fragwürdigen manipulativen Praktiken bemüht. Wenn dieses Bemühen nicht nur eine unverbindliche Zusicherung einer Werbeagentur ist, sondern in der Gestaltung von Google-Webdiensten Wirksamkeit entfalten soll, wäre allein die hier an einem Beispiel belegte Vorgehensweise des „Hamburger Abendblattes“ Grund genug, das Webangebot dieser Zeitung umgehend aus den Google-Ergebnissen in der Newssuche und den Schlagzeilen bei Google News zu entfernen.

Damit ist es aber nicht genug, denn das „Hamburger Abendblatt“ betreibt die technische Manipulation zur Irreführung aller Google-Nutzer nur zu dem Zweck, damit ein auf Erwecken falscher Eindrücke basierendes Geschäftsmodell zu betreiben. Wer von der falschen Darstellung in der Newsübersicht angelockt wurde, steht folgendem Angebot gegenüber, wenn er den nicht einmal in Teaserlänger sichtbaren Text lesen möchte:

Screenshot vom Artikel des Hamburger Abendblattes

Um weiterzulesen, müssen mindestens 1,20 Euro bezahlt werden. Als Bezahlverfahren steht unter anderem ein in meinen Augen obskurer, von einer britischen Limited betriebener, anonymisierender Bezahldienst zur Verfügung, dessen Verfahren bei der Durchführung einer Bezahlung vermutlich auch den Vorschussbetrügern aus Nigeria und vergleichbarem Geschmeiß sehr entgegenkäme:

Screenshot Cash-Ticket

Da mein letzter Satz vielleicht etwas zu derb klingt, hier nur der Punkt 11.1 der Geschäftsbedingungen dieser obskuren britischen Limited:

11.1 Streitigkeiten betreffend Kaufgeschäfte, die Sie mit Ihrem Cash-Ticket durchgeführt haben, sind von Ihnen mit dem jeweiligen Webshop zu regeln. Wir sind nicht verantwortlich für die Qualität, Sicherheit, Gesetzesmäßigkeit oder irgendeinen anderen Aspekt der mit Ihrem Cash-Ticket bezahlten Produkte oder Dienstleistungen.

Das heißt, wenn ich es kurz in umgangsprachliches und somit leicht verständliches Deutsch übertrage: Wir bewegen das Geld und waschen ansonsten unsere Hände in Unschuld, ganz egal, wofür das Geld bewegt wird.

Natürlich, liebe Google-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, wissen auch die professionellen Suchmaschinen-Manipulateure beim Hamburger Abendblatt aus dem Axel-Cäsar-Springer-Verlag ganz genau, dass auf eine derartige Überrumpelung nur ein Bruchteil der von Google auf die Website gelockten Menschen so reagieren wird, dass Geld für die Ansicht eines Artikels, der nur wenig sagt, aber dafür aufdringlich nach einer Werbung für ein Buch schmeckt, bezahlt wird. [Link auf eine dauerhaft archivierte Version des Artikels in einer Ansicht für Mobilgeräte, in der er vollständig lesbar ist].

Deshalb haben sich die Macher der Website des Hamburger Abendblattes noch eine weitere Möglichkeit ausgedacht, wie sie die unter bewusster Vorspiegelung falscher Tatsachen herbeigelockten Besucherströme monetarisieren können. Sie blenden Werbebanner in eine Seite ein, die ansonsten im Wesentlichen aus Eigenwerbung und einer Aufforderung zum Bezahlen besteht:

Screenshot eines Werbebanners

Sicher, auf diese Weise kommen für die Macher des „Hamburger Abendblattes“ nicht die angestrebten 1,20 Euro für eine Artikelansicht zusammen, aber dafür läppern sich etliche Kleinbeträge zu einer mutmaßlich doch lohnenden Summe — die gezielte Manipulation der Google-Ansicht zur Irreführung der Leser zahlt sich also finanziell aus. Dass dabei Techniken angewendet werden, die sonst nur von halbseidenen Gestalten im Internet benutzt werden; dass Google-Nutzer offen hinters Licht geführt und in solcher Darbietung verachtet werden; all das kümmert die Macher des „Hamburger Abendblattes“ nicht weiter.

Werte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei Google,

ich komme nach dieser doch etwas lang geratenen Darlegung endlich zum Schluss und möchte noch einmal kurz das Wesentliche zusammenfassen, bevor ich eine Bitte an sie äußere, die auch im Interesse Googles liegt:

  • Die Website des deutschen Presseproduktes „Hamburger Abendblatt“ wendet gegenüber dem Google-Bot vorsätzlich manipulative Techniken an, um auf diese Weise Google-Nutzer über die dort angebotenen Inhalte irrezuführen.
  • Der Zweck dieser Irreführung ist der Versuch, Menschen für eine gegenüber dem Google-Bot als offen und kostenlos dargestellte Dienstleistung — die Veröffentlichung journalistisch erstellter Texte im Web — Geld abzunehmen.
  • Dass dieser Versuch nur bei einem Bruchteil der überrumpelten Leser zum Erfolg führt, wissen auch die Macher der Website des „Hamburger Abendblattes“, so dass sie sich zu einer zusätzlichen Monetarisierung der „Bezahl-oder-geh-weg-Seite“ durch eingeblendete Werbebanner entschlossen haben.
  • Die Auflistung derartiger „Inhalte“ in Ansichten bei „Google News“ bietet für keinen Nutzer einen Mehrwert, sondern ist im Gegenteil dazu geeignet, bei jedem Nutzer, der darauf stößt, einen bleibenden Eindruck von qualitativer Beliebigkeit und Gleichgültigkeit auf Seiten Googles zu erwecken. Dieser Eindruck beschädigt das Ansehen der Marke „Google“.

Bitte schauen sie sich das Vorgehen auf der Website des „Hamburger Abendblattes“ einmal genau an und nehmen sie, wenn sie zu ähnlichen Schlüssen gekommen sind, diese Website aus der Auflistung in „Google News“ heraus! Das Ergebnis dieser recht schäbig anmutenden Irreführung bietet dem Google-Nutzer keinen Mehrwert und ist zudem dazu geeignet, die Reputation Googles zu beschädigen. Das Entfernen derartiger Produkte führt jedoch auf der anderen Seite zu einer Verbesserung der Nützlichkeit von Google-Diensten für die Menschen.

Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass sie zu einem anderen Schluss kommen können.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Der Nachtwächter