Was wären die auch ohne gewesen?

Also: Was wären die braunen Serienmörder ohne die Hilfe der BRD-Inlandsgeheimdieste gewesen. Es ist schon ein bisschen schade, dass diese Meldung zurzeit nur auf der Website der springerschen Welt zu finden ist, aber sollte die folgende, angeblich der Leipziger Volkszeitung entnommene Meldung zutreffen…

Welt Online: Wurde Beate Zschäpe als V-Frau vom Staat gedeckt? Das könnte die Wende in den Ermittlungen gegen das Neonazi-Trio sein: Die einzige Überlebende hat möglicherweise bis zuletzt mit den Behörden kooperiert

…und sollte deshalb noch ein bisschen klarer werden, wie sehr die Inlandsgeheimdienste der BRD nicht nur im brauen Sumpf eingesackt sind, sondern ihn sogar in einigen seiner extremen Ausgestaltungen sogar selbst miterzeugen… ja, dann wird sich leider auch nichts ändern. Obwohl jedem klar vor Augen steht, dass BRD-Ermittler im „Rechtsfreien Raum“ arbeiten und dabei auch mal über eine Handvoll Leichen gehen, dass es sich bei der BRD also gegenwärtig um einen Staat handelt, den man, herrschten in anderen Staaten solche Zustände, als einen Polizeistaat bezeichnen würde. Aber solange die Menschen sogar noch ihren Widerstand bei der Polizei anmelden, ändert sich das bestimmt nicht.

Zitat des Tages

Immer mehr Menschen fragen sich, wer denn die Verfassung vor einem Verfassungsschutz schützt, der mit Akribie und Eifer kritische Demokraten observiert, aber gewalttätige Neonazis in Ruhe lässt oder als V-Leute beschäftigt. Wenn es dem Verfassungsschutz nicht gelingt, seine rechtsextremistischen V-Leute unter Aufsicht zu halten, darf man ihm dann geheimdienstliche, also grundrechtsaggressive Ermittlungsmethoden in die Hand geben?

Süddeutsche.de — Wenn der Staat versagt

Nur eine Anmerkung kann ich mir zu diesem Zitat nicht verkneifen: Dieses Neusprech-Wort „grundrechtsaggressiv“ bedeutet, dass der zur Überwachung und Kontrolle der Menschen tätige Inlandsgeheimdienst der BRD in einem rechtsfreien Raum jenseits der so genannten „Grundrechte“ vorgeht.

Mordlauf in Ludwigshafen

Er sei schlecht, sogar viel zu schlecht benotet worden. Das zumindest ist nach Aussage von Lothar Liebig, leitender Oberstaatsanwalt in Frankenthal, das Motiv des Amokläufers von Ludwigshafen. Darum ging der 23-Jährige auf seinen ehemaligen Lehrer zu, um ihn mit einem Messer zu töten.

Nicht nur, dass ein Mordanschlag auf so einen Lehrer und das Rumballern mit einer Schreckschusspistole gerade von einigen Auswürfen der Journaille zu einem ausgewachsenen Amoklauf umgeschrieben wird, weil dieses Wort doch gleich viel bedrohlicher und reißerischer klingt. Es ist auch wieder einmal so, dass die Verzweiflung und Aussichtslosigkeit eines jungen Menschen sich wieder einmal ausgerechnet an einer Schule entladen hat, diesem unsäglichen Ort der gesellschaftlichen Siebung. Das ist das gemeinsame Muster in solchen verzweifelten Mordtaten, und es wird in den nächsten Tagen auch wieder alles dafür getan werden, dass dieses gemeinsame Muster nicht weiter betrachtet und beachtet wird. Das hatten wir alles schon einmal. Alles, was Aufschluss über die wirklichen Motive des jugendlichen Mörders geben könnte, wird aus der öffentlichen Wahrnehmung ausgeblendet, eventuelle Hinweise werden von zensurwütigen Polizistenschergen vernichtet. Nach dieser Vorarbeit bildet man einen kleinen Expertenkreis, der zu Ergebnissen kommt, die das System Schule nicht in Frage stellen; das BRD-Staatsfernsehen ZDF erklärt den Zuschauern an den flackernden Volksempfängern, worin die „wirklichen“ Ursachen der entfesselten Mordswut liegen und zu guter Letzt gibt es den üblichen, völlig schamlosen p’litischen Aktivismus nach dem Herzen des Stammtisches im Bierdunst, auf dass es auch wirklich alles alles imemr so weitergehe. Und dann „wächst Gras“ über die Sache, und die große Bullshit-Maschine unserer Gesellschaft wendet sich andern Schlachtfeldern für die umfassende Entrechtung der Menschen zu. An den Schulen ändert sich nichts. Und die Menschen in der BRD werden durch systematische Konditionierung daran gehindert, einen Einblick in die wirklichen und wirksamen Ursachen zu erhalten.

Und ein paar Monate später gibt es den oder die nächsten Toten. Völlig überraschend. Wieder neuer, geiler Content für die Contentindustrie, ein paar bewegte und bewegende Bilder für die Pausen zwischen der Reklame. Wieder ein déjà vu, aber so unverständlich und schrecklich! Scheiß auf die Toten, scheiß auf die Lebenden, der Betrieb läuft weiter. Vor allem auch der Schulbetrieb, denn der ist ja so wichtig für die Bildung, von der nach jedem PISA-Desaster gesprochen wird, als ob das PISA-Desaster nicht belegen würde, dass die Vermittlung von Bildung im Schulsystem der BRD auf ganzer Linie gescheitert ist. Dass es darum gar nicht geht. Dass es im Betrieb der Schule nur darum geht, Menschen für ihren vorbestimmten Lebensweg aus Schule, Ausbildung, Arbeit, Rente, Tod zuzureiten.

Ach, ich habe keine Lust, das alles zu wiederholen. Weil sich alles wiederholt. Der nächste Mord oder Mordlauf an einer Schule der BRD ist eine sichere Wette, wenn es so weitergeht. Und es wird wohl so weitergehen

Kurz verlinkt (50)

Sie [die röm.-kath. Kirche, meine Anmerkung] interessiert sich naemlich einen Dreck dafuer, wer die ganzen Kinder irgendwann ernaehren soll, die dank ihrer schwachsinningen Politik gezeugt werden.

Arm wegen Kinderreichtum?
Die dumme Propaganda der Katholischen Kirche