Tinnef (5)

Real-Werbung: Pflanztopf Gartenschuh

Real eröffnet die beworbene Gartensaison mit einer ganz besonders hässlichen Idee, Pflanzen in irgend etwas wachsen zu lassen. Gut, dass das sanfte Grünzeug nichts davon mitkriegt. Denn leider gibt’s in der BRD genug Leute, die sich jeden käuflichen Tinnef auch wirklich kaufen und ihn sogar offen hinstellen. Wer’s nicht glaubt, gehe offenen Auges durch die nächste Kleingarten-Kolonie.

Kurz verlinkt (8)

Wunderbar, was Spiegelkritik hier über den alltäglichen Sprachfick eines ehemaligen Nachrichtenmagazins schreibt:

Wenn die Spiegel-Online-Redaktion tatsächlich nicht in der Lage sein sollte, die Unrechtmäßigkeit der Guantanamo-Prozesse zu recherchieren und sie deshalb nur von umstrittener Rechtmäßigkeit berichten kann, sollte künftig auch von der „mutmaßlichen Bundeskanzlerin Angela Merkel“ geschrieben werden — sicher ist sicher, und landestypische Auffassungen von Bundeskanzlerschaften werden so respektiert.

Wenns nicht so deprimierend wäre, man könnte darüber lachen. Wenn dieser einst einigermaßen zuverlässige Auswurf der Journaille so weiter macht (der Trend hält schon seit Jahren an), dann werden die denkenden Leser auch wegrennen, wenn sie demnächst das Archiv der Online-Ausgabe wieder kostenlos nutzen können.

Kurz verlinkt (7)

Von den beiden mit Abstand am häufigsten konsumierten Genussmitteln Alkohol und Zigaretten geht nach Ansicht britischer Experten eine größere Gefahr aus als von etlichen illegalen Drogen.

Die ganze Geschichte kann recht ausführlich beim Deutschen Ärzteblatt nachgelesen werden. Und während die Alkohol-Industrie den Menschen in der BRD weiterhin das staatserhaltene und meist getrunkene Beruhigungsmittel verkaufen darf, werden Menschen für den Besitz gewisser Substanzen in Milligramm-Mengen gemäß recht willkürlich erlassener Gesetze kriminalisiert. Selbst das ehemalige Nachrichtenmagazin bringt mal klare Worte zu diesem Unsinn:

„Das momentane Drogen-System ist durchweg krank und willkürlich“, sagte Nutt der Nachrichtenagentur AP. Es gebe aus wissenschaftlicher Sicht keinen Grund dafür, dass Alkohol und Tabak nicht unter das Drogengesetz fallen sollten.

Oh doch, es gibt einen Grund für die Legalisierung des Alkohols. Aber die hat natürlich nichts mit Wissenschaft zu tun, sondern mit P’litik. Kaum eine andere Droge vermittelt ihren Konsumenten so sehr das irrige Gefühl, sie befänden sich an einem guten Ort oder in einem guten Leben, kaum eine andere Droge lullt die Menschen so sehr in eine Illusion der Großartigkeit ein und verhindert auf diese Weise längst überfällige gesellschaftliche Korrekturen. Mit der einfachen Maßnahme eines von der Staatsgewalt durchgesetzten Alkoholverbotes könnte sogar im schlafmützigen Deutschland massiver Widerstand und breiter ziviler Ungehorsam verursacht werden.

Ich glaube, ich werde gleich zur besonderen Feier dieses Studienergebnisses ein bisschen Hanf verbrennen, obwohl das ziemlich dumm macht.

Die Allgegenwart der Werbung

Dies ist eine Liste von Orten und Gegenständen, die für den Transport von Werbung verwendet werden. Es ist beinahe unmöglich, eine solche Liste vollständig zu machen, da die „Kreativität“ der Werber immer wieder neue, noch werbefreie Orte entdeckt, die dann mit dieser einseitigen und dummen Form der Kommunikation zugekleistert werden. Auch macht die tägliche Konfrontation mit diesem Wahnsinn so stumpf, dass man sich damit abfindet und die Wirklichkeit dieser Blickraumverseuchung nicht mehr wirklich zum Bewusstsein dringen lässt.

Die Reihenfolge in dieser Liste ist willkürlich und spiegelt den zähen Kampf meiner Assoziationen gegen die Bewusstlosigkeit und Stumpfheit wider.

  • Wände (mit Plakaten, Bemalung, Projektionen)
  • Autos (in der Hauptsache Taxis und gewerblich genutzte Fahrzeuge, aber immer häufiger auch auf privat genutzten Fahrzeugen)
  • Krankenwagen
  • Straßenbahnen
  • Busse
  • ausgelegte Fahrplan- und Anschlussinformationen
  • Fahrkarten
  • Pferdekutschen (besonders beliebt bei Brauereien)
  • Türen
  • Fenster
  • Der Himmel (Ballons mit Werbung, Werbezeppeline)
  • Straßenrand (zum Teil sehr aufdringlich mit wechselnden Inhalten, wobei mich die Unfallhäufung im Zusammenhang mit dieser aggressiven Form der Werbung wirklich interessieren würde)
  • Litfasssäulen
  • Sportler (jeder heutige „Profisportler“ ist in erster Linie eine rennende Litfasssäule und wird vor allem dafür bezahlt)
  • Bandenwerbung bei Sportereignissen
  • Fußballstadien (in letzter Zeit wurde durch Umbenennung bei vielen „Arenen“ der letzte Rest Lokalkolorit abgeschmirgelt)
  • Fahrgastraum von Bussen und Staßenbahnen (über den Fenstern und durch Einblendung in Informationssystemen)
  • Öffentliche Toiletten
  • Pinkelbecken (eingeklebte Werbung, manchmal akustische Werbung bei der Benutzung)
  • Innenraum von Toilettenkabinen
  • Wand über dem Pinkelbecken
  • Aschenbecher
  • Mülleimer
  • Bierdeckel
  • Gläser
  • Tassen und Untertassen
  • Teller
  • Sitzgelegenheiten in Parks und im innerstädtischen Bereich
  • „Gesponsorte“ Sozialarbeit
  • Zeitungen (in der Regel mehr als 50 Prozent Werbung)
  • Zeitschriften (in der Regel mehr als 50 Prozent Werbung)
  • Kalender
  • Uhren im öffentlichen Raum
  • Radioprogramm
  • Fernsehprogramm
  • Lautsprecherdurchsagen (etwa im Nahverkehr, in Kaufhäusern, in Aufzügen oder bei Veranstaltungen)
  • Informationsysteme des öffentlichen Nahverkehrs
  • Internetseiten
  • Software (vor allem in werbefinanzierten Spielen, aber auch häufig in erworbener Software wie Druckertreibern als Hinweis auf passende „Markenprodukte“ oder andere Software des gleichen Herstellers)
  • Mails
  • Flugblätter
  • Kleidungsstücke und Bettwäsche
  • Treppen (auf die Trittflächen oder Stufenabsätze geklebt)
  • Wege (aufgeklebt, aufgemalt oder projiziert)
  • Schilder an der Straße
  • Kassenbons
  • Eintrittskarten
  • Anlagen zu Rechnungen
  • Kontoauszüge (beinahe jede Bank nutzt diese Gelegenheit, um auf ihre tollen Angebote hinzuweisen)
  • Einblendungen für die Wartezeit am Geldautomaten
  • Postwurfsendungen
  • Möbel (einige Menschen zahlen sogar Geld für Möbel, die mit einer aufgedruckten Marke „verziert“ sind)
  • Getränkepackungen (seit einigen Monaten wird auch bei TetraPaks eine Fläche mit Werbung bedruckt)
  • Mousepads
  • Kugelschreiber und Bleistifte
  • Flaschenöffner
  • Feuerzeuge
  • Taschenbücher (sowohl mit Hinweisen auf andere Erscheinungen als auch Werbung für Kapitalanlagen)
  • Telefonanrufe
  • Telefonbücher
  • Servietten in Restaurants

Nach dem Überfliegen dieser mit Sicherheit unvollständigen Liste sollte sich jeder die Frage stellen, welche Räume noch ohne Werbung sind. Die Werber stellen sich diese Frage auch, und sie werden gewiss in den nächsten Jahren einige dieser Räume erobern, etwa die nachfolgend aufgelisteten.

  • Särge, Grabsteine und Grabtafeln (eine werbefinanzierte Bestattung kann für die neuen Armen als Alternative zum anonymen Verscharren angeboten werden)
  • Toilettenpapier
  • Münzen und Banknoten (im Moment ist dafür noch ein dickes Brett zu bohren, aber auch die Notenbanken haben Kosten, die sie gern reduzieren würden oder in Zukunft reduzieren müssen)
  • Polizei- und Feuerwehrfahrzeuge
  • amtliche Bescheide
  • Werbeunterbrechungen in Telefongesprächen (der Preisdruck auf die Telefonanbieter wird gewiss schon bald solche Blüten treiben)
  • Zu Verkehrsschildern (im Stile von: der Ausbau dieser Straße wurde gesponsort von XXX)
  • Desktop des Computers (Microsoft hat so etwas schon mit Windows 98 und dem so genannten „Active Desktop“ versucht, war aber damals seiner Zeit „zu weit voraus“, so dass dieser Versuch noch scheiterte)
  • Beschallung öffentlicher Räume (das geschieht schon jetzt gelegentlich im Rahmen irgendwelcher Pseudoereignisse)
  • Sponsoring von Schulen, Kindergärten, Rathäusern, Altenheimen, Krankenhäusern und öffentlichen Büchereien
  • Bei Gottesdiensten und anderen religiösen Veranstaltungen
  • Gerichtssaal
  • Landtage
  • Bundestag

Einige der hier angedeuteten Möglichkeiten werden in einigen Jahren Alltag sein, darüber hinaus noch ein paar weitere, für die ich nicht genügend kranke Phantasie habe.

Der Aufwand, mit dem zurzeit Werbung betrieben wird, ist monströs. Er muss es auch sein, da mithilfe der Werbung eine große psychische Kraft im Individuum unten gehalten werden muss. Die meisten Menschen, die ehrlich zu sich selbst sind, werden unter „Selbstverwirklichung“ etwas deutlich anderes verstehen als die Reduktion des eigenen Selbstes auf das Dasein eines Konsumtrottels. Der Zweck der Werbung ist die Unterdrückung der Lust an der und am Ausleben der eigenen Persönlichkeit, das Ziel der Werbung ist kaufender Konformismus durch genormte, in gut behandelbare Zielgruppen passende Kunden. Jeder industriell produzierte Tinnef wird mit Hilfe der Werbung mit einer psychischen Kraft aufgeladen, die aus sehr persönlichen und gut unterdrückten Quellen stammt und über dieses Vehikel an den Kauftrottel gebracht — als Surrogat für ein wirkliches Leben.

Dem traurigen gesellschaftlichen Zerfall unter dem Diktat der totalen Verwirtschaftung ging ein ebenso trauriger persönlicher Zerfall der meisten Menschen voraus, der ebenfalls unter dem Banner der totalen Verwirtschaftung vonstatten ging. Kaum etwas könnte den deprimierenden, gegenwärtig über die Gesellschaften ablaufenden Prozess besser illustrieren als die Allgegenwart der Reklame.

Es gibt keine Opposition in der BRD

In der gegenwärtigen BRD haben wir einen p’litischen Zustand erreicht, in dem es keine Opposition mehr gibt. Es ist in der praktisch ausgeführten P’litik nicht erkennbar, von welcher der p’litischen Parteien eine bestimmte Gestaltung ausgeht. In den Programmen der Parteien wird zwar noch zum Zweck der Werbung eine gewisse Eingenständigkeit und damit eine p’litische Pluralität in der BRD geheuchelt, in der Praxis gibt es aber nur noch den neoliberalen Weg der „totalitären Mitte“.

Die gegenwärtige große Koalition in der BRD ist ein treffliches Spiegelbild dieser Lage, die sich aber schon in den letzten 15 bis 20 Jahren entwickelte.

Frühere „Alternativparteien“ wie die Grünen sind in dieser Konstellation angekommen und geben keine eigenen, alternativen Impulse mehr, sondern fügen sich bei Schachergeschäft um Macht in die Rolle als Stimmviecher zur Mehrheitsbeschaffung. Das jetzige „Linksbündnis“ ist auf dem gleichen Weg. Im Moment verstehen es vor allem rechte Menschenfänger sehr gut, sich als „wirkliche Opposition“ vor allem unter Jugendlichen zu profilieren. Was ich manchmal bei Gesprächen mitbekomme, ist nur noch zum Gruseln.

Ein Merkmal, das die gegenwärten p’litischen Ideen der „totalitären Mitte“ gemeinsam haben, ist die fast ausschließlich wirtschaftliche Betrachtung aller gesellschaftlichen Anliegen und der Menschen. Große Bereiche der Gesellschaft sind schon nach Maßgabe dieser Betrachtung umgestaltet worden, ein Ende ist noch nicht absehbar. Die Universitäten sind zu einer Art „Berufsschulen“ gemacht worden, klassisch gemeinschaftliche (und damit wahrhaft politische) Aufgaben wie der Nahverkehr in den Ballungszentren, die Energieversorgung der Bevölkerung oder die Entsorgung der Abfälle müssen sich auf einmal „wirtschaftlich rechnen“; koste es der Gemeinschaft, was es wolle. Die nächsten Schritte in diesem niemals niedergeschriebenen, aber doch mit fanatischem Ehrgeiz verfolgten Programm sind bereits in der Diskussion. Die Schulen der Zukunft sollen nicht mehr dem Ideal der Bildung verpflichtet sein, sondern zu reinen Ertüchtigungsanstalten für die zukünftigen Batterien im betrieblichen Produktionsprozess umgestaltet werden; darüber hinaus soll die zwangsweise durchgeführte institutionelle Entelterung und Dressur der Kinder in ein immer zarteres Alter gelegt werden — die allgemeine Kindergartenpflicht ab dem vierten Lebensjahr ist ja schon im Gespräch.

In dieser Situation entsteht zwar ein „wirtschaftliches Wohlergehen“, es wirkt sich aber gar nicht so aus, wie es die P’litiker scheinbar in ihren primitiven Lehrbüchern gesellschaftlicher Zusammenhänge stehen hatten. Im Moment schaffen Investitionen keineswegs Arbeitsplätze, sondern bewirken vielfach das genaue Gegenteil — nach 30 Jahren höchst begrüßenswertem Fortschritt in der Robotik und Datenverarbeitung sollte das doch inzwischen bei den p’litischen Parteien angekommen sein.

Es ist aber nicht angekommen. Die gleiche p’litische Kaste, die sich so energisch gegen irgendwelche „Parallelgesellschaften“ ausspricht, sie ist selbst eine Parallelgesellschaft geworden, die jeden Tag mit Pipi Langstrumpf singt: „Ich mache mir die Welt, so wie sie mir gefällt.“ Das zeigt sich zum Teil auch in realsatirischen Details. Zum Beispiel gibt es trotz der mit viel medialer Aufmerksamkeit begleiteten laufenden Diskussion zum „Nichtraucherschutz“ immer noch genau eine Bundesbehörde, auf deren Gängen und in deren Büros beliebig geraucht werden kann — überall stehen dort bequeme Sessel herum, neben denen große, einladende, regelmäßig geleerte Aschenbecher platziert sind. Diese Behörde ist der Deutsche Bundestag. :mrgreen:

Eine Korrektur dieser Parallelgesellschaft durch die zentral ausgegebenen Massenmedien findet nicht mehr statt. Die meisten Meldungen werden direkt aus den NITF-Tickern der großen Nachrichtenagenturen übernommen. Die gesamte Journaille ist eine reine Echokammer für die Stimme wirtschaftlicher Interessenvertreter und ihrer Schergen geworden. Im Moment erkennt man aufgewecktere Zeitgenossen wirklich schon daran, dass sich keine Zeitung mehr lesen können, ohne einen Wutanfall zu kriegen — und deshalb lieber auf diese Vergällung ihres Tags verzichten. Gut, dass es immer noch andere Möglichkeiten gibt, informiert zu sein.

Die p’litische Linke setzt unterdessen weiterhin auf längst obsolete Formen der Agitation und Aufklärung. Wie ein solches als nörgelnd empfundes Stimmlein bei den Konsumenten der faktisch gleich geschalteten Massenmedien ankommt, zeigt sich in der täglichen Bedeutungslosigkeit der ansonsten sehr nötigen Kritik.

Dieser Prozess geht einher mit einem in Friedenszeiten noch nie dagewesenen kulturellen Zerfall. Auch „künstlerisches“ Schaffen wird ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet, es wird nur nach seinem Marktwert bewertet. Wer wissen will, was für eine Trübsal das wirklich ist, der braucht nur für ein paar Stunden bewusst einen Mainstream-Radiosender der BRD zu hören. Die Auswürfe der Content-Industrie haben eine Beliebigkeit, deren Ursache die Leere des „künstlerisch“ Hervorgebrachten ist. Als letztes Merkmal dieser „Werke“ bleibt der Verkaufserfolg, der auch in so genannten „Chart-Shows“ (also Verkaufstabellen-Zurschaustellungen) als großartiges Merkmal hervorgehoben wird. Fresst Scheiße, Leute, die ganzen Fliegen können sich nicht irren!

PC-Rundfunkgebühr oft unwirksam?

Dies ist nur ein ganz kurzer Hinweis, der mir aber sehr am Herzen liegt.

Da das BRD-Gesetz zur Einführung einer Zwangsabgabe zur Finanzierung des staatlichen Rundfunks für Computerbesitzer an einer Stelle sehr unklar formuliert ist, besteht für viele Betroffene die erfreuliche Möglichkeit, diesem Wahnsinn zu entkommen, wenn sie keinen Rundfunkempfänger besitzen. Die Zwangsabgabe ist in der gegenwärtigen Formulierung nur fällig, wenn sich auf „dem gleichen Grundstück“ kein anderes Empfangsgerät befindet (für das natürlich gezahlt werden muss). Mehr dazu gibt es im Lawblog bei Udo Vetter.

Wer als Selbstständiger oder kleiner Unternehmer schon brav das Geld für nicht nutzbare Dienste abdrückt, sollte bis zur Klärung der Gebührenpflicht durch ein Gericht das Geld zurückhalten und die GEZ mit einem eingeschriebenen Brief darüber unterrichten. Und ja nicht von den aus Textbausteinen zusammengesetzten Drohbriefen der GEZapo beeindrucken lassen. Es kann gut sein, dass unter den Bedingungen dieser unklaren Rechtslage von Seiten der GEZ von einer zwangsweisen Einziehung der Gebühren Abstand genommen wird. Das so dreist von den Volksverkäufern Volksvertretern beschlossene Gesetz zur Abzocke bei denen, die gut auf die Glotze verzichten können, würde in der Praxis wirkungslos werden — und allein das ist ein Grund, aktiv zu werden.

Dass ich kein Jurist bin, das brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Dass ich erwarte, dass die gesetzlichen Grundlagen für die Abzocke bei nächster Gelegenheit „nachgebessert“ werden, ist klar. Aber bis dahin sollte jeder Betroffene die ihm gegebenen Möglichkeiten ausschöpfen.

Was von den Flachleuten aus der p’litischen Kaste zu halten ist, die es nicht einmal schaffen, ein Gesetz korrekt und unmissverständlich zu formulieren, kann sich wohl auch jeder denken. Warum die trotzdem weiter machen? Na, weil ihnen viel zu wenig Widerstand entgegen gebracht wird.

Das Internet ist kein Rundfunk. Keine Rundfunkgebühr für Computerbesitzer!

CeBIT’07 (5): Trendwende

Endlich geht der CeBIT-Wahnsinn vorbei, und natürlich gibt es zum Abschluss des ganzen Wahnsinns noch eine hübsche Jubelmeldung von der „Trendwende“. Viel treffender als die üblichen und erwartungsgemäßen Meldungen war allerdings der Leserkommentar von „ABM Rulez“ im Heise-Forum:

Die haben halt von der Politik gelernt

Dort befinden wir uns ja auch in einem außerordentlichen Wirtschaftsaufschwung. Wenn trotz 50.000 Fast-Freikarten nur 14.000 Mehrbesucher generiert wurden, dann stellt das saisonbereinigt (noch ein bewährtes modernes Regierungsverfahren) kristallklar eine Steigerung von 10% dar.

Treffend gesagt! Besser kann man den Aberglauben der guten Meldungen und die eifrig Text aus dem NITF-Feed übernehmenden Journalisten kaum entlarven.