Wir wollen nicht spekulieren, aber…

Die Emotionskochplatten der Fernsehsender werden hochgestellt, auch, wenn gar nichts an Informationen im Topfe ist.

Gar nicht auszudenken, was die journalistischen Hirnwaschmaschinen wohl mit gleicher Methodik, wenn auch für die meisten Menschen weniger durchschaubar, drauflos spekuliert hätten, wenn der Copilot nur ein Moslem gewesen wäre… und nach wie wenigen Minuten irgendein Scharfmacher, der alle Menschen in der BRD als Feind betrachtet, auf diesem Hintergrund und auf den Schwingen hochgekochter Irrationalität (der Fernsehzuschauer, nicht der Politiker-Arschlöcher) mit gut gespielten Affekten in der Stimme irgendeine Totalüberwachung und irgendeine Einschränkung von Grundrechten gefordert hätte. Aber dass Menschen an technik-gewordener Terrorangst und an der Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und dem dann folgenden Hartz-IV-Terror der Jobcenter sterben, ist ja für die Propaganda nicht so ausbeutbar und wird deshalb eher verschwiegen.

Auf jedem Fernseher und jeder Zeitung müsste eine Warnung stehen: Vorsicht, Gehirn kann beim Waschen kleiner werden…

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Wetter

Schönes Wetter - Miese Umsätze -- Ein weiterer Grund, warum es für den Einzelhandel trotz positiver Verbraucherstimmung zuletzt nicht ganz so gut lief, ist die Witterung: Die Temperaturen verführten bislang nicht gerade zum Kauf dicker Stiefel und warmer Jacken. 'Der Handel musste relativ früh mit großen Rabatten arbeiten, um die Winterware loszuwerden', schilderte Bürkl.

Wenn sich die von Bullshit-Instituten ermittelten Bullshit-Zahlen über irgendwelche Konsumfreuden und Verbraucherstimmungen am Ende nicht in den Kassen derer niederschlagen, die davon leben, dass aus Menschen Verbraucher werden, dann ist immer das Wetter daran schuld. Mal ist das Wetter zu gut, mal ist es zu schlecht, mal ist es zu warm, mal ist es zu kalt. Niemals, aber auch wirklich niemals sind die Bullshit-Erklärungen irgendwelcher Wirtschaftsforschungsinstitute und die Bullshitologie irgendwelcher forschen Marktforscher die Ursache für die mangelhafte Vorhersagekraft des Bullshits. Und übrigens: Die Menschen kaufen oder sie lassen es, nur, weil sie eine Stimmung haben. Das wird immer so „erklärt“. Dass sie weniger Geld ausgeben, hat nichts mit der seit Jahren in der BRD zunehmenden Armut zu tun, die sich übrigens vor allem auf die Städte konzentriert, in denen es noch größeren Einzelhandel gibt.

Und jetzt schön weiter vertrauen!

Quelle des Screenshots: Internet

Was hatten wir denn lange nicht?

Es ist ja nur noch ein paar Wochen bis zur CeBIT, und richtig, wir hatten lange nicht mehr den ominösen „Fachkräftemangel“, der regelmäßig von irgendwelchen menschenverachtenden Arbeitsagentur-Arschlöchern und p’litischen Arbeitsverweigerern aus den Volkszertretungen in die Presse gefurzt wird, um mit diesem billigen Propagandahebel eine p’litische Stimmung zu schaffen, in der man besser billige Leute aus dem Ausland holen kann.

Sachsen-Anhalt gehen zunehmend gut qualifizierte und junge Arbeitskräfte aus: 2014 werde die Arbeitslosigkeit zurückgehen, aber es werde zunehmend schwieriger, den Bedarf an Fachkräften in den Regionen zu sichern, sagte der Regional-Chef der Bundesagentur für Arbeit, Kay Senius, am Montag in Halle. Zu den Gründen gehöre vor allem die demografische Entwicklung und damit ein Mangel an jungen Menschen im Vergleich zu älteren

Nun, Herr Senius, ich möchte ihrer Senilität gern ein wenig aushelfen!

Haben sie schon einmal etwas von dieser tollen Idee des Marktes gehört? Sie und ihresgleichen sprechen ja selbst immer wieder vom Arbeitsmarkt, auf dem sich jeder verkaufen soll. Wenn das wirklich ein Markt wäre, dann würden die Preise auf diesem Markt durch das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage entstehen — und diese Preise sind letztlich das, was den Menschen als Gehalt ausgezahlt wird.

Und, Herr Senius, geht jetzt ein Osram in ihrer senilen Hirngruft an? Nein, immer noch nicht? Gut, also weiter.

Gäbe es einen Fachkräftemangel, dann würden ausgebildeten, erfahrenen Leuten ein höheres Gehalt verhandeln können. Mit den Gehältern geht es jedoch seit Jahrzehnten immer nur runter. Es ist noch gar nicht so lange her, Herr Senilibus, dass ein Facharbeiter verheiratet sein konnte, zwei Kinder haben konnte, sein Haus abzahlen konnte, sich sein Auto leisten konnte und das alles, ohne dass seine Frau oder gar seine Kinder etwas zum Haushaltseinkommen hinzuverdienen mussten. Sie können ja mal in die Statistiken ihrer menschenverachtenden Drecksbehörde schauen, dann wissen sie das auch.

Und seitdem gehts bergab.

Seitdem wird Arbeit billiger. Das nicht, weil die Leute ein Mangel sind, sondern weil es viel mehr Leute gibt, als man für die Arbeit bezahlen möchte. Auf allen Ebenen. In jeder nur denkbaren Qualifikation. Heute müssen Mann und Frau arbeiten, an Kinder ist kaum zu denken, die Miete für eine Stadtwohnung ist schon hart, auf ein Auto wird durchaus öfter mal verzichtet. Unterbezahlte Scheißarbeit, die von ihnen und ihresgleichen als „prekär“ bezeichnet wird, um weder die Worte „Armut“ noch „Elend“ in den Mund nehmen zu müssen, ist eine Bedingung, von der auch Menschen guter Ausbildung, guter Erfahrung und hoher Qualifikation betroffen sind.

Das ist der von ihnen postulierte „Fachkräftemangel“, den es gar nicht gibt, weil sie einfach nur verlogene Propaganda jenseits aller ihnen bekannten Fakten von sich geben, Herr Senius, sie Arschloch!

Und wenn sie mir das nicht glauben wollen, weil sie in ihrer Verwaltungs- und Vergewaltigungskarriere so ein guter Lügner geworden sind, dass sie sogar ihre eigenen Lügen mit der Wahrheit verwechseln, dann stöbern sie mal in ihrer Körperagentur-Datenbank nach offenen Stellen in ihrem Niedriglohnland und rufen sie mal bei den Unternehmen an: „Oh, sie suchen einen C++-Entwickler. Wie sieht es mit meiner Aussicht aus, wenn ich mich für den Job bewerbe und 45.000 € p.a. haben möchte“? Wenn sie diese Frage stellen, werden sie feststellen, dass es von Seiten der so genannten „Arbeitgeber“ daran mangelt, kompetente Menschen mit Fachkenntnissen auch nur halbwegs angemessen zu bezahlen.

Und nein, mit rechtloser Elendsarbeit, Hungerlöhnen, einer Entwurzelung, die auch nicht besser davon wird, dass sie von einem Geschmeiß wie ihnen als „Flexibilität“ bezeichnet wird, holen sie auch keine Leute aus Russland, Indien, Rumänien…

Schon gar nicht ein Land mit manifester Ausländerfeindlichkeit.

Gehen sie sterben, Herr Senius, sie Menschenfeind!

Wenn das Innenministerium sagt…

Wenn das Innenministerium sagt, De-Mail sei sicher, dann hat das ungefähr so viel Wahrhaftigkeit wie die Aussage, dass die Renten sicher seien. Oder, wie die Aussage, dass niemand die Absicht habe, eine Mauer zu errichten.

Welches Interesse Innenministerien daran haben können, dass E-Mail nicht von Sender zum Empfänger verschlüsselt werden, sondern…

  • …erst von Sender zum Provider…
  • …damit sie beim Provider im Klartext vorliegen, prinzipiell im Klartext gespeichert werden können, beliebig automatisert auf Schlüsselwörter und Formulierungen durchsucht werden können, beliebig auf sonstige Weise maschinell ausgewertet und vorsortiert werden können, gelesen und sogar inhaltlich manipuliert werden könnten…
  • …um dann wieder vom Provider zum Empfänger verschlüsselt zu werden…
  • …um schließlich beim Empfänger entschlüsselt zu werden, damit sie gelesen werden können…

…sollte jedem unmittelbar einleuchten, der darüber informiert ist, dass die Geheimdienste der BRD massenhaft und automatisch jede ihnen irgend verfügbare E-Mail mitlesen.

Dass eine relative Gleichgültigkeit gegenüber den im Grundgesetze in hübscher Prosa festgeschriebenen Bürger- und Menschenrechten eine Grundqualifikation für eine Karriere in einem BRD-Innenministerium ist, sollte hingegen zur Allgemeinbildung gehören.

Verschlüsselte Kommunikation über E-Mail geht anders.

Blaue Karte dem so genannten „Fachkräftemangel“

Es ist ja wirklich bitter, wenn qualifizierte Arbeit auch angemessen entlohnt wird, wie gut also für unseren Bundespudel Hans-Peter Friedrich, wenn man mit einer „blauen Karte“ Billiglöhner der Informatik in die BRD holen kann. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sehen dann so aus:

Jetzt hab ich für teuer Geld (für mich und den Staat) Info [m. Anm.: Infomatik] studiert, hab 4 Jahre Werkstudent gemacht, was ja schon sehr selten ist (bei uns an FH einer von ca. 80 Abgängern), das einer überhaupt Werkstudent ist während dem Studium. Und nu bin ich seit einem Jahr auf Jobsuche weil mir immer fix 28k-32k [m. Anm.: um die 30.000 Euro Jahresgehalt] angeboten werden. Selbst ein Dachdecker hat nach Tarif 2010-2011 rund 29,5k [m. Anm. 29.500 Euro Jahresgehalt] bei 40h nach zwei Jahren Berufsausbildung. Das können die sich mal schön in ihre Fascho-Ärsche stecken. Eher würd ich die Strassen fegen oder Popkorn im Kino verkaufen als typisch deutsche, faschistische Arbeitgeber noch reicher zu machen. Ich will für diese Arbeitgeber-Junta in Berlin so wenig Steuern zahlen wie geht und wenn ich dafür mein leben lang ALG2-Empfänger bleibe.

Es kann aber durch aus sein, dass das SozAmt bei mir erlaubt, dass ich mich auch in der Schweiz bewerbe und mir die Reisekosten da hin erstattet. Das machen die nämlich nur noch bei Leuten die länger arbeitslos sind. Das muss der Amtsleiter wirkürlich entscheiden. Wie pervers ist das denn, teure Ausbildung gehabt, keinen Job in DE gefunden und dann an die Schweiz abgegeben, nur damit ein Arbeitsloser weniger zu versorgen ist. Und dann machen die faschistischen Mitte-Parteien auf Blaue Karte.

Kommentar von „pioneer3001“ im Forum von Heise Online zur Meldung über den „großen Erfolg“ der „Blauen Karten“

Gute Nacht und sterbe sanft, Deutschland! Grüß deine Bestatter aus der großen Koalition der alternativlosen Mitte namens CDUSPDCSUFDPGRÜNETC mit ihren Taschen voller Korrumpat.

Vor knapp zweieinhalb Jahren

Nicht, dass ihr es vergesst! Vor knapp zweieinhalb Jahren war… jubel jubel!… der Aufschwung und das neue Wirtschaftswunder da:

Focus-Titelseite: Ja, der Aufschwung ist da! Das steckt hinter dem neuen Wirtschaftswunder. Beste Aussichten für Jobs und Geldanlagen

Da müsste es euch doch allen jetzt so richtig gut gehen! :mrgreen:

Aber vielleicht ist die Drecksjournaille der Milliardäre ja inzwischen zuverlässiger geworden. Wer hoffen will, wird durch keinen Rückblick das Denken lernen.

Tag des Deutschen Butterbrotes

Heute ist einer dieser ganz „wichtigen“ Tage im Jahr, meinen die Reklamefritzen vom CMS, denn heute, am 28. September 2012, ist der vierzehnte Tag des Deutschen Butterbrotes.

Ein von Reklameheinis (also: professionellen Lügnern) ersonnenes „Ereignis“ von so bestürzender und erschütternder Unwichtigkeit sieht man nur selten. Ist es für jeden unwichtig? Aber nein, nicht für jeden. Die Tagesschau des BRD-Staatsfernsehens ARD, die ja in knochentrockenen Abwägungen ihre Relevanzkriterien für Meldungen sicherstellt, hat gestern vor zehn Jahren die folgende Meldung im Programm gehabt:

2002-09-27 09:22:36

Vierter Tag des Deutsches Butterbrotes

Gutes Brot und gute Butter sollen in Deutschland neben Bagel und Croissant nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb wird heute der Tag des Deutschen Butterbrotes zelebriert – eine Intiative der Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft, die bundesweit 150.000 Butterbrote verteilt.

Die Einen sagen Bemme, die Anderen Stulle und alle meinen das Butterbrot, dessen Ehrentag die Deutschen heute begehen. Mit 150.000 Butterbroten will die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) ganz offiziell auf die traditionelle deutsche Köstlichkeit aufmerksam machen. In 15 Städten verteilen die Mitarbeiter deshalb auf den Bahnhöfen an hungrige und weniger hungrige Reisende Stullenpakete. Denn: „In Maßen genossen, ist auch Butter zusammen mit Brot gesund“, meint CMA-Projektleiterin Kirstin Jagusch.

Werbung für das Butterbrot

Brötchen, Bagel und Croissant machen dem alten Butterbrot immer mehr Konkurrenz. Doch es geht den Veranstaltern auch darum, für ein Frühstück zu Hause zu werben, denn immer mehr Deutsche verlassen ohne die erste Mahlzeit ihre Wohnung. Noch bringen es die Bundesbürger im Pro-Kopf-Verbrauch auf 6,5 Kilogramm Butter im Jahr, aber die Menge nimmt ab.

Im Vorjahr gab es in der Hauptstadt einen Versuch für das Guinnessbuch der Rekorde. Helfer hatten eine 18 Quadratmeter große Brotscheibe mit 54 Kilogramm Butter bestrichen. Das angeblich größte Butterbrot sei aber noch nicht ins Rekord-Buch eingetragen, sagte Jagusch.

Die Butter kam in Deutschland erstmals im Spätmittelalter aufs Brot. Handelsschiffe brachten Fässer mit dem Fett aus Norwegen, Schweden, Dänemark und den Niederlanden in deutsche Städte.

Ich würde diese Tagesschau-Meldung gern verlinken, aber wegen der von den Verlegern in der BRD erzwungenen Depublizierung steht sie auf der Tagesschau-Website nicht mehr zur Verfügung. Ich habe im Land des erzwungenen Vergessens deshalb diese Meldung aus einem internen Export, der von einem Unbekannten veröffentlicht wurde zitiert — und zwar nur, um auf diese Weise kurz daran zu erinnern, wie es mit dem Relevanzkriterien für eine Tagesschau-Meldung aussieht: Irgendeine Bullshit-Reklameidee der geldmächtigen Großindustrie ist im Zweifelsfall immer mal eine Meldung wert. Wenn hingegen mitten in der reichen EU Menschen massenhaft verarmen und für bloßes Existenzrecht friedlich auf die Straße gehen, um sich von den Knüppelbullen der Besitzenden und Bankverbrecher niederprügeln zu lassen, während den Bankverbrechern der Reichtum der Menschen von einer korrupten Bande von P’litikern geschenkt wird — ja, dann ist das für die gleiche Tagesschau eher irrelevant. Und wer an solchen unmenschlichen Maßstäben als Mensch Zweifel äußert, ist nur Bestandteil eines kleinen Shitstürmchen, das die Tagesschau-Macher einfach ignorieren.

Das sollte nicht vergessen werden. Sonst fängt man womöglich noch an, die propagandistische Meldungsauswahl einer Redaktion des BRD-Staatsfernsehens mit der Wirklichkeit zu verwechseln…