Ich bin ja so froh…

…, dass die gesamte Contentindustrie aus vielen Mündern die gleiche Botschaft spricht. Papst Benedikt der Sechzehnte besucht Bayern.

Ich habe ja wirklich schon befürchtet, dieser Pope würde jetztDeutschland besuchen. Dann hätte ich ja extra auf die Straße gehen müssen, um kundzugeben, dass ich überhaupt nicht damit einverstanden bin, dass der letzte seines Amtes waltende Diktator in Europa einen großen Staatsempfang in Deutschland erhält. Aber wenn er Bayern besucht, hat das ja nichts mit Deutschland zu tun.

Es ist auch wirklich besser, dass dieser Unheilige Vater Bayern besucht. Dort hat man Erfahrungen mit großkotzigen Diktatoren (sogar mit den besonders wirren aus Östereich) und schranzigem Adel — und dort wird man auch die Beglückungsideen dieses römischen Blaspheten mit Jubel und im Kopf eingehämmerten Gebetsmühlen aufnehmen. Die applaudieren da ja schon, wenn Ministerpräsident Stoiber mühsam die Wörter aus seiner dunklen Hirnkrypta hervorkramt.

Und so kann ich, aus Deutschland und damit aus sicherem Abstand heraus, dem hohen Gast heute einen netten Tag in der „Hauptstadt der Bewegung“ wünschen.