Leben im Hartz-IV-Staat

Ubi caritas et amor, deus ibi est¹.

Zu viel Text, um ihn noch einmal hier wiederzugeben

¹Lat. für „Wo Barmherzigkeit und Liebe (sind), da ist Gott“.

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Das Auto ist Frau Petry wichtiger als Menschen

E-M@IL AN FRAUKE PETRY – In der Nacht auf Samstag zündeten Unbekannte Ihr Auto an. 'Wo sind wir nur hingekommen?', twitterten Sie. Es gibt keine Entschuldigung für Brandstiftung, grundsätzlich nicht. Als vor Monaten in Deutschland von Unbekannten Flüchtlingsunterkünfte abgefackelt wurden, fragten viele: 'Wo sind wir nur hingekommen?' Sie nicht, Sie äußerten Verständnis für die Brandstifter. In derselben Nacht, in der Ihr Auto angezündet wurde, erfolgte in der Nähe von Ulm ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim, fünf Menschen erlitten leichte Verletzungen. Sie erwähnen nur Ihr Auto. Ja, Frau Petry, wo sind wir hingekommen? -- christian.weniger@kleinezeitung.at

Quelle des Fotos: Presseverlagsprodukt (leistungsschutzrechtgeschützt).

Kurz verlinkt

Gegen das Vergessen in der Bananenrepublik Alzheim!

trueten.de:
Warum sterben – rund um den NSU – so viele (potenzielle) Zeugen in Baden-Württemberg?

In Köln sieht man arabisch aus, in München bayerisch…

Allein in der ersten Wiesnwoche halfen die Teams von Amyna, Imma und des Frauennotrufs München 91 Frauen, eine Steigerung von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und auch wenn oft nur eine Strumpfhose und ein warmer Tee verabreicht werden mussten: „Wir stoßen an unsere Grenzen, räumlich und kräftemäßig“, sagte Sprecherin Christine Rudolf-Jilg am Montag.

Süddeutsche Zeitung vom 2. Oktober 2012 — Sexuelle Übergriffe auf dem Oktoberfest: Helfer stoßen an ihre Grenzen

Welches massenstanzenmediale Echo solche Zustände finden, wenn die Gangster und Arschlöcher mal nicht wie Bayern, sondern eher arabisch aussehen, ließ sich in den letzten Stunden seht gut verfolgen. Dass der werte Herr Innenminister Thomas die Miesere zu derartigen Zuständen selbst das Wort ergreift und hartes Durchgreifen fordert, ist bei der berühmten Münchner Drogenparty jedenfalls noch nicht passiert…

Und morgen erschreckt sich der willfährig angstaufpeitschende und hetzende Journalist wieder klickträchtig über die brennenden Häuser, in denen Kriegsflüchtlinge leben sollten. Oder er freut sich, weil es ein paar klickträchtige Morde gibt, ideal für die Vermarktung der eingeblendeten Reklame. Und die Bevölkerung reagiert wie die Pawlowschen Hündchen mit wohlkalkulierbarem Speichelfluss.

Was ein BH ist für die Weiber, das sind fürs Volk die Presseschreiber

Massenmordanschläge in Paris

Ohne auch nur einen einzigen Hintergrund zu kennen, aus dem Bauch und aus meiner bisherigen Erfahrung mit dem Terrorismus in Europa heraus, wage ich folgende Voraussage, was in den nächsten Tagen geschehen wird und dokumentiere sie an dieser Stelle:

  • Es wird sich herausstellen, dass die Strukturen, aus denen heraus ein derartiges Verbrechen geplant und durchgeführt wurde, seit Jahren von Geheimdiensten beobachtet und teilweise sogar infiltriert wurden. Die meisten beteiligten Personen waren bei den Geheimdiensten gut bekannt.
  • Niemand wird davon sprechen, dass die immer weiter ausgeweitete Überwachung aller Menschen nicht den geringsten Beitrag dazu geleistet hat, dieses Verbrechen zu verhindern.
  • Als politische Reaktion wird trotz dieser Unwirksamkeit von Überwachungsmaßnahmen die Ausweitung der allumfassenden und allgegenwärtigen Überwachung und der geheimdienstlichen Sonderbefugnisse gefordert und durchgesetzt werden — und zwar keineswegs nur in Frankreich, sondern überall in der Europäischen Union.

Schaut selbst, was davon stimmen wird.

Nachtrag, 14. November, 15:45 Uhr

Einer der mutmaßlichen Attentäter in der Pariser Konzerthalle Bataclan ist identifiziert worden. Es handele sich um einen Franzosen, der dem Geheimdienst bekannt war, hieß es aus Ermittlerkreisen

Screenshot: Liveticker auf der Tagesschau-Website.

Wer glaubt, dass eine Ausweitung Überwachung „gegen den Terrorismus“ hilft, lese bitte einfach diesen fünfeinhalb Jahre alten Text von mir.

Nachtrag: 14. November, 19:45 Uhr

Pariser Anschläge: Polizei ruft nach erweiterter Vorratsdatenspeicherung

Screenshot: Heise Online

Das ging ja schnell… und mechanisch wie die Willkür des Überwachungsstaates.

Nachtrag: 16. November, 11:30 Uhr

28-Jähriger aus Drancy verübte Attentat auf Konzerthalle -- Identifiziert wurde zudem ein weiterer Selbstmordattentäter, gegen den 2012 in Frankreich ein Ermittlungsverfahren wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung eingeleitet worden war. Laut der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem anderen Attentäter um einen 28-Jährigen aus Drancy bei Paris namens Samy Amimour, der an dem Angriff auf die Konzerthalle Bataclan beteiligt war. Er wurde demnach am 15. Oktober 1987 in Paris geboren und war im Oktober 2012 Ziel von Ermittlungen wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, weil er in den Jemen ausreisen wollte. Er stand unter richterlicher Überwachung, doch entzog er sich im Herbst 2013 der Überwachung, woraufhin ein internationaler Haftbefehl gegen ihn ausgestellt wurde. Damit wurden nunmehr fünf der sieben getöteten Attentäter identifiziert.

Nachtrag: 16. November, 14:00 Uhr

Nach dem Terror in Paris: "Wir müssen unsere Sicherheitsdienste stärker machen" -- Die Terroranschläge von Paris seien eine Erinnerung daran, dass "wir im Sicherheitsbereich besser werden und noch mehr tun müssen", sagte der CDU-Politiker Karl-Georg Wellmann im DLF. Der BND etwa dürfe nicht noch mehr eingeschränkt werden. Auf europäischer Ebene sei klar, dass die gegenwärtige Herausforderung kein Land alleine für sich lösen könne.

Diese Vorstellung!

Tweet von @pantoffelpunk: Sich zum Spaß vorstellen, was in diesem Land loswäre, hätte es dieses Jahr 300 linksgerichtete Anschläge auf Polizeiautos gegeben.

Oliver Kalkhofe: Kommentar zu Hass und Dummheit

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