Tinnef (20)

Ja, ich weiß, ich hatte gerade erst Weihnachts-Schrott, aber dieser weihnachtlich winselnde Willi hier, der muss noch sein…

X-Mas-Willi aus Plüsch - spielt Weihnachtslieder auf Druck. Mit 4 Saugnäpfen. nur 5,95€

Eine auf ganzer Linie misslungene Idee aus einer Postwurf-Sendung der Softerotik-Versender „Orion“. Die haben es aber auch nicht leicht, etwas passendes zum Geburtstag des Weihnachtsmannes zu vertreiben. Oder war es etwa Jesus? Na, egal. Das ist eher unwichtig fürs Geschäft. Bleibt nur zu hoffen, dass die von Orion vertriebenen Präser etwas besser über den Schwanz passen als dieser plüsche rote Zipfelfromm. Oder wollen die mir wirklich erzählen, dass sich der Pimmel als Weihnachtsmann verkleidet? Etwa, um Kinder zu beglücken? Gar nicht auszudenken…

Advertisements

Tinnef (19)

In den letzten Wochen eines Jahres, im Vorfeld der großen Konsumolympiade namens „Weihnachtsfest“, könnte das Bloggen über Tinnef beinahe die täglich-monotone Struktur eines Adventskalenders annehmen. Jeden Tag läuft einem irgendwo die Werbung für eine neue, kranke Glücksidee aus dem fabrikmäßig produzierten Müll entgegen, und die Maßstäbe für die Hässlichkeit dieser „Güter“ scheinen schier grenzenlos zu werden.

Besonders beliebt zur solaren und psychischen Verfinsterung zum Fest der Kitschinflation sind Dinge, die leuchten. Vor einigen Jahrzehnten reichten den Menschen noch ganz gewöhnliche Kerzen, um für die angemessene Atmosphäre zu sorgen. Später wurden diese Kerzen um Glühlampen ergänzt, welche die Form einer Kerze erhalten — das könnte späteren Archäologen ganz schön zu denken geben. Aber damit ist die Leuchtkraft der Hässlichkeit noch lange nicht ausgeschöpft, jedes Jahr fallen den trockentrunkenen Werbern neue Dinge ein, die man noch leuchten lassen könnte, um sie zum Fest des besinnungslosen Konsums zu verhökern. Und nicht nur das, was elektrisch leuchtet, das kann ja auch blinken…

Die Inflation des Rohsinns macht die Auswahl schwer. Aber. Die abstoßendste Geschmacklosigkeit in der Formgebung einer „feierlich“ sein wollenden Leuchte, die mir heute übern Weg gelaufen ist, ist wohl diese hier:

Preissenkung - Leuchtstiefel - 19,99 - bisher 29,99 - Höhe ca. 25 cm

Jawoll, auch Schuhe sollen „festlich“ leuchten und mit wirrem Geblinke epileptische Anfälle auslösen. Das wird denn im Katalog so angepriesen: „Roter Leuchtstiefel. In Fiberglasoptik. Lichteffekte mit 10 Lämpchen. Zuleitung ca. 1 m. Nur zur Innenbenutzung. Maße: ca. B25 x H25 cm“

Gut, dass man den hässlichen Leuchtkörper nicht draußen hinstellen kann, sonst wären die Vorgärten bald voll damit. Schade, dass er dennoch in so manche Fensterbank passen wird, um minderstumpfe Passanten mit seiner eklen Machart zu belästigen, nachdem er durch blindes Blinken und Flackern die Aufmerksamkeit erzwungen hat. Und. Schade, dass negatives soziales Feedback mit der Stahlkugel aus der Zwille hier gesetzlich verboten ist, während die ungezügelte Weltverschandelung jedem Barbaren erlaubt wird.

Quelle dieses Scans ist nicht etwa die „moderne Hausfrau“, sondern eine aktuelle Postmüll-Sendung von Neckermann. Wenn die der „modernen Hausfrau“ nacheifern wollen, sind sie schon erstaunlich weit voran gekommen. :mrgreen:

Kurz verlinkt (27)

Deutschland-Debatte zu den wirtschafts-hypnotischen Meldungen über die Kauflust und das Kaufverhalten: „[…] man könnte den Eindruck haben, wir sind in einem riesigen Umerziehungslager.“

Kurz verlinkt (26)

WOHER HABEN SIE MEINE ANSCHRIFT?“ — eine Frage, die der GEZapo viel zu selten gestellt zu werden scheint. Es scheint so selten zu sein, dass die Damen und Herren dort noch nicht einmal Übung darin zu haben scheinen, eine derart einfache und unmissverständliche Frage auch zu beantworten. Aber lest selbst…

Im realsatirischen und teilweise schmerzhaften Schriftwechsel Teff-Blog / GEZ freue ich mich inzwischen auf jede Fortsetzung. 😉

Wahr und unwahr (9)

Wahr ist, dass irgend so ein Metzger von der sozialfaschistischen Partei der „Grünen“ in ein Mikrofon gefurzt hat, dass „Hartz IV“ (also die Massenverarmung in rot-grüner Ausführung) manche Arbeitslose „träge und antriebsarm“ mache.

Unwahr ist hingegen, dass er den Grund für diese Trägheit und Antriebslosigkeit benannt hätte. Es ist nun einmal ganz natürlich, dass ein Mensch nach seinem voller Verzweiflung verübten Selbstmord nicht mehr besonders lebhaft und umtriebig ist. Die behördliche „Kreativität“, mit der Menschen in die völlige Verzweiflung getrieben werden, ist in der BRD unter den von der rot-grünen Bande geschaffenen Bedingungen inzwischen recht hoch.

Kurz verlinkt (25)

Mein Link des Tages ist der frisch veröffentlichte Brief von Stefan Niggemeier an Greenpeace. Dem ist eigentlich nur noch eines hinzuzufügen: Weitersagen und Nachmachen!

Amok der Killerschulen

Auch wenn es ermüdet, ich muss angesichts solcher Meldungen noch einmal darauf hinweisen:

Fast genau ein Jahr nach der Bluttat von Emsdetten hat die Polizei einen Amoklauf an einer Kölner Schule verhindert. Im Zuge umfangreicher Ermittlungen sei das geplante Attentat an einer Schule im Westen der Stadt vereitelt worden […]

(Angesichts der unerfreulichen Tatsache, dass diese Meldung in etlichen verschiedennamigen Auswürfen der agenturzentral gleichgeschalteten Journaille der Bundesrepublik wörtlich identisch auftaucht, spare ich mir die sinnlos gewordene Quellenangabe.)

Wieder einmal suchte sich ein „Amokläufer“ eine Schule aus. Und. Damit einen Ort, wo Menschen zum ersten Mal soziale Selektion im Rahmen einer Zwangsveranstaltung und die gegen das Individuum gerichtet soziale Gewalt kennenlernen. Und. Zwar als Opfer. Bevor. Sie zum Täter werden.

Wenn einer dieser Mordläufer irgendwelche Spiele gespielt oder irgendeine besondere Musikrichtung gehört hat, betrachte ich das als Zufall. Er hat gewiss auch Döner gegessen und andere Aspekte der gegenwärtigen Massen-„kultur“ mitgemacht. Aber die Tatsache, dass alle diese „Amokläufer“ sich eine Schule aussuchen, um ihrer blinden und hilflosen Wut Ausdruck zu verleihen, die ist überdeutlich. Und sie ist ein deutliches Spiegelbild der schrecklichen psychischen Gewalt, die jungen Menschen jeden Tag unter den Bedingungen der Zwangsbeschulung widerfährt und die nicht das geringste mediale, geschaftliche oder p’litische Interesse findet.

So viel auch entgegen aller Äußerungen von „Amokläufern“ von „Killerspielen“ gefaselt wird, es handelt sich nur um die Auswirkungen der „Killerschulen“ in der BRD und um sonst gar nichts.