Wo geht eigentlich die Kirchensteuer hin?

Fließt das Geld aus der Kirchensteuer in jene „sozialen“ Projekte, mit denen die Kirchen immer so hübsch vor sich ausposaunen lassen, wie unentbehrlich, selbstlos und gut sie doch seien?

Viele glauben, der Großteil der Kirchensteuer komme sozialen Zwecken zugute. Das ist jedoch falsch: In Wirklichkeit werden zwei Drittel der Kirchensteuer für die Bezahlung von Pfarrern und Kirchenpersonal verbraucht. In keinem anderen Land der Welt verdienen Pfarrer so viel wie bei uns: etwa 4000 Euro im Monat. Ihre Besoldung und Versorgung entspricht der eines Regierungsdirektors. Bischöfe werden aus öffentlichen Steuermitteln bezahlt und beziehen rund 7.700 Euro, Erzbischöfe sowie der evangelische Landesbischof sogar fast 10.000 Euro. Für öffentliche soziale Zwecke bleiben – selbst nach kirchlichen Angaben – nur höchstens 8 Prozent der Kircheneinnahmen übrig, der Rest wird größtenteils für Kirchenbauten und Verwaltungszwecke verwendet. Die Kosten von kirchlichen Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Altenheimen etc. werden fast ganz – zwischen 85 und 100 Prozent – aus öffentlichen Steuermitteln finanziert oder von Elternbeiträgen, Krankenkassen etc. gedeckt.

Internationaler Bund der Konfessionslosen

Nein, das wird alles mit staatlichen Mitteln bezahlt, und in keinem anderen Land der Erde verdient ein Pfaffe so viel und gut (4000 Euro im Monat) wie in einer Bananenrepublik Deutschland, in welcher die Trennung von Staat und Kirche so herrgottserbärmlich wenig wirkmächtig ist.

Bitte auch beim Blick auf die nächste Lohnabrechnung daran denken, wenn wieder automatisch nach Geld gegrabscht wird, mit dem man doch Besseres tun könnte.

[via Burks‘ Blog]