Das Wegnehmen von Geld…

Meldung im ZDF-Videotext: Zypern will Auflagen für EU-Finanzhilfe nachverhandeln -- Zyperns Präsident Nikos Anastasiades ... versucht, die von Abgaben bedrohten Kleinsparer zu besänftigen. ... Gleichzeitig drängte er das zyprische Parlament, das Hilfspaket am Montag zu billigen. Dieses sei unverzichtbar, um das Land vor der Pleite zu retten

Das Wegnehmen des gesparten Geldes der relativ Besitzlosen und das Herausgeben dieses Geldes an eine alles korrumpierende und hoch kriminelle Bankenmafia nennt man in einem kleinen Staat mitten in der Europäischen Union jetzt alternativlos… nein… unverzichtbar. Und außerdem ist es doch gar nicht so schlimm. Und eben unverzichtbar.

Man stelle sich mal eine analoge Enteignung der unmenschlichen Bankhäuser vor. Oder besser nicht. Denn die sind ja auch unverzichtbar. Also flugs den Elenden mit staatlicher Gewalt ihr dürres Blut abnehmen, um es den Vampiren einzuimpfen! Schön, dass sich der vampiristische Charakter der Geldherrschaft einmal so deutlich die Maske aus der teuflischen Fratze reißt. Auch, wenn der Anblick dieses Scheusals ausgesprochen unschön ist. Zumindest sollte so jeder lernen können, wo seine Feinde sitzen und dass mit diesen Feinden kein Frieden möglich ist.

Was hat uns denn noch gefehlt?

Polizeigewerkschaft: Regelwidrige Radfahrer härter bestrafen - Wegen zunehmender Regelverstöße von Radfahrern schlägt die Gewerkschaft der Polizei die Prüfung eines Maßnahmenpakets vor. Dazu zählen höhere Bußgelder, eine Kennzeichnungspflicht für Fahrräder, niedrigere Promillgrenzen und eine verstärkte Verkehrserziehung.

Richtig, eine Kennzeichnungspflicht für Fahrräder hat uns in der BRD bislang gefehlt. Damit man endlich auch zuverlässig Radfahrer dran kriegt, die an solchen Ampeln gegen die Verkehrsregeln verstoßen und ihnen ein saftiges Bußgeld auferlegen kann. Bitte wie bei den Kraftfahrzeugen mit maschinenlesbaren Kennzeichen in einer OCR-Schrift, damit es sich besser in das allgegenwärtige System der Überwachungskameras einfügt. Solches sagt die Gewerkschaft der Polizei in ihrer vom Videotext des Zweiten Deutschen Fiaskos wiedergegebenen Presseerklärung zwar nicht, aber es entspricht völlig der Denke der dort zusammengeschlossenen Polizeibeamten.

Eine Unbeteiligte will über die Zukunft „reden“

Screenshot ARD-Videotext: Merkel sammelt online Bürgerideen -- Bundeskanzlerin Angela Merkel will über das Internet Bürgerideen zu Zukunftsfragen Deutschlands sammeln. Auf einem neuen Portal können Interessierte bis zum 15. April Vorschläge machen. Mit den Autoren der zehn Ideen, die von den Nutzern am besten bewertet werden, will Merkel im Kanzleramt diskutieren

Frau Kanzlerdarstellerin!

Ich finde das ja ganz toll, dass sie als vollständig Unbeteiligte mit „den Bürgern“ im „Internet“ über die Zukunft sprechen wollen, aber für jegliches kommunikative Miteinander im Internet haben sie und ihresgleichen sich bereits disqualifiziert. Dies gilt in umso größeren Maße, als dass sie einer Fraktion des Bundestages angehören, die Presseerklärungen auf der offiziellen Fraktionwebsite von einer emotional und intellektuell offensichtlich zurückgebliebenen Gestalt verfassen lassen, die sich vor noch nicht einmal einer Woche in einer offenen Kampfansage an alle Internetnutzer in Deutschland geübt hat. Wenn sie überhaupt noch so etwas wie Schamgefühle hätten, Frau Kanzlerdarstellerin, dann würden sie auf derartig plumpe PR-Nummern einfach verzichten.

Ich kann mir, wenn es um Zukunftsfragen geht, sehr gut eine schon in wenigen Jahren beginnende Zukunft vorstellen, in der man den Wahnsinn der Individualmotorisierung ganz allgemein als absurde und zerstörerische Epoche der europäischen Geschichte und speziell auch ihre, recht einseitig an den Bedürfnissen der Autoindustrie ausgerichtete Wirtschaftspolitk als holzköpfig, wenn nicht gar als betonköpfig erkennen wird. Ich kann mir allerdings keine Zukunft vorstellen, in der vernetzte Computer nicht eine wesentlich bedeutendere Rolle spielen als heute. Deshalb sind sie, Frau Kanzlerdarstellerin, ja auch an der Zukunft nicht mehr wirklich beteiligt. Sie — und ihre blinden Unterstützer, die nur noch das eigene Ende vor Augen haben — gehören zu einer Generation, die ausstirbt. Und vor dem Aussterben ist das Ansterben gesetzt. Dabei wünsche ich ihnen ungetrübten und bewussten Genuss.

Ich wünsche mir, dass selbst jenes Viertel der bundesdeutschen Bevölkerung, das aus dem einen oder anderen Grund ohne Internet lebt, ihre lächerliche PR-Kampagne klar als das erkennt, was sie ist, Frau Kanzlerdarstellerin, nämlich als lächerliche PR-Kampagne, die sich ein paar Werber im Auftrage ihres Fortschrittsverhinderungsvereins namens CDU ausgedacht haben, um den jüngsten Erfolgen der Piratenpartei wenigstens etwas simulierte Netzdemokratie entgegenzusetzen, damit ihr Fortschrittsverhinderungsverein CDU, Frau Kanzlerdarstellerin, nicht mehr auf dem allerersten Blick seinen fossilen Charakter verrät. Als ich heute nachmittag und abend beim Betteln mit ganz normalen Menschen — etliche von ihnen im besten Sinne des Wortes wertkonservativ — über ihre tollen „Kommunikationsversuche“, Frau Kanzlerdarstellerin, gesprochen habe, hat jeder von ihnen durchschaut, dass seine Worte, die er in die für sie von Werbern programmierte Website reinschreibt, in die Flammen und das Nichts gesprochen sind; dass das Mitmachen bei diesem Unfug reine Vergeudung von beschränkter Energie und Zeit ist. Jemanden, der auch nur eine Spur Glaubensbereitschaft gegenüber ihrer PR-Kampagne gezeigt hätte, bin ich hingegen zumindest hier in Hannover nicht begegnet.

So viel simulierte Gesprächsbereitschaft können sie gar nicht in das Lügenfernsehen und die Springerpresse reinrotzen lassen, das sich das ändert. Ihnen, Frau Kanzlerdarstellerin, glaubt niemand mehr, wenn sie so einen idiotischen Versuch im Internet machen. Die Mehrzahl der Menschen konsumiert heute nicht nur die oft seltsam gleichlautenden Ergüsse einiger Handvoll Milliardäre, für die dieses Privileg „Pressefreiheit“ wirklich gilt. Viele haben erst durch das Internet entdeckt, dass sie in ihrem Denken und Erkennen nicht allein dastehen, und mittlerweile ist eine ganze Generation groß geworden, für die dieses „nicht allein dastehen“ eine ständige Erfahrung war. Was glauben denn sie, woher diese komischen Leute kommen, die eine Piratenpartei gegründet haben?

Bitte verabschieden sie sich, und nehmen sie dabei ihren ganzen Verein von Fortschrittsverhinderern namens CDU/CSU-Fraktion mit, in die Bedeutungslosigkeit, damit die Zukunft wenigstens etwas besser aussehen kann als die Gegenwart. Es gab und gibt viel zu tun, und sie haben nichts daran getan — stattdessen haben sie versucht, Entwicklungen auszusitzen und vermutlich klammheimlich gehofft, dass auch dieses Internetdingens wieder weggeht. So, wie es ihr Abgesandter in der Internetenquete, dieser Ansgar Henning, auch tut. Und so, wie sie jetzt hoffen, dass in den nächsten Wochen im immerwährenden Strom der Bullshit-News vergessen wird, dass ihr Wunschbundespräsident, ihr Freund und Mitfortschrittsverhinderer Christian Wulff, ein verlogener, korrupter Heuchler ist.

Tschüss!

PS: Nur eine Frage brennt noch in mir, Frau Bundeskanzlerin. Haben sie sich auch — wie ihre Kabinettskollegin Kristina Schröder — fast eine halbe Million Euro dafür abknöpfen lassen, so etwas ähnliches wie ein Webforum irgendwo hinstellen zu lassen, oder haben sie wenigstens diesmal jemanden gefragt, der sich damit auskennt. Geld ist nämlich viel zu schade, um es einfach über völlig überteuerte Angebote aus dem Fenster zu werfen.

Ach, interessiert sie nicht, weil es nicht ihr Geld ist? Weil andere Menschen mit ihrer beschränkten Kraft und Zeit schon neues Geld für ihre Gestaltungsideen generieren? Na, diese Art des Denkens wundert mich nicht bei ihnen und ihresgleichen.

Quelle des Screenshots: Videotext des BRD-Staatsfernsehens ARD, Seite 526, Stand vom 4. Februar 2012, 22:19 Uhr

Aus dem Knast gekommen? Ab an den Pranger!

DPolG: Haftentlassene im Netz nennen - Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert, den Aufenthaltsort von aus der Haft entlassenen Schwerkriminellen publik zu machen. Im Streit über den Umgang mit gefährlichen Straftätern forderte der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt, Namen, Foto und Anschrift der Entlassenen auf den Internetseiten der Polizei zu veröffentlichen. Wendt sagte der Bild am Sonntag: Die Bevölkerung hate [sic!] ein Recht darauf, zu erfahren, wo sich entlassene Schwerkriminelle befinden. Er wolle wissen, wenn ein Vergewaltiger in der Nachbarschaft seiner Enkelin wohne.

An dieser Meldung des Videotextdienstes der Tagesschau im Staatsfernsehen der BRD (Seite 159, Stand vom 8. August 2010 um 21.10 Uhr) „entzückt“ nicht nur die Tatsache, dass das Staatsfernsehen der BRD das neoliberal-brauntümelndste und verlogenste Blatt aus der BRD-Journaille zitiert, als sei dieser tägliche Appell an das mörderische Herz des Stammtisches eine zuverlässige Quelle — und damit zu einer Reputation dieses Drecksblattes beiträgt, die es niemals verdient hat. Dies schlägt für mich zurück auf das Ansehen der Tagesschau-Redaktion, und ich hoffe sehr, dass das nicht nur bei mir so ist. Der Stürmer Die Bildzeitung wird ja schon so regelmäßig als ernstzunehmende Quelle in diesen nachgerichteten Nachrichten zitiert, dass man dagegen beinahe schon ein bisschen stumpf geworden ist, und diese Stumpfheit macht leider dumm.

Nein, entzückend ist es hier auch, dass hier ein Rainer Wendt als Sprecher für die Polizei Äußerungen von sich gegeben haben soll (ich glaube der Bildzeitung erst einmal kein Wort), das angestrebte, staatlich totalkontrollierte Web 3.0 in der BRD mit einem zusätzlichen, zentralen, von der Polizei als Vertreterin der direkt ausgeführten Staatsgewalt in ihrer oft gröberen Form kontrollierten und lebenslangen Pranger für jene anzureichern, die ihre Haftstrafen längst verbüßt haben, damit diese auch garantiert für den Rest ihres Lebens einen öffentlichen Makel behalten, der die Teilhabe am Alltag behindert und beschädigt. Das ist eine gute präventive Maßnahme gegen eventuelle Leerstände in Gefängnissen, denn wer Probleme hat, Arbeit und Wohnung zu finden und wer immer wieder erleben muss, dass ihm andere Menschen mit einer kalten Zurückhaltung oder Ängstlichkeit begegnen, der wird sich wohl öfter einmal an weniger gesellschaftsverträgliche Formen erinnern, mit denen man sich auch durchs Leben schlagen könnte. Zusammen mit einer gewiss kommenden, immer weiter gehenden „Privatisierung“ der Haftanstalten würden damit großarige Impulse für die Wirtschaft der BRD gesetzt. Zudem eröffnete ein derartiger stammtischrelevanter Dummsprech einen Blick in das Welt- und Menschenbild eines Polizisten, der von anderen Polizisten in eine Position gewählt wurde, in welcher er für sie sprechen kann — und damit auch einen trüben Blick in die Denkweise jener Polizisten, die so einen Dampflaberer in eine derartige Position bringen.

Wer auf der einen Seite so viel Offenheit fordert, fordert aber noch lange nicht viel Offenheit:

Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) erteilte einer Kennzeichnungspflicht eine Absage. „Nummern oder Zeichen auf Uniformen sind Unfug“, erklärte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt. Sie stellten alle Polizisten unter Generalverdacht und ermöglichten es, Beamte willkürlichen Vorwürfen auszusetzen.

Kriminell gewaltbereite und brutale Scheißbullen (für diese erlaube ich mir die viel zu harmlose Beschimpfung zu gern) sollen nämlich weiterhin unter dem Schutz der Anonymität stehen, der ihre kriminelle Gewaltbereitschaft und Brutalität vor der angemessenen juristischen Ahndung bewahrt. Das wäre ja noch schöner, wenn gewaltbereite und brutale Scheißbullen (siehe Anmerkung kurz vorher) nicht einfach mehr zulangen könnten, ohne dafür zur Verantwortung gezogen werden zu können.

Zu guter Letzt möchte ich nach so viel idiotischen Populismus aus Polizei, Bildzeitung und BRD-Staatsfernsehen auch ein heiteres, populistisches Wort anhängen: Wenn dieser Herr Wendt wissen möchte, ob ein Vergewaltiger — die pädophilen Neigungen schwingen ja im Kontext mit, ohne benannt zu werden — in der Nähe seiner Enkelin wohne, denn möge er doch bitte zusammen mit seinen ganzen Kollegen von der Kriminalpolizei ein sehr genaues Auge auf jene umliegenden röm.-kath. Kirchen werfen, in denen so bemerkenswert selten wegen Vergewaltigung und Kindesmissbrauch (und wegen anderer Verbrechen gegenüber meist ausgelieferten Menschen) ermittelt wird.

Nachtrag: Bei netzpolitik weiterlesen

Abstimmung mit dem Bauch

Und weiterhin stimmen die Menschen in der BRD mit dem Bauch, insbesondere mit dem Mutterleib, ab, wenn sie ehrlich die Aussichten für das zukünftige Leben in der BRD betrachten. Im Videotext-Dienst des BRD-Staatsfernsehens ARD liest sich das denn so:

Immer weniger Babys in Deutschland -- Beim Kinderkriegen fällt Deutschland im europäischen Vergleich immer weiter zurück. 2009 sei die Geburtenrate sogar doppelt so stark gesunken wie im EU-Schnitt, teilte das europäische Statistikamt Eurostat in Luxemburg mit... -- 6,5 Millionen Geringverdiener

Und wer wissen will, warum die Menschen die Aussichten so einschätzen, dass sie kein schutzloses neues Leben in die deutsche Hölle der totalitären und menschenverachtenden Vermarktung, Ausbeutung, Elendsarbeit, Lebensverneinung, Entrechtung, Lohndumperei, Lüge, Quasizwangsarbeit, Zensur, Angstdressur werfen wollen, der lese einfach den Titel der nächsten Videotext-Seite: 6,5 Millionen Geringverdiener

Welcher Mensch mit einem Rest von Verantwortungsgefühl will auch Kinder in ein Leben aussetzen, in dem sie nur eine Batterie im betrieblichen Produktionsprozess und leicht ersetzbares Menschenmaterial sein werden.

Robust

Es gibt viele Möglichkeiten, wie man einen auch durch die üblichen Statistiktricks nicht mehr kaschierbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit schönlabern kann. Alle diese Möglichkeiten sind unverschämt und gegenüber den Betroffenen der Neuen Armut zynisch und verachtungsvoll.

Zahl der Arbeitslosen gestiegen - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Januar im Vergleich zum Vormonat um 342.000 auf 3,6 Millionen gestiegen. Damit erhöhe sich die Arbeitslosenquote um 0,8 Punkte auf 8,6 Prozent, wie die BA mitteilte. Der deutsche Arbeitsmarkt zeige sich zum Jahresbeginn weiter robust, sagte BA-Chef Weise.

Zum Beispiel kann man als bezahlter Schönredner im Auftrag der BA davon sprechen, dass ein Anstieg der (schon durch diverse Tricks beschönigten) Arbeitslosigkeit um gut zehn Prozent (deshalb spricht man lieber von den Prozentpunkten, das klingt viel harmloser) so richtig deutsch und deutlich zeige, dass der Arbeitsmarkt „robust“ sei. Da freut man sich doch als Leser über so viel Robustheit! Ein müder Dank dem Staatsfernsehen der BRD, dass solche Meldungen unkommentiert so mit seiner hirnfickenden Autorität vermeldet, damit wir wenigstens alle merken können, wie „robust“ in der BRD die Dinge so sind!

Hoffentlich gibt es auch mal eine sehr robuste Antwort auf diese Zustände. In Richtung der Arschlöcher, die diese Zustände schaffen.

Ifo-Zahlen in der ARD: Typische Bullshit-Propaganda

Typische Propaganda im Videotext des BRD-Staatsfernsehens ARD, triefend vor Bullshit. „Aufhellung“, welch sonnig Wort! Immer heller wirds, schon zehnmal in Folge, ein gließend Licht müsste es doch sein. Punkte zeigen die sonst recht unsichtbare „Helligkeit“, und man nennt es ein „Klima“, das mit einem „Barometer“ gemessen wird, ganz so, als ginge es dabei um etwas objektiv Messbares wie den Luftdruck. Es ist aber ein „Stimmungsbarometer“, und die dazu angegebene (und völlig unerläuterte) Zahl ist als Indikator für irgendwas wohl so zuverlässig wie die Ausdeutung eines Horoskopes. Es ist gequirlter Bullshit, verkündet mit der Autorität der Tagesschau-Redaktion. Verkündet, während ein immer größerer Teil der Menschen verarmt, teilweise sogar verelendet und gar nicht mehr so sonnige Gedanken hat, und während viele Menschen in staatlich subventionierte Elendsarbeit auf einem Zwangsarbeitsstrich getrieben werden. Das wirkliche Klima ist kalt. Sowohl die Temperatur da draußen, als auch das menschliche Miteinander. Stimmungspunkte und sonstige parawissenschaftliche Bullshit-Zahlen sind wichtiger als Menschen. Eine Erwärmung bleibt aus. Schon mehr als zehn Mal in Folge. Das Aufwärts-Gefasel ist reine Volksverarschung, politisch ausgesprochen nützlich in einer Zeit, in der schlicht kein wirkliches Aufwärts da ist. Und unterdessen wird unter Freiheit immer weniger die individuelle Freiheit verstanden — nein, diese soll immer mehr eingeschränkt werden — sondern die „Freiheit“ des „Marktes“, selbst da, wo es gar keinen Markt mehr gibt. Der Weg des „Lichtes“ dieser „Aufhellung“ ist trotz der Finsternis, auf die wir alle zugehen, klar. Gute Nacht!