Polizisten!

So lange ihr in den BRD-Städten jedes öffentliche, harmlose und friedliche Zusammensitzen von drei oder vier Jugendlichen an einem schönen, warmen Sommertag zum Anlass nehmt, einschüchternde Personenkontrollen zu machen, so lange ihr dabei einen Ton am Leibe habt, den man bei Menschen ohne Uniform direkt und ohne Umschweife als „arschlochhaft“ bezeichnen würde, so lange ihr jedes angeregte Gespräch zerstört, gern im Verlaufe zweier Stunden auch drei Mal nacheinander… tja, so lange braucht ihr euch über gewisse Exzesse bei so genannten „Facebook-Parties“ nicht zu wundern. Die darin sichtbar werdende Gewalt, Polizisten, ist nur ein Spiegel der Gewalt, die jeden Tag von euch ausgeht, wenn Menschen den öffentlichen Raum auch als einen Raum für Menschen betrachten.

Kurz verlinkt (46)

Fast jeder kennt diese als Zeitung getarnten, kostenlosen Blätter, die meist wöchentlich in die Briefkästen gesteckt werden und ein bisschen Journalismus nachahmen, um Reklame unter die Menschen zu bringen. Hinter dieser besonderen Werbeform steht die Einsicht der Werber, dass nur eine weniger intelligenzbegabte Minderheit der Menschen bereit ist, Werbung zu lesen, dass aber fast jeder bereit ist, eine Zeitung zu lesen, wenn man sie ihm gibt, Welche Interessen wirklich hinter diesen Blättern stehen, wird nur sehr selten so richtig deutlich. Manchmal — vor allem bei lokalen Themen mit direktem Bezug zum Leben der Menschen — wird es aber so überdeutlich, dass einem angesichts des geldgeilen und lebensverachtenden Zynismus, der einem aus fast jeden Wort des Hirnpfluges entgegenschlägt, das kalte Kotzen kommt.