Als in den Nuller Jahren der neue Faschismus kam

Als in den Nuller Jahren gleichsam laut wie schleichend der neue Faschismus kam, begann es damit, dass die Unterschicht nicht mehr bloß ökonomisch, über Besitz und Kaufkraft, definiert wurde, sondern mehr wie eine Rasse betrachtet wurde, die sich durch Fortpflanzung ausbreitet und deren Fortpflanzung unterbunden werden müsse, um diese Ausbreitung zu stoppen. In der Folge führte die Fortpflanzung der immer mehr werdenden Besitzlosen immer weniger dazu, dass die dabei entstehenden Kinder und ihre Eltern durch Sozialleistungen unterstützt wurden, und auch die Idee, dass diesen Kindern aus der Rasse der Unterschichtler ein Anrecht auf Bildung zustehe, weil sie eben Menschen und keine den Tieren gleich geachteten (also missachteten) niederen Wesen sind, fiel immer mehr in Vergessenheit. Die alten Errungenschaften des sozialstaatlichen Systemes, einst eingeführt, um eine sozialistische Revolution in der BRD zu verhindern und nach dem Verschwinden des Sozialismus als mögliche Alternative des gesellschaftlichen Miteinander p’litisch nutzlos und damit entbehrlich geworden, sie wurden langsam umgebaut in ein System finanzieller Anreize, deren Ziel vor allem die Förderung der Gebärwilligkeit einer besitzenden Rasse wurde. Die Steuererleichterungen, das Elterngeld und das voll auf Sozialleistungen angerechnete Kindergeld dienten und dienen in der Propaganda zur Abspeisung der Elenden immer noch als Vehikel, um die Illusion der menschenschützenden Sozialstaatlichkeit der BRD zu befördern, sind aber immer mehr zu Instrumenten geworden, von denen ein Mensch umso mehr profitiert, je mehr er besitzt bzw. je größer sein Einkommen ist. Eine weitere Radikalisierung dieses Sozialrassimus steht bevor.