Content4U und Deutsche Zentral Inkasso: Unendliche Geschichte

Eine Geschichte ohne Ende scheinen die offen betrügerischen und höchst asozialen Machenschaften der Abzocker-Klitsche „Content4U“ und der unter „Deutsche Zentral-Inkasso“ firmierenden Schreiber von erpresserischen Mahnschreiben für völlig unbegründete Forderungen zu sein.

Wie ich mit Leichtigkeit an den gegenwärtigen Zugriffen erkennen kann, ist im Vorfeld des Wochenendes einmal mehr einer dieser Serienbriefe herausgegangen, der diesmal allerdings seine einschüchternden Formulierungen mit einer noch höheren Forderung verbindet — und viele Empfänger dieser lustigen Briefe fragen sich jetzt, was sie machen sollen.

Hierzu nur soviel: Eine Forderung der Marke: „Bitte zahlen sie umgehend und ohne Grund 150 Euro, sonst machen wir ihr Leben über einen verleumderischen Eintrag bei der Schufa kaputt“ wird nicht einen Deut berechtigter, wenn sie von einer kleinen Inkasso-Klitsche mit großspurigem Namen verfasst wurde.

Deshalb: Ruhe bewahren! Den Brief einfach ignorieren! Auf keinen Fall die unberechtigte Forderung bezahlen! Nicht antworten, denn Antworten werden auf Seiten dieser offen betrügerischen Arschlöcher gar nicht gelesen, selbst, wenn sie als Einschreiben mit Rückschein versendet werden! Wer Lust darauf hat, kann zur nächsten Polizeidienststelle gehen und eine Anzeige wegen gewerbsmäßigem Betruges erstatten. Es kann ebenfalls hilfreich sein, wenn die in den Schreiben angegebene (und häufig wechselnde) Bank darüber informiert wird, mit welchen Halunken sie zusammenarbeitet, damit das verwendete Konto eventuell gekündigt wird. Jede andere Reaktion ist sinnlos.

Die lustigen Briefe können je nach persönlicher Organisation weggeworfen oder abgeheftet werden. Eine Reaktion auf die verbrecherische Unverschämtheit ist nicht erforderlich. Nur, wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid kommt — dieser ist ein Postzustellungsauftrag vom Amtsgericht — ist es unbedingt erforderlich, dass der Forderung widersprochen wird, damit daraus kein vollstreckbarer Titel entsteht, alles andere ist nur substanzlose Drohung. Zum Widersprechen reicht es aus, ohne weitere Begründung das entsprechende Feld auf dem Schrieb anzukreuzen, eine Begründung ist verschwendete Liebesmüh. Die Betrüger werden nicht den geringsten Wert darauf legen, dass ihre betrügerischen Forderungen von einem Gericht untersucht werden, weil sie dann bei Fortsetzung ihrer asozialen Masche auch juristisch zu dem werden, was sie moralisch schon lange sind: Zu Betrügern. Das „Geschäftsmodell“ steht auf sehr wackeligen Beinen.

Und wer jetzt noch wissen will, warum diese Halunken ihre Luft noch nicht durch Gitter atmen müssen, kann ja mal in aller Ruhe weiterlesen, für wen in der BRD paradiesische Zustände herrschen und für wen nicht.