Wisstanoch…

Tweet von @datavizzard vom 22. August 2015, 23:31 Uhr: Wissta noch Stuttgart 21? Richtig da hat man Demokratie in Demonstranten geprügelt, nicht in Nazis

Woran man in der BRD „Linksextreme“ erkennt

Hier ein Propagandasahnehäppchen des BRD-Staatsfernsehens ARD:

Screenshot ARD-Tagesschau mit der folgenden Meldung: Studie gegen Wissenslücke der Behörden: Keine Ahnung vom Linksextremismus -- Stand: 27.06.2014, 19:53 Uhr -- Gewalt von Links, das überfordert die Sicherheitsbehörden. Denn sie wissen nicht, was sie dagegen tun sollen, weil sie nicht verstehen, warum vor allem junge Menschen linksextrem werden, um gegen den Staat zu rebellieren; ob bei 'Stuttgart 21' oder im Hamburger Schanzenviertel. Nun soll eine wissenschaftliche Studie Polizei und Verfassungsschutz helfen, diese Wissenslücke zu schließen.

In der BRD erkennt man „Linksextreme“ daran, dass sie etwas gegen sinnlose Geldverschwendung durch Großprojekte wie den tiefergelegten Bahnhof von Stuttgart haben. Gleich ab ins Umerziehungslager, damit die mal „Demokratie“ lernen! :mrgreen:

Extremismusunverdächtig und „gute Demokraten“ sind natürlich im Gegenzug alle, denen es scheißegal ist, wie und wo sie leben und die jede Beglückungsidee ihrer classe politique mit einer hündischen Haltung gebückter Dankbarkeit entgegennehmen.

Stuttgart bedankt sich bei den Grünen

In dem Regierungsvermerk vom Mai 2011 heißt es auf der Seite 5: „Das Bemessungsprogramm von Stuttgart 21 sieht keinen Leistungszuwachs von 30 Prozent in der Spitzenstunde vor. Dementsprechend ist dies auch weder im Planfestellungsverfahren noch in den Finanzierungsverträgen vorgesehen.“

Im Klartext: Der Bahnhof soll gar nicht mehr leisten als der alte Kopfbahnhof, und er wird nicht mehr leisten. Das ist im Plan so vorgesehen. Um es ganz deutlich zu sagen: Die Bahn ist überhaupt nicht verpflichtet, dass das teure Neue mehr leisten soll als das Alte. Das Schlimme: Die Bürger, die den offiziellen Versprechungen vertrauten, wurden hinters Licht geführt. Und die regierenden Grünen machten bei diesem üblen Spiel mit. Seit dem 20. Mai 2011 wissen sie Bescheid. Aber sie schwiegen. Und schweigen.

Zitat Stern.de — Stuttgart 21: Ein übles Spiel mit grüner Beteiligung

Nur angemerkt für den Fall, dass noch jemand diese ehemalige Alternativpartei wegen ihrer Reklame für wählbar hält…

S21: Eine einfache Lösung, Herr Geißler…

Was die Website der Frankfurter Allgemeinen heute in einer fröhlich doppeldeutigen Formulierung zum Besten gab, wäre wirklich eine gute Lösung:

Die grün-rote Landesregierung forderte Geißler auf, sich an den Mehrkosten zu beteiligen

Haften sie einfach persönlich, Herr Geißler, für die Scheiße, die sie als Frontfresse dieser scheinbaren und unter ständigen Lügen vorangetriebenen „Schlichtung“ aktiv und bewusst mit zu verantworten haben! Oder halten sie, wenn sie das schon nicht tun wollen, einfach ihre verlogene, stinkende P’litikerklappe!

Quelle des Screenshots: Website eines Verlagsangebotes, das hier bewusst nicht mehr verlinkt wird.

Er schämt sich so…

Michael Marquardt, stellvertretener Kreisvorsitzender der FDP Stuttgart und damit zweifellos ein BRD-Qualitätsdemokrat, ist — man hält es bei so einem riesigen, stinkenden Astloch von Volxverkäufer ja gar nicht mehr für möglich — beschämt. Nein, nicht etwa wegen des wahrhaft beklagenswerten verotteten, gierigen und menschenfeindlichen Zustandes der gesamten classe politique, sondern wegen des Demonstrationsrechtes, das trotz der jeden Tag fühlbaren Sinnlosigkeit jeder Demonstration immer noch von einigen Menschen in der BRD wahrgenommen wird. Und dieses Schämen eines Eiskalten und Unverschämten klingt dann so:

Ich komme eben von der Kundgebung mit unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel und unserem OB-Kandidaten Sebastian Turner auf dem Marktplatz zurück. Ich bin so wütend und enttäuscht — Stuttgart hat sich mal wieder von seiner hässlichsten Seite gezeigt. Nur Trillerpfeifen, alte gefrustete Weiber mit ungepflegten Haaren und Trillerpfeifen, ungepflegte, nach alten Schweiß stinkende, rumbrüllende Männer ohne jeden Anstand. Du wirst beleidigt wenn Du applaudiert, angebrüllt, weggedrängt,… Ich schäme mich so für dieses Bild, das Stuttgart einmal mehr abgegeben hat!

Quelle: Facebook-Eintrag von Michael Marquardt. [Der Link geht natürlich zur Tracking- und Datensammelmaschine Facebook, ich rate vom Klick strikt ab. Marquardt ist schlimm genug, da muss nicht noch Facebook dazukommen.]

Man beachtet die kryptofaschistisch-lyrische „Zusammenfassung“ der Menschen, die sich dieser Volxverkäufer zu „vertreten“ anschickt.

Nur nicht mit dem Auftraggeber verscherzen…

Aber nein, wenn man als Sachverständiger in einem Ausschuss sprechen soll, denn muss dabei schon das wirtschaftlich Gewünschte gesagt werden, denn sonst wird ein anderer Mensch mit Sach- und Lachverstand herangeschafft. Das geht in unserer hübschen Bananenrepublik auch ganz ohne jede Zensur, Ausladungen und deutlich sichtbaren Druck, denn…

Mit dem Auftraggeber Deutsche Bahn, die ebenfalls einen Experten für die Anhörung abstellen wird, wolle „es sich eben keiner mutwillig verscherzen“, so ein unabhängiges Verbandsmitglied.

Ich hoffe ja langsam leise, dass so langsam jeder bemerkt, auf welche Weise in der BRD p’litische Entscheidungen entstehen und wessen Interessen dabei erwogen und vertreten und wessen Interessen dabei verschwiegen und zertreten werden.

S21: Welche Schlichtung?

Die öffentliche Schlichtung, aktuell in Stuttgart, leidet unter dem Grundwiderspruch, dass es zwischen den Lösungen „bauen“ und „nicht bauen“ keinen Kompromiss geben kann. Ein bisschen bauen? An Volksabstimmungen führt bei solchen Projekten kein Weg vorbei. Es sei denn, man gibt den Gedanken auf, dass bei uns der Souverän das Volk ist.

Tagesspiegel.de: Warum die repräsentative Demokratie nicht jedem gefällt — und dort weiterlesen!