Wer seine Kinder liebt, hält sie von der Kirche fern!

„Meine schlimmste Erinnerung ist die von dem Tag, als ich meine erste Menstruation bekam“, sagt Graf. „Da haben mich vier Ordensschwestern in das Zimmer vom Pfarrer gezerrt und mich aufs Bett geworfen. Jede hielt mich an einer Gliedmaße fest. Dann wurde mir ein Besenstiel eingeführt.“ Als die damals Elfjährige vor Schmerzen schrie und weinte, habe ihr eine der Schwestern auf den Mund gespuckt und ihn danach mit einem Pflaster zugeklebt.

DerStandard.at — Opfer kirchlichen Missbrauchs: „Hölle kann nicht schlimmer sein“

Und nein, das sind keine Einzelfälle. Wirklich nicht. Und es ist auch nicht nur Vergangenheit. (Für die, die es ohne Suizid überlebt haben, ist es sowieso gegenwärtig genug.) Wirklich nicht. Und nein, das wird auch nicht anders, wenn jetzt mal ein halbwegs erträglicher Pope immerfort in die Kameras löchelt. Und nein, es ist auch in anderen christlichen Gemeinschaften oft ausgesprochen übel für Kinder, wenn es auch nicht überall zu offenem sexuellen Missbrauch kommt und sich die Folter auf systematische Angstmache, Einschüchterung und Prügel „beschränkt“ — ganz nach biblischem Vorbild.

Je höher die Moral, desto widerlicher die Menschen.

Oh, glücklicheres Österreich!

In dir, Österreich, gibt es andere Gesetze und Gerichte als in der BRD, diesem p’litisch gewollten Paradies für Abzocker und Betrüger. Hier für die Content4U-Opfer aus Österreich der Hinweis auf das Urteil des HG Wien 20.09.2011, 30 Cg 5/11d:

Die Kostenhinweise der Firma Content4u auf http://www.download-service.de für die Nutzung eines „Download-Services“ sind unwirksam. Gericht untersagt die Verwendung derartiger Entgeltklauseln.

Mit einem aktuellen Urteil gab das HG Wien einer Unterlassungklage des VKI – im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums [sic! Solches Vorgehen gibt es in Ländern, die im Gegensatz zur BRDkeine p’litisch gewünschten Paradiese für Abzocker und Betrüger sind] – gegen die Firma Conten4u aus Deutschland zur Gänze Recht. […]

Das HG Wien gab dem Unterlassungsbegehren des VKI zur Gänze statt. Die verwendeten Klauseln lassen den durchschnittlichen Verbraucher bei Abruf der Website nicht eindeutig erkennen, dass die angebotenen Dienstleistungen kostenpflichtig sind. Die Preisinformation muss jedoch für Verbraucher klar und deutlich zur Verfügung gestellt werden. Stellt man auf die Branchenüblichkeit ab, wonach derartige Dienstleistungen grundsätzlich kostenlos im Internet zum Download bereit gestellt werden, so ist dies eine Bestimmung ungewöhnlichen Inhalts.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

In der BRD legaler Abzocker: GMX

Zitat heise online:

Der E-Mail-Anbieter GMX muss gegenüber österreichischen Kunden zahlreiche in Österreich rechtswidrige Vertragsbestimmungen streichen und einige unzulässige Geschäftspraktiken einstellen. […]

[…] „Fest steht, dass einige Klauseln nach dem deutschen BGB zulässig sind, jedoch dem österreichischen Konsumentenschutzgesetz (KSchG) widersprechen“, sagte Ulrike Wolf vom VKI gegenüber heise online, „GMX hat nun die offenbar auf das deutsche Recht zugeschnittenen Bestimmungen neu aufgesetzt und an das KSchG beziehungsweise ABGB angepasst.“ […]

GMX hatte Nutzern der Gratisversion „Geburtstagsüberraschungen“ oder „Treuegeschenke“ zukommen lassen, die eine zunächst kostenlose Nutzung umfangreicherer Dienstleistungen enthielten. Nach einiger Zeit wandelten sich diese Schnupperabos aber in kostenpflichtige Verträge. Der Kostenhinweis war am Ende einer seitenlangen Produktbeschreibung nach der Grußformel angefügt gewesen. […]

Wie tröstlich für den großen deutschen Freemail-Provider GMX — der übrigens auch schon einmal alarmierende und irreführende Bannerwerbung für den Nutzlosdienstleister antivirus (strich) security (punkt) net geschaltet hatte oder gar noch hat (letzteres weiß ich nicht, weil ich schlicht keine Angebote von Anbietern nutze, die ihre Nutzer offen verachten) — dass er dieses tolle Geschäftsmodell doch wenigstens in der BRD weiterführen kann. Denn die BRD ist nicht nur ein viel größerer Markt als die Alpenrepublik, die BRD ist auch in p’ltisch gewünschter Weise ein Paradies für Abzocker und Betrüger aller Art.

Und morgen stellen sich die gleichen Arschgesichter aus der classe politique, die solche Zustände seit einem guten Jahrzehnt durch völlige Tatenlosigkeit möglich machen, hin und blahfaseln wieder einen davon, dass das Internet „kein rechtsfreier Raum“ sein darf. Vor allem, wenn es darum geht, den Zugang zum Internet für die Menschen auf möglichst willkürliche Weise einzuschränken.

Nachtrag: Bitte