Breivik-Ausstellung spaltet Norwegen…

Rd. vier Jahre nach dem Massenmordanschlag des rassistisch motivierten Mörders Anders Behring Breivik wurde eine Ausstellung eröffnet, die Dinge zeigt, die der Massenmörder bei seinen Morden benutzte.

Anlässlich dieses Ereignisses möchte ich es mir nicht entgehen lassen und eine andere, ganz kleine Ausstellung im Web zeigen: Wörter, die ein Qualitätsjournalist anlässlich eines solchen Massenmordanschlages benutzt hat, um von einem BRD-Verlagsmilliardär bezahlt die gewünschte p’litische Propaganda voranzutreiben. Ich halte den folgenden, meinem Archiv entnommenen, am Abend des 23. Juli 2011 in der Fuldaer Zeitung veröffentlichten Artikel des Qualitätsjornalisten Manfred Schermer für ein bedeutsames Dokument der Zeitgeschichte, weil es an einem „bedauerlichen Fehlschlag“ bei einem contentindustriellen „Schnellschuss“ überdeutlich macht, mit welchen psychischen Mechanismen die Menschen von Journalisten vorsätzlich manipuliert werden. Diese Kommunikationsmuster im zeitgenössischem Journalismus zu erkennen — zum Beispiel bei der Berichterstattung zur Ukraine, zu Griechenland, zum Nahen Osten, zur Sozialp’litik in der BRD, zu so genannten „Befreiungskriegen“ und „Friedensmissionen“ des ehemaligen Verteidigungsbündnisses NATO und zum Abbau der menschlichen Grundrechte im Zuge einer überwachungsesoterischen Sicherheitsp’litik — sei jedem Leser als tägliche Aufgabe und leidige Pflicht der Intelligenz gegen die dräuende Übermacht der Verdummung gegeben.

Ich bitte um die massenhafte Archivierung dieses entlarvenden Dokumentes — und darum, dass es so viele Menschen so oft wie möglich vor Augen bekommen!

Zunächst der Artikel in seinem Originallayout in der Website der Fuldaer Zeitung vom 23. Juli 2011, 17:59:20 UTC. Zum Vergrößern auf Originalgröße einfach das Vorschaubild klicken:

Screenshot der Website der Fuldaer Zeitung

Und nun der vollständige Text dieses Artikels, ohne Layout-Elemente:

Keine Entwarnung

Fulda
Kommentar zum Terroranschlag in Oslo und der Schießerei auf der Insel Utøya von Manfred Schermer.

Der Terror ist zurück in Europa. Auch wenn die Urheber des verheerenden Anschlags von Oslo und der Schießerei auf der Insel Utøya noch nicht feststehen — es deutet vieles auf einen islamistischen Hintergrund hin. Norwegische Medien hatten die dänischen Mohammed-Karikaturen nachgedruckt, vor rund einem Jahr erst war eine islamistische Terrorgruppe aufgeflogen, und Norwegen ist als Nato-Mitglied am Afghanistan-Einsatz beteiligt. Man war also gewarnt, vor allem auch nach den missglückten Anschlägen von Stockholm im Nachbarland Schweden vom Dezember des vergangenen Jahres.

Bislang waren die Norweger stolz auf ihre offene Gesellschaft. Die Mitte-Links-Regierung mit Regierungschef Jens Stoltenberg an der Spitze hat im Gegensatz zur Regierung im benachbarten Dänemark auf eine liberale Ausländerpolitik und einen Dialog mit muslimischen Zuwanderern gesetzt. Nun muss sie bitter erfahren, wie ihnen ihre Liberalität gedankt wird. So sympathisch eine offene Gesellschaft ist — sie lässt eben nicht nur ihren gesetzestreuen Mitgliedern, sondern auch Kriminellen und Terroristen Freiheiten, die in etlichen anderen Ländern seit den Anschlägen von New York, London und Madrid teils drastisch eingeschränkt worden sind. Offensichtlich nicht ohne Grund. Diesem feigen Terrorpack mit Großzügigkeit zu begegnen, hieße, ein Feuer mit Benzin löschen zu wollen. Wer diesen Fanatikern versöhnlich kommen will, muss damit rechnen, dass ihm dies als Schwäche ausgelegt und skrupellos ausgenutzt wird.

Der Anschlag auf das Herz des Osloer Regierungsviertels lässt nur einen Schluss zu: Es kann für Europa und auch für Deutschland keine Entwarnung geben. Die Gefahr weiterer Attacken bleibt bestehen — und damit leider auch das Paradoxon, dass wir unsere Freiheit offenbar nur schützen können, indem wir sie beschneiden.

Ich gratuliere den Presseverlegern, die solche Propaganda unter die Menschen bringen, dazu, dass sie von der p’litischen Klasse der BRD mit einem so genannten „Leistungsschutzrecht für Presseverleger“ belohnt wurden.

Die Frage, aus welchem Sumpf die übelriechenden Gase aufsteigen, die sich dann entzünden und plötzlich zu brennenden Flüchtlingsunterkünften in der BRD führen, sollte sich damit ebenso leicht beantworten lassen wie die Frage, warum die eine Form des Terrors als ständiges Schreckgespenst zur Rechtfertigung tiefgreifender und alldurchwaltender Überwachung aller Menschen immer und immer wieder vor jedes Auge gestellt wird, während andere mörderische Formen des Terrors, zum Beispiel solcher mit rassistischer Motivation und jahrelangem Gedeihen in einem mit Geheimdienstmitarbeitern durchsetzten Sumpf keine tiefgreifende Beachtung findet und während die dritte Form des Terrors, das BRD-staatliche Entziehen von Geld (zum Beispiel zum Kauf von lebensnotwendigen Medikamenten) (siehe auch „Wer kein Geld hat, der stirbt“ im Tagesspiegel), niemals medial als Terror bezeichnet, sondern als alternativlos, vernünftig, gerecht etc. bezeichnet wird.

Die so zu findende Antwort macht vieles klarer. Auch, wenn man nicht zur Verschwörungstheorie neigt.

Zum Jahrestag der Mordanschläge von Oslo und Utøya…

…muss ich einfach noch einmal an den damals spontan im Propagandareflex veröffentlichen, unsäglich dummen Kommentar des Qualitätsjournalisten Manfred Schermer von der Fuldaer Zeitung erinnern, der offenbar ohne jede Tatsachenkenntnis aus Versatzstücken, die im Kopfe des Schreibtischtäters schon fertig waren, zusammengesetzt wurde.

Damit auch niemals, niemals, niemals vergessen werde, welche Schablonen von Qualitätsjournalisten an das Tagesgeschehen angelegt werden, damit beim Leser auch die gewünschte Meinung entstehe! Oder, um es mit den flammenden Worten Manfred Schermers zu sagen:

Diesem feigen Terrorpack mit Großzügigkeit zu begegnen, hieße, ein Feuer mit Benzin löschen zu wollen

Bitte beim Lesen nicht vergessen, welche „Begründungen“ für die totalitäre Weltüberwachung namens PRISM, Tempora etc. vorgebracht werden. Ich hoffe, es dämmert!

Um die massenhafte Archivierung dieses entlarvenden Dokumentes zum tieferen Verständnis der Gegenwartsgeschichte bitte ich ausdrücklich. Der nächste Jahrestag kommt bestimmt. Der nächste mit den Gefahren des „islamistischen Terrorismus“ begründete Anschlag auf die verbliebenen Freiheitsrechte der Menschen in der so genannten „westlichen“ Welt kommt ebenso sicher.

Wi(e)der das digitale Vergessen!

Möge das Internet nichts vergessen!

Ein Schreibtischtäter namens Manfred Schermer hat in der Fuldaer Zeitung einen unfassbar dummen Kommentar veröffentlichen können, der frei von jeder Bindung an die Fakten war, die darin kommentiert wurden — aber dafür wurde um so deutlicher mit der Angstpeitsche des islamistischen Terrors für einen weiteren Abbau von Bürger- und Menschenrechten eingetreten.

Man hat bei der Fuldaer Zeitung allerdings gemerkt, dass eine dermaßen plumpe Propaganda von beinahe jedem Leser durchschaut wird. Damit jetzt nicht etwa jemand auf die Idee kommt, die Fuldaer Zeitung des Verlages Parzeller GmbH & Co. KG sei ein Blatt für üble Propagandaschmiererei auf dem Niveau des Stürmers oder der Bildzeitung, hat die Fuldaer Zeitung den Text etwas „bearbeitet“, er sieht jetzt so aus:

Screenshot einer Fehlermeldung, die darauf hindeutet, dass der Artikel nicht existiert.

Damit sich trotz dieser beherzten Löschung auch jeder selbst ein Bild davon machen kann, wie die Agitation im so genannten „Qualitätsjournalismus“ untergebracht wird, habe ich ein Archiv dieses Artikels aus dem Google-Cache erstellt. Es handelt sich wahrlich nicht um einen kleinen Unfall mit Fehlern, die in der redaktionellen Eile mal eben geschehen können, sondern um systematische Desinformation und Angstmache angesichts von Tatsachen, die dem Kommentar direkt widersprechen. Kein Wunder, dass die Fuldaer Zeitung binnen weniger Minuten einsah, dass an diesem Text nichts mehr zu retten ist.

Zum Genuss und Verdruss hier auch der Text, der nach Meinung der Fuldaer Zeitung vergessen werden sollte – die Anmerkungen in spitzen Klammern ist von mir:

Keine Entwarnung

Kommentar zum Terroranschlag in Oslo und der Schießerei auf der Insel Utøya von Manfred Schermer.

Der Terror ist zurück in Europa. Auch wenn die Urheber des verheerenden Anschlags von Oslo und der Schießerei auf der Insel Utøya noch nicht feststehen – es deutet vieles auf einen islamistischen Hintergrund hin. Norwegische Medien hatten die dänischen Mohammed-Karikaturen nachgedruckt [und deutsche Journalisten lesen im Kaffeesatz das, was sie schreiben wollen], vor rund einem Jahr erst war eine islamistische Terrorgruppe aufgeflogen, und Norwegen ist als Nato-Mitglied [das ist Deutschland übrigens auch] am Afghanistan-Einsatz beteiligt [das ist Deutschland übrigens auch, also habt endlich ANGST, Leute!]. Man war also gewarnt, vor allem auch nach den missglückten Anschlägen von Stockholm im Nachbarland Schweden vom Dezember des vergangenen Jahres.

Bislang waren die Norweger stolz auf ihre offene Gesellschaft [Zu recht! Aber jetzt sollen sie ANGST haben und die gleiche Apartheid einführen, die schon im größten Teil Europas um sich gegriffen hat]. Die Mitte-Links-Regierung mit Regierungschef Jens Stoltenberg an der Spitze hat im Gegensatz zur Regierung im benachbarten Dänemark auf eine liberale Ausländerpolitik und einen Dialog mit muslimischen Zuwanderern gesetzt [Die Dummerchen, hätten sie doch nur ANGST gehabt!]. Nun muss sie bitter erfahren, wie ihnen ihre Liberalität gedankt wird [Oh, wie „spöttisch“, so einen Massenmord als „Dank“ zu bezeichnen]. So sympathisch eine offene Gesellschaft ist – sie lässt eben nicht nur ihren gesetzestreuen Mitgliedern, sondern auch Kriminellen und Terroristen Freiheiten, die in etlichen anderen Ländern seit den Anschlägen von New York, London und Madrid teils drastisch eingeschränkt worden sind. [Das ist halt besser, wenn wir alle eine unsympathische Gesellschaft haben anstelle einer, in der es sich für möglichst viele Menschen zu leben lohnt.] Offensichtlich nicht ohne Grund. Diesem feigen Terrorpack [Fehlt eigentlich nur noch eine Ungeziefer-Metapher] mit Großzügigkeit [Bürger- und Menschenrechte sind keine Lebensrechte eines jeden Menschen, sondern eine gnädig gewährte Großzügigkeit] zu begegnen, hieße, ein Feuer mit Benzin löschen zu wollen [Bürger- und Menschenrechte sind der Grund für die brennende Welt, ohne sie wäre alles viel harmloser!]. Wer diesen Fanatikern [sic! Das schreibt einer, dem beim Schreiben vor lauter Fanatismus der Geifer in die Tastatur gesprudelt sein muss…] versöhnlich kommen will, muss damit rechnen, dass ihm dies als Schwäche ausgelegt und skrupellos ausgenutzt wird.

Der Anschlag auf das Herz des Osloer Regierungsviertels lässt nur einen Schluss zu: Es kann für Europa und auch für Deutschland keine Entwarnung geben. [Also habt ANGST!] Die Gefahr weiterer Attacken bleibt bestehen [Also habt ganz viel und noch mehr ANGST!] – und damit leider auch das Paradoxon, dass wir unsere Freiheit offenbar nur schützen können, indem wir sie beschneiden. [sic!]

Übrigens habe ich in der BRD immer noch von keinem einzigen Toten durch irgendeinen „islamistischen“ (für mich ein Unwort) Terror gehört. Aber ich habe mehrere Menschen gekannt, die sich wegen ihres Lebens unter der Willkür des Hartz-IV-Staates zum Freitod entschlossen haben. Nur, um das mal kurz anzumerken.

Nachtrag: Siehe auch bei Stefan Niggemeier