Kauflaune

Einzelhandel verliert an Kraft -- Deutschlands Kauflaune sinkt

Jedes Mal, wenn ich höre oder lese, wie einer dieser Schreibtischtäter der organisierten Menschenverachtung im Betrieb der Journaille die sich immer noch ausbreitende Armut unter den Menschen in der BRD als eine „sinkende Kauflaune“ bezeichnet, wächst mein Verständnis für Terrorismus und gewaltbereiten Einsatz für das eigene Existenzrecht. Die Möglichkeit zum friedlichen und respektvollen Miteinander wird von denen verneint, die als drei Handvoll Milliardäre die Inhalte der Presse bestimmen, nicht von mir.

Vergesst auf gar keinen Fall, nach der Revolution genug Galgen für die Schergen und Speichellecker der derzeit Herrschenden zu bauen, für die Arschlöcher, die sich Journalisten nennen!

Wenn man alles Geld den Banken gibt

Die Lage in griechischen Krankenhäusern wird wegen der Finanzkrise immer dramatischer. Es fehlt am Nötigsten: Medikamente, Gips und sogar Klopapier. Aus fast allen Kliniken kommen Hilferufe. Das griechische Gesundheitssystem bricht zusammen. „Die griechischen Politiker streiten sich im Fernsehen darüber, wie das Land regiert werden soll und wir haben hier keinen Gips“, sagt ein Arzt des Krankenhauses der Ostägäisinsel Chios. Die Verwandten der Patienten müssen selbst Gips kaufen, damit die Ärzte gebrochene Arme und Beine behandeln können […]

Noch dramatischer ist die Lage für Herzkranke und Menschen mit Gefäßverengungen. Die größte Klinik in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki führt seit Tagen keine kardiologischen Untersuchungen und Operationen mehr durch. Stents (Gefäßstützen) können nicht mehr implantiert werden, weil die Lieferanten ohne Barzahlung kein Material schicken, sagen mehrere Ärzte. Das Krankenhaus habe kein Geld mehr, um die Stents zu kaufen. „Hier herrscht Chaos. Mit Menschenleben kann man aber nicht spielen“, klagen Ärzte.

stern.de — Dramatische Lage griechischer Kliniken: Keine Medikamente, keine Katheter, kein Klopapier

Aber Hauptsache, die Banken sind gerettet, nachdem sie in windigen Geschäften mit Schwindelzetteln die Früchte der Arbeit anderer Menschen verzockt haben! Rettungsschirm?! Wer noch ein Herz in der Brust hat, bekommt von diesem gnadenlos zynischen Wort einen unwiderstehlichen Kotzreiz. Wo ist eigentlich das Gericht, vor dem die Verantwortlichen sich verantworten müssen? Ach, nirgends…

Neues schaffen heißt Widerstand leisten

Wie nennen wir das mal…

Wie nennen wir das mal, wenn wir in Zukunft die so genannte „Rundfunkgebühr“ nicht mehr von den Leuten zwangskassieren, die den staatlichen Rundfunk der BRD auch nutzen, sondern ihn einfach in eine pro Wohnung zahlbare Zwangsabgabe umwandeln, die auch dort gezahlt werden muss, wo die Menschen gern auf diese Mischung aus Bespaßung, Tittitainment und INSM-Propaganda in den so genannten „Polit-Talkshows“ verzichten? Das werden ja immer mehr, und so können wir die Alimentierungsanstalten für unsere beflissensten Günstlinge irgendwann gar nicht mehr richtig finanzieren. Wir brauchen unbedingt ein tolles Wort dafür. Nee, „Zwangsabgabe“ oder „Haushaltssteuer“ wäre zu deutlich? Moment, das ist eine gute Idee. Wir nennen es…

…einfach eine „Vereinfachung“, und zwar eine „zeitgemäße“. Das klingt doch toll.

Und morgen „reformieren“ wir das Steuersystem, schmeißen die unverständliche Progression und die vielen Ausnahmeregeln weg, teilen den Geldbedarf der BRD durch die Anzahl Einwohner und nehmen eine Kopfsteuer. Das nennen wir dann auch eine „zeitgemäße Vereinfachung“. Und weil alle alle gleich behandelt werden, nennen wir das auch noch „gerecht“, wenn jemand bei dieser „Vereinfachung“ wach wird und bemerkt, dass das eine gewisse Schieflage hat. Unsere Freunde von der Journaille schreiben das schon ab.

So einfach geht p’litisches Vereinfachen. Immer schön die Sprache ficken, niemals die Dinge beim Namen nennen.

Und immer schön ins Hirn ficken…

…das scheinen sich die Vertreter der deutschen Medien und diverser „Institute“ der Wirtschaft zu sagen, wenn sie Sprache benutzen, um den Zerfall der Gesellschaft in der BRD schönzulügen. Manchmal kann man beim Überfliegen dieser Meldungen, die vom BRD-Staatsfernsehen ARD genau so blind wiedergegeben werden, wie sie von der wirtschaftsabhängigen Journaille direkt aus dem NITF-Ticker der großen Agenturen übernommen und als „Journalismus“ verkauft werden, schon an die „etwas einseitige“ Darstellung vieler Vorgänge in den zentral organisierten Medien der DDR denken. Ein aufdringlicher Duft des alten „Neuen Deutschland“ zieht etwa in die Nase, wenn man heute im Videotext des BRD-Staatsfernsehens den folgenden Neusprech im Wirtschaftsteil auf Seite 703 liest (Stand vom 5. Juli, 20:30 Uhr):

Deutsche kaufen weniger ein

Die Deutschen reagieren auf die steigenden Preise offenbar verstärkt mit Konsumverzicht. Das betrifft vor allem die Güter des täglichen Bedarfs. Wie das Magazin „Focus“ unter Berufung auf die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) berichtet, gaben die Verbraucher im Mai zwar nominal 5,6 Prozent mehr für Lebensmittel und andere Alltagsgüter aus. Real landeten aber 3 Prozent weniger Waren in den Einkaufswagen.

Wir merken uns: Was im Altsprech völlig zutreffend als eine Folge der fortschreitenden Verarmung immer breiterer Schichten der Bevölkerung der BRD in Kombination mit einer recht hohen Inflation bezeichnet worden wäre, das darf nach allen so genannten „Reformen“ nicht mehr beim Namen genannt werden. Wo kommen wir auch hin, wenn von Armut die Rede ist. Deshalb muss flugs ein passender Neusprech her, der fast schon klingt, als würden Menschen freiwillig weniger kaufen. Was nehmen unsere Hirnficker da für ein Wort? Es wäre gut, wenn es ein kleines bisschen „positiv“ klingt, nach frei gewähltem und damit freiem Lebensstil. Ah, nehmen wir doch einfach das Wort „Konsumverzicht„. Das hat doch gleich den richtigen Klang, da denkt doch keiner mehr an abgezählte Eurogroschen und Jagd nach billig angebotenen, abgelaufenen Lebensmitteln.

Es soll also ein „Verzicht“ sein, keine Armut. Und zwar vor allem ein Verzicht auf die „Güter des täglichen Bedarfes“, also auf solche „Luxusgüter“ wie Lebensmittel. Zwar müssen sogar diese Hirnficker von der GfK im Lokus-Artikel einräumen, dass mehr Geld dafür ausgegeben wurde, obwohl weniger Menge mit diesem mehr Geld gekauft wurde, aber das ist ja alles nur „Verzicht“. Wahrscheinlich kaufen die neuen Armen in der BRD jetzt einfach luxuriösen Fraß aus irgendwelchen Feinkostläden, damit dieser Effekt zustande kommt — oder gibt es etwa eine andere, vielleicht sogar zutreffende Erklärung für diese Entwicklung? Besser darüber schweigen. Und sagen, dass es sich um einen „Verzicht“ handelt, wobei mitschwingt, dass dies eine ganz freiwillige Haltung ist und nicht etwa jeden Tag aus einer steigenden Not heraus geboten wird.

Für diese menschenverachtenden und zynischen Sprecher des BRD-Neusprechs ist wahrscheinlich sogar das weltweite Hungerproblem ganz leicht zu lösen. Einfach mit dem „Verzicht“ aufhören und mehr essen! So einfach ist das!

Hoffentlich hört man in der BRD bald mit dem Verzicht darauf auf, solchen Arschlöchern das völlig angemessene, negative soziale Feedback zu geben.