Schland ist Weltmeister!

Deutschland ist Weltmeister beim Lohndumping -- Zwischen 2000 und 2010 sind die Reallöhne in Deutschland um 4,5 Prozent gesunken! Beschäftigte mit einem durchschnittlichen Verdienst haben in zehn Jahren real, also preisbereinigt, weniger in der Tasche gehabt. Und das in einem Land, das weltweit zu denen mit der modernsten Industrie und produktivsten Wirtschaft gehört.

Wer braucht denn noch ein Finale, wenn er schon den Hartz-Fear-Staat mit sozialdemokratisch eingeführtem Elendsarbeitsstrich zur Garantie des Lohndumpings hat?!

Elendsarbeit und Hungerlohn „gegen die Armut“

Wenn Armut zum Beispiel hauptsächlich mit Arbeitslosigkeit verbunden wird, dann scheint die beste Gegenstrategie darin zu liegen, Menschen in Arbeit zu bringen.

In welche Arbeit zu welchen Löhnen ist dann kein Thema und schon scheint Armut erfolgreich bekämpft. Übereinstimmend bewerteten sowohl Sozialdemokraten als auch die schwarz-gelbe Koalition, Kanzlerin und Kanzlerkandidat, als Erfolg der Hartz-Reform, dass wir weniger Arbeitslose und mehr Beschäftigte haben, was sie mit den von ihnen vorgelegten Statistiken auch belegen können.

Ob wir damit auch mehr oder weniger Arme haben, interessiert sie nach dieser Definitionsverschiebung nicht mehr. Einstimmig gelobt wird die sinkende Arbeitslosenquote, sogar die sinkende Unterbeschäftigungsquote und die sinkende SGB II-Hilfe-Quote, alles Zahlen, die man durch statistische Tricks, Umstellung der Erhebungsmethode, Beschäftigung weit unter Qualifikationsniveau und gewünschter Vollzeit, abschreckendes Behördenhandeln und mangelnde Beratung beeinflussen kann. Gemeinsam ist allen diesen Zahlen, dass sie keinerlei Auskunft über eine weiter bestehende Armut in den Haushalten geben.

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Armutslöhne haben in den Augen dieser Ökonomen im Wettbewerbsgeschehen eine wichtige Funktion, ohne dass offengelegt wird, zu welchen Löhnen, bezüglich welcher Produkte und zu welchen Wettbewerbern eigentlich konkret in Wettbewerb getreten werden soll. Zu Bangladesch, Indien, China? Dabei geht es überhaupt nicht um die Exportwirtschaft, wo im Regelfall Löhne über der Mindestgrenze gezahlt werden, sondern um ortsgebundene Dienstleistungen wie Frisieren, Ordnungsdienste, Tätigkeiten in Gastgewerbe und Kantinen, in der Landwirtschaft oder in der Pflege.

Helga Spindler, Professorin für Sozial- und Arbeitsrecht

Der Kampf gegen die „Minijobs“

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Der Facharbeiter

Facharbeiter -- 1970: verheiratet, 2 Kinder, Frau musste nicht arbeiten, hat Auto und konnte Haus abbezahlen -- 2013: kann sich kaum ernähren, sucht Frau, die auch Arbeit hat, Kinder kann man sich nicht leisten, fährt Fahrrad, wohnt in einer viel zu teuren Wohnung -- Danke liebe Bundesregierung für diesen Fortschritt! (Kalus Werner Schöner)

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Blaue Karte dem so genannten „Fachkräftemangel“

Es ist ja wirklich bitter, wenn qualifizierte Arbeit auch angemessen entlohnt wird, wie gut also für unseren Bundespudel Hans-Peter Friedrich, wenn man mit einer „blauen Karte“ Billiglöhner der Informatik in die BRD holen kann. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sehen dann so aus:

Jetzt hab ich für teuer Geld (für mich und den Staat) Info [m. Anm.: Infomatik] studiert, hab 4 Jahre Werkstudent gemacht, was ja schon sehr selten ist (bei uns an FH einer von ca. 80 Abgängern), das einer überhaupt Werkstudent ist während dem Studium. Und nu bin ich seit einem Jahr auf Jobsuche weil mir immer fix 28k-32k [m. Anm.: um die 30.000 Euro Jahresgehalt] angeboten werden. Selbst ein Dachdecker hat nach Tarif 2010-2011 rund 29,5k [m. Anm. 29.500 Euro Jahresgehalt] bei 40h nach zwei Jahren Berufsausbildung. Das können die sich mal schön in ihre Fascho-Ärsche stecken. Eher würd ich die Strassen fegen oder Popkorn im Kino verkaufen als typisch deutsche, faschistische Arbeitgeber noch reicher zu machen. Ich will für diese Arbeitgeber-Junta in Berlin so wenig Steuern zahlen wie geht und wenn ich dafür mein leben lang ALG2-Empfänger bleibe.

Es kann aber durch aus sein, dass das SozAmt bei mir erlaubt, dass ich mich auch in der Schweiz bewerbe und mir die Reisekosten da hin erstattet. Das machen die nämlich nur noch bei Leuten die länger arbeitslos sind. Das muss der Amtsleiter wirkürlich entscheiden. Wie pervers ist das denn, teure Ausbildung gehabt, keinen Job in DE gefunden und dann an die Schweiz abgegeben, nur damit ein Arbeitsloser weniger zu versorgen ist. Und dann machen die faschistischen Mitte-Parteien auf Blaue Karte.

Kommentar von „pioneer3001“ im Forum von Heise Online zur Meldung über den „großen Erfolg“ der „Blauen Karten“

Gute Nacht und sterbe sanft, Deutschland! Grüß deine Bestatter aus der großen Koalition der alternativlosen Mitte namens CDUSPDCSUFDPGRÜNETC mit ihren Taschen voller Korrumpat.

Schlecker ist pleite!

Mit Schlecker ist in Deutschland ist unter großer Anteilnahme aller Medien der Millionäre wieder einmal eine Unternehmung pleite gegangen, weil die dort arbeitenden Menschen viel zu viel Geld verdient haben. Dass diese überbezahlten Leute sich nicht schämen…

Der 56-Cent-Job

Noch weniger geht kaum noch: In Stralsund beschäftigt ein Gastwirt eine Kellnerin zum Brutto-Stundenlohn von 56 Cent. Ein Bestattungshelfer wird in der Hansestadt mit 1,52 Euro pro Stunde abgespeist, ein Taxifahrer erhält 1,12 Euro und ein Zimmermädchen 1,45 Euro.

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