Zukunftsp’litik

Die Nahrungsmittelspekulation und der Waffenhandel von heute sind der Flüchtlingsstrom von morgen.

STFU, Abmahner!

Und ich sags dir noch mal, Abmahner und Markentroll: SHUT THE FUCK UP!

Deutsche Zentral Inkasso: Kammergericht „hereingefallen“

Die tolle GmbH mit der tollen Firmierung „Deutsche Zentral Inkasso“, die seit einigen Monaten die völlig unberechtigten und an der Grenze zum Betrug erhobenen Forderungen der Content4U GmbH mit bedrohlich formulierten Briefen einfordert, könnte ihre Inkassoerlaubnis in den nächsten Tagen oder Wochen verlieren:

Eine Rückfrage von mir beim Kammergericht ergab: Es liegen dort über 500 Beschwerden gegen die Deutsche Zentral Inkasso GmbH vor. Das KG hat die Entziehung der Inkassoerlaubnis in die Wege geleitet; es läuft ein verwaltungsgerichtliches Verfahren. Die Dame vom KG berichtete, daß man hereingefallen sei. [via]

Natürlich werden vom laufenden Verfahren völlig unbeeindruckt weiterhin Mahnbriefchen verschickt, die letzte Fuhre kam — wie ich an den Zugriffen auf die Texte hier erkennen kann — zwischen Weihnachten und Silvester bei den Opfern an. Und der nächste Strohmann, der für die Abzocker das Inkasso machen wird, dürfte auch schon bereit stehen, so dass sich nicht viel ändern wird. Im Gegensatz zu den Juristen vom Kammergericht, die „reingefallen“ sind, bedeutet das Reinfallen der Menschen, die sich von diesem Geschmeiß haben beeindrucken lassen, existenzielle Einschüchterung im Grenzbereich der Erpressung und nennenswerten finanziellen Verlust.

Bleibt zu hoffen, dass der Entzug der Inkasso-Erlaubnis für die „Deutsche Zentral Inkasso“ wenigstens schnell über die Bühne geht. Dass einer von den beteiligten Schurken jemals als Angeklagter ein Gericht oder gar eine JVA von innen sehen wird, ist nicht zu erwarten — es ist p’litische Absicht, dass die BRD ein Paradies für Abzocker und Betrüger ist, und deshalb gibt es so etwas auch nur in der BRD.

S21

In der Tat, bei den Demonstrationen gegen den Umbau des Hauptbahnhofes zu Stuttgart gab es einen schwarzen Block, dessen Auftreten organisiert und dessen Gewalttätigkeit maßlos war. Er war leicht an den schwarzen Polizeiuniformen zu erkennen.

Ich frage mich ja…

Ich frage mich ja, ob die Abschlusskundgebung einer beliebigen politischen Demonstration, für die eine Million Teilnehmer erwartet werden, an einen Ort genehmigt würde, der nur einen einzigen Zugang für alle diese Menschen hat.

Aber so eine Demonstration wäre ja auch etwas völlig anderes als eine riesige, kommerzielle Musikveranstaltung, die auch verspricht, an einem wummernden Wochende Geld in die lokale Wirtschaft zu pumpen. Wo es um Geld geht, ist der Wert für ein Menschenleben gleich viel relativer, und die Sicherung der körperlichen Unversehrtheit der Menschen spielt dann keine so große Rolle mehr. Die Todesopfer der so genannten „Loveparade“ sind auch Kollateralschäden einer maßlosen Gier.

Kurz verlinkt (46)

Fast jeder kennt diese als Zeitung getarnten, kostenlosen Blätter, die meist wöchentlich in die Briefkästen gesteckt werden und ein bisschen Journalismus nachahmen, um Reklame unter die Menschen zu bringen. Hinter dieser besonderen Werbeform steht die Einsicht der Werber, dass nur eine weniger intelligenzbegabte Minderheit der Menschen bereit ist, Werbung zu lesen, dass aber fast jeder bereit ist, eine Zeitung zu lesen, wenn man sie ihm gibt, Welche Interessen wirklich hinter diesen Blättern stehen, wird nur sehr selten so richtig deutlich. Manchmal — vor allem bei lokalen Themen mit direktem Bezug zum Leben der Menschen — wird es aber so überdeutlich, dass einem angesichts des geldgeilen und lebensverachtenden Zynismus, der einem aus fast jeden Wort des Hirnpfluges entgegenschlägt, das kalte Kotzen kommt.

Kurz verlinkt (42)

Der Ausgburger Bischof Walter Mixa hat eine Osterpredigt gehalten. Das ist sein gutes Recht, schließlich ist Ostern und Predigen ist des Bischofs Pflicht. Außerdem herrscht in diesem Land Religionsfreiheit.

Besser kann man die Worte dieses Wixas nicht mehr in Bilder übersetzen! :mrgreen:

Kopf im Sand oder Sand im Kopf

Das Zitat des Tages erklärt den gesamten p’litischen Umgang mit Zahlen in der BRD, der in beachtlichem Gegensatz zum sonst gepflegten Zahlenkult steht:

Ich hatte es mit Politikern zu tun, die sich scheuten, Zahlen zur Kenntnis zu nehmen und sich damit auseinanderzusetzen. Frei nach dem Motto: Wer sich gründlich mit Zahlen beschäftigt, wird zum Mitwisser und kann als solcher haftbar gemacht werden.

Werner Marnette, CDU, ehemaliger Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein in einem auch sonst sehr aufschlussreichen Spiegel-Interview zur HSH Nordbank.