Ganz schnell einen „wichtigeren“ Beitrag bringen…

Ohne Worte. (Und nein, ich halte die russische Propaganda nicht für „wahrer“ als die Propaganda der NATO-Staaten.) YouTube-Direktlink

Solidarität

Wie leicht doch allen P’litikern das Wort „Solidarität“ über die Lippen kommt — in der Formulierung „Solidarität mit unseren Bündnispartnern“ — wenn es um einen von ihnen gewünschten Kriegseinsatz der Bundeswehr irgendwo in der Welt geht.

39. Kriegsspektakel im Stadtpark Hannover

Ja, ist ja gut, Bruder, ich bringe den Aufruf… das folgende ist ein weitgehend unverändertes Zitat des Aufrufes einer antimitaristischen Aktionsgruppe:

Sie hören nicht auf!

Sie hören nicht auf damit, Kriege zu feiern.

Immer und immer wieder feiert die 1. Panzerdivision ihr „Sommerbiwak“. Zusammen mit Repräsentant_innen* aus Politik und Wirtschaft feiern sie, damit sie Krieg führen können. Die­ses Jahr findet die Feier am 29. Juni [in Hannover] statt.

Sie verändern viel!

Die 1. Panzerdivision soll nach Oldenburg abziehen. Dieser Umzug ist aber nur ein weiterer Teil der Umstrukturierung der Bundeswehr zu einer Interventionsarmee. Und auch wenn die 1. Panzerdivision nach Oldenburg umzieht, bleiben ihre Einheiten in Munster und Luttmer­sen/Neustadt a. Rbg. In Wunstorf ist der Ausbau des Fliegerhorstes zum Drehkreuz für welt­weite kriegerische Interventionen in vollem Gange. Mit der neuen Feldjägerschule befindet sich in Hannover ein Zentrumg der Ausbildung von in- und ausländischen Militärs zur Auf­standsbekämpfung.

Sie reden auch viel!

Mit dem Umbau zur Berufsarmee sieht sich das Militär gezwungen, mehr für sich zu werben. An Schulen versuchen sie, Schüler_innen* zu überreden, sich rekrutieren zu lassen. In Arbeitsagenturen werden junge Arbeitsuchende durch „sichere“ Ausbildungen und Jobs gekö­dert. Durch Marketing versuchen sie, ihr Kriegshandwerk schön zu reden.

Sie reden auch vom Abzug aus Afghanistan. Während die Regierungen der Nato-Staaten vom „Abzug“ und der „Übergabe der Verantwortung an die afghanische Regierung“ reden, eskaliert der Krieg.

Sie produzieren auch viel.

Die deutsche Kriegsindustrie ist inzwischen drittgrößter Rüstungsexporteur der Welt. Sie verdienen am Krieg.

Wir hören nicht auf!

Wir hören nicht auf mit unserem Widerstand und Protest gegen alle öffentlichen Aktivitäten und Auftritte der Bundeswehr.

Wir hören nicht auf damit, die Besucher_innen* des Sommerbiwaks mit unserem Widerstand und Protest zu konfrontieren.

Leisten wir überall Widerstand gegen die Kriegsschauplätze — egal ob am Fliegerhorst in Wunstorf, an der Feldjägerschule in Hannover oder bei der ersten Panzerdivision in Olden­burg!

Darum:

Aufzug statt Abzug – laut, bunt, mit Tammtamm, Dschingderassa und großem Hallo und Tschüss!
Sofortiger Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und anderswo!
Keine Rüstungsproduktion!
Keine Interventionsarmee!
Keine Bundeswehr!

Demonstration und Kundgebung am Tag des Sommerbiwak

29. Juni 2012 in Hannover

[Achtung: Die Links in der folgenden Planung gehen auf Google Maps — wer ganz sicher gehen möchte, keine Spur für die „werten Sparringpartner“ aus Polizeien und Geheimdiensten zu hinterlassen, sollte bei einen Klick darauf unbedingt Tor verwenden!]

16.30 Uhr Kröpcke: Auftakt und Demostartpunkt
18.00 Uhr Kundgebung am HCC
19.30 Uhr Freundallee: Abschlusskundgebung

Weitere Informationen und aktuelle Hinweise gibt es auf der Website des AMAK. Eventuelle Rückfragen, Organisation von Fahrgemeinschaften oder sonstige Kommunikation rund um diese Demonstration gegen die p’litisch gewünschte Selbstinszenierung der Bundeswehr bitte ebenfalls dort (es gibt direkte Kontaktmöglichkeiten und PGP-Keys für verschlüsselte Mail-Kommunikation) — ich gehöre nicht zu den Veranstaltern, sondern gebe nur auf Bitte eines Freundes diesen Aufruf weiter, damit er möglichst viele Menschen erreiche.

*Ich habe den originalen Aufruf zwar an der einen oder anderen Stelle präzisiert und mit Links angereichert, die ortsfremden Menschen bei der Orientierung helfen, aber die in meinen Augen unerträgliche Verwendung des Underscores zur Schreibung „genderneutraler“ Bezeichnungen habe ich trotz meiner Abneigung unverändert belassen.

Der falsche Rücktritt

Als der ehemalige Banker Horst Köhler heute vom Amt des Bundespräsidenten zurücktrat

„Ich erkläre meinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten“, sagte Horst Köhler am Montag in Berlin. Der Bundespräsident begründete seine Entscheidung mit der Kritik an seinen Äußerungen im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. […] Beim Verlesen der Erklärung zeigte er sich tief bewegt. Dem Staatsoberhaupt standen Tränen in den Augen. Streckenweise versagte ihm die Stimme.

…war dieser Mensch mit den sonst so gefügigen Gesichtsmuskeln in erster Linie deshalb so erschüttert, dass ihm die Tränen in die Augen schossen und seine Stimme ihren Klang verlor, weil seiner Auffassung nach ganz jemand anders hätte zurücktreten müssen, nämlich die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland.

Kurz verlinkt

Ich erwarte von unserer Regierung, die israelische Regierung in ihre Schranken zu verweisen, die sie permanent überschreitet. Die „uneingeschränkte Solidarität“, und damit das Absegnen aller Verletzungen von UN-Resolutionen und Völkerrecht seitens der Bundesregierungen aller Coleur, bisher lediglich von einigen Lippenbekenntnissen wie „wir verurteilen diesen Angriff“ abgemildert, darf einfach nicht weiter bestehen bleiben.

Der Dwarslöper: Uneingeschränkte Solidarität mit Israel? Nicht in meinem Namen

Weichzielverlust

Der einzig passende Nachruf auf die noch als Leiche politisch nützlichen Soldaten der Bundeswehr, die für ein Nichts verreckt sind, stammt von Georg Schramm. Es ist übel, dass man so etwas nur noch unter der Bezeichnung „Kabarett“ im BRD-Staatsfernsehen hören kann.

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Kein weiterer Kommentar

Wie deutlich sich doch die Volksvertreter vom „Volk“ emanzipiert haben…

Der scheidende Wehrbeauftragte Reinhold Robbe (SPD) hatte es als „auf Dauer nicht tragbar“ bezeichnet, dass ständig Umfragen veröffentlicht würden, in denen sich eine Mehrheit gegen den Einsatz der Bundeswehr ausspreche. Sekunden vor Merkels Rede hatte der Fernsehsender n-tv so eine Umfrage parat. Demnach hielten nur noch 13 Prozent der Befragten den Einsatz für sinnvoll.

Quelle: sueddeutsche.de.