Herr Christian Lindner (FDP)!

Herr Christian Lindner (FDP)!

Sie möchten also die Wirtschaftswoche dazu zwingen, einen Artikel zu löschen, weil es ihnen missfällt, dass in diesem Artikel ihr Name im Zusammenhang mit auffälligen Bearbeitungen „ihres“ Lemmas in der Wikipedia erwähnt wird? Und sie lassen jetzt sogar in übler, rechtsmissbräuchlicher Einschüchterungsmanier eines waschechten Juratrolls ihre Anwaltskanzlei böse, einschüchternde Briefe ohne jegliche Rechtsgrundlage an Websitebetreiber schreiben, die einen Link auf einen längst gelöschten Artikel in ihrer Website haben, damit auch diese Spuren aus dem Internet verschwinden?

Das ist eine hervorragende Idee, Herr Christian Lindner! Ich garantiere ihnen einen überwältigenden Erfolg, denn so schaffen sie eine Aufmerksamkeit für diesen Artikel, die sie durch eine ganz normale Gegendarstellung niemals erlangt hätten. Von solchen P’litikern wie ihnen, Herr Lindner, die so energisch gegen das Vergessen vorgehen, braucht dieses Land noch viel mehr, damit das mit der „politischen Unwillensbildung“ mal etwas besser funktioniert.

Und zurzeit werden viele Menschen sehr froh darüber sein, dass es ein Internet-Archiv gibt, in dem dieser Artikel selbstverständlich auch archiviert wurde, so dass sie sich selbst ein Bild von der Sache machen können und sehen können, was sie auf so prollige, rechtsmissbräuchliche und menschlich einfach nur noch ekelerregende Weise zensieren lassen wollten aus dem Internet verschwinden lassen wollten.

Ich verspreche ihnen, Herr Christian Lindner, dass dieser Link die Runde machen wird. Vielleicht wird er sogar wesentlich häufiger gelesen als der Originalartikel. Das ist doch ein Erfolg auf der ganzen Linie!

Mein Glückwunsch! Sie verstehen eben etwas von dem, was sie tun.

Mit feindlichem Gruß
Der Wutblogger

PS: Dass mit dem „liberale Partei“, die so was mit Rechtsstaat und Bürgerrechten und so hat, das haben sie sich ja offenbar schon abgeschminkt, Herr Christian Lindner. Gut so, denn so kann auch keiner mehr auf dieses Lügengeschwätz reinfallen.

Eine Schere im Kopf findet statt

[…] hat eine Anwaltskanzlei bei großen Buchhändlern wie Amazon oder Libri interveniert und Unterlassungsansprüche geltend gemacht. Zahlreiche Buchhändler haben daraufhin das „Schwarzbuch WWF“ des Journalisten Wilfried Huismann aus ihrem Programm genommen, obwohl der WWF vor Gericht bislang keine einstweilige Verfügung gegen den Titel erreichen konnte […] Somit bleibt das Buch vorerst erlaubt und ist dennoch praktisch vom Markt verschwunden. Über den Verlag kann es noch bezogen werden

Dass ich den Artikel oben nicht direkt verlinkt habe, hat nichts damit zu tun, dass ich einen Link auf die Website der FAZ vermeiden wollte. Ich habe eine archivierte Version anlegen lassen und verlinkt, um einem möglichen Verschwinden dieses Artikels entgegenzutreten. Ich kenne schließlich meine BRD und archiviere deshalb gern und viel. Der Artikel auf der Website der FAZ soll auch gern einen direkten Link von mir bekommen…

Ströbeles Juratroll-Zensuropfer: Heddesheimblog

Nur ein Zitat:

Anmerkung der Redaktion: Hans-Christian Ströbele hat uns durch den Berliner Anwalt Johannes Eisenberg wegen “Verletzung der Persönlichkeitsrechte” abnahmen lassen. Wir sollen es bei einer Vertragsstrafe von 10.000 Euro unterlassen, den Satz “Bundestagsmitglied Christian Ströbele (Grüne) zeigte 13-jährigen Heddesheimer an” zu wiederholen. Wir sollen Herrn Ströbele die Anwaltskosten von 775,64 Euro erstatten. Die Verpflichtung sollen wir bis heute, 18:00 Uhr, abgeben.

[…] Wir hatten auch Herrn Ströbele schriftlich um Antwort zur Sachlage gebeten – sofern Herr Ströbele geantwortet hätte, hätten wir natürlich sofort eine Korrektur vorgenommen. Tatsächlich verbittet sich Herr Ströbele laut anwaltlichem Schreiben jeglichen Kontakt von uns zu ihm – wir sollen nur über seinen Anwalt mit ihm kommunizieren und nahezu 800 Euro bezahlen. Der Anwalt hat uns darüber hinaus auch “jedwede auch nur indirekte publizistische Nutzung” der Abmahnung verboten. Wir nutzen die Abmahnung in keinster Weise publizistisch, informieren aber unsere Leserinnen und Leser über diese skandalöse Reaktion.

[…] Wie gesagt: Herr Ströbele hat unsere Daten gehabt, hätte jederzeit eine Korrektur senden können oder das heute scheinbar in Vergessenheit geratene Mittel der “Gegendarstellung” nutzen können.

Sofern Sie uns unterstützen möchten, bitten wir um eine Spende, denn wir rechnen wegen des Rufs von Anwalt Eisenberg mit einem Verfahren und Kosten von bis zu 5.000 Euro, sofern die Sache vor Gericht geht.

Der vollständige Text lässt sich im Heddesheimblog lesen. Eine archivierte Version des vermutlich in Kürze verschwindenden Textes steht über WebCite zur Verfügung. Wer direktes Gespräch ablehnt und lieber „über seinen Anwalt“ kommuniziert, weil das teurer, einschüchternder und deshalb zur Unterdrückung unerwünschter Inhalte im Internet geeigneter ist, darf sich nicht darüber wundern, wenn über ihn geredet wird. Was der Streisand-Effekt ist, möge der juratrollende Herr Ströbele mit seinem tollen alternativen Ruf bitte im Internet nachlesen; und was derartige Auftritte in arroganter Gutsherrenmanier für die gegenwärtigen Propagandabemühungen der Grünen, die sich als „netzpolitische Kraft“ anpreisen wollen, bedeuten, kann er seine diesbezüglich planenden Kollegen aus seiner Bundestagsfraktion fragen.

[via @doktordab]

Heutiges BRD-Webopfer: Der Schockwellenreiter

Im BRD-Web mit seinem besonderen Rechtsschutz für Idioten, Scharlatane und beleidigte Leberwürste mit ausreichend Geld soll ein weiteres bekanntes Blog aus dem Netz entfernt werden, indem sein Autor in üblicher BRD-Juratroll-Zensur mit Rechtskosten belastet wird.

Es geht aber um noch mehr: Es geht darum, ob in diesem Land die Presse- und Meinungsfreiheit auch für Einzelpersonen gilt, oder ob sie sich nur große Medienkonzerne leisten können […] Ich sehe diese Anklage jedenfalls als einen massiven Eingriff in die Pressefreiheit in Deutschland an. Denn wo kommen wir hin, wenn wir Kinderficker nicht mehr Kinderficker nennen dürfen?

Ich bin jetzt erst einmal auf der Suche nach einem Rechtsbeistand. Denn schauen wir mal, ob in diesem unseren Land die Meinungsfreiheit noch etwas zählt oder ob wir endgültig zu einem Staat verkommen sind, in dem schon wieder die Inquisition das Sagen hat.

Hin zum Schockwellenreiter, so lange es dieses Blog noch gibt.

Und noch was: Statt auf diesen Flattr-Button zu klicken und damit wucherhafte zehn Prozent des Geldes an Flattr zu geben, fragt doch mal, ob nicht ein Spendenkonto eingerichtet werden kann… 😉

Hier noch einmal der Text, der mutmaßlich aus dem Internet entfernt werden soll, weil er angeblich „blasphemisch“ ist:

Das Kölner Oberhaupt der Kinderficker-Sekte hat sich mal wieder zu Wort gemel­det: Haßprediger Kardinal Joachim Meisner hat die Abtreibung als „täglichen Super-GAU“ verurteilt. Wer um die Zukunft Deutschlands besorgt sei, solle sich mehr um dieses Thema kümmern als um die Atomkraft. Ach ja? Und wo sollen die ganzen Wechselbalge hin, die die katholischen Priester mit kleinen Mädchen gezeugt haben? Ach nein, die mißbrauchen ja vornehmlich Jungen. Ich kann gar nicht so ville fressen, wie ich kotzen möchte! [Spiegel Online]

Wer seine Website außerhalb des BRD-Rechtsraumes hostet, kann den Kinderfickern, Jesusverkäufern, Kopfwichsern, Psychoschwurblern, Höllenangstausbreitern und Lichtfeinden aus der röm.-kath. Kirche ja mal zeigen, was das Wort Streisand-Effekt bedeutet.

Der klärt auf? Kaputtklagen!

Was passiert in der BRD, wenn juristisch gegen irgendwelche Kitschen vorgegangen werden soll, die vorsätzlich erpresserische Mahnschreiben zur Durchsetzung völlig unbegründeter Forderungen zehntausendfach als Serienbrief raushauen? Das kann man hier leider nachlesen.

Wozu da das Recht in der BRD noch taugt, wenn es die Menschen nicht vor gewerbsmäßigem Betrug schützen kann und keine Mittel gegen die Betrüger und ihre Schergen findet? Das kann man etwa auf Inside mega-downloads.net 3.0 nachlesen:

Nun schiessen die Abzocker aber nun wirklich aus allen Rohren: binnen nur einem Monat reichen sie gleich vier (!) Anträge auf Einstweilige Verfügungen gegen mich ein und schieben gleich noch einen Ordnungsmittelantrag hinterher. Hauptsache, Kosten produzieren – denn vor dem Landgericht herrscht schließlich Anwaltszwang. Ich nenne sowas Law Hunting in Reinkultur und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, als dass das, was hier gerade passiert, Rechtsmissbrauch in Vollendung darstellt. Die Abofallen-Mafia zeigt ihr wahres Gesicht – nichts anderes habe ich bereits zu Beginn meines Blogs kommunziert.

Das Recht in der BRD taugt dazu, dass irgendwelche Verbrecher mit den zusammengerafften Millionen die wenigen andere Leute, die den Mut haben, im Internet über die Machenschaften der Verbrecher aufzuklären, in den finanziellen Ruin klagen können.

Wo das Recht nur noch die Verbrecher schützt, hat es längst jeden Sinn verloren.

Die Verhandlung vor dem Landgericht Bielefeld ist übrigens am Montag, den 10. Oktober 2011 um 11.30 Uhr; Adresse: Niederwall 71, 33602 Bielefeld; Sitzungssaal 16. Wer in Bielefeld oder Umgebung ist, hat vielleicht an dieser Verhandlung Interesse oder möchte durch seine Anwesenheit ein Zeichen der Solidarität setzen.