Solvenza24 Inkasso, wieder einmal…

Neues aus Abzockistan:

Derzeit verschickt die Solvenza24 GmbH (Geschäftsführerin Alexandra Neugeboren) Zahlungsaufforderungen für die Forderungen der B2B Technologies Chemnitz GmbH

Bitte die ganze Geschichte bei RA Thomas Rader weiterlesen, es lohnt sich…

Ach ja: Und niemals auch nur ans Zahlen denken, wenn ein Brief mit dem ungefähren Inhalt „Zahlen sie jetzt bitte ganz sofort ein paar hundert Euro, oder wir machen ihr Leben kaputt“ im Briefkasten steckt.

[via Belugas Abzocker Blog]

Solvenza 24 GmbH: Anderer Name, gleicher Beschiss

Die halbseidene, sich am Rande der organisierten Internetkriminalität bewegende Inkassoklitsche DIG Deutsche Internetinkasso GmbH, die der gleichfalls halbseidenen, sich am Rande der organisierten Internetkriminalität bewegenden Deutschen Zentralinkasso darin folgte, für angebliche Abos auf Nulldienstleistungen erpresserisch und verängstigend formulierte Inkasso-Briefchen zu versenden, hat inzwischen eingesehen, dass ihre Firmierung ein bisschen zu verrucht ist und schon bei den einfachsten Google-Suchen genauen Aufschluss über das verachtenswerte und sich am Rande der organisierten Internetkriminalität bewegende Geschäft gibt.

Das hat allerdings nicht dazu geführt, dass die Unternehmung DIG Deutsche Internetinkasso GmbH aufgelöst wird — ganz im Gegenteil, mit einem frischen, neuen Namen wird von vorne begonnen. Was sich in kommenden, einschüchternd und erpresserisch formulierten Inkassobriefen als Solvenza 24 GmbH bezeichnen wird, ist nichts weiter als ein neuer Name für die alte Nummer. Namen gibt es schließlich viele zur Auswahl

Und auch, wenn Solvenza 24 GmbH im Briefkopf steht: Briefe mit dem Inhalt „Zahlen sie ohne Grund hundert Euro (oder mehr), weil sie angeblich irgendwann einmal eine Dienstleistung im Internet in Anspruch genommen haben, oder wir machen ihr Leben kaputt“ sind es nicht wert, dass man sich mit ihnen beschäftigt; sie gehören in die passende Ablage. Besonders passend dafür ist übrigens die runde Ablage, die man gemeinhin als Papierkorb bezeichnet. Bezahlen sollte man unbegründete Mahnungen und Rechnungen niemals, egal, wie verängstigend sie formuliert sind! Es gibt bessere Verwendungen für hundert Euro, als das Geld einer kriminellen und arschlochhaften Bande zu schenken. Wer etwas mehr gegen diese Unverschämtheit tun möchte, als nur den lächerlichen Brief wegzuwerfen, schreibe bitte einfach die im Brief genannte kontoführende Bank an und bitte sie darum, die Geschäftsbeziehung mit diesem Geschmeiß zu beenden. Im Gegensatz zu den Verbrechern legt ein Kreditinstitut einen gewissen Wert auf seinen Ruf, so dass diese Vorgehensweise in aller Regel zur Kündigung von Konten führt. Eine kleine Formulierungshilfe gibt es hier im Blog. Das tut diesem Pack wegen der falschen Überweisungen an der einzigen Stelle weh, an dem dieses Pack noch etwas fühlt: Am Geldbeutel voller geraubten und erpressten Geldes.

Nur, wer eine Extraportion Nerven oder ein bisschen Spaß an solchen Dingen hat, geht damit zur Staatsanwaltschaft, erstattet seine Strafanzeige wegen gewerbsmäßigen Betruges und nimmt mit großem Missvergnügen wahr, dass die Ermittlungen einfach eingestellt werden. Was ich dazu zu sagen habe, habe ich schon 2011 gesagt und wiederhole es hier nicht noch einmal.

Content4U: Nicht bezahlen! Keinen Cent!

Nur, um solche Fragen ganz deutlich zu beantworten:

hi leute,
mein Bruder hat auch sowas am Hals und muss jetzt anscheinend bei der Deutschen Inkasso zahlen. Uns war es schon bekannt, dass content4u betrügt aber das mit dem Inkasso ist neu. Seid ihr euch da ganz sicher das es auch ein fake is??

Die Forderung der Content4U GmbH ist unbegründet. Die „Letzten Mahnungen“ dieser betrügerischen Klitsche lassen sich aus der darin verwendeten Droh- und Arschlochsprache ohne weiteres mit dem Satz „Zahlen sie grundlos hundert Euro, oder wir machen ihr Leben kaputt und versauen ihre Schufa“ in die deutsche Sprache übersetzen. Es ist eine reine Einschüchterung, mit der die Menschen zum Zahlen bewegt werden sollen. Ein Anspruch der Content4U GmbH besteht nicht.

Das „Geschäftsmodell“ dieser betrügerischen Abzocker-Firma beruht darauf, dass arglose, unerfahrene Internet-Nutzer mit dem vorgeblichen Download einer Software, die allgemein als kostenlos verfügbar bekannt ist, vorsätzlich irregeführt werden. Ein Vertrag kommt auf diesem Wege nicht zustande.

Wer Verbrechern Geld gibt, nur weil sie im erpresserischen Ton völlig unbegründete Forderungen erheben, ist nicht mehr zu retten. Es gibt bessere Verwendungen für Geld, als damit Betrügern ihren mühelosen, verfeinerten Lebensstil zu finanzieren. Wirklich. Und wer wirklich nichts besseres mit seinem Geld anzufangen weiß, kann mir gern eine Spende zukommen lassen.

Einen Brief an diese Halunken zu schreiben, ist sinnlos. Die lesen ihre Post nicht. Nicht einmal, wenn es ein (für den Absender recht teures) Einschreiben mit Rückschein ist. Die wissen genau, dass ihre Forderung unberechtigt ist. Die schicken ihre „Mahnungen“ raus und können sich leider immer noch darauf verlassen, dass ein gutes Zehntel der Empfänger so eingeschüchtert ist, dass die „angemahnten“ Beträge auch aus Angst bezahlt werden. Davon machen sich diese asozialen Fäkalmaden ein ziemlich hübsches Leben, ohne dass sie einer besonders anstrengenden Arbeit nachgehen müssten.

Die unbegründete Forderung wird keinen Deut begründeter, nur weil sie von einer kleinen Inkasso-Klitsche erhoben wird. Auch dann nicht, wenn sich diese kleine Klitsche eine proll großtönende Firmierung gegeben hat. Es ist auch sinnlos, dieser Inkasso-Klitsche, deren einziger Existenzzweck die zusätzliche Einschüchterung bei diesem Betrug ist, einen Brief zu schreiben. Der Brief wird dort nicht gelesen. Nicht einmal, wenn es ein Einschreiben mit Rückschein ist. Es ist dort genau bekannt, dass die Forderung unbegründet ist. Schlimm genug, dass bei der Inkasso-Zulassung für diese „Deutsche Betrugs-Inkasso“ ein Gericht reingefallen ist und jetzt so viele Menschen den Schaden davon haben.

Wer mir das alles nicht glaubt, sollte einmal einen Blick auf den Kommentarthread des ursprünglichen Posts zu diesem trüben Thema werfen, denn dort sind viele Erfahrungen, Links auf seriöse Verbraucherschutz-Seiten und weitere Informationen gesammelt.

Der einzige Brief, den man sinnvollerweise schreiben sollte, ist ein Brief an die Bank, die von den Betrügern in ihren unverschämten Briefen als Bankverbindung angegeben wird. Wenn diese Bank das Konto der Betrüger kündigt — und das haben in der Vergangenheit etliche Banken bereits getan, weil ein Kreditinstitut im Gegensatz zu diesen Halunken auf seinen Ruf bedacht ist — werden die Betrüger dort getroffen, wo es ihnen weh tut, weil sie daran gehindert werden, ihren asozialen Betrug zu Geld zu machen. Ich würde empfehlen, diesen Brief mit der „Sackpost“ zu versenden, weil ein „richtiger Brief“ in der Regel ernster genommen wird als eine E-Mail — aber wer mag, kann auch gern eine E-Mail schreiben. Wer nicht weiß, wie man einen solchen Brief formulieren soll…

Könnt ihr mir bitte ein Vorlage-Schreiben für die Sparkasse posten, damit ich denen auch das Handwerk legen kann. Vielleicht habt ihr das oben irgendwo schon gepostet aber ich habs noch nicht gefunden. Ich will des Ding so schnell wie möglich loshaben.

…kann sich ungefähr an diese schnell formulierte Vorlage halten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vermutlich ist es Ihnen nicht bewusst, welche „Geschäftsidee“ Ihr Kunde [Name der Betrugsklitsche] mit der Kontonummer [Kto-Nr] verfolgt, denn sonst würden Sie zu verhindern wissen, dass Ihre Reputation durch die Machenschaften Ihres Kunden beschädigt wird. Die „Geschäftsidee“ Ihres Kunden besteht darin, einschüchternd formulierte Rechnungen und Mahnungen mit unbegründeten Forderungen als Serienbrief an viele zehntausend Empfänger zu versenden, um einen großen Anteil dieser Menschen zur Zahlung einer unbegründeten Forderung zu bewegen.

Wenn sie nähere Informationen über dieses „Geschäftsmodell“ wünschen, können Sie mit einer beliebigen Internet-Suchmaschine nach den Firmierungen „Content4U“ oder „Deutsche Zentral-Inkasso“ suchen, Sie finden aber auch unter der folgenden Internetadresse einen ersten Einblick:
https://wwwut.wordpress.com/2010/07/15/niemals-bezahlen-die-content4u-mahnung/

Die Nähe dieses „Geschäftsmodells“ zum Betrug sollte auch für Sie evident sein.

Bitte beenden Sie — nicht nur zur Wahrung Ihrer eigenen Reputation, sondern auch zur Abwendung weiterer Schäden von vielen tausend eingeschüchterten Opfern — Ihre Geschäftsbeziehung mit [Name der Betrugsklitsche] und versuchen Sie darüber hinaus alles Ihnen mögliche dafür zu tun, dass die betrügerisch erwirtschafteten Gelder auf dem Konto Ihres Institutes nicht Ihrem derzeitigen Kunden [Name der Betrugsklitsche] zu Gute kommen können.

Mit freundlichen Grüßen
[Unterschrift]

Ich habe das in fünf Minuten „hingeklatscht“, die Formulierungen sollten also nicht auf die Goldwaage gelegt, sondern vielleicht ein wenig verbessert werden. Übrigens sind „wir“ (Zitat oben) nur einer, nämlich ich… 😉

Wer noch den Nerv dazu hat, kann Anzeige erstatten. Einfach zur nächsten Polizeidienststelle gehen, das ganze Zeug mitnehmen, mal erzählen, was da so läuft und darauf achten, dass die Anzeige wegen „gewerbsmäßigen Betrug“ aufgenommen wird. Vermutlich wird das (wieder einmal) Verfahren eingestellt. Wer wissen möchte, warum das so ist, lese bitte hier weiter. Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, die solche Kosten übernimmt, kann eine weitere Anzeige gegen die Staatsanwaltschaft wegen Strafvereitelung erstatten, nachdem er seinen Bescheid bekommen hat, dass die Ermittlungen wegen seiner Anzeige eingestellt worden sind. Die Aussichten dieser weiteren, gegen die trägen Ermittler gerichteten Vorgehensweise sind eher dürftig, das Hinzuziehen eines Rechtsanwaltes ist empfehlenswert.

Eine Reaktion auf die Rechnungen oder Mahnungen ist nicht erforderlich, solange es sich nur um die „üblichen Drohbriefe“ von Betrugs- und Inkassoklitschen und nicht um gerichtliche Mahnbescheide handelt. Die unbegründete Forderung wird kein bisschen mehr oder weniger begründet, wenn darauf reagiert oder nicht reagiert wird. Die autoritär und einschüchternd formulierten Briefe der Betrüger können einfach in den Papierkorb geworfen werden.

Sollte jemals ein gerichtlicher Mahnbescheid kommen — dies ist kein normaler Brief, sondern ein Postzustellungsauftrag vom Amtsgericht — so muss diesem Mahnbescheid widersprochen werden, damit daraus kein vollstreckbarer Titel entsteht. Hierfür reicht es, das entsprechende Feld anzukreuzen und den Brief ans Amtsgericht zu senden. Die Betrüger der Content4U GmbH können nicht das geringste Interesse daran haben, dass ihre unbegründeten Forderungen und ihr Geschäftsmodell von einem Gericht untersucht werden. Spätestens, wenn die Halunken auch noch diese Nummer ausprobieren, wird Ruhe einkehren. (Übrigens kann jeder zum Amtsgericht gehen und einen gerichtlichen Mahnbescheid zustellen lassen, das ist noch mit keiner Prüfung des Anspruches verbunden.)

Ich hoffe, dass diese kleinen Erläuterungen vielen Betroffenen geholfen haben.

Sie gelten übrigens auch, wenn die gleiche Betrugsmasche in einigen Monaten unter einer anderen Firmierung durchgezogen wird — zum Beispiel Routenplaner.com und Collectus Inkasso. Denn diese Betrügereien laufen nun schon über ein Jahrzehnt lang unter diversen Firmierungen, und bislang ist noch keiner dieser Betrüger in die Lage gekommen, seine Luft durch Gitter atmen zu müssen.

Tolle Firmierung: Deutsche Zentral Inkasso

Aktuelle Ergänzung Bitte im Forum von Antispam weiterlesen. Oder im Forum von BooCompany.

Auch, wenn eine Firma namens „Deutsche Zentral Inkasso“ jetzt die unberechtigen, dreisten und an der Grenze zum Betrug stehenden Forderungen einer Firma namens Content4U GmbH einfordert und dabei weder mit deftig drohenden Worten noch mit gepfefferten Zusatzforderungen spart: Eine unberechtigte Forderung wegen eines angeblich geschlossenen Vertrages wird keinen Deut berechtigter, wenn sie von einer Inkasso-Firma erhoben wird.

Und auch, wenn die Firmierung einen ganz anderen Eindruck, einen Eindruck von Größe und Wichtigkeit erweckt: Es handelt sich weder um einen großes Inkasso-Unternehmen und schon gar nicht um irgendeine staatliche Stelle, wobei es von den dreisten und alles in allem eher arschlochhaften Briefeschreibern wohl durchaus gewünscht ist, wenn dieser Eindruck entsteht.

Das Geschäftsmodell dieser Abzocker und Betrüger in der p’litisch gewünschten Rechtsunsicherheit der BRD besteht nicht im Erheben berechtigter und im Zweifelsfall gerichtlich durchsetzbarer Forderungen, sondern in der Einschüchterung anderer Menschen. Ein Schrieb von diesen Menschen, die im Falle ihres plötzlichen Ablebens wohl nur von ihrer Mutter vermisst würden, kann getrost dem Papierkorb anvertraut werden — erst einem gerichtlichen Mahnbescheid muss fristgerecht widersprochen werden, damit aus der Forderung kein vollstreckbarer Titel entsteht. Es ist allerdings nicht anzunehmen, dass diese Halunken ein Interesse an einer gerichtlichen Prüfung ihrer angeblichen Forderung haben werden, denn dabei würde die „Argumentation“ dieser Halunken zu Nichts zusammenbrechen und die Fortsetzung der üblen Nummer könnte auch juristisch als das betrachtet werden, was sie ethisch schon längst ist: Als Betrug.

Das Geschäftsmodell besteht vielmehr darin, möglichst vielen Menschen gegenüber möglichst aggressiv und drohend aufzutreten, um einen Teil dieser Menschen zu einer Zahlung des geforderten Betrages zu bewegen. Wenn auch nur drei bis fünf Prozent der angeschriebenen Menschen in der gewünschten Weise reagieren, gibt es einen hübschen Gewinn, von dem sich diese Halunken eine Fortsetzung ihres gehobenen Lebensstiles leisten können.

Wer mir das nicht glaubt, wende sich bitte mit seinen Fragen an die nächste Dienststelle der Kriminalpolizei — dort wird man diese Art von Geschäft wohl auch sehr „interessant“ finden — oder an die nächste Verbraucherzentrale.

Nur eines sollte niemand tun: Auch nur einen Cent der Forderung bezahlen, denn damit wird die Existenz dieser Forderung eingeräumt.

Meine Empfehlung: Die Briefe in den Papierkorb werfen und mit dem Geld etwas besseres anfangen!