Blaue Karte dem so genannten „Fachkräftemangel“

Es ist ja wirklich bitter, wenn qualifizierte Arbeit auch angemessen entlohnt wird, wie gut also für unseren Bundespudel Hans-Peter Friedrich, wenn man mit einer „blauen Karte“ Billiglöhner der Informatik in die BRD holen kann. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sehen dann so aus:

Jetzt hab ich für teuer Geld (für mich und den Staat) Info [m. Anm.: Infomatik] studiert, hab 4 Jahre Werkstudent gemacht, was ja schon sehr selten ist (bei uns an FH einer von ca. 80 Abgängern), das einer überhaupt Werkstudent ist während dem Studium. Und nu bin ich seit einem Jahr auf Jobsuche weil mir immer fix 28k-32k [m. Anm.: um die 30.000 Euro Jahresgehalt] angeboten werden. Selbst ein Dachdecker hat nach Tarif 2010-2011 rund 29,5k [m. Anm. 29.500 Euro Jahresgehalt] bei 40h nach zwei Jahren Berufsausbildung. Das können die sich mal schön in ihre Fascho-Ärsche stecken. Eher würd ich die Strassen fegen oder Popkorn im Kino verkaufen als typisch deutsche, faschistische Arbeitgeber noch reicher zu machen. Ich will für diese Arbeitgeber-Junta in Berlin so wenig Steuern zahlen wie geht und wenn ich dafür mein leben lang ALG2-Empfänger bleibe.

Es kann aber durch aus sein, dass das SozAmt bei mir erlaubt, dass ich mich auch in der Schweiz bewerbe und mir die Reisekosten da hin erstattet. Das machen die nämlich nur noch bei Leuten die länger arbeitslos sind. Das muss der Amtsleiter wirkürlich entscheiden. Wie pervers ist das denn, teure Ausbildung gehabt, keinen Job in DE gefunden und dann an die Schweiz abgegeben, nur damit ein Arbeitsloser weniger zu versorgen ist. Und dann machen die faschistischen Mitte-Parteien auf Blaue Karte.

Kommentar von „pioneer3001“ im Forum von Heise Online zur Meldung über den „großen Erfolg“ der „Blauen Karten“

Gute Nacht und sterbe sanft, Deutschland! Grüß deine Bestatter aus der großen Koalition der alternativlosen Mitte namens CDUSPDCSUFDPGRÜNETC mit ihren Taschen voller Korrumpat.

Beunruhigende Gesundheitssituation in der IT-Industrie

Was, ausgerechnet diese sonst eher technikgeilen und den gesellschaftlichen, gesundheitlichen und psychologischen Folgen der professionellen Nutzung dieser Technik gegenüber indifferenten Journalisten bei heise online schreiben so klare Worte:

In den zurückliegenden Jahren habe sich die Belastung der Beschäftigten in der IT-Wirtschaft deutlich verschärft. Zunehmende Leistungsverdichtung, die Paradoxien neuer Managementkonzepte, eine Veränderung der betrieblichen Sozialordnungen und eine generelle Zunahme von Unsicherheiten haben eine grundlegend neue Belastungskonstellation geschaffen. […] Danach hat fast die Hälfte der befragten IT- Beschäftigten von einer starken oder sehr starken Belastung durch extremen Zeitdruck und hohes Arbeitsaufkommen berichtet. Noch gravierender sei die Lage in besonders sensiblen Bereichen: Dass sie sich „immer wieder an der Grenze ihrer Belastbarkeit erleben“ oder das Überschreiten dieser Grenze „in Form eines gesundheitlichen Zusammenbruchs“ sogar schon am eigenen Leib erfahren hätten, gaben über 50% der Befragten an. Nach den Analysen der Wissenschaftler […] handelt es sich hier nicht nur um eine kurzfristige Belastungsspitze, die man aussitzen könne.

Habe ich doch schon anlässlich des „Jahres der Informatik 2006“ gesagt