Harter Hund

Nein, Hannoversche Allgemeine, der Herr Noch-Innenminister Uwe Schünemann ist kein „harter Hund“ im unerbittlichen Kampf für Recht und Ordnung, wie ihr es in tiefgebeugtem Hofberichterstatterton kolportiert, sondern er ist ein „harter Hund“ im Kampf gegen die Idee des Rechtsstaats und gegen die verfassungsmäßige Ordnung.

Aber es ist immer wieder lehrreich, zu sehen, für was und welche Zustände so genannte „Qualitätsjournalisten“ einstehen, wenn sie als gefügige Schreibtischtäter tätig und tätlich sind.

Quelle des Screenshots: Website eines Verlagsangebotes, das bewusst nicht verlinkt wird.

Endlich! BRD-Sparkurs bringt Früchte!

Das seit gut anderthalb Jahrzehnten in der BRD durchgezogene p’litische Programm zur systematischen Volksverarmung bringt endlich erste Früchte, wie sich in der folgenden dpa-Meldung nachlesen lässt:

Hamburg — „Kriminalität von älteren Menschen wird kontinuierlich zunehmen und deutliche Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Auf diese Entwicklung müssen wir reagieren“, sagte der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz der „Hamburger Morgenpost am Sonntag“. Schon jetzt seien sechs Prozent der Tatverdächtigen älter als 60 Jahre — Tendenz steigend. Bei den Straftaten handele es sich meist um Ladendiebstähle oder Delikte im Onlinehandel. Schulz vermutet Altersarmut als Hintergrund: „Diese besonderen Bedingungen, die Senioren zu Tätern werden lassen, müssen im Strafrecht Beachtung finden“, meinte der Hamburger Kriminalhauptkommissar.

Niemand hätte damit rechnen können, dass Menschen mit stagnierenden Renten bei beständig steigenden Kosten fürs Wohnen, Heizen, für die Ernährung und für Genussmittel sowie steigenden Verkehrskosten kriminell werden könnten, um ihr verlöschendes Scheißleben irgendwie bestreiten zu können. So führt das das Schrödersche-Fischersche-Merkelsche-Röslersche alternativlose Sparprogramm wenigstens zum Wachstum bei der Kriminalität von alten Menschen. Da muss auch ganz schnell ein Sonderrecht für Alte her. Wo kämen wir da sonst hin, wenn die Rentner die ganzen Knastplätze belegen, die für die schwarzfahrenden und klauenden Hartz-IV-Empfänger vorgesehen sind. Deren „besondere Bedingungen“ sind jedenfalls kein Grund für ein anzupassendes Strafrecht, die sollen ja noch mit der Peitsche ihrer Existenzangst und aller staatlichen Gewalt zu mies bezahlter Elendsarbeit gezwungen werden. Dass daraus ein paar Jahrzehnte später, wenn nicht der Freitod oder die Folgen des ungesunden Lebenswandels ihren Tribut einfordern, ebenfalls verarmte Alte werden, ist dabei irrelevant.

Hauptsache, dem DAX gehts gut!