Es kämpft die massenmediale Einheitsfront

Wir bieten Kooperationen an. Mathias Döpfner, der Springer-Chef, denkt bei diesem Thema in die richtige Richtung. Er will eine Allianz der Qualitätsanbieter im Wettbewerb, unter anderem gegen Google, Apple und Vodafone. Die ARD steht dafür bereit.

Monika Piel, Vorsitzende der ARD

Da wächst endlich dann zusammen, was so lange schon zueinander strebt! Und was für eine tolle Idee, die da zwischen den Zeilen durchfunkelt! Das Prinzip des mit Zwangsgebühren finanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks einfach auf sämtliche etablierten Medien übertregen — da kann eigentlich kein Presseverleger „nein“ sagen, denn es geht nichts gegen eine quasi-gesetzlich garantierte Kundschaft, scheißegal, wies mit der Qualität der eigenen Produkte aussieht. Ein tolles Erfolgsmodell für der BRDDR zeichnet sich ab.

Und morgen, wenn es mal wieder um die Lebensrechte von Menschen und nicht um die Lebensrechte von Unternehmen geht, wird wieder von Wettbewerb und Markt und Leistung gefaselt.

Was ein BH ist für die Weiber, das sind fürs Volk die Presseschreiber. Denn beide drücken ganz enorm die Massen zu gewünschter Form.

Finger weg von routenplaner.de

Wer einen Routenplaner braucht, sollte besser nicht zu routenplaner.de gehen, auch wenn dieser Anbieter wegen gewisser technischer Tricks auf der ersten Seite des Google-Suchergebnisses ausgegeben wird, wenn man nach einem „Routenplaner“ sucht.

Und wer in aller Ausführlichkeit wissen möchte, warum er denn da nicht und auf gar keinen Fall hingehen sollte, der lese es bitte in aller Ausführlichkeit bei den Abzocknews nach. Da ist zwar eine Menge technischer Stoff dabei, aber es wird auch schnell klar, mit welchem… ähm… besonderen Schlag Mensch man es dort auf der anderen Seite zu tun hat und dass man mit Abzockversuchen aller Art rechnen muss.

Und es gibt doch wirklich schönere Dinge im Leben als sich mit Juratrollerei und Geldforderungen herumzuschlagen, oder? Übrigens schlagen sich mit solchen Kostenfallen aller Art, wo doch die Dinge „gratis“ und „umsonst“ angepriesen werden, vor allem die Menschen in der BRD herum, woanders kennt man das Problem kaum. Denn hier ist die Gesetzgebung (also die Typen, die im Bundestag sitzen und Deutschland an den Meistbietenden verscherbeln) in ganz besonderer Weise darum bemüht, Zustände zu erhalten oder gegebenenfalls neu zu schaffen, von denen Typen profitieren, deren Verbrechen durch solche Gesetzgebung wenigstens in einer Grauzone legal werden. Und zwar zum Nachteil jedes Menschen, der naiv glaubt, dass so ein Lockwort wie „kostenlos“, „gratis“ oder „umsonst“ das bedeutet, was es in der alltäglichen deutschen Umgangssprache bedeutet.

Irgendwelche Schlüsse aus diesen poltisch gewollten Zuständen auf die Politiker, die solche Zustände wollen, seien den Gehirnen überlassen.

Auch in China stinkt das Geld nicht

Firmen wie der Suchmaschinenbetreiber Google kleiden ihre Unterstützung der chinesischen Zensur in hübsche Phrasen […] In der Realität handelt es sich auch bei den „schweren Entscheidungen“, die Google, Yahoo oder MSN Search getroffen haben, lediglich um die Entscheidung, einer Blockade zu entgehen und vom chinesischen Kuchen ein Stück abzubekommen.

Doch damit dies nicht zu gierig und hässlich klingt, wird angegeben, jedes Engagement in China führe automatisch zu einer Öffnung und somit wäre die Unterstützung der Zensur eigentlich eher eine Ablehnung bzw. eine Methode, diese langfristig zu ändern oder abzuschaffen. Dabei sind sich sowohl Politik und Wirtschaft einig, dass man den Handelspartner China nicht verärgern möchte, weshalb die Menschenrechte, wie das auf Meinungsfreiheit, zurückstehen müssen.

Telepolis | Ein Finger gen China, der Rest…

Suchmaschinenbetreiber sollen für Nachrichten zahlen

Hui, heute fließt der Bullshit aber mal wieder im Strömen:

Im Rahmen des World Media Summit in Peking haben Rupert Murdoch (News Corporation) und Tom Curley (Associated Press) vor 300 Vertretern von 170 Medien aus 80 Ländern gefordert, Suchmaschinenbetreiber und andere Webseiten sollten künftig für Nachrichtenmaterial zahlen, das sie zurzeit noch ohne Gegenleistung erhielten. […] Internetdienste wie Wikipedia, YouTube und Facebook seien zu bevorzugten Plattformen geworden, auf denen sich ein breites Publikum über aktuelle Nachrichten informiere, statt auf die Internetseiten der traditionellen Nachrichtenagenturen zu gehen.

Ich finde ja, dass diesen armen, ausgebeuteten Menschen geholfen werden muss, und deshalb ist hier mein Offener Brief an die Herren Murdoch und Curley:

Werter Herr Murdoch, werter Herr Curley,

wenn es ihnen so sehr den Profit aus der Tasche saugt, dass Menschen lieber ein anderes Internetangebot als das Ihrige benutzen, um Ihre tollen Inhalte zu lesen, denn gibt es dagegen eine ganz einfache Abhilfe, die ich Ihnen auch gerne völlig kostenlos verrate. (Wenn Sie möchten, können Sie sich ja mit einer kleinen Spende revanchieren.) Google ist keineswegs nur pöse, es hält sich auch an die Wünsche von Websitebetreibern, wenn die Websitebetreiber ihre Wünsche nur äußern. Das können Sie sogar ganz persönlich erledigen, es ist nicht besonders schwierig. Sie brauchen dazu auf ihrem Windows-Rechner nur die tolle Anwendung Notepad zu starten. (Nein, mit PowerPoint geht es nicht!) Diese tolle Programm finden Sie übrigens im Windows-Startmenü unter Zubehör. Es ist übrigens auch ganz kostenlos, so dass Ihnen nicht ein einziger Cent zusätzlicher Kosten dafür entsteht, wenn Sie Google und andere an der Nutzung Ihrer wertvollen Inhalte hindern wollen. Das ist doch eine total gute Nachricht, nicht?!

Also starten Sie das tolle Programm Notepad (ich glaube, in einem deutschen Windows heißt es „Texteditor“) und tippen Sie in das daraufhin erscheinende Fenster einfach die folgenden beiden Zeilen:

User-agent: *
Disallow: /

Klicken Sie jetzt in das Menü „Datei“ und wählen Sie den Menüpunkt „Speichern“. Im dann erscheinenden Dialog speichern Sie Ihren soeben erstellten Text unter dem Namen robots.txt, und dann bitten Sie Ihren Angestellten, der für Ihr Internet verantwortlich ist, dass er diese Datei in das Wurzelverzeichnis Ihres Webservers hochlädt. Wenn Sie das schon können, denn können Sie es auch gern selbst probieren, es ist gar nicht so schwierig.

Sie werden es nicht glauben, aber beinahe alle Bots halten sich daran. Ich habe das selbst schon einmal ausprobiert, es klappt wirklich. Dafür brauchen Sie keine tollwütigen Pressekonferenzen zu geben und keinen Bullshit in irgendwelche Mikrofone zu erzählen, dafür brauchen Sie nur zu handeln. Und mit dem Missbrauch Ihres wertvollen Content — Sorry: mit Ihrer Ausbeutung — ist Schluss. Schon in Kürze werden Ihre Kassen wieder überquellen, und Sie können sich wieder um die Weltherrschaft durch die Vermarktung von Content und durch die Vergällung Verbindung Ihres wertvollen Contents mit Werbeeinblendungen kümmern.

Immer in freundlicher Hilfsbereitschaft

Ihr Unterschichtler
Elias Schwerdtfeger

PS: *göbel!*

Aktuelle YouTube-Sperre für die BRD

YouTube sperrt Musikvideos für Deutschland. Kein Aprilscherz, sondern nur die unersättliche Gier jener, die dafür Lizenzgebühren kassieren wollen (GEMA).