Der akkreditierte De-Mail-Anbieter GMX…

Der akkreditierte De-Mail-Anbieter GMX scheint ein… ähm… kleines Problem mit der Sicherheit der Nutzerdaten seines gewöhnlichen E-Mail-Dienstes zu haben, wenn man den folgenden Beobachtungen betroffener Nutzer glauben darf:

Ich frage mich, woher die persönliche Anrede kommt: ich habe solche Mails auf zwei GMX-Accounts bekommen, die ich derzeit nicht nutze, und deren Vornamen und Nachnamen nur abgekürzt bzw. gekürzt im GMX-System vorhanden sind.

Jetzt frage ich mich, wie die Versender an diese Daten, die eigentlich nur GMX kennt, kommen.

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bei mir dasselbe, hab die Mail im Wortlaut vor einer Woche bekommen. Ein Fakename den nur GMX kennt. Den ich mir bei der plötzlichen Aufforderung zur Eingabe persönlicher Daten vor gefühlten 10 Jahren nur für GMX ausgedacht und nie wieder benutzt habe

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Bekam eine dieser Mails mit realname Anrede auf einer gmx Adresse, die mit meinem Realnamen nichts zu tun hat (ist auch bei gmx nicht angegeben zu dieser Adresse)

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Natürlich ist „Christoph Arschleck“ nicht mein Name, aber so meldete ich mich einst NUR bei GMX an. […]

Bei den Daten, die die Spammer verwenden, um die Spamopfer mit vollen Namen anzusprechen, kann es sich als NUR um (nicht aktuelle) Daten handeln, die bei GMX abgefischt wurden.

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Ich bekomme glücklicherweise extrem wenig Spam auf meine privaten Mailadressen, vielleicht mal zwei bis drei pro Woche. Vor ein paar Tagen bekam ich eine, die mich allerdings schon verblüfft hat: sie kam von einer gmx-Adresse und ging an meine gmx-Adresse und hatte bereits meinen echten Nachnamen im Betreff. Die Mailadresse lässt allerdings überhaupt nicht auf meinen echten Namen schließen […]

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Ich habe in den letzten Wochen auf mehreren Wegwerfadressen von GMX „persönlichen“ Spam erhalten. Die Besonderheit sind in meinem Fall aber die bei GMX hinterlegten fiktiven (!) Namen, die in den Mails auftauchen. Diese Namen habe ich ich selbstredend nie extern verwendet, sondern nur deshalb bei GMX gespeichert, weil die Anmeldung einen Klarnamen verlangt

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Meine Freundin und ich geben eine Adresse von GMX.de nicht weiter heraus. Auf diese E-Mail Adresse bekommen wir in letzter Zeit gehaeuft persoenliche Spam. [das heißt hier: mit namentlicher Ansprache]

Die E-Mail Adressen haben wir nicht anderweitig verwendet (Wegwerfadresse) und sie beinhaltet unseren Klarnamen […]

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Aber immerhin, in all dieser Trübnis gibt es auch ein kleines, heitres Lichtelein, denn GMX scheint nicht nur (hoffentlich unfreiwillig) Daten an spammende Verbrecher, sondern auch an die ehemalige GEZ weitergegeben zu haben:

Vor etlichen Jahren hatte ich mal aus Jux einen GMX-Account für meinen alten Kater eingerichtet. Die E-Mail-Adresse wurde nie verwendet, die Daten waren also ausschließlich GMX und mir bekannt. Ich habe bei diesem Account ausschließlich das GMX-Mediacenter zum Speichern von Katzenbildern benutzt.

Nach einer gewissen Zeit bekam mein Kater Post von der GEZ, er möge doch bitte seinen Fernseher anmelden. Ich hatte meinen Kater nicht bei der GEZ angeschwärzt.

Miaau… ähm… Quelle

Zumindest ich sehe keinen Grund, alle diese Erfahrungsberichte mit bei GMX gespeicherten Daten für eine Lüge zu halten, und in einigen Fällen — am schrillsten sicherlich bei der Adressweitergabe an die GEZ — ist vollkommen klar, dass GMX selbst mit Nutzerdaten Handel treibt, wenn diese Geschichten nicht erlogen sind.

Der sich geradezu aufdrängende Schluss, der sich daraus ziehen lässt: Der E-Mail-Anbieter GMX, der von der 1&1 Mail & Media GmbH betrieben wird, ist ein Anbieter, den man vermeiden sollte, wenn einem die eigene Privatsphäre etwas bedeutet und wenn man keine gefährliche, überzeugend formulierte Spammail mit namentlicher Ansprache erhalten möchte. Eine Mail „von der Bank“, in der man mit Namen angesprochen wird, kann leider verheerend überzeugend sein und keineswegs nur unerfahrene Internetnutzer zu Opfern der organisierten Kriminalität machen.

Zum Glück gibt es Auswahl.

ZDF im Internet: Das Zweite Deutsche Fiasko

Ich hätte eigentlich gewarnt sein müssen, denn ich habe ja auch schon das eine ums andere mal das Fernsehprogramm des ZDF „genießen“ dürfen.

Als mir jemand eine Mail mit einem Link sandte, klickte ich unvoreingenommen auf diesen Link und war so zum ersten und zum letzten Mal in meinem Leben auf der Website des ZDF.

Der Computer war ausnahmsweise ein etwas brauchbareres Gerät, zwei Pentium-4-Kerne mit fluffigen Drei und ein paar zerquetschten Gigahertz, Speicher steckte reichlich im Rechner, an Leistung sollte es also nicht scheitern. Der Browser war ein aktueller Opera 11.62. Der Opera brauchte auf diesem Rechner gediegene zweiundzwanzig Sekunden, um die blöde ZDF-Seite zu laden und darzustellen. Als ich es probehalber gleich hinterher mit dem Firefox ausprobierte (No-script hatte ich für dieses „moderne“ Webdesign natürlich ausgeschaltet), ging es mit einundzwanzig Sekunden nicht wesentlich schneller¹.

Und dann wollte ich mal wissen, woran das liegt und begann deshalb damit, mir einmal genau anzuschauen, was für ein HTML die mit GEZ-Geldern bezahlten Spezialexperten da gebaut haben.

Mit Verlaub, ZDF: Das Einbinden von achtzehn (!) verschiedenen CSS-Dateien, um die „Inhalte“ zu formatieren; das Nachladen von insgesamt sechsunddreißig (!!) Javascript-Dateien, um die gewünschte Glotzigkeit der übrigens recht informationslosen Drecksseite herzustellen; die vierhundert leeren <span>s (!!!) im HTML-Kot HTML-Code, die dann mithilfe eines wuchtigen Wustes von Javascriptzeilen dynamisch mit Inhaltsersatzsurrogat gefüllt werden… damit kriegt man jeden Parser dieser Welt zu gewissen Atempausen, zumal der Pluginwrapper des Browsers für so viel eingebetteten multimedialen Schrott Rechenzeit an sich riss, dass die armen beiden CPU-Kerne kaum noch zu etwas anderes kamen. Diese Website eines dummen deutschen Verdummungssenders, der übrigens zum größeren Spott in dieser ganzen trüben Angelegenheit mit einer Zwangsgebühr von reinen Internetnutzern ohne Rundfunkgerät mitfinanziert wird, ist so ziemlich die schlimmste Webdesign-Katastrophe, die ich jemals gesehen habe.

Und glaubt mir: Ich habe schon Vieles gesehen.

Aber so großkalibrig verkackt machen es nicht einmal die Websites der Zeitungen.

¹Deutlich schneller war übrigens der Chromium mit seinen gut acht Sekunden. Hier wurde auch weniger CPU-Last durch Plugins erzeugt. Aber selbst hier sind gefühlte zehn Sekunden ziemlich lahmarschig und stehen in keinem vernünftigen Verhältnis zu den Inhalten, die mit der großen Datenmenge transportiert wurden. Nur ein Beispiel für dieses Missverhältnis: Die höchstens acht Kilobyte Text der Datenschutzerklärung führen auf der ZDF-Website zur Übertragung von 1.152.283 Bytes. Ganz ohne Einbettung von Bewegtbild-Medieninhalten. Das ist einfach nur unfassbar schlecht.

Polizeiliche Nebentätigkeit: GEZapo-Spitzel

Schnell verlinkt:

Anmeldung eines Hörfunkgerätes im Kfz -- uns liegt ein Vermerk der Polizei Hamburg vor. -- Danach hat eine Besichtigung Ihres im öffentlichen Straßenverkehr abgestellten Fahrzeuges mit dem amtlichen Kennzeichen HH-FZ 197 ergeben, dass sich darin ein Radio der Marke Blaupunkt, Typ 'Lübeck' eingebaut befindet. -- Eine Anmeldung für das Radiogerät bei der GEZ können wir nicht feststellen. -- Wir haben das Hörfunkgerät im Kfz daher nach § 5 Abs. 2 RfGebSV unter der Teilnehmernummer 480 962 020 bei der GEZ ab Juli 2008 angemeldet. -- Die GEZ wird Ihnen die Anmeldung in Kürze bestätigen und Sie zur Zahlung auffordern.

Schlecht lesbar? Okay, hier noch einmal in Textform:

Anmeldung eines Hörfunkgerätes im Kfz

[…] uns liegt ein Vermerk der Polizei Hamburg […] vor.

[…] Danach hat eine Besichtigung Ihres im öffentlichen Straßenverkehr abgestellten Fahrzeuges mit dem amtlichen Kennzeichen HH-FZ 197 ergeben, dass sich darin ein Radio der Marke Blaupunkt, Typ ‚Lübeck‘ eingebaut befindet.

Eine Anmeldung für das Radiogerät bei der GEZ können wir nicht feststellen.

[…] Wir haben das Hörfunkgerät im Kfz daher nach § 5 Abs. 2 RfGebSV unter der Teilnehmernummer 480 962 020 bei der GEZ ab Juli 2008 angemeldet.

Die GEZ wird Ihnen die Anmeldung in Kürze bestätigen und Sie zur Zahlung auffordern.

Weiterlesen… und wenn es geht, die Seite von Zeit zu Zeit archivieren, denn solche Inhalte sind unter den Bedingungen der BRD-Willkürjustiz und unter der ebenfalls üblichen polizeilichen wie staatsanwaltschaftlichen Willkür sehr flüchtig.

Heute ist Tagesschau-Guck-Tag…

Wir gucken schwarz! Was dagegen ?!? Am 17. Juni, 20 Uhr ist Tagesschau-Guck-Tag im Internet-Livestream!

So kann dem idiotischen Hirnfick-Gefasel der classe politique und der Contentindustrie, beim Internet handele es sich um Rundfunk, endlich einmal etwas entgegengesetzt werden. Mehr Informationen bei gez-abschaffen.de.

Und wer keine Lust auf seine tägliche Portion Propaganda hat, muss ja nicht hinschauen und kann den Ton abstellen. Fernseher laufen doch auch oft im Hintergrund. Hauptsache, es wird massenhaft mitgemacht, denn diese Aktion lebt von der Wirkung einer großen Einschaltquote.

Wie nennen wir das mal…

Wie nennen wir das mal, wenn wir in Zukunft die so genannte „Rundfunkgebühr“ nicht mehr von den Leuten zwangskassieren, die den staatlichen Rundfunk der BRD auch nutzen, sondern ihn einfach in eine pro Wohnung zahlbare Zwangsabgabe umwandeln, die auch dort gezahlt werden muss, wo die Menschen gern auf diese Mischung aus Bespaßung, Tittitainment und INSM-Propaganda in den so genannten „Polit-Talkshows“ verzichten? Das werden ja immer mehr, und so können wir die Alimentierungsanstalten für unsere beflissensten Günstlinge irgendwann gar nicht mehr richtig finanzieren. Wir brauchen unbedingt ein tolles Wort dafür. Nee, „Zwangsabgabe“ oder „Haushaltssteuer“ wäre zu deutlich? Moment, das ist eine gute Idee. Wir nennen es…

…einfach eine „Vereinfachung“, und zwar eine „zeitgemäße“. Das klingt doch toll.

Und morgen „reformieren“ wir das Steuersystem, schmeißen die unverständliche Progression und die vielen Ausnahmeregeln weg, teilen den Geldbedarf der BRD durch die Anzahl Einwohner und nehmen eine Kopfsteuer. Das nennen wir dann auch eine „zeitgemäße Vereinfachung“. Und weil alle alle gleich behandelt werden, nennen wir das auch noch „gerecht“, wenn jemand bei dieser „Vereinfachung“ wach wird und bemerkt, dass das eine gewisse Schieflage hat. Unsere Freunde von der Journaille schreiben das schon ab.

So einfach geht p’litisches Vereinfachen. Immer schön die Sprache ficken, niemals die Dinge beim Namen nennen.

Auswärtiges Denken

[…] Ich habe final keinen Bock mehr auf diesen Mist, auf Verleger, auf Leute, die auch nur wagen, Begriffe wie „geistiges Eigentum“ in den Mund zu nehmen. Mir reicht es!

Ich gehe heute Abend in den nächsten Elektronikmarkt, kaufe 1000 DVD-Rohlinge, dupliziere mein gesamtes DVD+CD-Regal mehrfach und stelle mich am Samstag in die Fußgängerzone und verteile die Kopien kostenlos. Und das wird erst der Anfang sein.

Ich habe genug von diesen „geistiges Eigentum“-Zombies! Lasst uns diese … diese Geißel der Menschheit ausrotten, ein für alle Mal! Lasst und cracken und kopieren bis die Platten und Leitungen glühen, auf dass nie wieder auch nur eine Zeitschrift, eine DVD oder eine CD gekauft wird!

(ich bin so angewidert, ich kann das nicht in Worte fassen, sorry)

„Tharben“ bei der Netzpolitik-Meldung zur aktuellen Inhaltelöschung auf den Websites der ARD. (Kommentar 9)

Bedanken für diese tolle Löschung von Inhalten, für die in der BRD übrigens auch jeder Computerbesitzer ohne Glotze und Radio eine als „Rundfunkgebühr“ verklausulierte Zwangsabgabe legen muss, kann man sich übrigens bei den Idioten Beck und Stadelmeier.

„Meine Zwangsanmeldung“ wegGEZappt

Was geschieht in der BRD, in der es ja keine Zensur geben soll und in der jeder seine Meinung in Wort, Ton und Bild, na, ihr wisst schon… was geschieht in dieser Bananenrepublik, wenn ein Mensch wie Bernd Höcker in seinem Blog „Meine Zwangsanmeldung“ ganz deutlich macht, was er von der Zwangsgebühr für den staatlichen Rundfunk der BRD und ihre Ausdehnung und immer aggressivere Eintreibung so hält? Nun, er wird halt von einem Mitarbeiter des BRD-Staatsrundfunks mundtot gemacht. Eine Zensur findet nicht statt. Die Wirklichkeit jenseits dieser Grundgesetz genannten Prosa findet sich in Hamburg wieder.

Hier meine Empfehlungen an jeden Menschen, der selbst ein paar kritische Wörtlein über das Tagesgeschehen und die p’litischen Kriminalität in der BRD veröffentlichen will.

Nicht in der BRD hosten! Das damit verbundene Märtyrium ist schnell vergessen, und die Inhalte werden schnell verschwinden gemacht.

Unter Piratenlizenz veröffentlichen! Froh sein über jeden Mirror der Website, egal, was es für einer ist. Je präsenter die Inhalte werden, desto schwieriger wird es für die Restriktionsbehörden der BRD, diese Inhalte zu vernichten.

Selbst für Spiegelungen sorgen! Es ist eine Kleinigkeit, seine Inhalte mehrfach an unterschiedlichen Stelle zu publizieren. Tu genau das! Wenn die eine Website mal verschwindet, erscheint sofort die andere öffentlich, nachdem sie lange ein bewusst gewähltes Schattendasein gelebt hat. Im Krisenfall dafür sorgen, dass die selbst angelegten Mirrors auch bekannt werden, damit Links sofort angepasst werden.

Und auf gar keinen Fall in der BRD hosten! Ja, das habe ich schon gesagt, aber das kann man nicht oft genug sagen. Ein einziges Verfahren der Willkürjustiz in der BRD kann die persönliche Existenz kosten. Eine Zensur findet nicht statt, jedenfalls nicht als Vorzensur. Eine Freiheit findet auch nicht statt.

Ende der Mitteilung.

Ach ja, und bitte diesen Vorgang bekannter machen.