Beunruhigende Gesundheitssituation in der IT-Industrie

Was, ausgerechnet diese sonst eher technikgeilen und den gesellschaftlichen, gesundheitlichen und psychologischen Folgen der professionellen Nutzung dieser Technik gegenüber indifferenten Journalisten bei heise online schreiben so klare Worte:

In den zurückliegenden Jahren habe sich die Belastung der Beschäftigten in der IT-Wirtschaft deutlich verschärft. Zunehmende Leistungsverdichtung, die Paradoxien neuer Managementkonzepte, eine Veränderung der betrieblichen Sozialordnungen und eine generelle Zunahme von Unsicherheiten haben eine grundlegend neue Belastungskonstellation geschaffen. […] Danach hat fast die Hälfte der befragten IT- Beschäftigten von einer starken oder sehr starken Belastung durch extremen Zeitdruck und hohes Arbeitsaufkommen berichtet. Noch gravierender sei die Lage in besonders sensiblen Bereichen: Dass sie sich „immer wieder an der Grenze ihrer Belastbarkeit erleben“ oder das Überschreiten dieser Grenze „in Form eines gesundheitlichen Zusammenbruchs“ sogar schon am eigenen Leib erfahren hätten, gaben über 50% der Befragten an. Nach den Analysen der Wissenschaftler […] handelt es sich hier nicht nur um eine kurzfristige Belastungsspitze, die man aussitzen könne.

Habe ich doch schon anlässlich des „Jahres der Informatik 2006“ gesagt

Über den Aufbau der Hemmschwelle

Die Hemmschwelle, ärztliche Leistungen in Anspruch zu nehmen, ist immer noch niedrig […]

Genau, und deshalb schafft man am besten eine Hemmschwelle, die dafür sorgt, dass die immer größere Zahl der Neuen Armen in der BRD bei jeder Krankheit darüber nachdenkt, ob man jetzt besser etwas essen sollte oder vielleicht doch zum Arzt gehen sollte. Das führt zur gewünschten Ausbreitung des sozial verträglichen Frühablebens und löst ganz nebenbei auch ein paar weitere Probleme. Ein gutes Beispiel für den Sozialfaschismus, der sich hier unter der neoliberalen Ideologie breit gemacht hat — und passend auch der sprachliche Hirnfick, mit dem dieser vergiftete Keks den Leuten ein bisschen schmackhaft gemacht werden soll, denn das alles führt natürlich zu „mehr Effizienz“ in der medizinischen Versorgung.