Das Wegnehmen von Geld…

Meldung im ZDF-Videotext: Zypern will Auflagen für EU-Finanzhilfe nachverhandeln -- Zyperns Präsident Nikos Anastasiades ... versucht, die von Abgaben bedrohten Kleinsparer zu besänftigen. ... Gleichzeitig drängte er das zyprische Parlament, das Hilfspaket am Montag zu billigen. Dieses sei unverzichtbar, um das Land vor der Pleite zu retten

Das Wegnehmen des gesparten Geldes der relativ Besitzlosen und das Herausgeben dieses Geldes an eine alles korrumpierende und hoch kriminelle Bankenmafia nennt man in einem kleinen Staat mitten in der Europäischen Union jetzt alternativlos… nein… unverzichtbar. Und außerdem ist es doch gar nicht so schlimm. Und eben unverzichtbar.

Man stelle sich mal eine analoge Enteignung der unmenschlichen Bankhäuser vor. Oder besser nicht. Denn die sind ja auch unverzichtbar. Also flugs den Elenden mit staatlicher Gewalt ihr dürres Blut abnehmen, um es den Vampiren einzuimpfen! Schön, dass sich der vampiristische Charakter der Geldherrschaft einmal so deutlich die Maske aus der teuflischen Fratze reißt. Auch, wenn der Anblick dieses Scheusals ausgesprochen unschön ist. Zumindest sollte so jeder lernen können, wo seine Feinde sitzen und dass mit diesen Feinden kein Frieden möglich ist.

Wir zahlen nicht für eure Krise

Eine Aufforderung des Erwerbslosen-Forums Deutschland, die ich hier unverändert wiedergebe:

Liebe Freundinnen und Freunde,

Griechenland war erst der Anfang. In der gesamten EU wollen Regierungen und Unternehmerverbände eine radikale Kürzungspolitik durchsetzen, schon werden auch in Italien und Spanien verheerende Kürzungspläne verabschiedet. Und bereits einen Tag nach der Wahl in NRW hat die Bundesregierung einen drastischen Sparkurs angekündigt: Die durch Krise und Bankenrettung gestiegene Staatsverschuldung soll auf Kosten der Beschäftigten und Erwerbslosen, der Gesundheitsversorgung, der Bildung und der Kommunen abgebaut werden! Aber in Griechenland, Italien und an anderen Orten in der EU gehen Menschen auf die Straße, protestieren gegen diese Umverteilung von unten nach oben, organisieren Streiks und Demonstrationen. Ihr Widerstand kann uns ein Vorbild sein. Die Politik zu Gunsten von Banken und Konzernen können wir nur durch europaweiten Widerstand und Solidarität stoppen!

Deswegen heißt es auch hier: Heraus auf die Straße am 12. Juni in Berlin und Stuttgart — Von Athen bis Berlin — Banken und Konzerne sollen für die Krise zahlen! Für soziale und ökologische Alternativen zum Kapitalismus!

Kommt alle am 12. Juni nach Stuttgart und Berlin! Beteiligt euch am Endspurt an der bundesweiten Mobilisierung, schließt euch den Bündnissen in Stuttgart und Berlin an, bildet eigene regionalen Bündnisse, organisiert Busse, macht Infoveranstaltungen, sammelt Spenden und sucht nach weiteren Unterstützer/innen.

1. Ab jetzt gibt es neues Mobilisierungsmaterial für die bundesweiten Demos. Dort findet ihr Druckvorlagen des aktuellen Aufrufs, den ihr kopieren, drucken und verbreiten könnt!

2. Schon jetzt rufen über 100 Organisationen und Initiativen zu den Demonstrationen auf, u.a. Attac, Verdi, NGG, DGB – Gliederungen, DIE LINKE, lokale Krisenbündnisse, DIDF; Aktionsbündnis Sozialproteste, Erwerbslosenforum,antikapitalistische Spektren (alle Unterstützer/innen hier). Und es werden immer noch weitere Unterstützer/innen von Demo und Aufruf gesucht. Bitte schreibt uns eine E-Mail an info@kapitalismuskrise.org

3. Verlinkt eure Homepages, tauscht Banner aus, macht auf den 12. Juni an allen Orten, an die ihr denken könnt, aufmerksam. Es gibt Banner in unterschiedlichen Größen, bitte helft mit, die Ankündigung im Internet zu streuen!

4. Auf der Website zur Aktion finden sich die ersten Busse, dort gibt es auch einen Link zu einer selbstorganisierten Mitfahrbörse. Wenn ihr von weiteren Bussen wisst, die am 12.6. nach Berlin oder Stuttgart fahren, sendet uns die Informationen bitte an busse (at) kapitalismuskrise (punkt) org (Abfahrtzeit & -ort, zu welcher Demo?, Kontakt und Anmeldung, Kosten etc.)

5. Das Bündnis „Wir zahlen nicht für eure Krise“ braucht dringend Spenden für die Demonstrationen am 12. Juni, bitte überweisen an:
Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V.; Konto-Nummer 200 081 390, Frankfurter Sparkasse (BLZ 500 502 01); Stichwort: 12. Juni

Wir sehen uns am 12. Juni um 12:00 in Berlin zur Auftaktkundgebung am Alexanderplatz oder in Stuttgart, wo um 11:00 Uhr am Hauptbahnhof die Demo zum Schlossplatz beginnt und dort mit einer Abschlusskundgebung endet.

Eure „BuKO Krisenproteste“

Wir wollen nur ihr Bestes!

YouTube-Direktlink

Zwei Bilder

FAZ: Gesetz für Bankenenteignung steht

FAZ: Gesetz für Bankenenteignung steht

Aktuelle Meldung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu den  gegenwärtigen politischen Maßnahmen, die Gewinne der Banken privat zu lassen und die Verluste zu verstaatlichen.

Flyer der NPD.

Flyer der NPD: Banken verstaatlichen!

Flyer der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands, vor ungefähr acht Wochen in Hannover-Stöcken als Postwurfsendung in sehr viele Haushalte zusgestellt.

Ohne weiteren Kommentar.

Gold-Ramsch

Na, das wurde aber auch mal Zeit! Endlich ist mal jemand auf die Idee gekommen, aus dem abnehmenden Vertrauen vieler Menschen in das Geldsystem und aus der Flucht in das Gold klingende Münze zu machen:

Vorsicht bei Goldmünzen von Plus

Irgendwie empfinde ich angesichts dieser tollen Idee des Billigramschers „Plus“, den Leuten überteuerte Goldmünzen anzudrehen, den Hinweis auf die Folgeseite im Vidioten-Text der ARD sehr lustig: „Gewehre: Rückruf wegen Todesgefahr“ — unwillkürlich muss ich an Geprellte denken, die zur nächsten Plus-Filiale mit einem Gewehr kommen, um negatives soziales Feedback für die dreiste Abzocke zu geben. 👿

Aber so etwas wird in der BRD immer ein Traum bleiben. Hier wird jede Scheiße gefressen.