Überbewertet

Schlagzeile aus der Website der Frankfurter Allgemeinen -- Freihandelsabkommen: Demokratie ist überbewertet -- es folgt der Teaser: Hohe Importzölle oder saftige Exportsubventionen schädigen die Allgemeinheit. Freihandel soll verhindern, dass Staaten solchen Blödsinn beschließen. Das setzt der Demokratie Grenzen, doch der Rechtsstaat geht vor. Ein Kommentar.

Quelle des Screenshots: Internet. Dahinter steckt immer ein böser Kopf mit marktradikalem Gewaltdenken. [via @Kreuzer1965]

NSU-Mordopfer sind doch selbst schuld…

Extremismus und Terror gehören zu den Gründen, warum eine Minderheit der Muslime nicht integrationswillig ist; das wiederum ist einer der Gründe für islamfeindlichen Extremismus und Terror.

Genau, ihr Qualitätsjournalisten von der Frankfurter Allgemeinen [Link auf eine dauerhaft archivierte Version des Artikels], die Mordopfer sind doch selbst schuld an ihrer (scheinbar recht wahllos ausgeführten) Ermordung! Mit einer derartigen „Argumentation“ kann man auch besser vergessen machen, in welchem polizeilichen und geheimdienstlichen Sumpf eine braungefärbte Mörderbande ein Jahrzehnt lang unbehelligt metzeln konnte, während Polizei und Journaille selbst dann noch von „Döner-Morden“ sprachen, als auch Griechen ermordet wurden.

Abofalle des Tages: Die Frankfurter Allgemeine

Hallo, ihr „Qualitätsjournalisten“ da hinten in Frankfurt,

euch müssen ja wirklich ganz schön die Leser davonlaufen. Und deshalb denkt ihr euch jede Menge Methoden aus, um eure industriell mit dem Weltbild der Herrschenden und Milliardäre bestempelten Bäume auch im Internetzeitalter an Käufer zu bringen — vermutlich, weil sich in eurer dunklen Hirnkrypta dünstelnd die Ahnung breit macht, dass das so genannte „Leistungsschutzrecht“ (ein Kompositum an dem alles falsch ist, denn es geht dabei weder um Leistung, noch um Schutz, noch um Recht) ein Schuss ins eigene Bein ist. Damit habt ihr ja durchaus recht. Früher habt ihr noch ganz offen versucht, Leute mit euren „Probeabos“ zu ködern, aber das scheint nicht so erfolgreich gewesen zu sein, und deshalb macht ihr das jetzt ein bisschen anders und bedient euch bei der Methodik von Abzockern und vergleichbar halbseidenen Zeitgenossenen.

Eure so genannte „Verlagsumfrage“, die ihr gleich um ein paar wertlose „Dankeschön“-Reklamegescheke und eine Äppel-Äppel-Ei-Fon-Verlosung angereichert habt, damit die nicht so ganz lesekompetenten Opfer eurer Masche auch wirklich ihre Anschrift und ihre Unterschrift draufgeben (Bilder zum Vergrößern anklicken)…

Titelblatt

Rückseite der Antwortkarte

Kleingedrucktes auf der Antwortkarte

…entpuppt sich beim Lesen nicht etwa als eine Umfrage im gewöhnlichen Sinne des Wortes, bei dem die Teilnehmer ein dreifaches „Dankeschön“ in relativ wertlosen Tinnef bekommen, sondern als…

[…] Für Ihre Antworten bedanken wir uns 3-fach:

1. Sie lesen 12 Wochen lang die F.A.Z. und die Sonntagszeitung zum Preis von nur 94,60 € und sparen dabei 35 %. Die Belieferung endet automatisch. […]

…der… ähm… hinter windigen Vorwänden etwas versteckte Verkauf eines Abos zum Preis von beinahe hundert Euro.

Ihr wisst sicherlich selbst, wie man so etwas nennt, wenn es im Internet betrieben wird: Abzocke. Oder etwas vornehmer: Abofalle. Ich sehe keinen Grund, an euch „Qualitätsjournalisten“, die ihr euch auf ein halbseidenes Geschäftsmodell am Rande des Betruges diversifiziert, einen anderen Maßstab anzulegen.

Ihr seid Abzocker.

Geht sterben mit euren bestempelten Bäumen!
Der wütende Blogger

S21: Eine einfache Lösung, Herr Geißler…

Was die Website der Frankfurter Allgemeinen heute in einer fröhlich doppeldeutigen Formulierung zum Besten gab, wäre wirklich eine gute Lösung:

Die grün-rote Landesregierung forderte Geißler auf, sich an den Mehrkosten zu beteiligen

Haften sie einfach persönlich, Herr Geißler, für die Scheiße, die sie als Frontfresse dieser scheinbaren und unter ständigen Lügen vorangetriebenen „Schlichtung“ aktiv und bewusst mit zu verantworten haben! Oder halten sie, wenn sie das schon nicht tun wollen, einfach ihre verlogene, stinkende P’litikerklappe!

Quelle des Screenshots: Website eines Verlagsangebotes, das hier bewusst nicht mehr verlinkt wird.

Hirnfick FAZ

Wenn ich eines von der FAZ oder irgendeinem anderen Ausfluss dieses Milliardärsprivilegs der so genannten „Freiheit“ der Presse nicht erwarte, denn ist das Ausgewogenheit und das Fehlen von Propaganda. Aber dass da dermaßen deutlich, bewusst und merkbefreit

Der deutsche Niedriglohnsektor ist während der vergangenen Jahre rasant gewachsen, je nach Definition arbeiten dort bis zu einem Fünftel aller Arbeitnehmer. Damit liegt Deutschland mittlerweile auf dem Niveau angelsächsischer Staaten. Diese Entwicklung war politisch gewollt und von der rot-grünen Bundesregierung mit der Agenda-Politik und den Hartz-Reformen eingeleitet worden. Die Liberalisierung des Arbeitsmarktes beruhte auf dem Befund, dass der Sockel an Langzeitarbeitslosen gewachsen war, weil die Eintrittsschwelle in den Arbeitsmarkt gerade für Geringqualifizierte zu hoch lag. Deshalb förderte die Schröder-Regierung gezielt geringfügige Beschäftigung (Minijobs) und Zeitarbeit, um einen Eintrittsarbeitsmarkt mit niedrigen Zugangsbarrieren zu schaffen. Gestützt vom Aufschwung der Jahre 2006 bis 2008 trug das Konzept Früchte.

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik stieg die Zahl der Erwerbstätigen über 40 Millionen, wo sie heute trotz Rezession und Weltwirtschaftskrise noch immer liegt; die Zahl der Langzeitarbeitslosen konnte seit 2005 auf unter eine Million gesenkt und somit nahezu halbiert werden.

…die objektive Verarmung und Entstehung eines staatlich subventionierten und mit den Mitteln des Zwanges und der geschürten Existenzangst befüllten Elendsarbeitsstriches für einen immer größeren Anteil der Menschen in der BRD als „Erfolg“ — okay: als „Frucht“ — verkauft wird, ist doch schon sehr widerlich.

Das Motto lautet: Wie, du willst auch noch Geld für deine Arbeit? Sei gefälligst froh, dass du Arbeit hast!

Bitte hier weiterlesen

Zwei Bilder

FAZ: Gesetz für Bankenenteignung steht

FAZ: Gesetz für Bankenenteignung steht

Aktuelle Meldung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu den  gegenwärtigen politischen Maßnahmen, die Gewinne der Banken privat zu lassen und die Verluste zu verstaatlichen.

Flyer der NPD.

Flyer der NPD: Banken verstaatlichen!

Flyer der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands, vor ungefähr acht Wochen in Hannover-Stöcken als Postwurfsendung in sehr viele Haushalte zusgestellt.

Ohne weiteren Kommentar.