Als in den Nuller Jahren der neue Faschismus kam

Als in den Nuller Jahren gleichsam laut wie schleichend der neue Faschismus kam, begann es damit, dass die Unterschicht nicht mehr bloß ökonomisch, über Besitz und Kaufkraft, definiert wurde, sondern mehr wie eine Rasse betrachtet wurde, die sich durch Fortpflanzung ausbreitet und deren Fortpflanzung unterbunden werden müsse, um diese Ausbreitung zu stoppen. In der Folge führte die Fortpflanzung der immer mehr werdenden Besitzlosen immer weniger dazu, dass die dabei entstehenden Kinder und ihre Eltern durch Sozialleistungen unterstützt wurden, und auch die Idee, dass diesen Kindern aus der Rasse der Unterschichtler ein Anrecht auf Bildung zustehe, weil sie eben Menschen und keine den Tieren gleich geachteten (also missachteten) niederen Wesen sind, fiel immer mehr in Vergessenheit. Die alten Errungenschaften des sozialstaatlichen Systemes, einst eingeführt, um eine sozialistische Revolution in der BRD zu verhindern und nach dem Verschwinden des Sozialismus als mögliche Alternative des gesellschaftlichen Miteinander p’litisch nutzlos und damit entbehrlich geworden, sie wurden langsam umgebaut in ein System finanzieller Anreize, deren Ziel vor allem die Förderung der Gebärwilligkeit einer besitzenden Rasse wurde. Die Steuererleichterungen, das Elterngeld und das voll auf Sozialleistungen angerechnete Kindergeld dienten und dienen in der Propaganda zur Abspeisung der Elenden immer noch als Vehikel, um die Illusion der menschenschützenden Sozialstaatlichkeit der BRD zu befördern, sind aber immer mehr zu Instrumenten geworden, von denen ein Mensch umso mehr profitiert, je mehr er besitzt bzw. je größer sein Einkommen ist. Eine weitere Radikalisierung dieses Sozialrassimus steht bevor.

Die Fußball-Deppen und die Nazis

Nicht diese ZDF-Fußball-Heißluft-Idiotin namens Katrin Müller-Hohenstein, die sportherztypisch ein bisschen in den unreflektierten Nationalton gegriffen hat und zu den dumpfen Klängen der Lärmtröten ebenfalls dumpf und lärmend etwas von einem „inneren Reichsparteitag“ in das Mikrofon gepupst hat, ist ein Nazi. Die ist einfach nur enthirnt und hat die Aufgabe, irgendwelchen schwülstigen und nationaltümelnden Blah dazu abzulassen, wenn zwei Handvoll Millionäre etwas lederumhüllter Luft nachrennen. Damit wird sie nicht zum Nazi, sondern bleibt einfach nur eine ganz normale, verachtenswerte Medienidiotin.

Wer einen Nazi hören will, der höre Thilo Sarrazin (SPD)!

Aber das wird für die Springer-Journaille

Müller-Hohenstein spricht von Reichsparteitag...

…niemals ein so breit ausgewalztes Thema. Denn die hat nichts gegen offenen Rassismus an einflussreicher Position, die pupst bestenfalls ein bisschen scheinbar antifaschistische Empörung raus, wenn irgend so eine unwichtige Nullrednerin sich (durchaus fragwürdig) im Ton vergreift. Wenn die Springer-Journaille etwas gegen offenen Rassismus an einflussreicher Position hätte, denn würde sie nämlich einen sehr anderen Ton bei ihrer eigenen Schreibtischtäterschaft pflegen.

Ein Kessel Braunes: Sarrazin

Wenn so eine am Schweiß anderer Menschen fettgefressene, widerwärtige Made wie Sarrazin in den Nazimodus schaltet und solche Wörtlein in die Welt entlässt

Eine große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt, deren Anzahl durch falsche Politik zugenommen hat, hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel.

…und daraus den Schluss zieht, dass diese Leute „ökonomisch nicht gebraucht“ werden, denn erübrigt sich jedes weitere Wort dazu. Hier hat sich ein moderner Wirtschaftsfaschist endlich einmal die photoshoppolierte Maske von seinem Gesicht genommen und zeigt offen seine unmenschliche Nazifratze — und gibt damit auch einen Einblick darin, was sich hinter der freundlichen Maske anderer Ökonomen verbergen könnte. Es kostet Mühe, diesem Sprech mit reichlich Griffen in das Wörterbuch des Unmenschentums nicht in gleicher Weise zu erwidern, indem man schreibt „Eine große Zahl von Bankern und ihren Helfershelfern in diesem Staat, deren Einfluss durch falsche P’litik zugenommen hat, hat keinerlei produktive Funtion, außer für das Hin- und Herschieben von Blasen- und Buchgeldern“ und daraus den Schluss zieht, dass diese Leute, zu denen dieses kackbraune Loch Sarrazin gehört, im Gegensatz zu Lebensmittelhändlern für das Miteinander der Menschen in Deutschland nicht gebraucht werden — um den Leser solcher Worte an naheliegende „Lösungen“ dieses Problemes denken zu lassen. Angesichts des offen gepflegten Sozialdarwinismus dieses modern verpackten Faschisten…

Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate. Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären, mit einem 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung.

[Achtung! Die Bildzeitung ist alles andere als eine glaubwürdige Quelle!]

…ist jedenfalls völlig klar, dass ein vom Grundgedanken des friedlichen Miteinanders geprägtes Miteinander mit diesem Schurken nicht möglich ist. Wer Worte wie…

Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert.

…aus seinem Mund entlässt, eignet sich vielleicht noch als Propagandaredner für die CSU oder die NPD, aber nicht mehr dazu, dass er ein Amt in einer quasistaatlichen Organisation wie der Deutschen Bundesbank bekleidet und aus diesem Amt heraus eine Plattform für seine widerwärtigen Nazireden erhält.

Ich wette, dass diese Made von keinem Gericht der BRD für die offene Volksverhetzung eine Strafe auferlegt bekommt.

Nichts hinzuzufügen (8)

Es ist ganz leicht zu beobachten, dass das Bürgertum bis heute die Quelle des Faschismus ist. Dazu reicht es, einfach das schulische Verhalten der bürgerlichen Brut mit ihrer Ausgrenzung, ihren Hetzjagden und Mobbingkampagnen gegen sozial Schwächere und Außenseiter zu beobachten. Da gedeihen die Faschisten von morgen. Und wenn sie dort fertig sind, geht’s in der Jungen Union weiter.

Perspektive 2010

Werbung für mietfähige Elendsarbeit

Und immer, wenn du glaubst, die Menschenverachtung der ganz normalen Werbung könnte gar nicht mehr schlimmer werden, sitzt du mal wieder an einem anderen Rechner bei einem anderen Menschen ohne Adblocker und siehst du deinen nächsten Ad auf irgendeiner Website. Und in deinem Ohr hörst du das folgende fiktive Gespräch. Da sagt so ein Vampir zum anderen: „Wir haben jetzt ja so ein tolles Web Zwo Null, was machen wir mal, um daraus ein bisschen Profit zu schlürfen“, und der andere Vampir antwortet: „Machen wir daraus doch einen Strich für mies bezahlte Elendsarbeit“. Die Idee finden die beiden Blutsauger gut, und der Werber baut sein werbendes Bildchen, es einzubetten in etliche Websites, an denen sich die „Profis“ treffen, die gern billiges „Menschenmaterial“ im Zustand maximaler wirtschaftlicher Abhängigkeit haben — diese beiden Screenshots eines animierten Werbebanners sind von Golem:

Mitarbeiter ab 49 Cent!

Und, wer hat dermaßen günstige Sonderangebote zu bieten:

XING - POWERING RELATIONSHIPS - Effektives Recruiting mit XING! Jetzt Job einstellen!

Ob allerdings ein normaler und noch nicht vom totalen Selbsthass zerfressener Mensch ein Interesse daran haben kann, sich bei XING als extra preiswertes Sonderangebot zum Ramschverkauf an der Fleischtheke anbieten zu lassen, das gehört zu den Fragen, die sich jeder hier selbst beantworten muss.

Kurz verlinkt (42)

Der Ausgburger Bischof Walter Mixa hat eine Osterpredigt gehalten. Das ist sein gutes Recht, schließlich ist Ostern und Predigen ist des Bischofs Pflicht. Außerdem herrscht in diesem Land Religionsfreiheit.

Besser kann man die Worte dieses Wixas nicht mehr in Bilder übersetzen! :mrgreen:

Totale Ausweidung

Wenn die Neuen Armen in der BRD schon ihre Arbeitskraft nicht mehr verkauft kriegen, denn sollen sie doch wenigstens noch ihre Organe versteigern, damit die Besitzenden auch immer schön gesund bleiben.

Es ist doch folgende Situation: Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, so muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit haben, durch den Verkauf von Organen – und zwar geregelten Verkauf … ähnlich der Börse, dass man sagt, wer ist zugelassen zu dem Handeln. Es muss auch geprüft werden, wer darf das Organ entnehmen. Und dann wird praktisch das Organ versteigert.

Selten nur wird der Vampirismus und das Faschistoide der totalitären Vernutzbarung des Menschen so offenbar wie in dieser Idee des Marktnazis Professor Peter Oberender von der Initiative Neue Soziale Mordwirtschaft (INSM). Markt bis zur totalen Ausweidung!

(Und das schöne, sprachfickende Wort von der „Möglichkeit“ meint hier für jeden Hartz-IV-Empfänger den Zwang, alles zu Geld zu machen. Das ist ein ähnlicher Gehirnfick wie die Rede von der „Verantwortung“, die im INSM-Braunsprech und in den Talkshows des BRD-Staatsfernsehens vor allem meint, das Menschen schutzlos und kalt ins Elend gestoßen werden, wenn sie nicht mehr verwertbar sind.)

Fragt sich nur, was diese faschistischen Blutfressen noch alles von sich geben müssen, bis einer seine letzten gierigen Zuckungen mit einem Strick um seinen Hals macht. Dass mit diesem Pack kein Frieden möglich ist, weil dieses Pack keinen Frieden will, das zeigt sich mit jedem Tag, an dem solche Mordreden geschwungen werden.