Der Geschäftsführer der Deutschen Zentral Inkasso…

…trägt jetzt einen anderen Namen.

Das „Geschäft“ der Klitsche mit dem großtönenden Namen „Deutsche Zentral Inkasso“ bleibt davon unberührt das gleiche wie immer: Mit erpresserisch formulierten Briefen die Menschen dazu nötigen, dass sie vor lauter Angst die unbegründeten Forderungen der betrügerischen Abzockerläden rund um Michael Burat bezahlen.

LG Berlin zu live2gether.de: Kein Vertrag! Kein Geld!

Eine der vielen windigen Betrugsfirmen, für welche die Inkasso-Klitsche mit dem großtönenden Namen „Deutsche Zentral Inkasso“ die Mumpitz-Mahnungen verschickte, hat sich bei der Würdigung ihres „Geschäftsmodelles“ durch das Landgericht Berlin eine empfindliche Backpfeife abholen müssen:

Das Landgericht Berlin hat entschieden, dass mit der Anmeldung auf der Seite www (punkt) live2gether (punkt) de keine Einigung über einen kostenpflichtigen Vertrag zustande kommt. Betroffene müssen die geforderten Abogebühren demnach nicht bezahlen.

Die OPM Media GmbH betreibt […] Internetseiten, die von vielen Verbrauchern als Abofallen bezeichnet werden. Wer sich auf den genannten Seiten mit Name und Adresse anmeldet, bekommt wenig später eine hohe Rechnung ins Haus geschickt, weil er einen Vertrag über einen kostenpflichtigen Zugang zu einer Datenbank abgeschlossen habe. So zumindest die Behauptung der Firma.

Das Landgericht Berlin erteilte dem Geschäftsmodel [sic!] der OPM Media GmbH nun allerdings eine Absage […]

Weiterlesen bei computerbetrug.de — Urteil: Kein Vertragsschluss bei live2gehter.de

Und niemals bei irgendwelchen Internet-Betrugsfirmen zahlen, nur weil die eine Mahnung mit dem Text „Zahlen sie jetzt ohne Grund 100 oder 150 Euro auf unser ständig wechselndes Konto, sonst machen wir ihr Leben mit Schufa und Pfändungen kaputt“ von der Post in den Briefkasten werfen lassen! Niemals! Es gibt bessere Verwendungen für Geld, als damit ausgerechnet derartige Maden zu mästen.

Ein kurzer, heiterer Gruß geht an die vielen Leser aus der Schweiz, die sich gerade einen Ast lachen, weil sie Inkasso-Briefe von der DOZ Deutsche Zentral Inkasso GmbH bekommen haben, in denen ihnen allen Ernstes mit einem Eintrag bei der deutschen SCHUFA gedroht wird. Das hat nicht so ein großes Einschüchterungspotenzial in der Schweiz, ihr Betrügeridioten aus der Bundesallee in Berlin…

Der Triumph der Deutschen Zentral Inkasso

Akte 2011 (SAT.1) vom 13. September 2011 | YouTube-Direktlink

Ich verlinke wirklich nicht gern SAT.1, aber der musste sein. Und: Nicht zahlen! Niemals! Sogar SAT.1 sagt das. Keine Angst einjagen lassen.

Was von der im Beitrag ebenfalls angesprochenen „Button-Lösung“ unserer gegenwärtigen Ministerin für simulierten Verbraucherschutz zu halten ist, sollte an einer anderen Stelle weitergelesen werden. Vermutlich wäre es von den eher unterbelichteten SAT.1-Reportern schlicht zu viel verlangt gewesen, die Beglückungsideen deutscher Politiker aus den Parteien mit dem großem „C“ nach Sachkompetenz und Nutzen abzuklopfen. Aber der betrachtete Teil der gewerbsmäßigen Betrüger mit ihren Abzock-Unternehmen hat durchaus eine angemessene Würdigung erfahren.

Wer noch Fragen zum Rechtsstaat hat…

Wer noch Fragen dazu hat, ob er von einem so genannten Rechtsstaat nicht wenigstens vor der organisierten Internet-Kriminalität geschützt wird: Nein, kein bisschen. Ich habe mich deutlich zu früh gefreut, denn der Klitsche mit dem großtönenden Namen Deutsche Zentral Inkasso, die durch zunehmend stärker einschüchternde Briefe und arschlochhafte Angstmache (neuerdings etwa mit Klageschriften, die in die bedeutungslosen Briefe gelegt werden, auf dass sich die Menschen auch richtig erschrecken und vor lauter Angst zahlen) immer wieder versucht, die in Nichts begründeten Forderungen irgendwelcher Internet-Abzocker durchzusetzen, wurde heute nicht die Inkasso-Lizenz entzogen:

Der Widerruf der Registrierung einer Inkasso GmbH mit Sitz in Berlin durch die Präsidentin des Kammergerichts ist rechtswidrig.

Nachdem im Jahre 2009 mehrfach Beschwerden über das Unternehmen eingegangen waren, widerrief die Präsidentin des Kammergerichts als zuständige Behörde die für die Tätigkeit des Unternehmens erforderliche Registrierung im Rechtsdienstleistungsregister. Der Bestand der eingezogenen Forderungen sei nicht geprüft worden, obwohl zumindest in bestimmten Einzelfällen hierzu Anlass bestanden hätte.

Das Unternehmen machte demgegenüber geltend, im Rahmen eines sog. ‚Mengeninkasso‘ sei ihm eine Einzelfallprüfung jeder geltend gemachten Forderung nicht möglich und auch nicht üblich. Eine solche Verpflichtung sehe das Rechtdienstleistungsgesetz zudem nicht vor.

Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts hat der Klage [der Deutschen Zentral Inkasso, meine Anmerkung] stattgegeben

Es gilt also:

Deutsche Zentral Inkasso: Der Terror geht weiter

Und die Bundesrepublik Deutschland ist und bleibt ein weltweit einmaliges Paradies für Abzocker und Betrüger im Internet. Politisch gewollt. Egal, wie viel Sand Frau Ministerin Ilse Aigner (CSU) den Menschen in der BRD gerade in die Augen streut, damit sie besser schlafen.

Kleiner Nachtrag: Das Bild ist natürlich — danke für die Nachfrage — genau so unter den Bedingungen der Piratenlizenz lizenziert wie alles andere hier. Greif zu! Share and enjoy, but don’t sue me!

Tschüss, Deutsche Zentral Inkasso!

Aktueller Nachtrag vom 25. August 2011: Bitte einen Eimer bereithalten, damit das Erbrochene nicht auf dem Teppich landet. Das Gericht hat gesprochen, und der Terror durch die Klitsche mit dem großtönenden Namen Deutsche Zentral Inkasso kann weitergehen.

Weils so schön ist und wohl nicht nur mir den Tag rettet, hier ein Vollzitat der Pressemitteilung der Berliner Senatsverwaltung für Justiz:

Terminshinweis: Widerruf der Registrierung eines Inkassounternehmens im Rechtsdienstleistungsregister

Pressemitteilung
  Berlin, den 16.08.2011

In der Verwaltungsstreitsache

VG 1 K 5.10

  der DOZ Deutsche Zentral Inkasso GmbH,

  Verfahrensbevollmächtigte: Rechtsanwälte Sorge und Lohmanns Rechtsanwaltsgesellschaft

  gegen

  das Land Berlin, vertreten durch die Präsidentin des Kammergerichts

  hat das Verwaltungsgericht Berlin Termin zur mündlichen Verhandlung auf

Donnerstag, den 25. August 2011, 11.00 Uhr

  im Gerichtsgebäude, Kirchstraße 7, 10557 Berlin, Saal 4304 anberaumt.

  Widerruf der Registrierung eines Inkassounternehmens im Rechtsdienstleistungsregister

  Die Klägerin ist ein Inkassounternehmen mit Sitz in Berlin. Sie ist nach eigenen Angaben darauf spezialisiert, offene Forderungen von Unternehmen zu realisieren, die entgeltliche Dienstleistungsangebote im Internet vermarkten. Nachdem beim Kammergericht zahlreiche Beschwerden über die Klägerin eingingen, widerrief die Präsidentin des Kammergerichts die Registrierung der Klägerin im Rechtsdienstleistungsregister wegen dauerhafter unqualifizierter Rechtsdienstleistungen zum Nachteil der Rechtsuchenden. Der Klägerin wird vorgeworfen, dass sie in großem Umfang ungeprüfte Forderungen einziehe, bei denen es sich um sogenannte „Abo-Fallen“ im Internet handele. Die Klägerin ist demgegenüber der Auffassung, ihre Mandanten seien verpflichtet, die jeweiligen Forderungen auf ihre Rechtsgültigkeit zu überprüfen. Sie betreibe lediglich ein sogenanntes „Mengeninkasso“, bei dem eine Prüfung der einzelnen Forderung typischerweise nicht erfolge.

  Modalitäten für die Berichterstattung:
  Eine Akkreditierung ist nicht erforderlich.

Wer unter den vielen Betrugsopfern der Abzockerfirma Content4U GmbH am 25. August zufällig in Berlin ist, sollte sich nicht entgehen lassen, wie der Klitsche mit dem großtönenden Namen „Deutsche Zentral Inkasso“ endlich die Inkassolizenz entzogen wird.

Auf diesem Hintergrund ist wohl auch klar, warum die dreisten, erpresserisch formulierten „Mahnungen“ für völlig unbegründete Forderungen in der letzten Zeit besonders furchteinflößend sein mussten. Bei der Deutschen Zentral Inkasso sah man halt die Felle wegschwimmen. Die haben nochmal alles gegeben. Weil sie unter Termindruck sind. Schnell noch möglichst viel Geld durch Einschüchterungen holen.

Leider steht nicht zu befürchten, dass einer der Verantwortlichen für diese große Betrugsnummer demnächst wegen Betruges vor Geicht stehen wird, und leider wird der nächste Strohmann mit der nächsten rasch aufgebauten Inkassoklitsche (die wohl wieder einen ganz groß klingenden Namen bekommen wird) für die Betrügereien der Adamca-Brüder schon bereit stehen. Vermutlich wird demnächst auch unter anderer Firmierung betrogen.

Auf jeden Fall ist es jetzt Zeit für einen kleinen Rückblick auf die Gesamtheit der hier verfügbaren Content4U-Texte:

Niemals bezahlen! Die Content4U-Mahnung…
Mitte Juli des letzten Jahres hat mir ein Leser einen Scan „seiner Mahnung“ zugeschickt und mich darum gebeten, darüber zu schreiben. Ich hatte so einen Müllbrief tatsächlich noch nie gesehen und fand die kalte, einschüchternde Formulierung zu Erbrechen. Der überlange Kommentarthread (zurzeit 621 Kommentare) belegt, dass diese Form, eine unbegründete Forderung in einem Brief zu vertreten, auf viele Menschen so beängstigend wird, dass sie über das Zahlen nachdenken oder sogar bezahlen. Anfangs haben sogar viele Menschen geglaubt, es sei ein wirklicher Vertag zustande gekommen, was natürlich nicht der Fall ist.

Die BRD: Paradies für Abzocker und Betrüger
Innerhalb des nächsten Monats wurde mir an den Besucherzahlen immer mehr bewusst, wie groß das Ausmaß der Abzockerei im Internet ist… und dass es sich dabei um ein Problem handelt, das es in dieser Form nur in der BRD gibt. Seitdem bekomme ich einen unwiderstehlichen Brechreiz, wenn ein Innenpolitiker der BRD das Zauberwort „Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein“ in den Mund nimmt, aber die wirkliche Kriminalität im Internet mit lässiger Hand geschehen lässt.

Tolle Firmierung: Deutsche Zentral Inkasso
Ende September gingen die ersten „Mahnschreiben“ der Deutschen Zentral Inkasso raus.

Deutsche Zentral Inkasso: Kammergericht hereingefallen
Neues Jahr, neuer Verdruss. Der Januar 2011 begann damit, dass ich lesen musste, dass das Kammergericht auf die DZI „hereingefallen“ ist. Unfassbar! Wieviel Schaden muss denn angerichtet werden, bis etwas unternommen werden kann?!

Gute Nachricht des Tages: AZ 32 C 1742/10-48
Doch der Januar erfreute auch mit einer guten Nachricht: Das Anklicken bestimmter Felder im Internet begründet nicht automatisch einen Vertrag. Das „Geschäftsmodell“ der Content4U (und vergleichbarer Schurkenläden) war mit diesem Urteil eigentlich vorbei. Das heißt aber nicht, dass keine Briefe mehr herausgegangen wären.

Wer hat da den Nutzen?
Die Leute, die von der so genannten „Vorratsdatenspeicherung“ den größten Nutzen haben, sind die Internet-Betrüger, die einfach eine IP-Adresse in ihre Briefe mit reindrucken können und damit technisch weniger versierte Menschen enorm beeindrucken können… ist die IP-Adresse doch auf einmal mit „Beweiskraft“ aufgeladen. Für die Verbrechensbekämpfung hat dieses Datensammeln hingegen gar keinen Nutzen.

Die gute Nachricht des Tages
Der Februar dieses Jahres beglückte mich mit der Mitteilung, dass Abo-Betrüger endlich einmal verhaftet wurden… nachdem sie über zwei Jahre hinweg fünf Millionen Euro Geld anderer Leute mit ihrer Betrugsnummer zusammengerafft haben. Die Verbrecher haben in den zwei Jahren übrigens dreieinhalb Millionen Euro für die Finanzierung ihres verfeinerten Lebensstils verprasst, so dass die Geschädigten auf ihrem Schaden zum großen Teil sitzen bleiben.

Content4U: Schreibt die Banken an!
Das vielleicht einzige Protestmittel, das auch kurzfristige Erfolge erbringen kann. Wenn die Bank den Vertrag kündigt, kommt einiges Geld nicht bei den Verbrechern an, weil es einfach von den Opfern nicht mehr überwiesen werden kann. Schließlich steht ja die alte Bankverbindung in den 50.000 bis 100.000 Briefen einer normalen Fuhre.

Content4U und Deutsche Zentral Inkasso: Unendliche Geschichte
Im Mai wurde mir angesichts der regelmäßigen Zugriffsspitzen klar, dass niemand die Fortsetzung dieses Betruges zu stören oder zu behindern scheint — es wurde zu einer Geschichte, die niemals aufzuhören schien.

Content4U: Nicht bezahlen! Keinen Cent!
Immer wieder tauchten die gleichen Fragen im Kommentarbereich auf, so dass ich im Mai noch einmal die kurze Zusammenfassung schrieb.

Das „Geschäftsmodell“ Conten4U gerichtlich geprüft
Im Mai kam es noch einmal zu einem Urteil des Amtsgerichtes Frankfurt, das meiner Meinung nach direkte Auswirkungen auf die betrügerischen Forderungen der Content4U GmbH hatte.

Content4U: Jetzt auch mit Nachnahme
Im Juni dieses Jahres wurde erstmals sichtbar, dass eine gewisse Eile bei der Content4U ausbrach, um noch mehr Geld aus den Opfern herauszuholen. Es kam erstmals zu betrügerischen Nachnahme-Sendungen. Übrigens sollte man niemals eine Nachnahme annehmen — wenn man nicht gerade eine von diesem Absender erwartet. Das Geld ist im Betrugsfall weg.

Zweierlei Arbeitseifer
Ebenfalls im Juni dieses Jahres wurde die unsägliche Website kino (punkt) to geschlossen — nach langen Ermittlungen. Dem entschiedenen Einsatz für die Rechte der Contentindustrie stand jedoch eine lässige Hand für die Rechte der anderen Menschen gegenüber, zum Beispiel für die Rechte der Opfer eines gewerbsmäßigen Betruges der Content4U GmbH. Hier habe ich auch für mich sichtbare Einzelheiten der Methodik dieser Betrüger erläutert und eine oberflächliche Abschätzung gegeben, wie viel Geld wohl ein Serienbrief einbringt. Ich bin auf eine halbe Million Euro gekommen. Der Text ist nach einem ganzen Jahr dieses Betruges, das ich miterleben durfte, wirklich sehr gereizt.

Der Kadaver eines ehemaligen „Rechtsstaates“
Ein sehr langes Zitat, sachlicher formuliert, aber genau so gereizt wie meine Texte.

Gehen sie in das Gefängnis…
Jetzt, im August, wo es eng für die Deutsche Zentral Inkasso wird, müssen ganz andere Drohungen her, um den Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Zum Beispiel die wenig subtil verabreichte Drohung, dass man eine Freiheitsstrafe auferlegt bekommen kann, wenn man die nicht bestehende Forderung dieser Betrugsbriefe nicht bezahlt. Das dürfte vielen Menschen massive Angst machen, geht damit ja der Verlust der Arbeitsstelle und der Wohnung einher. Vermutlich hat es viele Leute zum Zahlen bewegt.

Nun gut, mit diesem Inkasso ists wohl bald vorbei. Schade nur, dass die niemals wegen ihrer fiesen Verbrechen ein Gefängnis von innen sehen werden!

Unsortierte Grüße gehen an das SEO-Woman, die Abzocknews, die Dreckschleuder, RA Thomas Meier, den Antispam e.V., verbraucherschutz.tv, RA Sebastian Dosch und RA Stefan Richter.

Gehen sie in das Gefängnis…

Die fragwürdige Abzock-Inkassoklitsche „Deutsche Zentral Inkasso“, die viele Leser dieses Blogs als bösen Briefeschreiber für die ebenso fragwürdige Abzock- und Betrugsfirma „Content4U“ kennengelernt haben, versucht immer noch nicht, einfach mit ihren unbegründeten Forderungen zum nächsten Amtsgericht zu gehen und einen Mahnbescheid zustellen zu lassen, um einen vollstreckbaren Titel zu bekommen.

Warum nicht? Na, weil bei den zu erwartenden Widersprüchen gegen die „Forderung“ und ihrer gerichtlichen Würdigung ganz schnell ganz klar würde, dass die „Forderungen“ nicht bestehen und niemals bestanden haben, dass also jede Fortsetzung des Versendens von Serien-Mahnbriefen eine gezielte Irreführung, vielleicht sogar bandenmäßiger Betrug wäre.

Das kann sich dieses lichtscheue Pack nicht wünschen, denn die Leute möchten lieber weiterhin ihren verfeinerten Lebensstil mit dem betrügerisch zusammengerafften Geld anderer Leute finanzieren. Und deshalb gibt es eben keinen gerichtlichen Mahnbescheid, sondern ein gleichermaßen unverbindliches wie im Ton patziges Mahnschreiben der „Deutschen Zentral Inkasso“, das jetzt sogar schon mit der Angstfuchtel einer Gefängnisstrafe das Geld aus den Opfern rausprügeln will:

Die Firma Deutsche Zentral Inkasso verbreitet, dass ein junger Mann, der eine Rechnung der Abofalle My-Download.de nicht bezahlt hat, im Gefängnis sitzt. Verbraucherschützer vermuten eine geschickte Irreführung.

Das Berliner Unternehmen Deutsche Zentral Inkasso verbreitet, ein Mann, der die Zahlung des vereinbarten Abo-Preises für das Portal My-Download.de schuldig geblieben sei, sitze derzeit in der Justizvollzugsanstalt Dresden: „Schuldner der Deutschen Zentral Inkasso GmbH sitzt 6 Monate in JVA Dresden ein.

Auch nach der Haftentlassung wolle das Inkassounternehmen weiter versuchen, die Gebühren für die Abofalle einzutreiben, kündigte Geschäftsführer Bernhard Soldwisch an.

Bitte bei Golem weiterlesen und ganz besonders die folgende Feststellung lesen, denn sie hilft gegen die Angst und mildert den von Verbrechern so effektvoll erzeugten Schrecken:

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät, die Geldforderungen der Deutschen Zentral Inkasso nicht zu zahlen und spricht von einer „Inkassomafia„. Es gebe Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit des Inkassounternehmens. Die Deutsche Zentral Inkasso hat deswegen Strafanzeige gegen die Verbraucherzentrale Niedersachsen erstattet.

Strafanzeige gegen die Verbraucherschützer hin oder her, so etwas dürfen hier auch kriminelle Fäkalmaden wie die Leute von der betrügerischen Inkasso-Klitsche Deutsche Zentral Inkasso — es gibt nur eine mögliche Deutung dafür, warum von Seiten der Deutschen Zentral Inkasso auf immer massiver werdende Einschüchterung gesetzt wird, während auf der anderen Seite die Einschaltung eines Gerichtes und die Zustellung eines gerichtlichen Mahnbescheides ungefähr so gemieden wird, wie der Teufel angeblich das Weihwasser meiden soll: Es geht nur um Erpressung von Geld durch masssiven psychischen Druck und Angstmache, die Forderungen entbehren jeder Grundlage, und die Absender der fiesen und asozialen Rundbriefe (ca. 50.000 pro Fuhre) wissen das ganz genau. Weil sie asoziale Betrüger sind.

Keinen Cent für diese Arschlöcher!

Content4U: Nicht bezahlen! Keinen Cent!

Nur, um solche Fragen ganz deutlich zu beantworten:

hi leute,
mein Bruder hat auch sowas am Hals und muss jetzt anscheinend bei der Deutschen Inkasso zahlen. Uns war es schon bekannt, dass content4u betrügt aber das mit dem Inkasso ist neu. Seid ihr euch da ganz sicher das es auch ein fake is??

Die Forderung der Content4U GmbH ist unbegründet. Die „Letzten Mahnungen“ dieser betrügerischen Klitsche lassen sich aus der darin verwendeten Droh- und Arschlochsprache ohne weiteres mit dem Satz „Zahlen sie grundlos hundert Euro, oder wir machen ihr Leben kaputt und versauen ihre Schufa“ in die deutsche Sprache übersetzen. Es ist eine reine Einschüchterung, mit der die Menschen zum Zahlen bewegt werden sollen. Ein Anspruch der Content4U GmbH besteht nicht.

Das „Geschäftsmodell“ dieser betrügerischen Abzocker-Firma beruht darauf, dass arglose, unerfahrene Internet-Nutzer mit dem vorgeblichen Download einer Software, die allgemein als kostenlos verfügbar bekannt ist, vorsätzlich irregeführt werden. Ein Vertrag kommt auf diesem Wege nicht zustande.

Wer Verbrechern Geld gibt, nur weil sie im erpresserischen Ton völlig unbegründete Forderungen erheben, ist nicht mehr zu retten. Es gibt bessere Verwendungen für Geld, als damit Betrügern ihren mühelosen, verfeinerten Lebensstil zu finanzieren. Wirklich. Und wer wirklich nichts besseres mit seinem Geld anzufangen weiß, kann mir gern eine Spende zukommen lassen.

Einen Brief an diese Halunken zu schreiben, ist sinnlos. Die lesen ihre Post nicht. Nicht einmal, wenn es ein (für den Absender recht teures) Einschreiben mit Rückschein ist. Die wissen genau, dass ihre Forderung unberechtigt ist. Die schicken ihre „Mahnungen“ raus und können sich leider immer noch darauf verlassen, dass ein gutes Zehntel der Empfänger so eingeschüchtert ist, dass die „angemahnten“ Beträge auch aus Angst bezahlt werden. Davon machen sich diese asozialen Fäkalmaden ein ziemlich hübsches Leben, ohne dass sie einer besonders anstrengenden Arbeit nachgehen müssten.

Die unbegründete Forderung wird keinen Deut begründeter, nur weil sie von einer kleinen Inkasso-Klitsche erhoben wird. Auch dann nicht, wenn sich diese kleine Klitsche eine proll großtönende Firmierung gegeben hat. Es ist auch sinnlos, dieser Inkasso-Klitsche, deren einziger Existenzzweck die zusätzliche Einschüchterung bei diesem Betrug ist, einen Brief zu schreiben. Der Brief wird dort nicht gelesen. Nicht einmal, wenn es ein Einschreiben mit Rückschein ist. Es ist dort genau bekannt, dass die Forderung unbegründet ist. Schlimm genug, dass bei der Inkasso-Zulassung für diese „Deutsche Betrugs-Inkasso“ ein Gericht reingefallen ist und jetzt so viele Menschen den Schaden davon haben.

Wer mir das alles nicht glaubt, sollte einmal einen Blick auf den Kommentarthread des ursprünglichen Posts zu diesem trüben Thema werfen, denn dort sind viele Erfahrungen, Links auf seriöse Verbraucherschutz-Seiten und weitere Informationen gesammelt.

Der einzige Brief, den man sinnvollerweise schreiben sollte, ist ein Brief an die Bank, die von den Betrügern in ihren unverschämten Briefen als Bankverbindung angegeben wird. Wenn diese Bank das Konto der Betrüger kündigt — und das haben in der Vergangenheit etliche Banken bereits getan, weil ein Kreditinstitut im Gegensatz zu diesen Halunken auf seinen Ruf bedacht ist — werden die Betrüger dort getroffen, wo es ihnen weh tut, weil sie daran gehindert werden, ihren asozialen Betrug zu Geld zu machen. Ich würde empfehlen, diesen Brief mit der „Sackpost“ zu versenden, weil ein „richtiger Brief“ in der Regel ernster genommen wird als eine E-Mail — aber wer mag, kann auch gern eine E-Mail schreiben. Wer nicht weiß, wie man einen solchen Brief formulieren soll…

Könnt ihr mir bitte ein Vorlage-Schreiben für die Sparkasse posten, damit ich denen auch das Handwerk legen kann. Vielleicht habt ihr das oben irgendwo schon gepostet aber ich habs noch nicht gefunden. Ich will des Ding so schnell wie möglich loshaben.

…kann sich ungefähr an diese schnell formulierte Vorlage halten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vermutlich ist es Ihnen nicht bewusst, welche „Geschäftsidee“ Ihr Kunde [Name der Betrugsklitsche] mit der Kontonummer [Kto-Nr] verfolgt, denn sonst würden Sie zu verhindern wissen, dass Ihre Reputation durch die Machenschaften Ihres Kunden beschädigt wird. Die „Geschäftsidee“ Ihres Kunden besteht darin, einschüchternd formulierte Rechnungen und Mahnungen mit unbegründeten Forderungen als Serienbrief an viele zehntausend Empfänger zu versenden, um einen großen Anteil dieser Menschen zur Zahlung einer unbegründeten Forderung zu bewegen.

Wenn sie nähere Informationen über dieses „Geschäftsmodell“ wünschen, können Sie mit einer beliebigen Internet-Suchmaschine nach den Firmierungen „Content4U“ oder „Deutsche Zentral-Inkasso“ suchen, Sie finden aber auch unter der folgenden Internetadresse einen ersten Einblick:
https://wwwut.wordpress.com/2010/07/15/niemals-bezahlen-die-content4u-mahnung/

Die Nähe dieses „Geschäftsmodells“ zum Betrug sollte auch für Sie evident sein.

Bitte beenden Sie — nicht nur zur Wahrung Ihrer eigenen Reputation, sondern auch zur Abwendung weiterer Schäden von vielen tausend eingeschüchterten Opfern — Ihre Geschäftsbeziehung mit [Name der Betrugsklitsche] und versuchen Sie darüber hinaus alles Ihnen mögliche dafür zu tun, dass die betrügerisch erwirtschafteten Gelder auf dem Konto Ihres Institutes nicht Ihrem derzeitigen Kunden [Name der Betrugsklitsche] zu Gute kommen können.

Mit freundlichen Grüßen
[Unterschrift]

Ich habe das in fünf Minuten „hingeklatscht“, die Formulierungen sollten also nicht auf die Goldwaage gelegt, sondern vielleicht ein wenig verbessert werden. Übrigens sind „wir“ (Zitat oben) nur einer, nämlich ich… 😉

Wer noch den Nerv dazu hat, kann Anzeige erstatten. Einfach zur nächsten Polizeidienststelle gehen, das ganze Zeug mitnehmen, mal erzählen, was da so läuft und darauf achten, dass die Anzeige wegen „gewerbsmäßigen Betrug“ aufgenommen wird. Vermutlich wird das (wieder einmal) Verfahren eingestellt. Wer wissen möchte, warum das so ist, lese bitte hier weiter. Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, die solche Kosten übernimmt, kann eine weitere Anzeige gegen die Staatsanwaltschaft wegen Strafvereitelung erstatten, nachdem er seinen Bescheid bekommen hat, dass die Ermittlungen wegen seiner Anzeige eingestellt worden sind. Die Aussichten dieser weiteren, gegen die trägen Ermittler gerichteten Vorgehensweise sind eher dürftig, das Hinzuziehen eines Rechtsanwaltes ist empfehlenswert.

Eine Reaktion auf die Rechnungen oder Mahnungen ist nicht erforderlich, solange es sich nur um die „üblichen Drohbriefe“ von Betrugs- und Inkassoklitschen und nicht um gerichtliche Mahnbescheide handelt. Die unbegründete Forderung wird kein bisschen mehr oder weniger begründet, wenn darauf reagiert oder nicht reagiert wird. Die autoritär und einschüchternd formulierten Briefe der Betrüger können einfach in den Papierkorb geworfen werden.

Sollte jemals ein gerichtlicher Mahnbescheid kommen — dies ist kein normaler Brief, sondern ein Postzustellungsauftrag vom Amtsgericht — so muss diesem Mahnbescheid widersprochen werden, damit daraus kein vollstreckbarer Titel entsteht. Hierfür reicht es, das entsprechende Feld anzukreuzen und den Brief ans Amtsgericht zu senden. Die Betrüger der Content4U GmbH können nicht das geringste Interesse daran haben, dass ihre unbegründeten Forderungen und ihr Geschäftsmodell von einem Gericht untersucht werden. Spätestens, wenn die Halunken auch noch diese Nummer ausprobieren, wird Ruhe einkehren. (Übrigens kann jeder zum Amtsgericht gehen und einen gerichtlichen Mahnbescheid zustellen lassen, das ist noch mit keiner Prüfung des Anspruches verbunden.)

Ich hoffe, dass diese kleinen Erläuterungen vielen Betroffenen geholfen haben.

Sie gelten übrigens auch, wenn die gleiche Betrugsmasche in einigen Monaten unter einer anderen Firmierung durchgezogen wird — zum Beispiel Routenplaner.com und Collectus Inkasso. Denn diese Betrügereien laufen nun schon über ein Jahrzehnt lang unter diversen Firmierungen, und bislang ist noch keiner dieser Betrüger in die Lage gekommen, seine Luft durch Gitter atmen zu müssen.