Wegen gewerbsmäßigen Betrugs verurteilt: Michael Burat

Michael Burat, vielen Lesern hier bekannt für seine Abzock-Klitschen Content4U GmbH und iContent GmbH, ist rechtskräftig wegen gewerbsmäßigen Betruges verurteilt worden — und das nicht etwa für seine im Internet ausgelegten Abofallen und seine zumindest in einigen Fällen völlig ohne jeden Grund zugestellten Rechnungen, Mahnungen, letzten Mahnungen, allerletzten Mahnungen, sondern für eine seiner älteren Betrugsnummern.

Michael Burat wurde vom LG Osnabrück wegen gewerbsmäßigen Betruges in 38 Fällen sowie wegen versuchten gewerbsmäßigen Betruges in 33 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Die Vollstreckung wurde zur Bewährung ausgesetzt […] Die Angeklagten haben 2004 und 2005 Firmen, Kommunen und Parteien abgemahnt, die in ihrem Internetauftritt die Möglichkeit einer e-card-Versendung vorsahen. Sie haben behauptet, dass sie unerwünscht per E-Mail eine e-card erhalten hätten. Diese Werbemails hatten sich die Angeklagten jedoch selbst zugeschickt, um die Betroffenen per Abmahnung durch den mitangeklagten Rechtsanwalt (jeweils 532,90 Euro Anwaltsgebühren, die zwischen den Beteiligten aufgeteilt wurden) zur Abgabe einer wettbewerbsrechtlichen Unterlassungserklärung aufzufordern

Herr Burat war eben schon immer sehr „geschäftstüchtig“. Nur für den Fall, dass ein Empfänger der Psycho-Erpresserbriefe von Burats Klitschen noch glaubt, dass es sich hier um seriöse Unternehmungen handeln könnte.

via Belugas Abzocker Blog

Burats IContent GmbH: Urteil des LG Frankfurt

Eine gute Nachricht für alle Menschen, die immer wieder diese dreisten, erpresserisch formulierten Inkasso-Drohbriefe von Abzockerklitschen wie der iContent GmbH oder der Content4U GmbH im Briefkasten vorfinden:

Das Gericht hat die Betreiberin der Webseite outlets.de gestern 10.12.2012 sinngemäß verurteilt,

1. es zu unterlassen, die e-mail Adresse des Widerklägers (eines Verbrauchers, der bestritten hatte, sich bei outlets.de zu angemeldet zu haben) bei Meidung eines Ordnungsgeldes von bis zu 25.000 € ersatzweise Ordnungsgeld ersatzweise Ordnungshaft, zu vollstrecken an ihrem Geschäftsführer, zu nutzen, insbesondere an die e-mail Adresse vorname.nachname@t-online.de (Name hier natürlich geändert) Zahlungsaufforderungen und Mahnungen wegen einer angeblichen Anmeldung bei outlets.de zu senden, ohne die Anmeldung verifiziert zu haben und hierbei einen negativen Schufa-Eintrag in Aussicht zu stellen.

2. Die entstandenen Anwaltskosten aus der Abmahnung in Höhe von (Betrag liegt noch nicht vor) zu erstatten.

3. festgestellt, dass die von dem Beklagten geltend gemachten Schadenersatzansprüche nicht bestehen.

4. Von den Kosten des Rechtsstreits trägt die Klägerin (Widerbeklagten) 95 % und der Beklagte (Widerkläger) 5 %.

Die gesamte Geschichte im Blog der RA Stefanie Hagendorff weiterlesen!

Und natürlich niemals auf die Idee kommen, eine völlig unberechtigte Forderung irgendwelcher (in meinen Augen) Betrüger aus Angst zu bezahlen — aber das sage ich hier ja schon seit Jahren…

[via Belugas Abzocker Blog]

Zwei Jahre auf Bewährung…

…hat Michael Burat (Content4U, iContent, Outlets.de und diverse andere Namen des gewerbsmäßigen Beschisses im Internet mit einem Schaden von schätzungsweise einer halben Million Euro im Monat) aufgebrummt bekommen.

Warum so wenig für einen dreisten und gefährlichen Gewohnheitsverbrecher, wenn andernorts (etwa hier in der niedersächsichen Landeshauptstadt Hannover) ein Drittel der JVAs mit „Schwarzfahrern“ belegt ist? An Einsicht und tätiger Reue kann es wohl nicht liegen:

Festzuhalten ist wohl die Aussage von Herrn Burat auf die Frage von SAT 1 „Werfen Sie nun wieder ihre Maschinen an?“, gemeint sind wohl die Drucker für die Mahnungen. Burat meinte dazu „Natürlich“.

Und ich hatte mich gerade darüber gefreut, dass es hier im Wutblog so ruhig geworden ist…

Ich sage es schon einmal vorausblickend: Die Mahnungen von seltsamen Klitischen wie Content4U GmbH und iContent GmbH einfach in den Papierkorb werfen. Außer natürlich, man hat bewusst und absichtlich einen Vertrag über ein zweijähriges, kostenpflichtiges Abonnement auf diese Nulldienstleistungen gemacht und wollte nicht einfach nur Software herunterladen, die es überall anders im Internet kostenlos gibt.

Wohl dem, der nicht in der BRD lebt, wo solche Formen der Internetkriminalität politisch explizit erwünscht sind. In anderen Staaten sieht das anders aus. Die BRD bleibt eine Hätschelstube für derartige Widerlinge.

iContent und Content4U haben viel gemeinsam

Diese beiden Betrugsfirmen mit nahezu identischem Geschäftsmodell unter der Herrschaft des gleichen Geschäftsführers versenden nicht nur heitere Bullshit-Rechnungen an aus dem Internet abgegriffene Mailadressen mit völlig unbegründeten Forderungen, um später erschröcklich formulierte Mahnungen und noch später ebenso erschröckliche Brieflein von Inkasso-Klitschen mit großtönenden Firmierungen folgen zu lassen, sie haben offenbar auch die gleichen Probleme dabei, ein Konto bei einer deutschen Kreditgesellschaft länger als ein paar Wochen zu behalten.

Sollte bei der unbegründeten Rechnung, die mich vor gut einem Monat zum Lachen brachte, das Geld noch auf ein Konto der Frankfurter Volksbank überwiesen werden, so ist jetzt als Bankverbindung die…

Ausschnitt aus der betrügerischen und unbegründeten Rechnung

…WireCard Bank AG angegeben. Offenbar haben die Kreditinstitute, die dieser betrügerischen Abzockerfirma aus der BRD-typischen organisierten Internetkriminalität zuvor ein Konto zur Verfügung gestellt haben, eine gewisse Angst um ihren Ruf bekommen.

Nun, ich glaube, Herr Burat kann sich jetzt erstmal beruhigen. Die WireCard-Bank hat zumindest keinen guten Ruf zu verlieren, wie jeder selbst durch eine einzige Minute mit Google oder einer anderen Suchmaschine in Erfahrung bringen kann. (Das hier ist nur ein Beispiel von vielen.) Um so lustiger wäre es, sollte es tatsächlich doch dahin kommen, dass selbst die schon sehr anrüchige WireCard-Bank irgendwann nicht mehr in Verbindung mit dem lichtscheuen Pack um Herrn Burat gesehen werden möchte… :mrgreen:

An den Zugriffszahlen auf dieses Blog kann ich sehen, dass dieses Wochenende wieder ein Serienbrief der Inkasso-Klitsche „Deutsche Internet Inkasso DIG“ für angebliche Forderungen der Content4U GmbH herausgegangen ist. Allen Empfängern rufe ich zu: Ruhe bewahren, nicht einschüchtern lassen, keinen Cent bezahlen und wenns geht, auch noch die Banken aus der Bankverbindung anschreiben. Von der Justiz des Staates BRD ist nichts zu erwarten, denn es ist p’litisch gewünscht, dass die BRD ein Paradies für Abzocker und Betrüger bleibt. Wohl dem, der dort lebt, wo solche Schurken wie jeder normale Verbrecher behandelt werden! Also: Nicht einschüchtern lassen. So lange nicht mit einem Postzustellungsauftrag ein gerichtlicher Mahnbescheid ins Haus kommt, muss man gar nichts tun. (Und sollte es wider Erwarten zum Versand von Mahnbescheiden kommen, muss man nur durch Setzen eines Kreuzchens widersprechen.) Schriftverkehr mit diesen Betrügern, die genau wissen, dass sie Betrüger sind ist sinnlos und bestenfalls etwas für Freunde absurden Theaters oder realdadaistischer Dichtung. Den dreisten Brief der Schurken je nach persönlicher Organisation wegwerfen oder abheften und schon auf den nächsten Brief freuen, der vermutlich in sechs bis acht Wochen an einem Donnerstag oder Freitag im Briefkasten stecken wird. Mehr kommt nämlich nicht.

Wohl dem, der nicht in der BRD lebt!

Na, kommt einem der vielen Opfer der Content4U GmbH, von outlets.de oder einer der vielen weiteren Firmierungen dieser BRD-Abzocker-Mafia das folgende „Geschäftsmodell“ vertraut vor:

Erstens hatte die Betreiberfirma der Website durch die Nutzung von sogenannten Brückenseiten und durch irreführende Werbung die Verbraucher zur Annahme verleitet, dass die Software auf der Website zum kostenlosen Download verfügbar sei. In der Folge schlossen die Verbraucher unwissentlich ein zweijähriges Abonnement ab. Die zweite unlautere Geschäftspraktik bestand im Senden von Zahlungserinnerungen, mit welchen den Verbrauchern erhebliche Mehrkosten — z. B. für Gerichtsverfahren und Anwalt — angedroht wurden und somit ein psychischer Druck auf jene Verbraucher ausgeübt wurde, die nicht bereit waren zu zahlen. Als dritte unlautere Praktik wurde schließlich beanstandet, dass durch das Verhalten des Unternehmens der Verbraucher von der Ausübung seines Rücktrittsrechts abgehalten wurde. […]

Die Behörde hat ferner bestätigt, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass Estesa Ltd gegen Verbraucher, die zu Opfern dieser unlauteren Geschäftspraktiken wurden und nicht gezahlt hatten, gerichtlich vorgegangen sei.

Was passiert, wenn jemand in der BRD solche Geschäfte macht, weiß jeder Leser dieses Blogs angesichts der ermüdenden Regelmäßigkeit dieses Themas: Im p’litisch gewünschten Paradies für Abzocker und Betrüger werden diese Canaillen richtig reich damit.

Tja, wohl dem, der nicht in der BRD lebt, sondern in vielleicht Italien, wo solchen Verbrechern empfindliche Strafen drohen — der in dieser Beschreibung benannten Klitsche namens italia (strich) programmi (punkt) net wurde zum Beispiel für diese betrügerische Geschäftemacherei eine Strafe von anderthalb Millionen Euro auferlegt.

In der BRD hingegen, da werden diese Betrügereien von Leuten, die nicht besonders schwierig zu ermitteln sind, noch jahrelang ohne nennenswerte Konsequenzen weiterlaufen, während irgendwelche Innenminister meinen, dass man die Internetkriminalität doch jetzt endlich durch „Internetpolizisten“ und die verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung bekämpfen muss.

Die gleichen P’litiker, die immer so beflissen vom „Rechtsfreien Raum“ Internet labern, sorgen dafür, dass in der BRD lebende Menschen im Internet nahezu entrechtet sind, wenn sie darauf hereinfallen, dass ihnen jemand in bewusst irreführender Absicht ein „kostenloses“ Angebot verspricht, das jede Menge Kosten verursacht. Und ansonsten wird weiterhin mit zweierlei Maß gemessen.

Herr Burat ist doch kein Betrüger…

…und die Bundesrepublik Deutschland bleibt auch weiterhin wie p’litisch gewünscht ein Paradies für derartige asoziale Widerlinge und die Gefängnisse füllen sich mit anderen, ganz bösen Menschen, die „kleine“ Geldstrafen fürs Schwarzfahren aus dem gleichen Grund nicht bezahlen können, aus dem sie schon schwarzgefahren sind.

Mit Staatsanwaltschaften wie in Potsdam, die Verfahren gegen gewerbsmäßige Betrüger wie Michael Burat (Content4U, Outlets.de und viele weitere Betrugsnummern im Internet) einstellen, brauchen wir die Gerichtsbarkeit doch eigentlich nur noch, um Schwarzfahrer hinter Gitter zu bringen:

Die Staatsanwaltschaft Potsdam vermischt also Seiten und Urteile von unterschiedlichen Firmen, erklärt dass auf allen Startseiten der Hinweis gegeben sei, dass Kosten anfallen. Ja und auf welcher Seite aus der Feder des Herrn Michael Burat sind die Kostenhinweise gleich unterhalb des Anmelde-Buttons??? Wir kennen keine.

Ich erspare Ihnen lieber Leser und liebe Leserin die weiteren Begründungen. In jeder wird wild durcheinander von Seiten und Firmen immer nur das für den Angeklagten beste Beispiel herausgenommen, selbst dann wenn es im Zusammenhang gar keine solchen gibt.

Lesen in Belugas Abzocker-Blog: Michael Burat ist kein Betrüger!

99downloads.de und onlinedownloaden.de…

sind die beiden Websites, die Heise Online in seinem Artikel nicht nennt. Es gab darüber hinaus noch einige Sites von geringerer Bedeutung. Es gab davon so viele, dass ich jeden Überblick darüber verloren habe. Die Masche war die gleiche wie bei der Content4U GmbH und ihren diversen Schergen und Komplizen, und ausnahmsweise gibt es mal erfreuliche Kunde aus dem p’litisch gewünschten „rechtsfreien Raum“ Abzockistan im deutschen Internet:

Mit Abofallen im Internet soll eine Bande fast 70.000 Nutzer geprellt und mehr als 5,3 Millionen Euro ergaunert haben. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat die acht Beschuldigten – sieben Männer und eine Frau – wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs angeklagt. […]

Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten vor, von Juli 2007 bis Februar 2010 mit diversen Scheinfirmen sogenannte Downloadportale im Internet betrieben zu haben. Eigentlich kann dort Software kostenlos heruntergeladen werden — doch die Bande soll mehrere hunderttausend Menschen auf ihre eigenen, trickreich gestalteten Internetangebote gelenkt haben. „Hierzu nutzten sie ausgefeilte Techniken [sic! BRD-Staatsanwälte reden über SEO-Spam, geschaltete Werbung und eigens erstellte, temporäre Landeseiten… m(], um die Geschädigten […] auf von ihnen zuvor präparierte Webseiten zu leiten“, erklärte Möllers.

Auf den Anmeldeseiten mussten die Nutzer ihre persönlichen Daten eingeben. Hier gab es laut Anklage keinerlei Hinweise darauf, dass der spätere Download etwas kostet. Nach der Registrierung wurde dann eine Bestätigungs-E-Mail über einen zwölfmonatigen Abo-Vertrag verschickt […]

Wenn die Nutzer nicht zahlten, schickten die Beschuldigten Mahnschreiben. „Um die Zahlungsquote zu erhöhen, beauftragten die Beschuldigten einen Hamburger Rechtsanwalt, der die unberechtigten Forderungen dann mit anwaltlichen Zahlungsaufforderungen eintrieb.

Den vielen Lesern, die wegen des Content4U-Betruges hier im Wutblog gelandet sind, wird die gesamte beschriebene Vorgehensweise sehr bekannt vorkommen. Von daher sollte, wenn eine Anzeige gegen die Content4U GmbH einmal mehr zur Einstellung des Verfahrens führt, ruhig einmal der Staatsanwalt, der den Brief mit dieser Entscheidung verfasst hat, schriftlich oder telefonisch darauf gestubst werden, was seine Kollegen in Hamburg bei einer völlig vergleichbaren Masche ermittelt haben und zu welcher Einschätzung sie gekommen sind: Keine Begatelle mit Kleingeldbeträgen, sondern gewerbsmäßiger Betrug mit mindestens 70.000 um ihr Geld geprellten Opfern.

Übrigens: Was Heise Online in seinem kurzen Artikel auch verschweigt, ist die Tatsache, dass die dort benannten Betrüger trotz laufender Ermittlung über viele Monate hinweg mit ihrem Betrug weitergemacht haben — offenbar, weil sie nach allen bisherigen Erfahrungen glaubten, sich fest darauf verlassen zu können, dass Ermittlungen keine Folgen haben. Das ist der Zustand, der beendet werden muss!

Danke dafür, Staatsanwaltschaft Hamburg!

Da dieser Zustand aber wohl noch sehr lange anhalten wird — er ist nämlich p’litisch gewünscht — gilt für alle, die die Abzocker-Nervensägerei nicht ihrem Leben hinzufügen wollen, eine wichtige Grundregel: Niemals irgendwo im Internet einen echten Namen und eine echte Anschrift angeben, sondern immer falsche Daten verwenden. Das gilt besonders — aber nicht nur — bei Angaben im Zusammenhang mit Downloads freier und kostenloser Software. Wer sich — trotz des ganzen Irrsinnes namens Web 2.0 — eine Grundhaltung der größtmöglichen Sparsamkeit in der Preisgabe von Daten angewöhnt hat¹, kann nicht mehr so leicht zum Opfer der Abzocker werden.

Und schwerig möchten es die Abzocker sich eben nicht machen. Sonst könnten sie ja auch arbeiten und müssten sich ihren verfeinerten Lebensstil nicht mit Betrug finanzieren…

¹Manchmal lässt sich die Preisgabe von Daten nicht vermeiden. Wenn man bei einem Versandanbieter etwas bestellt, wird natürlich eine Lieferanschrift benötigt. Aber niemand braucht objektiv das Geschlecht, den Geburtstag, den echten Namen, den Wohnort, den Geburtsort oder die Anschrift dafür, einen Download zu ermöglichen oder um die Teilnahme an einem Kommunikationsdienst zu gewähren. Google Plus und Facebook gehen nicht nur bei ihren erzwungenen Identifizierungen mit schlechtem Beispiel voran, sondern schaffen auch ein Umfeld unvorsichtiger und objektiv unnötiger Datenpreisgabe, in dem das Verbrechen gleich mitgedeiht.