Lebenskundlicher Unterricht

Lebenskundlicher Unterricht (der) — Ein bei der Bundeswehr regelmäßig durchgeführtes, scheinbar freiwilliges, zweistündiges Tiefschlaftraining für die Soldaten. Wegen des Tiefschlafes verpassen leider die meisten Teilnehmer die interessanten argumentativen Verrenkungen ihres Standortpfaffen, warum der zerfetzte Fötus nach der Abtreibung eine schwere Sünde vor Gott, der von Kugeln und Granaten zerfetzte feindliche Soldat aber ein Teil ihres Auftrages und damit ein durchaus gottgefälliges Werk sein soll.

Die Schule

Die Schule ist ein Ort der Bildung. Hier wird der noch wachsende und deshalb recht wehrlose Mensch in das Bild hereingepresst, das die Herrschenden und Besitzenden für ihn gemacht haben, damit er auch gefügig und verwendbar ist. Erst kommt die religiöse Gehirnwäsche durch Zensur eines jeden die Religion störenden Gedankens in den Schulbüchern bei gleichzeitigem Blick auf den Lattenjupp an der Wand, dem Absingen von christlichen Liedern und allerlei christlichem Aberglauben…

Dort wird „der Kampf zwischen Gut und Böse“ (S. 224) auf recht eigenwillige Weise thematisiert. Zur Sage vom Doktor Faust finden die Kinder der fünften Klasse ein paar recht seltsame Arbeitsaufträge vor, denen sich ein Fünftklässler — zumal nach lehrerlicher Anordnung — kaum entziehen kann. Zwei Arbeitsaufträge findet das lerneifrige Kind — völlig unkritisch und unkommentiert — vor: 1. Gleich zu Beginn der ‚Sage vom Doktor Faust‘ wird erwähnt, dass dieser den Teufel mit einer Zauberformel beschworen hat. a) Verfasst zusammen mit eurem Nachbarn / eurer Nachbarin eine kurze Beschwörungsformel. b) Lest den Text unter Einschluss eurer Zauberformel noch einmal vor und prämiert die besten Lösungen. 2. Im vorausgegangenen Kapitel habt ihr mit dem Jugendbuch ‚Krabat‘ bereits eine Geschichte kennen gelernt, in der es um einen Pakt mit dem Teufel geht. a) Welche Vorteile haben der Meister und seine Mühlknappen vom Bündnis mit dem Teufel, was bietet Mephistopheles dem Faust? b) Gibt es eurer Meinung nach auch heute Versuchungen und Verlockungen, die einen Teufelspakt rechtfertigen würden? c) Diskutiert diese Fragen auch im Religions- und Ethikunterricht.

…und nach ein paar Jahren sind die Schüler auch bereit für das Recruiting-Team der Bundeswehr. Lobet den Herren, den mächtigen König der Heere!

Dein Stecken und Stab

Katholizismus 2010: Dein Stecken und Stab trösten mich

Und passend zum Bild noch das Fefe-Zitat des Tages:

Ist euch eigentlich aufgefallen, dass die Missbrauchsfälle der katholischen Kirche in Deutschland alle 1991 geendet haben sollen? Ja? Habt ihr mal darüber nachgedacht, warum das so sein könnte? Lasst mich mal ein Detail am Rande erwähnen. Sexueller Missbrauch von Kindern verjährt nach zehn Jahren, und die setzen mit dem Vollenden des 18. Lebensjahres an. Wenn die Kinder also so 10 Jahre alt waren 1991, dann sind die Taten gerade verjährt. Na so ein Zufall, gell? Da scheint die Kirche ja einen Schutzengel zu haben!

Mögen die Ministranten und anderen ausgelieferten Kinder weiterhin einen gesegneten Appetit auf Sperma haben. Wer den Mund voll hat, redet nicht über die Misshandlungen.

Heulsuse des Monats: Gerhard Ludwig Müller

Die brotdumme Heulsuse des Monats geht an Bischof Gerhard Ludwig Müller, der hier von Menschenrechten schwurbelt, als ob das seinem Vereine anstünde:

Nehmen Sie das Kruzifix-Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte: eine unerträgliche Position, eine vom Gericht begangene Menschenrechtsverletzung an der Religionsfreiheit der Christen, indem das Kreuz als zentrales Symbol des christlichen Glaubens an die vergebende Liebe Gottes als menschenrechtsverletzend Nichtchristen gegenüber bezeichnet wird. Es wird fälschlicherweise davon ausgegangen, dass der öffentliche Raum reserviert ist für Areligiöse oder Antireligiöse.

Nun, Hochwürden — mit Verlaub, sie Vertreter des größten Vereines organisierter Kinderficker und sexuell zwangspervertierter Männer, sie Fürsprecher der größten mafiösen Organisation der Welt, die bis heute von den Reichtümern zehrt, die sie sich vor noch gar nicht so langer Zeit mit Schwert und Mordabsegnung zusammengeraubt hat — ich hätte wirklich nichts gegen ein paar gute, alte Kreuze im öffentlichen Raum. Und zwar genau dann nicht, wenn solche intoleranten, stinkenden Heuchler und Gegner jedes friedlichen Miteinaders wie sie und ihre unersättlichen Freunde als pfaffenfette Meisenbällchen daran herumhängen. Von mir aus dürfen sie sogar noch im Verrecken über die „Nachfolge Christi“ schwafeln…

Übrigens: Der Bimmelterror ihres Drecksvereins (und ihrer evangelischen Kollegen) geht nicht nur mir auf den Sack. Inzwischen haben die Menschen so etwas wie Armbanduhren und bedürfen dieser Pawlowschen Glöckchen nicht mehr.

Abmahnungs-Rechtsschutz für röm.-kath. Kinderficker

Was geschieht, wenn jemand in der BRD mit ihrem tollen auf dem Grund liegenden und von den Mächtigen und Besitzenden getretenen Recht der „freien Meinungsäußerung“ etwas über einen kinderfickenden Pfaffen in der hl. röm.-kath. Kirche im Internet schreibt? Wenn dies in allen Punkten sachlich richtig und wahr ist? Richtig, es wird mit dem p’litisch in dieser Form gewollten Willkür-Rechtsmittel der Abmanung und der Angstpeitsche der wirtschaftlichen Existenzvernichtung dafür gesorgt, dass diese Informationen aus dem Internet verschwinden:

Ich bin abgemahnt worden. Find ich klasse.

Es geht um diesen unseren Post, das beanstandete Element sind die Sätze „Das Oberlandesgericht Nürnberg hatte nach der Verurteilung eines pädophilen Pfarrers wegen Ministranten-Missbrauchs deutlich vor der Wiedereinsetzung des Priesters in der Jugendarbeit gewarnt. Das Bistum Regensburg ignorierte das Statement des Gerichts und der heimlich sexhungrige Pfarrer von Riekhofen wurde 2007 prompt rückfällig.“, die nicht den Tatsachen entsprächen (!).

Zunächst sollte man erwähnen, dass der Satz im Wesentlichen aus dem Handelsblatt übernommen wurde. Das Handelsblatt hat bis dato keine Abmahnung erhalten.

Dummerweise schreibt Beispielsweise das Regensburger Wochenblatt:

Gerichtssprecher Quentin sagt, auf dieses Gutachten fußte auch das Kontaktverbot für K.: „In der Bewährungsauflage heißt es, während der Dauer der Bewährungszeit ist es dem Verurteilten in keiner Weise gestattet, in der Jugendseelsorge und in der Jugendarbeit tätig zu werden“, so Quentin.

„Kann er nicht wieder in die Seelsorge?“, habe man die Richterin 2004 gefragt. Die hat laut Quentin folgendes geantwortet: „Unter Aufsicht ist es denkbar, dass er wieder in einer Gemeinde tätig ist, aber eine Jugendarbeit darf dabei keinesfalls in Betracht kommen“. Das wäre auch folgerichtig, weil der Richterin ja das Gutachten Ottermanns vorlag. Das Bistum indes behauptet, die Richterin habe keine Bedenken gehabt. Zudem, so argumentiert das Bistum, hätte das Amtsgericht ja ansonsten ein weiteres Kontaktverbot mit Jugendlichen verhängt. Doch auch das ist nicht richtig.

Das heisst, die Darstellung, die hier auf dem Blog zu lesen ist, entspricht meinem Vernehmen nach den Tatsachen (Die oben wiedergegebenen Sätze lassen sich wohl mit dem Begriff “Warnung” recht gut beschreiben). Missverständnisse könnten sich daraus ergeben, dass beispielsweise die Warnung in Form einer Bewährungsstrafe nicht mehr „aktiv“ war, als es zum zweiten Ereignis kam. Dies hat jedoch niemand behauptet. Ich denke aber, dass man den Satz mit etwas Mühe so verstehen kann.

Morgen werde ich mal beim OLG Nürnberg nachfragen, aber ich gehe mal davon aus, dass die hier wiedergegebenen Äußerungen tatsächlich der Auffassung der Richterin entsprechen.

Wie geht man mit einer Abmahnung um, die von offensichtlich falschen Umständen ausgeht? Welche Rechtsvorschrift könnte ich (bzw. der Autor des Artikels) hier übertreten haben?

Das Internet muss zum bürgerrechtsfreien Raum werden! Damit sich bloß keiner allzu ausgeweogene Gedanken über die juristischen Chancen dieses Zensuranspruches der Katholiken macht, wird auch nur eine Frist von einem einzigen Tag gesetzt. Und die größte organisierte Gemeinschaft von Kinderfickern, die hl. röm.-kath. Kirche, soll von irgendwelchen Aufklärungen völlig unbehelligt bleiben und unter dem Schutz des erzwungenen Alzheimers in der BRD, auf dass ihre Pfaffen auch in Zukunft so weihevolle Wörtchen zu den Soldaten sagen können und sich dabei als Seine Scheinheiligkeit in Person aufführen können:

Einem gottlobenden Soldaten kann man guten Gewissens die Verantwortung über Leben und Tod anderer übertragen, weil sie bei ihm gleichsam von der Heiligkeit Gottes abgesegnet sind

Dann kann dieser teuflische Verein auch weiterhin in seinen „sozialen“ Einrichtungen neues Kinderfleisch geliefert kriegen. So hat alles seine Richtigkeit in der BRD. Und das größte Problem mit dem Internet ist die viele Kinderpornografie, das ist ja alles voll damit.

Immer an den Ruf denken…

Immer an den Ruf denken, aber nicht an den Ruf Gottes, der nach Meinung der röm.-kath. Kirche an alle Menschen ergeht, auf dass sie auch schön pervers werden:

Die katholische Kirche in Irland hat nach einem Regierungsbericht jahrzehntelang den sexuellen Missbrauch von Hunderten Kindern durch Geistliche verschleiert. Die Kirchenleitung habe den Ruf der Institution über das Kindswohl gestellt. […] Vier frühere Erzbischöfe von Dublin schützten demnach routinemäßig katholische Geistliche, die sich des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht hatten. In dem in dreijähriger Arbeit zusammengestellten Bericht […] heißt es, der Erzdiözese sei es beim Umgang mit den Fällen um Geheimhaltung gegangen und darum, einen Skandal zu verhindern und den Ruf der Kirche zu schützen.

Weiterlesen beim ehemaligen Nachrichtenmagazin

Da bekommt das Jesuswort „Lasset die Kindlein zu mir kommen“ eine ganz neue, röm.-kath. Bedeutung. Und gewiss nicht nur in Irland. Und morgen, wenn genügend Gras über diese peinliche Angelegenheit gewachsen ist, stellen die sich wieder in ihren Tuntenklamotten hin und lügen den Leuten etwas vom besonderen „Wert des Lebens“ vor. Bäh!

Das Kreuz mit dem Kreuz

Es ist ja selten, dass ich an europäischem Recht etwas lobenswertes finde, aber es kommt vor. Sehr lobenswert ist die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, dass das Aufhängen eines Kruzifixes in den Räumlichkeiten für staatliche Zwangsbeschulung (so genannte „Klassenzimmer“) das Menschenrecht Religionsfreiheit beeinträchtigt und somit innerhalb der Europäischen Union nicht zulässig sei.

Dass hier jetzt eine klare Rechtssprechung vorliegt, heißt aber noch lange nicht, dass sich die Vertreter eines so genannten „Rechtsstaates“ daran zu halten begönnen und damit anfingen, die ganzen Lattenjupps aus den bajuwarischen Kinddressurräumen zu entfernen. Die Trennung von Staat und Religion, die auch so hübsch ins Grundgesetz der BRD reingeschmiert wurde, hat nun mal keine besondere Bedeutung, wenn es um die christliche Religion im von Katholiszismus zerfressenen Freistaat Bayern geht, nein, zumindest in Bayern bleiben die kitschigen Nachbildungen eines römischen Galgens vorerst im Auge der Zwangsbeschulten und Leerkörper hängen.

Spaenle [Kultusminister, CSU] sagte, er sehe keine direkten Auswirkungen des Urteils auf Bayern. Müller [Europaministerin, CSU] betonte: „Wir haben eine klare Rechtslage.“ In bayerischen Klassenzimmern können grundsätzlich Kreuze hängen. Sollte sich ein Schüler oder Lehrer aber daran stoßen und glaubhaft darlegen können, dass er sich diskriminiert fühlt, so muss die jeweilige Schule im Einzelfall entscheiden, ob das Kreuz in den Räumen abgehängt wird oder nicht.

Und wenn davon jemand diskriminiert wird, denn darf er den Bittsteller spielen und muss erstmal „glaubhaft begründen“, dass er sich auch wirklich diskriminiert fühlt — ob Schüler (oder ihre Eltern) dies wohl gegenüber den oft sehr willkürlich über die Zukunftschancen entscheidenden Lehrer (die zumindest nicht gerade selten einen offenen Hang zum Sadismus und zur schmachvollen Bloßstellung von ungeliebten Schülern in der Zwangsgemeinschaft der Schulklasse an den Tag legen) versuchen werden, gehört zu den Fragen, die sich jeder beantworten kann, der sein Rückgrat nicht zum Zerbrechen bekommen hat. Kurz gesagt, es bleibt alles beim Alten, scheiß auf die so genannten „Menschenrechte“ in der BRD, das röm.-kath. Christentum wird zur Not eben mit Gewalt durchgesetzt.

Vom Vatikan und seinen Schergen erwartet man ja gar keine andere Haltung mehr, und deshalb wird man auch niemals enttäuscht:

Das Kreuz sei nicht nur religiöses Symbol, sondern auch kulturelles Zeichen, sagte der Sekretär der Bischofskonferenz, Hans Langendörfer. Er betonte, die Entscheidung habe keine Auswirkungen auf die Praxis in Deutschland.

Sehr „schön“, dass dieses rottendschwarze Stück pfäffischer Brut davon spricht, dass ein Galgen ein „kulturelles Zeichen“ sei — und damit völlig klar macht, was seine Kultur und die von ihm angestrebte Kultur in Deutschland ist.

Auch in Italien wird ordentlich von den Kirchen in die Mikrofone der Journaille geflennt:

„Dieses Europa des 3. Jahrtausends nimmt uns die wertvollsten Symbole weg und lässt uns nur noch die Kürbisse des Halloween-Festes“, sagte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone am Mittwoch in Rom.

Tja, was für eine Scheiße mit diesem kulturellen Fortschritt. Da wird so ein römischer Marterpfahl ger nicht mehr als „wertvolles Symbol“ empfunden, und es bleiben nur noch die Geschenkpakete des ursprünglich paganen Weihnachtsfestes. Ach nee, das ist ja unseres, nehmen wir doch mal eine andere Metapher, also „die Kürbisse von Halloween“. Dass man Halloween, den Vorabend von Allerheiligen, am 31. Oktober feiert, ist übrigens ein röm.-kath. Termin, aber das kann so ein Pfaffenpropagandist beim Labern ruhig mal als völlig unbekannt im Volke voraussetzen und deshalb ins Mikrofon pusten.

Ach ja, apropos verdummende Reden gegen besseres Wissen, hier trägt Singhammer (CSU), familienp’litischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag den Rekord in beim Hörer vorausgesetzter Dummheit und unfreiwilliger Realsatire davon:

Kreuzzeichen seien ein sichtbares Symbol einer klaren Werteorientierung, „nämlich dem Schutz der Würde aller Menschen, egal welcher Herkunft, welchen Geschlechts oder welchen religiösen Bekenntnisses“.

Schon klar, du zynisches, menschenverachtendes Arschloch! Stellst dich auf einen geschichtlich gewachsenen Leichenberg mit den Millionen Opfern des Christentums und blahfaselst allen Ernstes einen von Schutz und Würde im Zeichen des römischen Galgens. Wenn es einen Gott gäbe, denn wärest du ein guter Kandidat für einen zünftigen Flammenregen. So was lebt, und Jesus musste sterben!