Outlets.de – Zeugen für Prozess gesucht!

Bitte weitersagen!

Rechtsanwalt Thomas Rader sucht für seinen laufenden Prozess gegen den Abzocker IContent GmbH nach Zeugen, Screenshots und Webarchiven für die Gestaltung der Website Outlets (punkt) de in der Zeit bis zum April 2010. Ideale Screenshots umfassen meiner Meinung nach den gesamten Bildschirm und beinhalten auch eine Anzeige von Uhrzeit und Datum, aber zusammen mit einer Zeugenaussage und dem Timestamp der Datei sollten die Beweismittel auch ohne solche Angaben verwendbar sein.

Wer mithelfen kann und möchte, möge bitte Kontakt mit der Kanzlei Rader aufnehmen.

Danke.

Wer nicht weiß, was Michael Burats Outlets (punkt) de für ein Angebot ist, schaue sich einfach mal deren „Geschäftsmodell“ in der Praxis an. Den Hinweis auf diesen Aufruf habe ich über Belugas Abzocker-Blog bekommen, eine für Betroffene und Interessierte sehr empfehlenswerte Lektüre.

Das „Geschäftsmodell“ Content4U gerichtlich geprüft

Amtsgericht Frankfurt, AZ: 29 C 2583/10

Das Amtsgericht urteilte, dass es sich bei dem sichtbaren Kostenhinweis um eine „allgemeine Geschäftsbedingung“ handele, da er für eine Vielzahl von Vertragsschlüssen vorformuliert sei.

Der Webseitenbesuch erfolgt wie im vorliegenden Fall regelmäßig in der Absicht, im Internet vielerorts kostenlos erhältliche Software herunterzulassen, und damit in der Erwartung, die gewünschte Software auch auf dem beschrittenen Weg kostenlos zu erhalten.

Ein Vertrag mit Kostenpflicht kommt nach Auffassung des Amtsgerichtes nicht zustande, da der dafür erforderliche, explizite Kostenhinweis fehlte und das Angebot eines angeblich kostenlosen Downloads irreführend war. Nach meiner Auffassung (Achtung: Ich bin kein Jurist!) sind damit sämtliche jetzt weiter versendeten Mahnungen und Drohbriefe irgendwelcher Inkasso-Klitschen mit großtönendem Namen nur noch das, was sie eigentlich immer waren: gewerbsmäßiger, in großem Maßstab durchgeführter Betrug. Klar, dass die betrügerische Abzock-Firma Content4U in der ganzen Zeit nicht an einer juristischen Klärung ihrer Ansprüche interessiert war, sondern lieber einschüchternde Serienbriefe an hunderttausende von Menschen geschickt hat. Deshalb: Niemals bezahlen! Keinen einzigen Cent! Es gibt einfach bessere Verwendungen für Geld, als damit diesen Adamca-Brüdern ihren schmarotzerhaften verfeinerten Lebensstil zu finanzieren.

Aber in einer Sache können wir uns sicher sein: Erstmal wird die Content4U-Nummer so lange weitergeritten, wie es noch eben ohne Gefängnisaufenthalt möglich ist, und danach wird der gleiche Betrug unter einer anderen Firmierung fortgesetzt. Dass derartige „Geschäfte“ in der BRD möglich sind (und nur in der BRD in dieser Form möglich sind), ist p’litisch gewollt.

Content4U und Deutsche Zentral Inkasso: Unendliche Geschichte

Eine Geschichte ohne Ende scheinen die offen betrügerischen und höchst asozialen Machenschaften der Abzocker-Klitsche „Content4U“ und der unter „Deutsche Zentral-Inkasso“ firmierenden Schreiber von erpresserischen Mahnschreiben für völlig unbegründete Forderungen zu sein.

Wie ich mit Leichtigkeit an den gegenwärtigen Zugriffen erkennen kann, ist im Vorfeld des Wochenendes einmal mehr einer dieser Serienbriefe herausgegangen, der diesmal allerdings seine einschüchternden Formulierungen mit einer noch höheren Forderung verbindet — und viele Empfänger dieser lustigen Briefe fragen sich jetzt, was sie machen sollen.

Hierzu nur soviel: Eine Forderung der Marke: „Bitte zahlen sie umgehend und ohne Grund 150 Euro, sonst machen wir ihr Leben über einen verleumderischen Eintrag bei der Schufa kaputt“ wird nicht einen Deut berechtigter, wenn sie von einer kleinen Inkasso-Klitsche mit großspurigem Namen verfasst wurde.

Deshalb: Ruhe bewahren! Den Brief einfach ignorieren! Auf keinen Fall die unberechtigte Forderung bezahlen! Nicht antworten, denn Antworten werden auf Seiten dieser offen betrügerischen Arschlöcher gar nicht gelesen, selbst, wenn sie als Einschreiben mit Rückschein versendet werden! Wer Lust darauf hat, kann zur nächsten Polizeidienststelle gehen und eine Anzeige wegen gewerbsmäßigem Betruges erstatten. Es kann ebenfalls hilfreich sein, wenn die in den Schreiben angegebene (und häufig wechselnde) Bank darüber informiert wird, mit welchen Halunken sie zusammenarbeitet, damit das verwendete Konto eventuell gekündigt wird. Jede andere Reaktion ist sinnlos.

Die lustigen Briefe können je nach persönlicher Organisation weggeworfen oder abgeheftet werden. Eine Reaktion auf die verbrecherische Unverschämtheit ist nicht erforderlich. Nur, wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid kommt — dieser ist ein Postzustellungsauftrag vom Amtsgericht — ist es unbedingt erforderlich, dass der Forderung widersprochen wird, damit daraus kein vollstreckbarer Titel entsteht, alles andere ist nur substanzlose Drohung. Zum Widersprechen reicht es aus, ohne weitere Begründung das entsprechende Feld auf dem Schrieb anzukreuzen, eine Begründung ist verschwendete Liebesmüh. Die Betrüger werden nicht den geringsten Wert darauf legen, dass ihre betrügerischen Forderungen von einem Gericht untersucht werden, weil sie dann bei Fortsetzung ihrer asozialen Masche auch juristisch zu dem werden, was sie moralisch schon lange sind: Zu Betrügern. Das „Geschäftsmodell“ steht auf sehr wackeligen Beinen.

Und wer jetzt noch wissen will, warum diese Halunken ihre Luft noch nicht durch Gitter atmen müssen, kann ja mal in aller Ruhe weiterlesen, für wen in der BRD paradiesische Zustände herrschen und für wen nicht.

Content4U: Schreibt die Banken an!

Nur, damit dieser Kommentar von „ek“ nicht einfach so im riesigen Thread zum gewerbsmäßigen Betrug der Content4U GmbH untergeht, sei er hier noch einmal prominent platziert und wiederholt:

Ich war einen Monat nicht mehr hier, und schon hat sich die Bankverbindung geändert!

Leute, schreibt die Banken an! Email reicht! Die Sparkassen antworten sofort und löschen deren Konten sofort nach der Kündigunsfrist! Briefe, Einschreiben, Brief von Eurem Anwalt etc. lesen die [Verbrecher von der Content4U GmbH — meine Anmerkung] doch gar nicht! Aber die Banken machen das Konto dicht und das fuckt die total ab! Einfach die Kontaktadresse oder Kontaktformular der Bank googeln und los! Tut richtig gut! Hier mal der Email-verkehr mit der letzten Sparkasse:

Sehr geehrter Herr XXX,

vielen Dank für Ihr Schreiben und Ihren wichtigen Hinweis vom 3. Januar 2011.

Der Sparkasse Nürnberg ist die Problematik bekannt. Wir sind bereits tätig geworden, die Geschäftsbeziehung wurde beendet.

Die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten bedauern wir sehr.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in das neue Jahr 2011.

Mit freundlichen Grüßen
XXX
Sparkasse Nürnberg

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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe den Verdacht, dass über das

Konto 11050887
BLZ 76050101
Kontoinhaber: Deutsches Zentral Inkasso

bei Ihrer Bank illegale Beträge fließen. Es geht um Abofallen.

Eine einfache Google-Suche nach dem Deutschen Zental Inkasso, Ihrem GF Bernhard Soldwisch und der Content4u GmbH (für welche hier Beträge gefordert werden) wird Ihnen sicherlich viele Antworten über diese Firma geben.

Ich appelliere an Sie, das Konto zu kündigen und das eingegangene Geld an die Absender zurück zu überweisen.

Mit freundlichem Gruß
XXX

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Also los! Dauert 5 Minuten.

Und noch was: Schreibt die Banken an!

Ach ja, schreibt doch mal die Banken an — einige sind ja kooperativ, und die es nicht sind, die sollen ruhig in Papier und Mail ersticken!

Zitat des Tages

In Italien wird die Mafia vom Staat verfolgt, in Hessen — und möglicherweise in anderen von Schwarz-Gelb regierten Bundesländern — wird sie in die Regierung gewählt. Unglaublich, in was für einer verbrecherischen Bananenrepublik wir inzwischen leben — da tut Widerstand Tag für Tag mehr Not!

Perspektive 2010