DLZ – Gesellschaft für faire Beschäftigung mbH

Ein Aufruf von LeakLeiharbeit, den ich hier gern weitergebe:

Hallo liebe Kollegen und Gleichgesinnte,

wir suchen dringend einen Leiharbeiter, welcher bei der DLZ — Gesellschaft für faire Beschäftigung mbH beschäftigt war oder ist.

Da wir die Abgründe, welche sich mit Bezug auf die Zeitarbeits- Tarifverträge auftun, mit Hilfe diverser Journalisten aufdecken werden, würden wir uns sehr freuen, wenn sich auf diesem Wege jemand finden lassen würde.

Vielen Dank im voraus!

Hinweise bitte per Mail an info (at) LeakLeiharbeit.de

Wer vorher wissen möchte, was das für Leute sind, die sich LeakLeiharbeit nennen, besuche bitte die Website.

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39. Kriegsspektakel im Stadtpark Hannover

Ja, ist ja gut, Bruder, ich bringe den Aufruf… das folgende ist ein weitgehend unverändertes Zitat des Aufrufes einer antimitaristischen Aktionsgruppe:

Sie hören nicht auf!

Sie hören nicht auf damit, Kriege zu feiern.

Immer und immer wieder feiert die 1. Panzerdivision ihr „Sommerbiwak“. Zusammen mit Repräsentant_innen* aus Politik und Wirtschaft feiern sie, damit sie Krieg führen können. Die­ses Jahr findet die Feier am 29. Juni [in Hannover] statt.

Sie verändern viel!

Die 1. Panzerdivision soll nach Oldenburg abziehen. Dieser Umzug ist aber nur ein weiterer Teil der Umstrukturierung der Bundeswehr zu einer Interventionsarmee. Und auch wenn die 1. Panzerdivision nach Oldenburg umzieht, bleiben ihre Einheiten in Munster und Luttmer­sen/Neustadt a. Rbg. In Wunstorf ist der Ausbau des Fliegerhorstes zum Drehkreuz für welt­weite kriegerische Interventionen in vollem Gange. Mit der neuen Feldjägerschule befindet sich in Hannover ein Zentrumg der Ausbildung von in- und ausländischen Militärs zur Auf­standsbekämpfung.

Sie reden auch viel!

Mit dem Umbau zur Berufsarmee sieht sich das Militär gezwungen, mehr für sich zu werben. An Schulen versuchen sie, Schüler_innen* zu überreden, sich rekrutieren zu lassen. In Arbeitsagenturen werden junge Arbeitsuchende durch „sichere“ Ausbildungen und Jobs gekö­dert. Durch Marketing versuchen sie, ihr Kriegshandwerk schön zu reden.

Sie reden auch vom Abzug aus Afghanistan. Während die Regierungen der Nato-Staaten vom „Abzug“ und der „Übergabe der Verantwortung an die afghanische Regierung“ reden, eskaliert der Krieg.

Sie produzieren auch viel.

Die deutsche Kriegsindustrie ist inzwischen drittgrößter Rüstungsexporteur der Welt. Sie verdienen am Krieg.

Wir hören nicht auf!

Wir hören nicht auf mit unserem Widerstand und Protest gegen alle öffentlichen Aktivitäten und Auftritte der Bundeswehr.

Wir hören nicht auf damit, die Besucher_innen* des Sommerbiwaks mit unserem Widerstand und Protest zu konfrontieren.

Leisten wir überall Widerstand gegen die Kriegsschauplätze — egal ob am Fliegerhorst in Wunstorf, an der Feldjägerschule in Hannover oder bei der ersten Panzerdivision in Olden­burg!

Darum:

Aufzug statt Abzug – laut, bunt, mit Tammtamm, Dschingderassa und großem Hallo und Tschüss!
Sofortiger Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und anderswo!
Keine Rüstungsproduktion!
Keine Interventionsarmee!
Keine Bundeswehr!

Demonstration und Kundgebung am Tag des Sommerbiwak

29. Juni 2012 in Hannover

[Achtung: Die Links in der folgenden Planung gehen auf Google Maps — wer ganz sicher gehen möchte, keine Spur für die „werten Sparringpartner“ aus Polizeien und Geheimdiensten zu hinterlassen, sollte bei einen Klick darauf unbedingt Tor verwenden!]

16.30 Uhr Kröpcke: Auftakt und Demostartpunkt
18.00 Uhr Kundgebung am HCC
19.30 Uhr Freundallee: Abschlusskundgebung

Weitere Informationen und aktuelle Hinweise gibt es auf der Website des AMAK. Eventuelle Rückfragen, Organisation von Fahrgemeinschaften oder sonstige Kommunikation rund um diese Demonstration gegen die p’litisch gewünschte Selbstinszenierung der Bundeswehr bitte ebenfalls dort (es gibt direkte Kontaktmöglichkeiten und PGP-Keys für verschlüsselte Mail-Kommunikation) — ich gehöre nicht zu den Veranstaltern, sondern gebe nur auf Bitte eines Freundes diesen Aufruf weiter, damit er möglichst viele Menschen erreiche.

*Ich habe den originalen Aufruf zwar an der einen oder anderen Stelle präzisiert und mit Links angereichert, die ortsfremden Menschen bei der Orientierung helfen, aber die in meinen Augen unerträgliche Verwendung des Underscores zur Schreibung „genderneutraler“ Bezeichnungen habe ich trotz meiner Abneigung unverändert belassen.

Deutsche Zentral-Inkasso: Das ZDF will berichten

Eine ganz kurze Durchsage an alle, die Briefe von der „Deutschen Zentral Inkasso“ bekommen haben.

Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) möchte in einem seiner bekannten Magazine über die betrügerischen und psychisch erpresserischen Mahnserienbriefe der „Deutschen Zentral Inkasso“ berichten und die Hintergründe dieser Machenschaften an eine breitere Öffentlichkeit bringen und bittet daher Betroffene um eine Kontaktaufnahme.

Wer mit dieser Abzockhelferklitsche in letzter Zeit zu tun hatte, möge bitte direkt Kontakt über die E-Mail-Adresse

hintergrund65@googlemail.com

aufnehmen. Zurzeit bezieht sich die Recherche ausschließlich auf die „Deutsche Zentral Inkasso“ und damit weder auf andere Inkasso-Unternehmen der Nutzlosbranche noch auf die typischen Abzock-Geschäftsmodelle der Marke „Content4U“ oder „Outlets.de“.

Je mehr Menschen von den Zuständen und von der wirklichen Rechtslage wissen, desto besser — denn Unwissenheit erzeugt Angst, und Angst treibt Menschen dazu, dass sie unbegründete Forderungen bezahlen und mit diesem Geld den Abzockern ihren verfeinerten Lebensstil ermöglichen.

Bei Interesse: Bitte nicht von der abschreckenden Adresse bei einem Freemailer abhalten lassen! Ich habe mich natürlich vorher von der Seriosität dieser Anfrage überzeugt und kann versichern, dass es sich um eine Anfrage des ZDF handelt. Im Zeitalter der E-Mail-Spam ergreift jeder seine Vorsichtsmaßnahmen…

Ende der Durchsage.

Warum das erst ein Thema beim quasistaatlichen Fernsehen wird, wenn der Beschiss schon über ein Jahr gelaufen ist und die Mahnschreiben inzwischen von einer anderen Abmahnklitische namens „Deutsche Internet Inkasso“ kommen, gehört zu den Fragen, die ich nicht gestellt habe…

Wir sind nicht eure Geldautomaten

Was die Kohlregierung in vielen kleinen Schritten vorantrieb, die Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben, trieb die rot-grüne Regierung ab 2002 mit Kanonenschlägen auf die Spitze. Agenda 2010 nannten sie ihr Reformwerk, was nichts anderes hieß, als die Sozialsysteme zu sprengen, das Lohn- und Rentenniveau drastisch zu senken, prekäre Arbeit zum Kern dieses Systems zu machen und Flexibilisierung zur erschöpfenden Norm eines Arbeitsalltags […]

Was für die Mehrheit der Menschen in Deutschland einen ruinösen Wettlauf nach unten bedeutete, sollte für Konzerne und Finanzunternehmen eine bis dato nie da gewesene Jagd auf Renditen, Märkte und billiges „Humankapital“ (Unternehmerdeutsch für verwertbare Menschen) einläuten. Dank niedriger Löhne, massiver Steigerungen der Produktivität und einschneidender Senkungen so genannten ›Lohnnebenkosten‹ (Krankenkassenbeiträge) avancierten die deutsche Industrie zum „Exportweltmeister“ und die deutsche Bundesregierung zum Liga-Chef innerhalb der EU.

Wir sind nicht eure Geldautomaten bei „eyes wide shut“ lesen

Bitte um solidarische Prozessbegleitung

Der Text dieser Mail entspricht einer Mitteilung des Erwerbslosen-Forums Deutschland und ist hier nur leicht gekürzt wiedergegeben.

Bitte um solidarische Prozessbegleitung: Hartz IV-Kritiker wegen Billigung und Belohnung einer Straftat angeklagt

Am Freitag, 05.03.2010, um 11:30 Uhr geht im Amtsgericht Aachen (Adalbertsteinweg 92) der Prozess gegen einen Teilnehmer des Erwerbslosen Forum Deutschland weiter. Bereits am 04.12.2009 stand Thomas F. wegen dieser absurden Gerichtsposse vor Gericht. Weil die Staatsanwaltschaft aber anscheinend überhaupt nicht richtig vorbereitet war, wurde der Termin schon nach 10 Minuten vertagt. Eigentlich hätte man meinen können, dass damit das Verfahren eingestellt wird. Aber weit gefehlt:

Aachener Staatsanwalt klagt Kritiker der Hartz IV-Reformen wegen Billigung und Belohnung einer Straftat an

ARGE sah im Verstehen von Motiven im Fall der versuchten Geiselnahme in der ARGE Aachen Volksverhetzung. Aachener Staatsanwaltschaft sprang auf und konstruierte die Billigung und Belohnung einer Straftat gegen einen Erwerbslosen. Prozess geht am 5. März vor dem Aachener Amtsgericht 11:30 Uhr weiter.

Die Staatsanwaltschaft Aachen sieht in dem Verstehen der Motive, der im September 2007 versuchten Geiselnahme in der ARGE Aachen eine schwere Straftat. Ein Hartz IV-Bezieher aus Mannheim hatte sich im September 2007 in dem Internetforum des Erwerbslosen Forum Deutschland gewundert, dass angesichts der rechtlichen und verwaltungstechnischen Missstände in den Hartz IV-Behörden nicht über viel mehr Übergriffen in den Argen berichtet wird. Dies und sein Verstehen von übergriffigen Motiven von Einzelnen reichen nun für eine Anklage vor dem Amtsgericht aus. Unter dem Vorwurf der Billigung und Belohnung einer Straftat wird ihm am Freitag (5. März) im Amtsgericht Aachen der Prozess gemacht.

Der Fall hatte 2007/2008 große Schlagzeilen (1,2) ausgelöst, nachdem die Staatsanwaltschaft Aachen vergeblich versuchte beim Erwerbslosen Forum Deutschland Daten zu ermitteln und in diesem Zusammenhang wegen eines Zitats von Adorno wegen Volksverhetzung ermittelte. Nachdem beim Erwerbslosen Forum Deutschland – trotz eines Beschluss des Landgerichts Aachen – keine Daten zu ermitteln waren, weil die Initiative in seinem Internetforum auf die Speicherung von Daten verzichtete, die Rückschlüsse auf Personen hergeben, konnte die Polizei über ein Internetforum einer Aachener Zeitung, die anscheinend den Datenschutz nicht so genau nimmt, den Angeklagten ermitteln. Er hatte sich dort ebenfalls zu dem Vorfall geäußert. Der Vorwurf der Volksverhetzung wurde nun fallengelassen und die Anklage bezieht sich nun auf einen anderen Beitrag (3)

Wir fordern Euch auf Solidarität mit dem Angeklagten zu zeigen und derartigen Einschüchterungsversuchen eine klare Absage zu erteilen. Deshalb treffen wir uns 11:00 Uhr vor dem Gerichtsgebäude.

Amtsgericht Aachen (Adalbertsteinweg 92)

Weitere Informationen

  1. Erwerbslosen Forum mit völlig überzogenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft: konfrontiert
  2. Landgericht Aachen: Adorno Zitat reicht für den Verdacht der Volksverhetzung
  3. Aachen: Geiselnahme in Jobcenter unblutig beendet