Es ist das Wetter

Wisst ihr, warum wir so viele Arbeitslose haben, dass es selbst in den manipulierten Statistiken noch drei Millionen sind? Liegt es vielleicht daran, dass niemand mehr dazu bereit ist, die Menschen für Arbeit zu bezahlen? Aber nein doch, es ist etwas völlig anderes. Und da kommt ihr nie drauf:

Der ungewöhnlich lange Winter hat den Frühjahrsaufschwung am Arbeitsmarkt selbst im April noch gedämpft. Die Zahl der Erwerbslosen ging vor allem wegen der Witterung vergleichsweise wenig um 78 000 auf 3 020 000 zurück.

Es liegt am Wetter!

Lasst uns die globale Erwärmung machen! Die Vollbeschäftigung ist dann nur folgerichtig!

Wozu macht man eine Arbeitslosenstatistik?

Wozu macht man mit einem gewissen Aufwand eigentlich diese Statistik der Bundesanstalt für Armut und Elendsarbeit?

Wie hoch sind die Arbeitslosenzahlen wirklich? -- Wie viele Jobs in Deutschland fehlen, lässt sich nur schätzen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) addiert zu diesem Zweck die registrierten Arbeitslosen und die so genannte Stille Reserve

Ganz einfach: Damit man die wirklich interessierenden Zahlen für die BRD nur schätzen kann, während sich die öffentliche Aufmerksamkeit und der mediale Betrieb vor allem mit recht künstlichen Bullshit-Zahlen beschäftigt.

Quelle des Screenshots: Website der Tagesschau.

Jetzt aufspringen!

Jetzt aufspringen! Mit der Wirtschaft geht es wieder aufwärts.

Sorry, aber mehr als möglichst ätzende Ironie fällt mir zu den Meldungen zur Kaffeesatzleserei so genannter „Wirtschaftsforschungsinstitute“ nicht ein.

Wir haben übrigens inzwischen unter drei Millionen Arbeitslose, Tendenz weiterhin sinkend, so lange sozial ist, was Arbeit schafft. Von besonderer Freude über diese tolle Zahl sind die knapp sieben Millionen Hartz-IV-Empfänger in der BRD erfüllt. *kotz!*

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Bestellen sie jetzt zehn Lang­zeit­arbeits­lose zum Preis von sechs! Und das ist nicht alles! Wenn sie unser Mensch­en­mate­rial­bundle nehmen, haben sie nur Kosten von €3,50 pro Ver­schleiß­körper! Ein tolles Schnäppchen!

Dieses Sonderangebot wurde ihnen präsentiert in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit. Willkommen im Hartz-IV-Staat BRD mit seinem staatlich subventionierten Zwangs- und Elendsarbeitsstrich, der ihnen immer neues Menschenmetarial für ihren Profit liefert.

Frau von der Goebbels Leyen freut sich, die Zahlen sehen gut aus…

Robust

Es gibt viele Möglichkeiten, wie man einen auch durch die üblichen Statistiktricks nicht mehr kaschierbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit schönlabern kann. Alle diese Möglichkeiten sind unverschämt und gegenüber den Betroffenen der Neuen Armut zynisch und verachtungsvoll.

Zahl der Arbeitslosen gestiegen - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Januar im Vergleich zum Vormonat um 342.000 auf 3,6 Millionen gestiegen. Damit erhöhe sich die Arbeitslosenquote um 0,8 Punkte auf 8,6 Prozent, wie die BA mitteilte. Der deutsche Arbeitsmarkt zeige sich zum Jahresbeginn weiter robust, sagte BA-Chef Weise.

Zum Beispiel kann man als bezahlter Schönredner im Auftrag der BA davon sprechen, dass ein Anstieg der (schon durch diverse Tricks beschönigten) Arbeitslosigkeit um gut zehn Prozent (deshalb spricht man lieber von den Prozentpunkten, das klingt viel harmloser) so richtig deutsch und deutlich zeige, dass der Arbeitsmarkt „robust“ sei. Da freut man sich doch als Leser über so viel Robustheit! Ein müder Dank dem Staatsfernsehen der BRD, dass solche Meldungen unkommentiert so mit seiner hirnfickenden Autorität vermeldet, damit wir wenigstens alle merken können, wie „robust“ in der BRD die Dinge so sind!

Hoffentlich gibt es auch mal eine sehr robuste Antwort auf diese Zustände. In Richtung der Arschlöcher, die diese Zustände schaffen.

Wachstum und doch Arbeislosigkeit

Freut euch, Leute in der kleinen Bananenrepublik BRD, denn…

Das Wachstum legt zu, die Arbeitslosigkeit auch - Die Konjunkturprogramme der Industrienationen zeigen Wirkung, und das schürt den Optimusmus der Wirtschaftsforscher. Auch der Export erholt sich langsam von den Schockwellen der Krise. Hauptprofiteur dieser Entwicklung ist Deutschland

…es gibt gute Nachrichten, und die forschen Typen mit der Wünschelrute Wirtschaftsforscher werden auch immer optimistischer. Während es „der Wirtschaft“ — genau, wie es p’litsch gewollt ist — immer besser geht, geht es immer mehr Menschen in der BRD immer mieser. Mit so guten Nachrichten im Ohr ist die Entlassung im Briefkasten oder der Hartz-IV-Terror der ARGE doch gar nicht mehr so schlimm…

Quelle des Screenshots: Google News

Das Ziel der rot-grünen „Hartz“-Reformen

Ein Zitat wider das Vergessen, für jeden, der jetzt angesichts der Lügen des Wahlkampfes auf die Idee kommt, dass man ja doch ein Kreuzchen bei der SPD oder bei den Grünen machen könnte:

Das vorrangige Motiv ist vor allem, Sozialausgaben einzusparen. Wir haben die hohe Arbeitslosigkeit, wir haben hohe Kosten durch die Arbeitslosigkeit. Das vorrangige Ziel ist einfach einzusparen. Der Wirtschaftsminister hat ja selber gesagt, dass die wichtigste Herausforderung für Arbeitsplätze Wirtschaftswachstum ist. Aber von den Hartz-Gesetzen — das wissen wir sicher — gehen keine Wachstumsimpulse aus, eher sogar eine Belastung.

Rudolf Hickel, Wirtschaftswissenschafler, in der Tagesschau vom 2. Juli 2004 zu den so genannten „Hartz-Reformen“ der rot-grünen Koalition

In wie weit diese Einschätzung Hickels vor fünf Jahren den Tatsachen entsprach, kann jeder rückblickend selbst überprüfen. Die Schurken, die diese Gesetze zur Massenverarmung und Ein-Euro-Versklavung der Menschen in der BRD zu einem geltenden Recht gemacht haben, sind immer noch im Vorsitz von SPD und Grünen. Die verdienen kein Kreuz auf einem Wahlzettel, sondern eine Kreuzigung. 👿

Arbeitslosenzahl sinkt „deutlich“

Oh, gucke mal, sollten die Kryptofaschisten Hüther und Jäckel doch noch recht behalten:

FRÜHJAHRSAUFSCHWUNG
Arbeitslosenzahl sinkt deutlich

Aufschwung am Jobmarkt: Die Zahl der Erwerbslosen ist im Mai auf 3,5 Millionen gesunken, die Arbeitslosenquote ging auf 8,2 Prozent zurück […]

Klar, demnächst wird gewählt. Und damit die Zahlen im amtlichen Endergebnis so klingen, wie die gegenwärtige Junta das gern haben möchte, müssen halt vorher ein paar Zahlen ein bisschen anders klingen und einen nicht vorhandenen Erfolg simulieren, auf dass des Wählers Äuglein geblendet werden. Aber sogar das ehemalige Nachrichtenmagazin „Spiegel der neoliberalen Propaganda“ muss ein paar ernüchternde Worte zu den tollen Zahlen hinzustellen.

[…] Die deutliche Verbesserung beruht allerdings zum Teil auf einer Statistikänderung – Experten warnen vor verfrühten Hoffnungen auf eine Trendwende.

Ja ja, alles nur gefälschte Statistik, damit das Plansoll der planlosen demokraturischen Wirtschafterei wenigstens ein bisschen erfüllt aussieht.

Tatsächlich seien im Mai 3,47 Millionen Menschen statt der offiziell genannten 3,458 Millionen arbeitslos gewesen, sagte eine Sprecherin. Der Rückgang würde sich nach der alten Zählweise lediglich auf rund 100.000 belaufen. Die Bundesregierung hatte sich darauf verständigt, Jobsucher, die von privaten Vermittlern betreut werden, in Zukunft nicht mehr als arbeitslos einzustufen.

Schon klar, mit solchen Statistiktricks schaffen wir ganz bestimmt den Aufschwung. Aber eben nur in der Statistik. Und in der Wirklichkeit haben wir immer mehr Neue Arme, dank der von Merkel und Müntefering fortgesetzten, faktisch völlig wirkungslosen „Reformen“ des Schröder-Fischer-Regimes. Ist ja alles nichts Neues. Leider ist es auch nichts Neues, dass diese Bande weiterhin ihre Lügen verbreiten kann und dass diesen Lügen viel zu bereitwillig geglaubt wird.