Vergesst kino.to!

Dieser Blogpost ist leer. -- Nee, tut mir nicht leid... -- Mit Gruß aus Deutschland, dem Land der verschwindenden Inhalte

Vergesst kino.to! Zensiert werden Jörg Kachelmann; AEP-D; Attac; Sportwetten; Radio Fritz; stets und überall in Deutschland alle Blogger; Internetbertreiber außerhalb der „Sendezeiten“; das Pottblog; Flickr; das ELO-Forum; alle Aufklärer über Euroweb; die Aktion Nazifreies Dresden; einige Aufklärer über Kindesmissbrauch in der röm.-kath. Kirche; Meine Zwangsanmeldung; Aufklärer über Bauernfänger mit Schneeballsystemen; Menschen, die gegen die Zustände im Wikimedia Deutschland e.V. protestieren; alle Kinos; das Womblog mit Informationen über politische Bewegungen in Lateinamerika; Satire mit Zielrichtung Abmahnanwälte; Menschen, die harmlos, kreativ und satirisch auf technische Fehler in einer Website hinweisen; Menschen, die Vogeldarstellungen auf einer Satireseite benutzen; YouTube; alle Programmierer und Anwender von Freier Software; Anwender von Yahoo; Menschen, die die von der GEZ eingezogene Gebühr eine GEZ-Gebühr nennen; alle Google-Anwender; alle Programmierer und Nutzer von Computerspielen; Journalisten; alle Anwender der ehemaligen Plattform Google Video; das INSM-Watchblog; kritsche Verbraucher; Künstler, die sich kreativ mit der Boulevardpresse und ihrer Agitationsform auseinandersetzen; Computerspielespieler; Satiriker, die der Media-Markt-Reklame eine gebührende Antwort geben; politische Blogger; immer wieder Blogger; Dokumente, die die tödliche Verzweiflung eines jugendlichen Mörders und Selbstmörders beleuchten und der offiziellen und in den Massenmedien transportierten Darstellung offen widersprechen; Menschen, die die Zustände in der Innenstadt einer deutschen Großstadt nicht hinehmen wollen; und… und… und… und tausende, ja zehntausende weiterer derartiger Stimmen, die verschwinden gemacht oder doch zumindest eingeschüchtert und existenziell bedroht wurden, nur damit sie verschwinden mögen, aber die dabei so still und fern waren und sind, dass ich sie nicht bemerkt habe und nicht bemerken kann… dieses völlig unwichtige Scheiß-kino.to, das die aus Gewinnerzielungsabsicht generierten künstlichen Welten der Contentindustrie zur Untenhaltung und Ablenkung kostenlos konsumierbar machte, ist in alledem die entbehrlichste Site des Internet, und es wird morgen schon unter anderer Adresse wiederkommen, einfach, weil man viele wegen der objektiven Ödnis ihres Daseins nach etwas Trost, Bewusstlosigkeit und Bespaßung strebende Menschen so leicht mit Abofallen und Malware überrumpeln kann… und ihr werdet es auch in drei Monaten schon vergessen haben, ganz genau so, wie ein Aasfresser morgen den Kadaver nicht mehr kennt, der gestern noch seine Atzung war… ich würde dieses kino.to sofort gegen fünfzig mittlerweile verschwundene, persönliche Blogs eintauschen, die mir das Internet einmal zum wärmeren und erträglicheren Ort gemacht haben, als noch nicht jedes menschliche Miteinander im Netz ein sozial optimierter Geschäftsvorgang sein sollte… und in alledem unvergessen bleibt mir, und hoffentlich nicht nur mir, welche Menschen (angebliche Vertreter irgendeines Volkes, zu dem ich allerdings nicht gehöre und von dem ich keinen Menschen kenne, der zu diesem Volk gehört) ein willkürlich und (da immer noch in Kraft, immer noch jederzeit) unkontrollierbar missbrauchbares Internetzensurgesetz in Rechtskraft gesetzt haben, weil diese reich geborene Fotze sehr zum Nutzen ihrer geldmächtigen Freunde dreist und politisch kindesmissbrauchend in die Welt gelogen hat — aber das mit Lügen, das tut sie ja immer noch. Wo die „Meinungsfreiheit“ in der BRD bleibt? Ach, ich erklärs mal für Kinder.

Wer braucht denn Stoppschilder?

Wer braucht schon Stoppschilder im Internet, wenn es auch so genannte „Sicherheitssoftware“ gibt, dieses ganze technoabergläubisches Zeug wie etwa Anti-Viren-Programme. Ja, das ist ernst gemeint. Nicht nur, dass diese ganzen Programme zum Absichern des Rechners ziemlich wertlos sind und ihren Käufer in gefährlicher, falscher Sicherheit wiegen, sie machen neuerdings auch gewisse Bereiche des Internet unsichtbar:

Der Anti-Viren-Konzern Trend Micro („McAfee“, „OfficeScan“) blockiert MMnews ohne Grund. User erhalten Warnung wegen angeblicher „Bedrohung“. MMnews auf Liste der „bösartigen Seiten“ aufgenommen. Auch andere Seiten betroffen. Anti-Viren-Software: Die Zensur der Zukunft?

Manchmal passieren Dinge, die glaubt man eigentlich gar nicht. Doch uns erreichen derzeit Mails, die besagen, dass das MMnews von Anti-Viren-Programmen gesperrt wird. […] Trend Micro kennt dabei offenbar kein Pardon. Seiten, die vom Konzern als „bösartig“ eingestuft wurden, werden erst gar nicht angezeigt. Stattdessen erhält der User die Warnung, dass es sich um eine betrügerische Seite — „Bedrohungsquelle“ handelt.

Überflüssig zu erwähnen, dass dieser Hinweis völlig willkürlich eingeblendet werden kann und dass kein eingeschüchterter Computer-Analphabet irgendeinen Fingerzeig bekommt, warum denn jetzt dieser Hinweis anstelle der gewünschten Website kommt, was also der Grund für die Speere ist. Stattdessen ein knapper, technokratischer und autoritär hingepusteter Text:

Die Seite, die Sie ansteuern, ist ein potentielles Sicherheitsrisiko. Trend Micro OfficeScan blockiert diese URL entsprechend der Netzwerk-Sicherheitsregeln.

Na, erinnert das nicht deutlich an die Stoppschilder, die eine gewisse Frau von der Leyen ins Internet stellen wollte?

Bitte den Rest dieser Geschichte bei MMnews weiterlesen

Ach, und wer etwas gegen die Gängelung durch irrsinnige Softwareverkäufer und die dadurch verursachte künstliche Abhängigkeit und Unmündigkeit hat, der nehme bitte ein freies Betriebssystem für seine tägliche Arbeit am Computer. Es gibt genug davon.