Wi(e)der das digitale Vergessen!

Möge das Internet nichts vergessen!

Ein Schreibtischtäter namens Manfred Schermer hat in der Fuldaer Zeitung einen unfassbar dummen Kommentar veröffentlichen können, der frei von jeder Bindung an die Fakten war, die darin kommentiert wurden — aber dafür wurde um so deutlicher mit der Angstpeitsche des islamistischen Terrors für einen weiteren Abbau von Bürger- und Menschenrechten eingetreten.

Man hat bei der Fuldaer Zeitung allerdings gemerkt, dass eine dermaßen plumpe Propaganda von beinahe jedem Leser durchschaut wird. Damit jetzt nicht etwa jemand auf die Idee kommt, die Fuldaer Zeitung des Verlages Parzeller GmbH & Co. KG sei ein Blatt für üble Propagandaschmiererei auf dem Niveau des Stürmers oder der Bildzeitung, hat die Fuldaer Zeitung den Text etwas „bearbeitet“, er sieht jetzt so aus:

Screenshot einer Fehlermeldung, die darauf hindeutet, dass der Artikel nicht existiert.

Damit sich trotz dieser beherzten Löschung auch jeder selbst ein Bild davon machen kann, wie die Agitation im so genannten „Qualitätsjournalismus“ untergebracht wird, habe ich ein Archiv dieses Artikels aus dem Google-Cache erstellt. Es handelt sich wahrlich nicht um einen kleinen Unfall mit Fehlern, die in der redaktionellen Eile mal eben geschehen können, sondern um systematische Desinformation und Angstmache angesichts von Tatsachen, die dem Kommentar direkt widersprechen. Kein Wunder, dass die Fuldaer Zeitung binnen weniger Minuten einsah, dass an diesem Text nichts mehr zu retten ist.

Zum Genuss und Verdruss hier auch der Text, der nach Meinung der Fuldaer Zeitung vergessen werden sollte – die Anmerkungen in spitzen Klammern ist von mir:

Keine Entwarnung

Kommentar zum Terroranschlag in Oslo und der Schießerei auf der Insel Utøya von Manfred Schermer.

Der Terror ist zurück in Europa. Auch wenn die Urheber des verheerenden Anschlags von Oslo und der Schießerei auf der Insel Utøya noch nicht feststehen – es deutet vieles auf einen islamistischen Hintergrund hin. Norwegische Medien hatten die dänischen Mohammed-Karikaturen nachgedruckt [und deutsche Journalisten lesen im Kaffeesatz das, was sie schreiben wollen], vor rund einem Jahr erst war eine islamistische Terrorgruppe aufgeflogen, und Norwegen ist als Nato-Mitglied [das ist Deutschland übrigens auch] am Afghanistan-Einsatz beteiligt [das ist Deutschland übrigens auch, also habt endlich ANGST, Leute!]. Man war also gewarnt, vor allem auch nach den missglückten Anschlägen von Stockholm im Nachbarland Schweden vom Dezember des vergangenen Jahres.

Bislang waren die Norweger stolz auf ihre offene Gesellschaft [Zu recht! Aber jetzt sollen sie ANGST haben und die gleiche Apartheid einführen, die schon im größten Teil Europas um sich gegriffen hat]. Die Mitte-Links-Regierung mit Regierungschef Jens Stoltenberg an der Spitze hat im Gegensatz zur Regierung im benachbarten Dänemark auf eine liberale Ausländerpolitik und einen Dialog mit muslimischen Zuwanderern gesetzt [Die Dummerchen, hätten sie doch nur ANGST gehabt!]. Nun muss sie bitter erfahren, wie ihnen ihre Liberalität gedankt wird [Oh, wie „spöttisch“, so einen Massenmord als „Dank“ zu bezeichnen]. So sympathisch eine offene Gesellschaft ist – sie lässt eben nicht nur ihren gesetzestreuen Mitgliedern, sondern auch Kriminellen und Terroristen Freiheiten, die in etlichen anderen Ländern seit den Anschlägen von New York, London und Madrid teils drastisch eingeschränkt worden sind. [Das ist halt besser, wenn wir alle eine unsympathische Gesellschaft haben anstelle einer, in der es sich für möglichst viele Menschen zu leben lohnt.] Offensichtlich nicht ohne Grund. Diesem feigen Terrorpack [Fehlt eigentlich nur noch eine Ungeziefer-Metapher] mit Großzügigkeit [Bürger- und Menschenrechte sind keine Lebensrechte eines jeden Menschen, sondern eine gnädig gewährte Großzügigkeit] zu begegnen, hieße, ein Feuer mit Benzin löschen zu wollen [Bürger- und Menschenrechte sind der Grund für die brennende Welt, ohne sie wäre alles viel harmloser!]. Wer diesen Fanatikern [sic! Das schreibt einer, dem beim Schreiben vor lauter Fanatismus der Geifer in die Tastatur gesprudelt sein muss…] versöhnlich kommen will, muss damit rechnen, dass ihm dies als Schwäche ausgelegt und skrupellos ausgenutzt wird.

Der Anschlag auf das Herz des Osloer Regierungsviertels lässt nur einen Schluss zu: Es kann für Europa und auch für Deutschland keine Entwarnung geben. [Also habt ANGST!] Die Gefahr weiterer Attacken bleibt bestehen [Also habt ganz viel und noch mehr ANGST!] – und damit leider auch das Paradoxon, dass wir unsere Freiheit offenbar nur schützen können, indem wir sie beschneiden. [sic!]

Übrigens habe ich in der BRD immer noch von keinem einzigen Toten durch irgendeinen „islamistischen“ (für mich ein Unwort) Terror gehört. Aber ich habe mehrere Menschen gekannt, die sich wegen ihres Lebens unter der Willkür des Hartz-IV-Staates zum Freitod entschlossen haben. Nur, um das mal kurz anzumerken.

Nachtrag: Siehe auch bei Stefan Niggemeier

Content4U: Nicht bezahlen! Keinen Cent!

Nur, um solche Fragen ganz deutlich zu beantworten:

hi leute,
mein Bruder hat auch sowas am Hals und muss jetzt anscheinend bei der Deutschen Inkasso zahlen. Uns war es schon bekannt, dass content4u betrügt aber das mit dem Inkasso ist neu. Seid ihr euch da ganz sicher das es auch ein fake is??

Die Forderung der Content4U GmbH ist unbegründet. Die „Letzten Mahnungen“ dieser betrügerischen Klitsche lassen sich aus der darin verwendeten Droh- und Arschlochsprache ohne weiteres mit dem Satz „Zahlen sie grundlos hundert Euro, oder wir machen ihr Leben kaputt und versauen ihre Schufa“ in die deutsche Sprache übersetzen. Es ist eine reine Einschüchterung, mit der die Menschen zum Zahlen bewegt werden sollen. Ein Anspruch der Content4U GmbH besteht nicht.

Das „Geschäftsmodell“ dieser betrügerischen Abzocker-Firma beruht darauf, dass arglose, unerfahrene Internet-Nutzer mit dem vorgeblichen Download einer Software, die allgemein als kostenlos verfügbar bekannt ist, vorsätzlich irregeführt werden. Ein Vertrag kommt auf diesem Wege nicht zustande.

Wer Verbrechern Geld gibt, nur weil sie im erpresserischen Ton völlig unbegründete Forderungen erheben, ist nicht mehr zu retten. Es gibt bessere Verwendungen für Geld, als damit Betrügern ihren mühelosen, verfeinerten Lebensstil zu finanzieren. Wirklich. Und wer wirklich nichts besseres mit seinem Geld anzufangen weiß, kann mir gern eine Spende zukommen lassen.

Einen Brief an diese Halunken zu schreiben, ist sinnlos. Die lesen ihre Post nicht. Nicht einmal, wenn es ein (für den Absender recht teures) Einschreiben mit Rückschein ist. Die wissen genau, dass ihre Forderung unberechtigt ist. Die schicken ihre „Mahnungen“ raus und können sich leider immer noch darauf verlassen, dass ein gutes Zehntel der Empfänger so eingeschüchtert ist, dass die „angemahnten“ Beträge auch aus Angst bezahlt werden. Davon machen sich diese asozialen Fäkalmaden ein ziemlich hübsches Leben, ohne dass sie einer besonders anstrengenden Arbeit nachgehen müssten.

Die unbegründete Forderung wird keinen Deut begründeter, nur weil sie von einer kleinen Inkasso-Klitsche erhoben wird. Auch dann nicht, wenn sich diese kleine Klitsche eine proll großtönende Firmierung gegeben hat. Es ist auch sinnlos, dieser Inkasso-Klitsche, deren einziger Existenzzweck die zusätzliche Einschüchterung bei diesem Betrug ist, einen Brief zu schreiben. Der Brief wird dort nicht gelesen. Nicht einmal, wenn es ein Einschreiben mit Rückschein ist. Es ist dort genau bekannt, dass die Forderung unbegründet ist. Schlimm genug, dass bei der Inkasso-Zulassung für diese „Deutsche Betrugs-Inkasso“ ein Gericht reingefallen ist und jetzt so viele Menschen den Schaden davon haben.

Wer mir das alles nicht glaubt, sollte einmal einen Blick auf den Kommentarthread des ursprünglichen Posts zu diesem trüben Thema werfen, denn dort sind viele Erfahrungen, Links auf seriöse Verbraucherschutz-Seiten und weitere Informationen gesammelt.

Der einzige Brief, den man sinnvollerweise schreiben sollte, ist ein Brief an die Bank, die von den Betrügern in ihren unverschämten Briefen als Bankverbindung angegeben wird. Wenn diese Bank das Konto der Betrüger kündigt — und das haben in der Vergangenheit etliche Banken bereits getan, weil ein Kreditinstitut im Gegensatz zu diesen Halunken auf seinen Ruf bedacht ist — werden die Betrüger dort getroffen, wo es ihnen weh tut, weil sie daran gehindert werden, ihren asozialen Betrug zu Geld zu machen. Ich würde empfehlen, diesen Brief mit der „Sackpost“ zu versenden, weil ein „richtiger Brief“ in der Regel ernster genommen wird als eine E-Mail — aber wer mag, kann auch gern eine E-Mail schreiben. Wer nicht weiß, wie man einen solchen Brief formulieren soll…

Könnt ihr mir bitte ein Vorlage-Schreiben für die Sparkasse posten, damit ich denen auch das Handwerk legen kann. Vielleicht habt ihr das oben irgendwo schon gepostet aber ich habs noch nicht gefunden. Ich will des Ding so schnell wie möglich loshaben.

…kann sich ungefähr an diese schnell formulierte Vorlage halten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vermutlich ist es Ihnen nicht bewusst, welche „Geschäftsidee“ Ihr Kunde [Name der Betrugsklitsche] mit der Kontonummer [Kto-Nr] verfolgt, denn sonst würden Sie zu verhindern wissen, dass Ihre Reputation durch die Machenschaften Ihres Kunden beschädigt wird. Die „Geschäftsidee“ Ihres Kunden besteht darin, einschüchternd formulierte Rechnungen und Mahnungen mit unbegründeten Forderungen als Serienbrief an viele zehntausend Empfänger zu versenden, um einen großen Anteil dieser Menschen zur Zahlung einer unbegründeten Forderung zu bewegen.

Wenn sie nähere Informationen über dieses „Geschäftsmodell“ wünschen, können Sie mit einer beliebigen Internet-Suchmaschine nach den Firmierungen „Content4U“ oder „Deutsche Zentral-Inkasso“ suchen, Sie finden aber auch unter der folgenden Internetadresse einen ersten Einblick:
https://wwwut.wordpress.com/2010/07/15/niemals-bezahlen-die-content4u-mahnung/

Die Nähe dieses „Geschäftsmodells“ zum Betrug sollte auch für Sie evident sein.

Bitte beenden Sie — nicht nur zur Wahrung Ihrer eigenen Reputation, sondern auch zur Abwendung weiterer Schäden von vielen tausend eingeschüchterten Opfern — Ihre Geschäftsbeziehung mit [Name der Betrugsklitsche] und versuchen Sie darüber hinaus alles Ihnen mögliche dafür zu tun, dass die betrügerisch erwirtschafteten Gelder auf dem Konto Ihres Institutes nicht Ihrem derzeitigen Kunden [Name der Betrugsklitsche] zu Gute kommen können.

Mit freundlichen Grüßen
[Unterschrift]

Ich habe das in fünf Minuten „hingeklatscht“, die Formulierungen sollten also nicht auf die Goldwaage gelegt, sondern vielleicht ein wenig verbessert werden. Übrigens sind „wir“ (Zitat oben) nur einer, nämlich ich… 😉

Wer noch den Nerv dazu hat, kann Anzeige erstatten. Einfach zur nächsten Polizeidienststelle gehen, das ganze Zeug mitnehmen, mal erzählen, was da so läuft und darauf achten, dass die Anzeige wegen „gewerbsmäßigen Betrug“ aufgenommen wird. Vermutlich wird das (wieder einmal) Verfahren eingestellt. Wer wissen möchte, warum das so ist, lese bitte hier weiter. Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, die solche Kosten übernimmt, kann eine weitere Anzeige gegen die Staatsanwaltschaft wegen Strafvereitelung erstatten, nachdem er seinen Bescheid bekommen hat, dass die Ermittlungen wegen seiner Anzeige eingestellt worden sind. Die Aussichten dieser weiteren, gegen die trägen Ermittler gerichteten Vorgehensweise sind eher dürftig, das Hinzuziehen eines Rechtsanwaltes ist empfehlenswert.

Eine Reaktion auf die Rechnungen oder Mahnungen ist nicht erforderlich, solange es sich nur um die „üblichen Drohbriefe“ von Betrugs- und Inkassoklitschen und nicht um gerichtliche Mahnbescheide handelt. Die unbegründete Forderung wird kein bisschen mehr oder weniger begründet, wenn darauf reagiert oder nicht reagiert wird. Die autoritär und einschüchternd formulierten Briefe der Betrüger können einfach in den Papierkorb geworfen werden.

Sollte jemals ein gerichtlicher Mahnbescheid kommen — dies ist kein normaler Brief, sondern ein Postzustellungsauftrag vom Amtsgericht — so muss diesem Mahnbescheid widersprochen werden, damit daraus kein vollstreckbarer Titel entsteht. Hierfür reicht es, das entsprechende Feld anzukreuzen und den Brief ans Amtsgericht zu senden. Die Betrüger der Content4U GmbH können nicht das geringste Interesse daran haben, dass ihre unbegründeten Forderungen und ihr Geschäftsmodell von einem Gericht untersucht werden. Spätestens, wenn die Halunken auch noch diese Nummer ausprobieren, wird Ruhe einkehren. (Übrigens kann jeder zum Amtsgericht gehen und einen gerichtlichen Mahnbescheid zustellen lassen, das ist noch mit keiner Prüfung des Anspruches verbunden.)

Ich hoffe, dass diese kleinen Erläuterungen vielen Betroffenen geholfen haben.

Sie gelten übrigens auch, wenn die gleiche Betrugsmasche in einigen Monaten unter einer anderen Firmierung durchgezogen wird — zum Beispiel Routenplaner.com und Collectus Inkasso. Denn diese Betrügereien laufen nun schon über ein Jahrzehnt lang unter diversen Firmierungen, und bislang ist noch keiner dieser Betrüger in die Lage gekommen, seine Luft durch Gitter atmen zu müssen.

Hartz IV macht krank

Wie „überraschend“, dass die rot-grünen und schwarz-gelb fortgesetzten Verarmungs- und Entrechtungsgesetze, die dummerweise unter dem Namen „Hartz IV“ bekannt geworden sind (Herr Hartz konnte keine Gesetze beschließen, das taten die Volkszertreter im Bundestage), krank machen:

Die neue Hartz IV-Gesetzgebung ist für viele Erwerbslose offenbar extrem belastend. Einer Studie der Techniker Krankenkasse zufolge melden sich immer mehr Arbeitslose krank. Besonders psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen haben deutlich zugenommen.

Durch das Inkrafttreten der Hartz-Gesetze stehen viele erwerbslose Bundesbürger und ihre Familien unter enormen Druck. Bereits nach einem Jahr in der Arbeitslosigkeit droht ein Abstieg in die Armut. Diese Anspannung spiegelt sich auch immer häufiger auch in der Gesundheit der Betroffenen wider. Eine Studie der Techniker Krankenkasse hat nun gezeigt, dass die Krankmeldungen von Empfängern von Arbeitslosengeld I stark angestiegen sind. So erhöhten sich die Fehltage seit 2006 um 28 Prozent auf durchschnittlich 22,5 Tage. Besonders in den Mittelpunkt rückten dabei psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen. Krankschreibungen aufgrund solcher Beschwerden stiegen sogar um 44 Prozent an.

Wohlfahrtsverbände und Kritiker der Hartz IV-Gesetzgebung sind sich einig, dass vor allem die Angst vor der Armut und der damit verbundene soziale Abstieg eine große Rolle für dieses Ergebnis spielen. Der Weg aus diesen kritischen Lebensumständen ist meist nicht mehr so einfach. Für zahlreiche Menschen rücken Hartz-IV-Empfänger unbewusst an den Rand der Gesellschaft. Die schlechteren finanziellen Bedingungen sind ein entscheidender Faktor, weshalb die Betroffenen häufig immer tiefer in die Schuldenfalle rutschen.

Hartz-IV-Empfänger auch zu niederer Arbeit verpflichten -- CDUDas ist doch genau die gewünschte Entwicklung! Deshalb werden die Menschen, die in der BRD nur deshalb verarmt sind, weil der „Leistungsgesellschaft“ die Arbeit ausgegangen ist und weil niemand mehr bereit ist, für die Arbeit dieser Menschen zu bezahlen, von der gesamten p’litischen Kaste und ihrem speichelleckerischen Medienapparat immer wieder in einer Weise beschimpft, bei der einem ganz braun vor Augen werden kann. Sie sind schließlich „selbst schuld“ an ihrer Situation und müssen sich nur ein bisschen mehr anstrengen, so fließt die braune Gülle durch alle stinkenden Kanäle unseres Medienbetriebes — und von der einfachen Tatsache, dass den (von Statistiktricks bereinigten) ca. sechs Millionen von der neuen Armut betroffenen Menschen mal gerade ein paar hunderttausend offene Stellen gegenüberstehen, wird nichts weiter gesagt. Eben so wenig erwähnt diese Jo-Hur-Naille die Tatsache, dass der staatlich subventionierte Zwangs- und Elendsarbeitsstrich nach den feuchten Träumen von Bild-Schröder und Nutten-Hartz zu einem absinkenden Lohnniveau führt, weil eben immer mehr Tätigkeiten durch ausgelieferte Ein-Euro-Sklaven verrichtet werden, die sich zum besonderen Dank für ihr von der BRD-P’litik gewolltes Scheißleben auch noch aus den Massenmedien und aus den Mündern der populistischen P’litdarsteller anhören „dürfen“, dass sie asozial und „selbst schuld“ sind. Kein Wunder, dass das keine Psyche wegsteckt, dass schon der Gedanke an so ein Elendsdasein krank macht. Das ist für die Arschlöcher, die von diesem p’litsch gewollten Elend profitieren, aber kein Problem, denn es ist ja genügend „Menschenmaterial“ da. Und wer da auf der Strecke bleibt… nun, das ist eben die gewünschte neue Form des Sozialdarwinismus.

Ach, was rege ich mich auf. Es ist längst nicht mehr nötig, diese asoziale Umwandlung der Gesellschaft auf einem Schlachtfeld voller Überfluss in den sozialen Krieg eines jedes Menschen gegen jeden Menschen nummerisch zu erfassen. Es ist nötig, die ganze skrupellose Bande, die so etwas kollektiv und bewusst vorantreibt, zu entsorgen und für ihre Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen.

Und wer jetzt mit dem zynischen Wort kommt, es seien ja „nur psychische“ Krankheiten — die Psyche ist der Kern des Menschen. Wer so redet, dokumentiert damit nur seine kalte Menschenverachtung und seinen Selbsthass. Ich empfehle so redenden Menschen nur, sich einmal in einer entsprechenden Einrichtung anzuschauen, wie ein Mensch sogar schwere körperliche Behinderungen wegstecken kann, wenn er psychisch gesund ist. Wer aber psychisch krank ist, der kann mit den Möglichkeiten des gesundesten und kraftstrotzendsten Körpers nichts mehr anfangen, ist nur noch ein Schatten seiner selbst, ein Leben in aussichtslosem Elend, notdürftig aufrecht erhalten. Wer bei solchem Anblick immer noch das Wort „nur psychisch“ im Munde führt, hat offensichtlich ein Problem in der Wahrnehmung der Wirklichkeit.

Anwaltsbriefe beleidigter Kunstfleisch-Leberwürste

Da ist es also mal jemanden aufgefallen, dass man auf der Homepage für den von Campina hergestellten und vermarkteten Fleischersatz einfach die Seite Rezepte.aspx mit einem HTTP-Parameter Keyword aufrufen kann, und was immer dort auch als Text angegeben wird, das wird ganz direkt und völlig ungefiltert in die Website übernommen. Klar, denn über diesen brotdummen Mechanismus funktioniert diese Website. Das ist nicht nur ein Sicherheitsloch, das ist ein sperrangelweit offenes Scheunentor — und das Wort von der schlampigen Programmierung ist zur Bezeichnung der Campina-seitigen Webanwendung mindestens eine ganze Größenordnung zu harmlos. Man könnte mit so einer Entdeckung alles mögliche anstellen, zum Beispiel könnte man — wenn man die kriminelle Energie dazu mitbringt — an allen möglichen Stellen unverdächtig aussehende Links auf die Valess-Homepage setzen, um damit Leuten Links auf Downloads mit Schadsoftware reinzudrücken.

So etwas hat der Entdecker freilich nicht getan, er hat stattdessen die Lücke in folgender Weise demonstriert und als Screenshot in sein Blog gestellt:

Soylent Green Burger - man nehme: 500g Soylent Green (alternativ Soylend Red oder Yellow und Farbstoffe), 200g Sägemehl, 1 Seite aus Bocuse, Paul: Die neue Küche (Salatersatz), 1 Portion Verantwortungslosigkeit, 1 Portion Geschmacklosigkeit, 2 Blianzen von Campina als Brötchen - Man mische das Soylent mit dem Sägemehl, der Verantwortungs- und Geschmackslosigkeit. Anschließend die Masse 1 Stunde ruhen lassen. Wenn die Masse gut abgebunden ist, forme man kleine Burgerbratlinge und röste diese auf dem Verstand der Konsumenten. Den fertigen Bratling auf eine Bilanzseite geben, mit der Seite aus Bocuse Buch bedecken, das ganze anschließend mit gepfefferten Preisen würzen und dem verbleibenden Bilanzblatt abdecken. Als Getränk zum Burger empfehlen wir einen Saften aus Konsumentenverarsche, fehlendem Nachhaltigkeitsdenken und Gier, Gier, Gier...

Eine friedliche und harmlose Demonstration für ein schweres Sicherheitsproblem in einer kommerziellen Website, die übrigens wegen des Textes ein Härtetest für meine Lachmuskeln war. Man mag von so einem Fleischersatz halten, was man will, aber die begriffliche Nähe zu Albtraumwörtern wie „Soylent Green“ kommt einem von allein, und für eine satirische Verwendung bietet sich das geradezu an.

Um es auch für völlige technische Laien völlig klar zu machen: Hier liegt kein Hack vor, und die Valess-Homepage wurde nicht verändert. Jeder Mensch kann mit dem URL-Eingabefeld seines Browsers jeden nur denkbaren Inhalt auf dieser Seite erscheinen lassen und den Link auch weitergeben. So etwas darf nicht passieren. Niemals. Und schon gar nicht bei einer kommerziellen Website, der von einer Mehrzahl der Menschen doch ein gewisses Vertrauen in die Inhalte entgegengebracht wird. Jeder auch mäßig talentierte Programmierer wird solche Lücken vermeiden. Wer auch immer diese Website zusammengepfuscht hat, er war ein gemeingefährlicher Stümper.

Natürlich hätte Campina sich bei jemanden dafür bedanken können, dass er ein solches Sicherheitsloch nicht in einer Weise missbraucht, die wirklich dem Ruf der Firma und der Marke schadet — zum Beispiel, indem er darüber die Angebote einer der vielen Betrugsapotheken im Internet präsentieren lässt und das mit massenhafter Spam bekannt macht oder in einem IFRAME eine Website mit angebotener Kinderpornografie einbettet. Alles in allem ist der satirische Screenshot wirklich ein harmloser Spaß, wenn man sich überlegt, was sich sonst hätte anstellen lassen. Allerdings versteht man bei Campina auch nicht den harmlostesten Spaß, führt sich wie eine beleidigte Leberwurst auf und lässt den Anwalt Florian Bischoff, LL.M. einen kalten und unfreundlich formellen Drohbrief schreiben. Der wird am Freitag per unsignierter (und damit juristisch völlig unverbindlicher) Mail zugestellt und setzt eine ob der fehlenden, juristisch verbindlichen Form ziemlich unverschämte Frist bis Montag mittag, diese Inhalte zu entfernen. Angesichts des vollen Rechtsschutzes für beleidigte Leberwürste — und bestehen diese auch nur aus Kunstfleisch — mit genügend juristischer Kampfkasse im angeblich so „rechtsfreien Raum des Internet“ der BRD wird es für den betroffenen Blogger ein möglicherweise existenzbedrohendes Wagnis, diesen harmlosen Spaß mit gemeingefährlichen Stümpern des Internet in seinem Blog stehen zu lassen:

Das schlimmste ist aber das völlig unmenschlische Verhalten. Wer hier mitliest, weiß dass ich gerne an einen humanen Umgang miteinander appelliere. Mir hätte eine formlose E-Mail von Campina/Valess mit Bitte zur Löschung ja völlig genügt. Aber nein, die dicke Keule muss es sein. Wahrscheinlich soll ich nur eingeschüchtert werden. Ich lass das erstmal sacken. Mein spontanes Gefühl sagt mir, dass ich den Screenshot und den Link vielleicht löschen sollte und das ganze vergessen.

Und auf genau diese Weise verschwinden so viele Blogeinträge und sogar ganze Blogs in der BRD. Die meisten von ihnen allerdings um einiges stiller.

„Eine Zensur findet nicht statt“ steht in irgendeinem Märchenbuch. Die Geldherrschaft bedarf in der p’litisch gewünschten und aufrecht erhaltenen Rechtsunsicherheit in der BRD gar keiner Zensursula.

Dass dieser Vorgang nicht gerade eine Empfehlung ist, die so vorgehende Firma durch das Kaufen ihrer Produkte zu unterstützen, hat man dort offenbar noch nicht bemerkt. Wenn diese Leute ihren Internetauftritt von jemanden hätten programmieren lassen, der sich damit auskennt, hätten sie sich den Spott des Internet ersparen können und auch nicht mit überhasteten und im Gehabe erpresserischen Mails ihres Rechtsanwaltes ihren eigenen Ruf in den Dreck ziehen müssen.

Aber ich hätte heute nicht derart herzlich gelacht, dass mir der ganze Bauch wehtut. Und ich bin gewiss nicht der Einzige, der laut lachen musste.

Übrigens habe ich es vor dem Absenden dieses Beitrages noch einmal ausprobiert — es ist immer noch möglich, über die Valess-Website beliebige Inhalte zu transportieren. Statt den Hausanwalt komische Briefe schreiben zu lassen, lege ich den technischen Idioten bei Campina sehr nahe, den gleichen Anwalt mal kurz zu befragen, was das Wort „Mitstörerhaftung“ im Falle eines kriminellen Missbrauches dieses Fehlers bedeuten könnte und dann ganz schnell den Fehler zu beheben. Wenn euch die juristischen Konsequenzen für die Dösköppigkeit eurer Strunzprogrammierer schon scheißegal sind, denn tut es doch wenigstens schon wegen der vielen Leute da draußen, die jetzt über eure technisch schäbige Website alle möglichen Angriffe und Betrügereien erleben könnten.

Nachtrag, 30. Juni, 1.09 Uhr: Es ist immer noch möglich, beliebige Inhalte auf dieser Website erscheinen zu lassen, insbesondere funktioniert der Link auf den „Soylent Green Burger“ noch. Der vom Anwalt angeschriebene Blogger ist angesichts der Rechtsunsicherheit eingeknickt, hat den Link entfernt und den Screenshot stark verfremdet. Campina nimmt es weiterhin billigend in Kauf, dass über eine Firmenwebsite beliebige Inhalte transportiert werden können und dass Internet-Nutzer über die Quelle der angezeigten Seite arglistig getäuscht werden können, was jedem denkbaren kriminellen Missbrauch Tür und Tor öffnet. Angesichts der dort gepflegten Haltung, andere Menschen sofort mit juristischen Einschüchterungen mundtot machen zu wollen, ist dieses grob fahrlässige Vorgehen nicht nur verantwortungslos, sondern auch widerwärtig. Wenn ihr bei Campina niemanden habt, der sich mit der Programmierung einer Website und der damit verbundenen Verantwortung auskennt, denn bezahlt gefälligst einen. In meinen Augen ist die Beseitigung dieser Missbrauchsmöglichkeit eine Angelegenheit von höchstens einer Arbeitsstunde — es reicht aus, anstelle des übergebenen Textes den Text „Kein Rezept gefunden“ auszugeben, wenn das Resultset der Datenbankabfrage leer ist. Wenn eure Programmierer dazu nicht imstande sind, denn sucht euch gefälligst Programmierer, die sich mit der Programmierung eines Computers auskennen.

Nachtrag 30. Juni, 23.15 Uhr: Und die Tage ziehn ins Land und Campina agiert weiter ohne Verstand. Den ursprünglichen Blogeintrag haben die Anwälte im Auftrage von Campina jetzt mit einer Mischung aus juristischer Drohgebärde und Verhandlung entschärfen lassen, der leicht ausbeutbare, stümperhafte Fehler in der von Campina betriebenen Website steht Kriminellen aller Art nach wie vor zur Verfügung. Da sieht man, wo die Prioritäten Campinas liegen. Bleibt nur zu hoffen, dass ein Hersteller von Lebensmitteln wenigstens bei seinen eigentlichen Produkten etwas verantwortungsvoller mit den Menschen umgeht, auf die das Zeug losgelassen wird.  :mrgreen:

Schäuble tickt völlig ab

Zitat aus dem Videotext des BRD-Staatsfernsehens ARD, Seite 121, Stand vom 9. April 2009, 19.28 Uhr:

Schäuble will Waffen sichern

Innenminister Schäuble will Waffenschränke besser sichern lassen.

Um Amokläufe wie in Winnenden zu verhindern, wolle er „Behältnisse mit biometrischen Sicherungen so abschließen lassen, dass nur noch Berechtigte an ihre Waffe herankommen“, sagte Schäuble der „Rheinischen Post“. Außerdem gebe es „interessante technische Möglichkeiten“, mit denen man Kurzwaffen so sichern kann, dass nur noch der Berechtigte selbst mit ihnen schießen kann.

Bis zur nächsten Innenministerkonferenz Anfang Juni wolle er Ergebnisse haben.

Jetzt ist es endlich so weit: Der von Merkel und Münte wegen seiner erheblichen psychischen Probleme als prädestinierter Buhmann für die allgemeine Volksentrechtung in Amt und Würden gesetzte Innenminister der BRD, Wolfgang Schäuble (CDU), tickt völlig ab. Zeigte er früher schon als auffällige Symptomatik seines posttraumatischen Belastungssyndroms einen merkwürdigen Hang, zukünftige und durchaus verständliche Attentate auf gefährliche Irre wie ihn durch eine möglichst vollständige Überwachung aller Menschen in der BRD unter Verwendung der gegenwärtig verfügbaren Technik verhindern zu wollen, so ist er in seinem Realitätsverlust jetzt noch einen Schritt weiter gegangen. Unbeleckt von jeglicher Kenntnis über die Schwächen heutiger biometrischer Systeme will er so richtig sichere biometrische Schlösser an Waffenschränke anbringen, damit nicht noch einmal so ein Mordlauf wie in Winnenden passiert.

Vermutlich ist noch beim Aussprechen dieser tollwütigen Idee einem noch halbwegs funktionierenden Anteil seines Ödlandes im Kopfe ein- und aufgefallen, dass die in Winnenden benutzten Waffen gar nicht ordnungsgemäß eingeschlossen waren — was für ein Jammer für die tolle „Argumentation“! Aber der Berliner Bundesidiot ist ja nach vielen Jahren auf seinem Gruselkabinettsstuhl inzwischen recht geübt darin, den Wahnsinn zu verbergen, indem er immer größere Hervorbringungen seines Wahnsinnes ausspricht. Es steht zu vermuten, dass er gerade erst so eine moderne Digitalkamera mit „Lächelfilter“ gekauft hat, die nur dann ein Foto schießt, wenn die ins Visier der Kamera genommene Person einen halbwegs freundlichen Gesichtsausdruck zeigt, und da dachte er sich in diesem kaum noch zu rettenden Zusammenhang, dass so etwas auch an ein Gewehr gehört — hier allerdings nicht, um nur grinsende Opfer mit Geschossen zu perforieren, sondern um die Identität des Schießenden sicher zu stellen.

Man kann so langsam richtig erahnen, wie es im Kopfe dieses Irren arbeitet. Zum Glück steht nicht zu befürchten, dass die kommende Innenministerkonferenz solche Ausflüsse eines kranken Geistes in technische und p’litische Wirklichkeit umsetzen könnte. Und leider wird es auch in Zukunft im Berliner Reichstag keine Ministersessel geben, die verhindern können, dass p’litisch nützliche, aber gesellschaftlich gefährliche Geisteskranke wie Wolfgang Schäuble und Ursula von der Leyen auf ihnen Platz nehmen können — diese Aufgabe obliegt auch weiterhin den Menschen in Deutschland, die so etwas verhindern — oder, wenn dies einmal nicht gelingen sollte: stoppen — müssen. Leider macht die jüngere deutsche Geschichte da nur wenig Hoffnung, dass so etwas wenigstens dieses Mal gelingen könnte.