Ströbeles Juratroll-Zensuropfer: Heddesheimblog

Nur ein Zitat:

Anmerkung der Redaktion: Hans-Christian Ströbele hat uns durch den Berliner Anwalt Johannes Eisenberg wegen “Verletzung der Persönlichkeitsrechte” abnahmen lassen. Wir sollen es bei einer Vertragsstrafe von 10.000 Euro unterlassen, den Satz “Bundestagsmitglied Christian Ströbele (Grüne) zeigte 13-jährigen Heddesheimer an” zu wiederholen. Wir sollen Herrn Ströbele die Anwaltskosten von 775,64 Euro erstatten. Die Verpflichtung sollen wir bis heute, 18:00 Uhr, abgeben.

[…] Wir hatten auch Herrn Ströbele schriftlich um Antwort zur Sachlage gebeten – sofern Herr Ströbele geantwortet hätte, hätten wir natürlich sofort eine Korrektur vorgenommen. Tatsächlich verbittet sich Herr Ströbele laut anwaltlichem Schreiben jeglichen Kontakt von uns zu ihm – wir sollen nur über seinen Anwalt mit ihm kommunizieren und nahezu 800 Euro bezahlen. Der Anwalt hat uns darüber hinaus auch “jedwede auch nur indirekte publizistische Nutzung” der Abmahnung verboten. Wir nutzen die Abmahnung in keinster Weise publizistisch, informieren aber unsere Leserinnen und Leser über diese skandalöse Reaktion.

[…] Wie gesagt: Herr Ströbele hat unsere Daten gehabt, hätte jederzeit eine Korrektur senden können oder das heute scheinbar in Vergessenheit geratene Mittel der “Gegendarstellung” nutzen können.

Sofern Sie uns unterstützen möchten, bitten wir um eine Spende, denn wir rechnen wegen des Rufs von Anwalt Eisenberg mit einem Verfahren und Kosten von bis zu 5.000 Euro, sofern die Sache vor Gericht geht.

Der vollständige Text lässt sich im Heddesheimblog lesen. Eine archivierte Version des vermutlich in Kürze verschwindenden Textes steht über WebCite zur Verfügung. Wer direktes Gespräch ablehnt und lieber „über seinen Anwalt“ kommuniziert, weil das teurer, einschüchternder und deshalb zur Unterdrückung unerwünschter Inhalte im Internet geeigneter ist, darf sich nicht darüber wundern, wenn über ihn geredet wird. Was der Streisand-Effekt ist, möge der juratrollende Herr Ströbele mit seinem tollen alternativen Ruf bitte im Internet nachlesen; und was derartige Auftritte in arroganter Gutsherrenmanier für die gegenwärtigen Propagandabemühungen der Grünen, die sich als „netzpolitische Kraft“ anpreisen wollen, bedeuten, kann er seine diesbezüglich planenden Kollegen aus seiner Bundestagsfraktion fragen.

[via @doktordab]

Heutiges BRD-Webopfer: Der Schockwellenreiter

Im BRD-Web mit seinem besonderen Rechtsschutz für Idioten, Scharlatane und beleidigte Leberwürste mit ausreichend Geld soll ein weiteres bekanntes Blog aus dem Netz entfernt werden, indem sein Autor in üblicher BRD-Juratroll-Zensur mit Rechtskosten belastet wird.

Es geht aber um noch mehr: Es geht darum, ob in diesem Land die Presse- und Meinungsfreiheit auch für Einzelpersonen gilt, oder ob sie sich nur große Medienkonzerne leisten können […] Ich sehe diese Anklage jedenfalls als einen massiven Eingriff in die Pressefreiheit in Deutschland an. Denn wo kommen wir hin, wenn wir Kinderficker nicht mehr Kinderficker nennen dürfen?

Ich bin jetzt erst einmal auf der Suche nach einem Rechtsbeistand. Denn schauen wir mal, ob in diesem unseren Land die Meinungsfreiheit noch etwas zählt oder ob wir endgültig zu einem Staat verkommen sind, in dem schon wieder die Inquisition das Sagen hat.

Hin zum Schockwellenreiter, so lange es dieses Blog noch gibt.

Und noch was: Statt auf diesen Flattr-Button zu klicken und damit wucherhafte zehn Prozent des Geldes an Flattr zu geben, fragt doch mal, ob nicht ein Spendenkonto eingerichtet werden kann… 😉

Hier noch einmal der Text, der mutmaßlich aus dem Internet entfernt werden soll, weil er angeblich „blasphemisch“ ist:

Das Kölner Oberhaupt der Kinderficker-Sekte hat sich mal wieder zu Wort gemel­det: Haßprediger Kardinal Joachim Meisner hat die Abtreibung als „täglichen Super-GAU“ verurteilt. Wer um die Zukunft Deutschlands besorgt sei, solle sich mehr um dieses Thema kümmern als um die Atomkraft. Ach ja? Und wo sollen die ganzen Wechselbalge hin, die die katholischen Priester mit kleinen Mädchen gezeugt haben? Ach nein, die mißbrauchen ja vornehmlich Jungen. Ich kann gar nicht so ville fressen, wie ich kotzen möchte! [Spiegel Online]

Wer seine Website außerhalb des BRD-Rechtsraumes hostet, kann den Kinderfickern, Jesusverkäufern, Kopfwichsern, Psychoschwurblern, Höllenangstausbreitern und Lichtfeinden aus der röm.-kath. Kirche ja mal zeigen, was das Wort Streisand-Effekt bedeutet.

Caritas: Maulkorb mit Armutspeitsche

Wer seinen Arbeitgeber beleidigt, riskiert schon mal den Rauswurf. Bei der Caritas ist das dann anscheinend u.a. auch der Papst. Und wer so handelt, der fliegt nicht nur, sondern erhält auch eine Arbeitslosengeldsperre […]

Weiterlesen, wie die organisierte Religion Welpenschutz genießt und wie Mitarbeitern bei kirchlichen „sozialen“ Betrieben dafür mit voller staatlicher und juristischer Unterstützung der Maulkorb anglegt wird.! Telepolis: Märtyrertum heute: 12 Wochen kein Arbeitslosengeld wegen Papst"diffamierung"

Kurz verlinkt

Für deutsche Medien ist die Vorstellung, das verhasste MfS habe einen Beitrag zur Friedenssicherung geleistet, eine Ungeheuerlichkeit, die offenbar zensiert werden muss.

Schnell beim Rechtsanwalt Markus Kompa weiterlesen, wie das BRD-Staatsfernsehen ZDF geschichtliche Ereignisse „kreativ“ erzählt, es lohnt sich!

Der klärt auf? Kaputtklagen!

Was passiert in der BRD, wenn juristisch gegen irgendwelche Kitschen vorgegangen werden soll, die vorsätzlich erpresserische Mahnschreiben zur Durchsetzung völlig unbegründeter Forderungen zehntausendfach als Serienbrief raushauen? Das kann man hier leider nachlesen.

Wozu da das Recht in der BRD noch taugt, wenn es die Menschen nicht vor gewerbsmäßigem Betrug schützen kann und keine Mittel gegen die Betrüger und ihre Schergen findet? Das kann man etwa auf Inside mega-downloads.net 3.0 nachlesen:

Nun schiessen die Abzocker aber nun wirklich aus allen Rohren: binnen nur einem Monat reichen sie gleich vier (!) Anträge auf Einstweilige Verfügungen gegen mich ein und schieben gleich noch einen Ordnungsmittelantrag hinterher. Hauptsache, Kosten produzieren – denn vor dem Landgericht herrscht schließlich Anwaltszwang. Ich nenne sowas Law Hunting in Reinkultur und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, als dass das, was hier gerade passiert, Rechtsmissbrauch in Vollendung darstellt. Die Abofallen-Mafia zeigt ihr wahres Gesicht – nichts anderes habe ich bereits zu Beginn meines Blogs kommunziert.

Das Recht in der BRD taugt dazu, dass irgendwelche Verbrecher mit den zusammengerafften Millionen die wenigen andere Leute, die den Mut haben, im Internet über die Machenschaften der Verbrecher aufzuklären, in den finanziellen Ruin klagen können.

Wo das Recht nur noch die Verbrecher schützt, hat es längst jeden Sinn verloren.

Die Verhandlung vor dem Landgericht Bielefeld ist übrigens am Montag, den 10. Oktober 2011 um 11.30 Uhr; Adresse: Niederwall 71, 33602 Bielefeld; Sitzungssaal 16. Wer in Bielefeld oder Umgebung ist, hat vielleicht an dieser Verhandlung Interesse oder möchte durch seine Anwesenheit ein Zeichen der Solidarität setzen.

Jörg Kachelmann: TwitPic zensiert Blümchen

Vor wenigen Stunden hat Jörg Kachelmann auf TwitPic [Wegen widerwärtiger Zensur bewusst nicht verlinkt] ein sehr interessantes Bild gepostet, das einen Eindruck davon zu geben vermag, mit welchen Methoden die Contentindustrie in der BRD ihre „Stories“ bekommt und was im Hintergrund der medialen Vorverurteilung Kachelmanns ablief. TwitPic hat dieses Bild, das einmal unter twitpic.com/586fia zu finden war, still gelöscht — es kann ja auch nicht angehen, dass die Gier, Geschäftstüchtigkeit und Schamlosigkeit der Journaille, hier im Falle von Burdas Arsch- und Tittenblatt „Bunte“, einem größeren Kreis von Menschen bewusst wird. So etwas wie Twitter und die damit verbundenden Dienste findet die Journaille eben nur toll, wenn sie in reißerischem Ton vermelden kann, dass damit im Ausland Revolutionen vorangetrieben werden. Wenns aber in der BRD benutzt wird, um mal zu beleuchten, wie denn der ganze Content in die Dreckspresse kommt, denn wird wohl ganz schnell der hauseigene Rechtslinksausleger angerufen, damit er mit der Macht der Geldherrschaft und des BRD-typischen Rechtsschutzes für beleidigte Leberwürste etwas dagegen unternehmen kann.

Nun, ich habe das Bild eben in meinem Browsercache wiedergefunden und möchte es niemanden vorenthalten. Es handelt sich um ein Begleitschreiben zu einer Fleurop-Blumensendung, und was darin steht, ist keineswegs durch die Blume gesagt, sondern sehr deutlich (zum Vergrößern klicken) — dieses kleine Dokument zur Zeitgeschichte sollte sich niemand entgehen lassen, der dem Gelaber vom „Qualitätsjournalismus“ angesichts der Ausflüsse dieses Tuns schon immer etwas skeptisch gegenüber stand:

Liebe Frau xxxxx, gerne würde ich mich einmal persönlich mit Ihnen über Herrn JK unterhalten. D a Sie ohnehin im Prozess als Zeugin aussagen werde n, fände ich es schön, Sie schon vorher kennen zu lernen. Sie können mich jederzeit unter meiner Mob ilnr. 0172 6124502 bzw per Email: tanja. may@bunte. burda. com erreichen. Sonnengrüße schickt Ihnen die Tanja May, Chefreporterin und Mitglied der Chefred aktion BUNTE

Hier nochmal der Text mit allen seinen vom eiligen Tippen herrührenden Eigentümlichkeiten abgetippt (allerdings habe ich dabei die Telefonnummer unkenntlich gemacht und bitte auch jeden Leser darum, dass die im Bild sichtbare Nummer nicht missbraucht wird):

Liebe Frau xxxxx, gerne würde ich mich einmal persönlich mit Ihnen über Herrn JK unterhalten. D a Sie ohnehin im Prozess als Zeugin aussagen werde n, fände ich es schön, Sie schon vorher kennen zu lernen. Sie können mich jederzeit unter meiner Mob ilnr. 0172 612xxxx bzw per Email: tanja. may@bunte. burda. com erreichen. Sonnengrüße schickt Ihnen die Tanja May, Chefreporterin und Mitglied der Chefred aktion BUNTE

Besonders wichtig: Schon vor dem Prozess möglichst exklusiv die Infos aus einer mit Blümchen begrüßten und von einer professionellen Schreibersfrau bequasselten Zeugin herausschütteln, so richtig eiskalt von Frau zu Frau. Ist ja auch besser für die mediale Vorverurteilung und den reißerischen Content mit besonderem emotionalen Empörungspotenzial, der dann verkauft werden soll.

Woher dieses Pack bei Burda im Vorfeld eines Gerichtsverfahrens die Anschrift einer Zeugin bekommen hat, gehört übrigens zu den interessanteren Fragen bei diesem Vorgang, auf die ich auch zu gern eine Antwort bekäme. Leider wird so etwas wohl niemals in der Scheiß-Milliardärspresse der BRD stehen. Wer sich in der BRD auf die Verschwiegenheit der Justiz, der Staatsanwaltschaft und der Gehilfen der Staatsanwaltschaft (Polizeien) verlässt, ist ganz offensichtlich verlassen, da werden auch persönliche Daten munter an die widerwärtigen Gefühlsausbeuter der ganz besonders fragwürdigen Journaille rausgerückt, die damit dann so richtig Meinung macht. Wir wissens ja alle:

Was ein BH ist für die Weiber / das sind fürs Volk die Presseschreiber. / Denn beide drücken ganz enorm / die Massen zu gewünschter Form.

Genau.

Ach so, Burda! Natürlich könnt ihr auch versuchen, diesen Text und diesen Mirror des Bildes mit Drohgesten und Briefen mit einschüchterndem Text und Briefkopf wegzensieren zu lassen, und vielleicht schafft ihr das sogar. Das nützt euch nur nicht mehr viel. Im Gegensatz zu euch herzzerfressenen Astlöchern habe ich nicht vor, davon zu leben, dass ich den Menschen künstlich geschürte Emotionen für Geld verkaufe, und deshalb publiziere ich alles unter den wenig einschränkenden Bedingungen der Piratenlizenz. Das hat zur Folge, dass es von allen möglichen und unmöglichen Leuten an vielen Stellen des Internet gespiegelt wird, und obwohl ich nicht mit jedem Betreiber eines Mirrors inhaltlich übereinstimme, bin ich weiterhin über jeden einzelnen Mirror froh, weil ich mir der geldherrschaftlichen Zensurbestrebungen in der BRD sehr bewusst bin. Das ist nicht mehr so einfach für euch geldherrschaftliche Zensoren zu handhaben wie die unendlich bequeme, künstliche Zentralisierung der Kommunikation übers Web-Zwo-Null. Spätestens jetzt kriegt ihrs nicht mehr aus dem Netz, also lebt damit! Lebt auch damit, dass das Internet nichts vergisst! Und wenn ihr meint, ihr könntet mich vielleicht juristisch einschüchtern: Ich bin obdachlos und lebe vom Betteln, habe nichts mehr zu verlieren und empfände einen Gefängnisaufenthalt (immerhin ein Dach übern Kopf und regelmäßige Mahlzeiten) beinahe als einen Urlaub. Immer nur zu! Für eine gewisse Öffentlichkeit, die interessiert zuschaute, wie ihr mit Kanonen auf Spatzen schießt, würde ich schon selbst sorgen.

Nachtrag: Einen weiteren Mirror des blumigen Fleurop-Telegrammes gibt es bei Stefan Niggemeier: Sonnengrüße von der Tanja May — so langsam werde ich mir sicher, dass der Vorgang die gebührende Aufmerksamkeit bekommt. [Danke, Dauni!]

Nachtrag Zwei: Wer Zweifel an der Echtheit des unglaublich herzkalten und dreisten Blümchenschriebs hat, muss sich wohl vorerst auf die Zusicherung von Jörg Kachelmann verlassen: „Das Dokument ist echt und liegt im Original vor“ — ich habe nicht den Schimmer eines Zweifels daran gehabt.

Das Manifest von Democracia Real Ya!

Wir sind normale Menschen. Wir sind wie du: Menschen, die jeden Morgen aufstehen, um studieren zu gehen, zur Arbeit zu gehen oder einen Job zu finden, Menschen mit Familien und Freunden. Menschen, die jeden Tag hart arbeiten, um denjenigen die uns umgeben eine bessere Zukunft zu bieten.

Einige von uns bezeichnen sich als aufklärerisch, andere als konservativ. Manche von uns sind gläubig, andere wiederum nicht. Einige von uns folgen klar definierten Ideologien, manche unter uns sind unpolitisch, aber wir sind alle besorgt und wütend angesichts der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektive, die sich uns um uns herum präsentiert: die Korruption unter Politikern, Geschäftsleuten und Bankern macht uns hilf- als auch sprachlos.

Und diese Situation ist mittlerweile zur Normalität geworden — tägliches Leid, ohne jegliche Hoffnung. Doch wenn wir uns zusammentun, können wir das ändern. Es ist an der Zeit, Dinge zu verändern. Zeit, miteinander eine bessere Gesellschaft aufzubauen. Deswegen treten wir eindringlich hierfür ein:

  • Gleichheit, Fortschritt, Solidarität, kulturelle Freiheit, Nachhaltigkeit und Entwicklung, sowie das Wohl und Glück der Menschen müssen als Prioritäten einer jeden modernen Gesellschaft gelten.
  • Das Recht auf Behausung, Arbeit, Kultur, Gesundheit, Bildung, politische Teilhabe, freie persönliche Entwicklung und Verbraucherrechte im Sinne einer gesunden und glücklichen Existenz sind unverzichtbare Wahrheiten, die unsere Gesellschaft zu befolgen hat.
  • In ihrem momentanen Zustand sorgen unsere Regierung und das Wirtschaftssystem nicht dafür, sondern stellen sogar auf vielerlei Weise ein Hindernis für menschlichen Fortschritt dar.
  • Die Demokratie gehört den Menschen (demos = Menschen, krátos = Regierung), wobei die Regierung aus jedem Einzelnen von uns besteht. Dennoch hört uns in Spanien der Großteil der Politiker überhaupt nicht zu. Politiker sollten unsere Stimmen in die Institutionen bringen, die politische Teilhabe von Bürgern mit Hilfe direkter Kommunikationskanäle erleichtern, um der gesamten Gesellschaft den größten Nutzen zu erbringen, sie sollten sich nicht auf unsere Kosten bereichern und deswegen vorankommen, sie sollten sich nicht nur um die Herrschaft der Wirtschaftsgroßmächte kümmern und diese durch ein Zweiparteiensystem erhalten, welches vom unerschütterlichen Akronym PP & PSOE angeführt wird.
  • Die Gier nach Macht und deren Beschränkung auf einige wenige Menschen bringt Ungleichheit, Spannung und Ungerechtigkeit mit sich, was wiederum zu Gewalt führt, die wir jedoch ablehnen. Das veraltete und unnatürliche Wirtschaftsmodell treibt die gesellschaftliche Maschinerie an, einer immerfort wachsenden Spirale gleich, die sich selbst vernichtet indem sie nur wenigen Menschen Reichtum bringt und den Rest in Armut stürzt. Bis zum völligen Kollaps.
  • Ziel und Absicht des derzeitigen Systems sind die Anhäufung von Geld, ohne dabei auf Wirtschaftlichkeit oder den Wohlstand der Gesellschaft zu achten. Ressourcen werden verschwendet, der Planet wird zerstört und Arbeitslosigkeit sowie Unzufriedenheit unter den Verbrauchern entsteht.
  • Die Bürger bilden das Getriebe dieser Maschinerie, welche nur dazu entwickelt wurde, um einer Minderheit zu Reichtum zu verhelfen, die sich nicht um unsere Bedürfnisse kümmert. Wir sind anonym, doch ohne uns würde dergleichen nicht existieren können, denn am Ende bewegen wir die Welt.
  • Wenn wir es als Gesellschaft lernen, unsere Zukunft nicht mehr einem abstrakten Wirtschaftssystem anzuvertrauen, das den meisten ohnehin keine Vorteile erbringt, können wir den Missbrauch abschaffen, unter dem wir alle leiden.
  • Wir brauchen eine ethische Revolution. Anstatt das Geld über Menschen zu stellen, sollten wir es wieder in unsere Dienste stellen. Wir sind Menschen, keine Produkte. Ich bin kein Produkt dessen, was ich kaufe, weshalb ich es kaufe oder von wem.

Im Sinne all dieser Punkte, empöre ich mich.
Ich glaube, dass ich etwas ändern kann.
Ich glaube, dass ich helfen kann.
Ich weiß, dass wir es gemeinsam schaffen können.
Geh mit uns auf die Straße. Es ist dein Recht.

Zitiert nach den NachDenkSeiten

Die übliche privatrechtliche Willkürzensur

Das Folgende ist ein Vollzitat aus der Deutschland-Debatte:

Unsere befreundete Seite
Alternative Europa Plattform – Deutschland
schreibt:

Am 6.1.2011 erreichte den Blogbetreiber der „Alternativen Europa Plattform – Deutschland“, im Folgenden AEP-D genannt, ein Schreiben einer „renomierten“ Anwaltskanzlei aus Hamburg die die Interessen einer größeren Nachrichtenagentur aus Berlin vertrete. In dem Schreiben fordert die Hamburger Kanzlei Schadenersatz wegen Urheberrechtsverletzung und Begleichung einer Schadenersatzzahlung in dreistelliger Höhe, ohne jedoch genau an zu geben welche Textpassagen strittig seien.

Dem Betreiber wurde vor geworfen nicht genau spezifizierte Textpassagen in seinem Artikel ohne Genehmigung des Urhebers verwendet zu haben. Gleichzeitig wurde die sofortige Löschung des gesamten Artikels gefordert mit dem Hinweis anderenfalls seinem Mandanten zu empfehlen gerichtlich gegen den Betreiber der AEP-D vor zu gehen. Eine Zahlungsaufforderung lag diesem Schreiben bei.

Die gegnerische Anwaltskanzlei beharrte zu diesem Zeitpunkt darauf dem Blogbetreiber nicht mitteilen zu müssen aus welcher Quelle die Textblöcke stammen sollten. Statt dessen erhielten wir eine schlechte Kopie eines Faxes indem Textstellen geschwärzt waren die angeblich „gestohlen“ worden seien. Die Schwärzungen beinnhalteten sogar einzelne Wörter in der Tag-Liste des Artikels. Faktisch bedeutete dies für den Autor dass dieser ein „Dieb“ von geistigen Eigentums sei, dessen vermeintliche Eigentümer jedoch nicht in Erscheinung treten müsse da dieser sich hinter Forderungen einer großen Nachrichtenagentur verstecken konnte.

Die ganzen Angelegenheit ist um so Besorgniserregender wenn man berücksichtigt dass die Urheberrechte zu 100% bei dem Autor der AEP-D liegen und dieser in seiner Existenz mit Schadenersatzansprüchen konfrontiert war die es zunächst galt ab zu wenden.

Nach eingehender Beratung durch die Anwaltskanzlei Küttner und Kollegen in Zweibrücken und Abwägung des Prozesskostenrisikos von etwa 5-4 Tausend Euro entschied sich der Blogbetreiber der AEP-D zur Erhebung einer negativen Feststellungsklage.

Im Namen des Volkes…

Am 2.5.2011 erreichte uns das Urteil des Gerichtes indem dieses fest stellt dass die Beklagte (Berliner Nachrichtenagentur) keine Ansprüche gegenüber dem Kläger (Blogbetreiber der AEP-D) besitze. Es besteht und bestand zu keinem Zeitpunkt ein Unterlassungsanspruch, ein Beseitigungsanspruch oder Schadensersatzanspruch gegenüber der AEP-D.

Obgleich wir froh sind über das Urteil und den Ausgang des Falles sind wir doch erheblich besorgt über die Möglichkeit der Ausübung ökonomischer Gewalt gegenüber unbescholtenen privaten Blogbetreibern die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung aus üben.

Die AEP-D ist ein privat betriebener politischer Blog der sich mit Deutschland innerhalb der Europäischen Union auseinander setzt. Wichtige Themen sind die zunehmende Vermögensungleichverteilung und die sich hieraus ergebenen demokratischen Machtverzerrungen.

Die Diskussionen zu den einzelnen Artikeln sind oft hitzig und provokativ, so auch in den Kommentaren zum genannten Artikel. Auch wenn Kommentare teilweise polemisch oder unter die Gürtellinie gehen haben wir von der AEP-D uns bewusst dazu entschieden diese frei zu schalten. Allerdings erlauben wir uns dann auch in ebenso freundlicher und bestimmten Art zu kontern.

Wohl dem, der es sich auch angesichts solcher Prozesskostenrisiken leistet oder leisten kann, für sein Recht gegen die in der BRD so beliebten privatrechtlichen Zensurbestrebungen vor Gericht zu gehen… und wehe dem, der das nicht kann oder will.

Und wer es noch nicht gemerkt hat: Mit diesem Hinweis und dem Zitat verbindet sich von meiner Seite keine persönliche Wertschätzung der „Alternativen Europa Plattform — Deutschland“ und der dort vertretenen Positionen, sondern nur meine Wertschätzung gegenüber dem Recht, seine Meinung frei und vor allem angstfrei mitteilen zu können. Dieses Recht ist im Internet der BRD unter ständiger Bedrohung durch allerlei Willkürmaßnahmen der Contentindustrie und durch kreisende Schwärme oft ebenso willkürlich vorgehender Abmahnanwaltsgeier. Auch der Betrieb noch der harmlosesten Website ist für den Betreiber mit unkalkulbaren Risiken verbunden, die schnell existenzbedrohend werden können. Für richtige Betrüger ist das BRD-Internet hingegen ein Paradies, und dieser Zustand ist p’litisch gewollt.

Nachtrag: Thematisch nicht ganz passend, aber dennoch in diesem Zusammenhang interessant ist die neue Einnahmequelle des Axel-Cäsar-Springer-Verlages.